Die Senkung gilt seit 21. Oktober 2026; Streckenzeitkarten soll es künftig nur ohne Abo geben, ab 13. Dezember Flexpreis nur digital
Das Wichtigste in Kürze
- Die Deutsche Bahn hat Monatskarten und Schülermonatskarten ohne Abo im Fernverkehr nach eigenen Angaben zum 21. Oktober 2026 um 25 Prozent gesenkt; auf bahn.de ist die Senkung als dauerhaft ausgewiesen.
- Streckenzeitkarten bietet das Unternehmen nach eigener Darstellung künftig nur noch ohne Abo an. Bisherige Abo-Kundschaft zahle ebenfalls weniger, viele sogar noch weniger als zuvor.
- Beim Umtausch und bei der Erstattung von Gruppentickets fallen laut Bahn künftig 10 Euro je Person und Buchungsvorgang an statt bisher 19 Euro je Buchungsvorgang – ab zwei Personen ist das teurer.
- Ab dem 13. Dezember 2026 gibt die Bahn Flexpreise in ihren Reisezentren nur noch als personalisiertes, digitales Ticket aus.
Die Deutsche Bahn hat die Monatskarte im Fernverkehr zum 21. Oktober 2026 um 25 Prozent gesenkt und will Streckenzeitkarten künftig nur noch ohne Abo anbieten. Beim Umtausch von Gruppentickets zahlen Reisende dagegen mehr.
Die Angaben stammen aus dem Newsblog der Deutschen Bahn vom 7. Oktober 2026 und aus den Produktseiten auf bahn.de, die für diesen Beitrag am 26. Oktober 2026 abgerufen wurden. Es geht um den Fernverkehr in Deutschland, nicht um Nahverkehrstarife der Verkehrsverbünde.
Für Menschen, die regelmäßig längere Strecken mit dem Zug zur Arbeit fahren, stellen sich drei Fragen: Wie viel billiger wird die Monatskarte wirklich, was passiert mit einem bestehenden Abo, und wo wird es teurer? Der Beitrag ordnet das anhand der Mitteilung des Unternehmens und der eigenen Produktseiten ein.
25 Prozent weniger seit dem 21. Oktober
Nach der Mitteilung der Deutschen Bahn vom 7. Oktober 2026 kosten Monatskarten und Schülermonatskarten ohne Abo seit dem 21. Oktober 25 Prozent weniger als zuvor. Die Senkung betrifft den Fernverkehr auf einer festgelegten Strecke.
Michael Peterson, DB-Vorstand Personenfernverkehr, wird in der Mitteilung mit dem Hinweis zitiert, die Bahn mache das Fahren günstiger und einfacher.
„Pendlerinnen und Pendler sind mit unseren Zügen ab 21. Oktober deutlich preiswerter unterwegs. Die Monatskarte kostet dann 25 Prozent weniger als bisher.“
Michael Peterson, Vorstand Personenfernverkehr der Deutschen Bahn AG (DB)
Auf der Produktseite zu Wochen- und Monatskarten weist die Bahn die Senkung am 26. Oktober 2026 als dauerhaft aus und nicht als befristete Aktion. Einen konkreten Euro-Betrag nennt die Seite nicht; der Preis hängt von der gebuchten Strecke ab.
Zur Monatskarte gehört laut dieser Seite, dass samstags eine weitere Person kostenfrei mitfahren kann. Bis zu drei Kinder im Alter von 6 bis 14 Jahren fahren im Fernverkehr samstags kostenfrei mit, im Deutschlandtarif täglich. Bei der Wochenkarte gibt es keine kostenfreie Mitnahme.
Streckenzeitkarten künftig ohne Abo
Die zweite Änderung steht weniger deutlich in der Mitteilung: Streckenzeitkarten bietet die Bahn nach eigener Darstellung künftig nur noch ohne Abo an. Bisherige Abo-Kundschaft zahle damit ebenfalls weniger, viele sogar noch weniger als zuvor.
Ein Datum, ab wann das Abo entfällt, nennt die Mitteilung nicht. Auf der Seite Pendlerangebote waren am 26. Oktober 2026 weiterhin Abo-Auswahl und Bestellscheine zu finden. Wie der Übergang abläuft, geht aus den ausgewerteten Quellen nicht hervor.
| Was sich ändert | Bisher | Künftig | Ab wann |
|---|---|---|---|
| Monatskarte und Schülermonatskarte ohne Abo | regulärer Streckenpreis | 25 Prozent weniger | 21. Oktober 2026 |
| Streckenzeitkarte | auch im Abo | nur noch ohne Abo | kein Datum genannt |
| Umtausch und Erstattung bei Gruppen | 19 Euro je Buchungsvorgang | 10 Euro je Person und Buchungsvorgang | kein Datum genannt |
| Stornierung bei Gruppen | bis 7 Tage vor dem 1. Geltungstag | bis einen Tag vorher | 1. Oktober |
| Flexpreis im DB Reisezentrum | keine Vorgabe genannt | nur personalisiert und digital | 13. Dezember 2026 |
Die Tabelle zeigt, dass in derselben Mitteilung zwei gegenläufige Bewegungen stecken: Die Zeitkarten für den täglichen Weg zur Arbeit werden billiger, die Nebenkosten einer Gruppenbuchung steigen.
Gruppen: 10 statt 19 Euro beim Umtausch
Für Gruppenreisen nennt die Bahn zwei Änderungen. Der Sparpreis Gruppe lässt sich demnach online kostenlos und unverbindlich 14 Tage lang reservieren. Die Stornierung ist nach der Mitteilung seit dem 1. Oktober bis einen Tag vor dem ersten Geltungstag möglich statt bisher bis sieben Tage vorher.
Die dritte Angabe wirkt in die andere Richtung. Für Umtausch und Erstattung wurde laut Bahn bislang unabhängig von der Gruppengröße ein Entgelt von 19 Euro je Buchungsvorgang erhoben. Künftig fallen 10 Euro je Person und Buchungsvorgang an.
Damit hängt die Gebühr erstmals an der Zahl der Reisenden. Was das bedeutet, zeigt eine Rechnung mit den beiden genannten Beträgen.
Modellrechnung: Umtausch einer Gruppenbuchung
- Annahme: eine Gruppe mit sechs Personen, ein Buchungsvorgang (angenommene Gruppengröße, kein Wert der Bahn)
- Bisher: 19 Euro je Buchungsvorgang, unabhängig von der Gruppengröße
- Künftig: 6 mal 10 Euro je Person und Buchungsvorgang sind 60 Euro
- Differenz: 41 Euro mehr für denselben Vorgang
- Schwelle: schon bei zwei Personen sind es 20 statt 19 Euro
Rechenweg: Personenzahl mal 10 Euro, davon 19 Euro abgezogen. Modellrechnung der Redaktion mit den von der Bahn genannten Beträgen, keine Prognose für einzelne Buchungen.
Die Rechnung gilt nur für Umtausch und Erstattung, nicht für den Ticketpreis selbst. Wer eine Gruppenfahrt plant und sie voraussichtlich nicht ändern muss, ist von der Gebühr nicht betroffen; sie trifft jene, die umbuchen. Ein Datum, ab wann der neue Satz gilt, steht nicht in der Mitteilung.
Flexpreis ab 13. Dezember nur digital
Ab dem 13. Dezember 2026 gibt die Bahn Flexpreise in ihren Reisezentren nach eigenen Angaben nur noch als personalisiertes, digitales Ticket aus. Dafür genügen demnach Vor- und Nachname; eine E-Mail-Adresse oder ein Smartphone seien nicht nötig, ein Ausdruck sei weiterhin möglich.
Das Unternehmen begründet den Schritt damit, dass bereits über 99 Prozent der Flexpreis-Tickets digital und personalisiert ausgestellt würden. Der 13. Dezember 2026 ist zugleich der Tag des Fahrplanwechsels.
Wer am Schalter kauft, muss dann Vor- und Nachnamen angeben. Ein personalisiertes Ticket ist auf einen Namen ausgestellt; ob und wie es weitergegeben werden kann, geht aus der Mitteilung nicht hervor.
Was die Mitteilung offenlässt
Drei Punkte bleiben nach den ausgewerteten Quellen offen. Erstens nennt die Bahn keinen Euro-Betrag für die gesenkten Monatskarten, sodass sich die Ersparnis nur je Strecke ausrechnen lässt.
Zweitens fehlt ein Datum für den Wegfall des Abos bei Streckenzeitkarten; auf bahn.de waren am 26. Oktober 2026 weiterhin Abo-Bestellscheine abrufbar. Drittens nennt die Mitteilung kein Startdatum für die neue Umtauschgebühr bei Gruppen.
In einem weiteren Eintrag vom 20. Oktober 2026 weist die Bahn den Vorwurf zurück, der Fernverkehr sei teuer, und verweist auf unveränderte Flexpreise seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2024 sowie auf Last-Minute-Sparpreise ab 6,99 Euro. Zu den Preisen im Nahverkehr siehe den Beitrag zum Deutschlandticket ab Januar 2027.
Vier Punkte vor der nächsten Buchung
Wer im Fernverkehr pendelt oder eine Gruppenfahrt plant, kann sich auf wenige Fragen beschränken.
Vier Punkte vor der nächsten Buchung
- Preis der eigenen Strecke prüfen: Die 25 Prozent gelten laut Bahn für Monatskarten ohne Abo; den tatsächlichen Betrag zeigt erst die Abfrage zur eigenen Verbindung.
- Bestehendes Abo ansprechen: Laut Bahn laufen Streckenzeitkarten künftig ohne Abo. Ein Datum nennt das Unternehmen nicht – im Zweifel beim Kundenservice nachfragen.
- Gruppenbuchung durchrechnen: Bei absehbaren Änderungen die neue Gebühr von 10 Euro je Person einkalkulieren; die kostenlose 14-Tage-Reservierung kann eine verfrühte Buchung ersparen.
- Flexpreis am Schalter: Ab 13. Dezember 2026 nur noch personalisiert; wer Tickets bisher weitergegeben hat, sollte das vorher klären.
Ein unmittelbarer Zeitdruck besteht nach diesen Angaben nicht: Die Senkung der Monatskarte gilt bereits, und die Umstellung am Schalter greift erst Mitte Dezember. Wer ohnehin eine längere Strecke regelmäßig fährt, kann Monatskarte und Einzeltickets in Ruhe vergleichen. Das dauerhafte DB Familienticket ist davon getrennt zu betrachten.
Häufige Fragen
Um wie viel ist die Monatskarte im Fernverkehr billiger geworden?
Nach Angaben der Deutschen Bahn kosten Monatskarten und Schülermonatskarten ohne Abo seit dem 21. Oktober 2026 25 Prozent weniger. Einen Euro-Betrag nennt das Unternehmen nicht, der Preis hängt von der Strecke ab.
Gilt die Senkung nur befristet?
Auf bahn.de war die Senkung am 26. Oktober 2026 als dauerhaft ausgewiesen und nicht als befristete Aktion.
Was ändert sich für Gruppen beim Umtausch?
Laut Bahn fallen künftig 10 Euro je Person und Buchungsvorgang an statt bisher 19 Euro je Buchungsvorgang. Ab zwei Personen ist das teurer. Ein Startdatum nennt die Mitteilung nicht.
Kann ich ab 13. Dezember noch anonym am Schalter kaufen?
Flexpreise gibt die Bahn in ihren Reisezentren ab dem 13. Dezember 2026 nach eigenen Angaben nur noch als personalisiertes, digitales Ticket aus. Vor- und Nachname genügen, ein Ausdruck bleibt möglich.
Pendeln Sie mit dem Fernverkehr – und rechnet sich die Monatskarte für Ihre Strecke? Schreiben Sie uns Ihre Meinung gerne in die Kommentare.
Quellen
- Deutsche Bahn AG: Newsblog, Eintrag „Bahn senkt die Preise für Pendler im Fernverkehr: Monatskarten ab 21. Oktober 25 Prozent günstiger“ vom 7. Oktober 2026, abgerufen am 26. Oktober 2026.
- Deutsche Bahn AG: Newsblog, Eintrag zur Studie der Verbraucherzentrale vom 20. Oktober 2026, abgerufen am 26. Oktober 2026.
- bahn.de: Wochen- und Monatskarten, Produktseite, abgerufen am 26. Oktober 2026.
- bahn.de: Pendlerangebote, Produktseite, abgerufen am 26. Oktober 2026.
Recherche- und Quellenstand: 26. Oktober 2026.
Transparenz: KI-Unterstützung
Transparenzhinweis: Bei Recherche, Strukturierung und Erstellung dieses Beitrags kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die verwendeten Quellen sind im Artikel aufgeführt. Die Veröffentlichung erfolgt erst nach manueller redaktioneller Freigabe.