Neue Listenpreise gelten seit 8. Oktober, die WLTP-Reichweite steigt auf bis zu 427 Kilometer – die staatliche E-Auto-Förderung kommt je nach Haushalt hinzu

Das Wichtigste in Kürze

  • Nissan Deutschland senkt die Listenpreise des elektrischen Micra seit dem 8. Oktober 2026 um bis zu 1.710 Euro; die Einstiegsversion kostet jetzt 26.290 Euro statt 27.990 Euro zum Bestellstart im September 2025.
  • Die WLTP-Reichweite steigt nach Herstellerangaben auf bis zu 325 Kilometer (40-kWh-Batterie) beziehungsweise 427 Kilometer (52-kWh-Batterie).
  • Mit der staatlichen E-Auto-Förderung von 3.000 bis 6.000 Euro je nach Einkommen und Kinderzahl sinkt der rechnerische Preis der Basisversion auf 23.290 bis 20.290 Euro.

Der japanische Autohersteller Nissan macht seinen elektrischen Kleinwagen Micra in Deutschland günstiger. Nach einer Pressemitteilung von Nissan Deutschland vom 8. Oktober 2026 gelten ab sofort neue Listenpreise, die je nach Ausstattungslinie bis zu 1.710 Euro unter dem bisherigen Preis liegen. Alle Angaben sind Bruttopreise einschließlich 19 Prozent Mehrwertsteuer. Die günstigste Version, der Micra Engage mit 40-kWh-Batterie und 90 kW (122 PS), steht jetzt mit 26.290 Euro in der Preisliste.

Die Senkung betrifft nach Angaben des Herstellers sämtliche Ausstattungsvarianten. Gleichzeitig hat Nissan das Modell technisch leicht überarbeitet: Neue Außenspiegel sowie geänderte Verkleidungen an Unterboden und Kofferraum sollen den Luftwiderstand und die Windgeräusche senken.

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Alle Varianten werden um 1.700 Euro oder mehr günstiger

Für die Gegenüberstellung hat die Redaktion die neuen Preise mit der Preisliste verglichen, die Nissan zum Bestellstart im September 2025 veröffentlicht hatte. Die Differenzen passen zu der von Nissan genannten Obergrenze von 1.710 Euro: Drei Varianten werden um 1.700 Euro günstiger, die Topversion Evolve um 1.710 Euro.

Variante Preis Bestellstart 2025 Preis seit 8.10.2026 Ersparnis
Engage, 40 kWh, 90 kW (122 PS) 27.990 € 26.290 € 1.700 €
Advance, 40 kWh, 90 kW (122 PS) 29.990 € 28.290 € 1.700 €
Advance, 52 kWh, 110 kW (150 PS) 32.990 € 31.290 € 1.700 €
Evolve, 52 kWh, 110 kW (150 PS) 34.900 € 33.190 € 1.710 €
Quelle: Nissan Deutschland, Pressemitteilungen vom 15. September 2025 und 8. Oktober 2026; Ersparnis berechnet durch die Redaktion. Bruttolistenpreise in Deutschland inklusive 19 Prozent Mehrwertsteuer, ohne Händlerrabatte und Sonderausstattung. Stand: 10. Oktober 2026.

Die Preise gelten für Deutschland. Rabatte einzelner Händler, Überführungskosten und Sonderausstattung sind darin nicht enthalten. Als neue Option nennt Nissan Ganzjahresreifen, die sich bei der Bestellung für 350 Euro dazubuchen lassen.

Mehr Reichweite und neue Ausstattung

Durch die aerodynamischen Änderungen steigt die maximale Reichweite nach dem Prüfverfahren WLTP (Worldwide Harmonised Light Vehicles Test Procedure) laut Nissan bei der 40-kWh-Batterie von bis zu 317 auf bis zu 325 Kilometer und bei der 52-kWh-Batterie von bis zu 416 auf bis zu 427 Kilometer. Den Stromverbrauch gibt der Hersteller für beide Batterievarianten mit 14,0 bis 14,3 kWh je 100 Kilometer an. Im Alltag kann die Reichweite je nach Fahrweise, Tempo und Außentemperatur deutlich unter dem Normwert liegen.

Zur Ausstattung kommen nach Herstellerangaben hinzu:

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  • eine überarbeitete Smartphone-Ladeschale mit besserer Belüftung und Magnetring ab der Linie Advance,
  • eine neue LED-Innenraumbeleuchtung vorn und im Fond,
  • serienmäßig „eCall 4G“: Das System setzt nach einem schweren Unfall automatisch einen Notruf über das 4G-Mobilfunknetz ab und übermittelt Fahrzeugdaten. Die Umstellung erfolgt nach Nissans Angaben gemäß den Anforderungen der EU-Verordnung über die allgemeine Fahrzeugsicherheit (General Safety Regulation, kurz GSR2) in ihrer Stufe C.

Zum Bestellstart im September 2025 hatte Nissan für beide Batterien Gleichstrom-Schnellladen mit bis zu 100 kW sowie eine Batteriegarantie von acht Jahren oder 160.000 Kilometern genannt. Technische Basis des Micra ist laut Hersteller die Plattform AmpR Small.

Was die E-Auto-Förderung zusätzlich bringt

Für private Käufe und Leasingverträge kommt in Deutschland die staatliche E-Auto-Förderung hinzu, über die NETZ-TRENDS bereits ausführlich berichtet hat. Nach den Angaben des Bundesumweltministeriums beträgt die Basisförderung für reine Elektroautos 3.000 Euro. Haushalte mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen unter 60.000 Euro erhalten 1.000 Euro mehr, unter 45.000 Euro weitere 1.000 Euro; je Kind kommen 500 Euro hinzu, höchstens für zwei Kinder. Der Höchstbetrag liegt bei 6.000 Euro.

Rechenbeispiel: Micra Engage mit Förderung

  • Haushalt mit 60.001 bis 80.000 Euro Einkommen, ohne Kinder: 26.290 Euro minus 3.000 Euro ergibt rechnerisch 23.290 Euro.
  • Haushalt bis 45.000 Euro Einkommen, ohne Kinder: minus 5.000 Euro ergibt 21.290 Euro.
  • Haushalt bis 45.000 Euro Einkommen, zwei Kinder: minus 6.000 Euro ergibt 20.290 Euro.

Die Förderung ist kein Rabatt beim Händler: Sie wird gesondert beantragt, laut BAFA erst nach der Zulassung.

Die Fördervoraussetzungen des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) schreiben unter anderem vor, dass es sich um ein Neufahrzeug mit Erstzulassung in Deutschland handelt, dass das Auto auf die antragstellende Privatperson zugelassen ist und mindestens 36 Monate auf sie zugelassen bleibt. Ohne Kinder liegt die Einkommensgrenze bei 80.000 Euro, mit zwei Kindern bei 90.000 Euro. Tageszulassungen und Vorführwagen sind ausgeschlossen. Eine Obergrenze für den Fahrzeugpreis nennt das BAFA auf dieser Seite nicht.

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Was offen bleibt

Die Pressemitteilung lässt eine für viele Interessierte naheliegende Frage unbeantwortet: ob Bestellungen, die vor dem 8. Oktober aufgegeben, aber noch nicht ausgeliefert wurden, zum neuen Preis abgerechnet werden. Wer bereits einen Kaufvertrag unterschrieben hat, sollte das beim Händler klären; maßgeblich ist der jeweilige Vertrag. Ebenfalls nicht genannt wird, ob die Änderungen an Aerodynamik und Ausstattung ab sofort in der Produktion umgesetzt sind oder erst nach und nach in die Auslieferung kommen.

Für Kaufinteressierte gilt: Die Listenpreise sind nur der Ausgangspunkt. Weil Händler unabhängig davon eigene Nachlässe gewähren können, lohnt sich ein Vergleich mehrerer Angebote, bevor ein Vertrag unterschrieben wird. Nissan weist selbst darauf hin, dass die Angaben dem Stand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung entsprechen und kein verbindliches Angebot darstellen.

Ist ein elektrischer Kleinwagen um 26.000 Euro für Sie eine echte Alternative zum Verbrenner – oder ist der Preis trotz Förderung noch zu hoch? Schreiben Sie uns Ihre Meinung gerne in die Kommentare.

Quellen

Transparenzhinweis: Bei Recherche, Strukturierung und Erstellung dieses Beitrags kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die verwendeten Quellen sind im Artikel aufgeführt. Die Veröffentlichung erfolgt erst nach manueller redaktioneller Freigabe.

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