Alle Pkw-Versionen werden billiger, die Reichweite steigt auf bis zu 415 Kilometer – die E-Auto-Förderung kommt je nach Haushalt hinzu

Das Wichtigste in Kürze

  • Renault Deutschland senkt nach eigener Mitteilung vom 13. Oktober 2026 die Preise aller Pkw-Versionen des elektrischen Renault 4 um 1.810 Euro; die Einstiegsversion mit 40-kWh-Batterie steht jetzt mit 27.690 Euro in der Preisliste.
  • Mit der staatlichen E-Auto-Förderung von 3.000 bis 6.000 Euro je nach Einkommen und Kinderzahl sinkt der rechnerische Preis dieser Version auf 24.690 bis 21.690 Euro.
  • Der Nissan Micra mit gleich großer 40-kWh-Batterie hat nach Nissan-Angaben seit dem 8. Oktober einen Listenpreis von 26.290 Euro – rechnerisch 1.400 Euro unter dem Renault-Listenpreis.

Der französische Autohersteller Renault macht seinen elektrischen Kleinwagen Renault 4 E-Tech in Deutschland günstiger. Nach einer Mitteilung des Presse-Service von Renault Deutschland vom 13. Oktober 2026, die zum Pariser Autosalon erschien, sinken die Preise aller Pkw-Versionen um 1.810 Euro. Die Einstiegsversion mit 40-kWh-Batterie führt Renault in der Preisliste auf renault.de mit 27.690 Euro, angegeben als unverbindliche Preisempfehlung (UPE) zuzüglich Überführung.

Zum Marktstart im März 2025 hatte Renault laut einer eigenen Veröffentlichung einen Einstiegspreis von 29.400 Euro genannt. Rechnerisch liegt der heutige Preis damit 1.710 Euro darunter. Zu den 1.810 Euro aus der aktuellen Mitteilung passt das nicht exakt: Den Preis unmittelbar vor der Senkung nennt Renault nicht.

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Mehr Reichweite, neue Funktionen

Neben den Preisen hat Renault das Modell überarbeitet. Die Angaben stammen aus der Mitteilung und gelten nach dem Prüfverfahren WLTP (Worldwide Harmonised Light Vehicles Test Procedure); im Alltag kann die Reichweite je nach Fahrweise, Tempo und Außentemperatur deutlich darunter liegen.

  • Urban Range: 40-kWh-Batterie, 90 kW (122 PS), bis zu 310 Kilometer. Zum Marktstart nannte Renault bis zu 308 Kilometer.
  • Comfort Range: 52-kWh-Batterie, 110 kW (150 PS), bis zu 415 Kilometer je nach Ausstattung. Zum Marktstart waren es bis zu 409 Kilometer.
  • Variante „Plein Sud“ mit Faltdach: bis zu 402 Kilometer.

Den Reichweitengewinn führt Renault auf eine neue Unterbodenverkleidung und neue Außenspiegel zurück. Neu ist außerdem eine manuelle Batterievorkonditionierung, die sich über das Multimediadisplay auslösen lässt und das Schnellladen verkürzen soll – nach Renault-Angaben ohne Routenplanung im Navigationssystem und für alle Kombinationen aus Motor und Batterie. Hinzu kommen laut Mitteilung unter anderem eine 360-Grad-Kamera (optional ab Ausstattung Techno, serienmäßig ab Iconic), ein vorausschauender Eco-Assistent, ein Notbremsassistent, eine kabellose Ladeschale nach Qi2-Standard, der Fahrmodus „Smart“ anstelle von „MySense“ und eine automatische Heckklappe.

Roland-Garros-Edition und Nutzfahrzeugversion „Extra“

Ab sofort bestellbar ist laut Renault die Sonderedition „Roland-Garros“ auf Basis der Comfort Range, in Deutschland stets mit dem Faltdach „Plein Sud“. Sie beginnt bei 37.490 Euro. Der „Extra“ ist eine Nutzfahrzeugversion auf Basis der Ausstattung Techno: Sie ist als N1 eingestuft und nicht rückrüstbar. Renault nennt 940 Kubikdezimeter Ladevolumen nach VDA-Norm (rund 1.045 Liter inklusive 55 Litern im Unterflurfach) und in der deutschen 52-kWh-Version bis zu 330 Kilogramm Nutzlast; umgebaut wird der Wagen laut Renault von Qstomize in Maubeuge. Einen Preis und einen Starttermin nennt die Mitteilung nicht.

Renault 4 und Nissan Micra im Vergleich

Seit dem 8. Oktober 2026 gelten in Deutschland auch beim Nissan Micra neue, niedrigere Listenpreise, über die NETZ-TRENDS bereits berichtet hat. Die Einstiegsversionen beider Elektro-Kleinwagen haben dieselbe Batteriegröße und dieselbe Motorleistung:

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Einstiegsversion Renault 4 Urban Range Nissan Micra Engage
Listenpreis 27.690 € 26.290 €
Batterie 40 kWh 40 kWh
Leistung 90 kW (122 PS) 90 kW (122 PS)
WLTP-Reichweite, bis zu 310 km 325 km
Quelle: Renault Deutschland (Presse-Service, 13. Oktober 2026; renault.de), Nissan Deutschland (Pressemitteilung vom 8. Oktober 2026). Herstellerangaben für Deutschland. Renault nennt die UPE zuzüglich Überführung, Nissan den Bruttopreis einschließlich 19 Prozent Mehrwertsteuer; die Ausstattung der Versionen ist nicht identisch. Stand: 15. Oktober 2026.

Der Renault ist in dieser Gegenüberstellung 1.400 Euro teurer und hat laut Herstellerangaben 15 Kilometer weniger Reichweite. Aussagen über Ausstattung, Platzangebot oder Verarbeitung lassen sich aus den Listenpreisen nicht ableiten; dafür sind die Datenblätter beider Hersteller und eine Probefahrt maßgeblich.

Was die E-Auto-Förderung zusätzlich bringt

Für den Kauf oder das Leasing eines neuen reinen Elektroautos zahlt der Bund in Deutschland einen Zuschuss, über den NETZ-TRENDS ausführlich berichtet hat. Nach den Angaben des Bundesumweltministeriums beträgt die Basisförderung 3.000 Euro. Haushalte mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen unter 60.000 Euro erhalten 1.000 Euro mehr, unter 45.000 Euro weitere 1.000 Euro; je Kind kommen 500 Euro hinzu, höchstens für zwei Kinder. Der Höchstbetrag liegt bei 6.000 Euro.

Rechenbeispiel: Renault 4 Urban Range mit Förderung

  • Haushalt mit 60.001 bis 80.000 Euro Einkommen, ohne Kinder: 27.690 Euro minus 3.000 Euro ergibt rechnerisch 24.690 Euro.
  • Haushalt bis 45.000 Euro Einkommen, ohne Kinder: minus 5.000 Euro ergibt 22.690 Euro.
  • Haushalt bis 45.000 Euro Einkommen, zwei Kinder: minus 6.000 Euro ergibt 21.690 Euro.

Überführungskosten und Händlerrabatte sind nicht eingerechnet. Die Förderung ist kein Rabatt beim Händler: Sie wird gesondert beantragt, nach den BAFA-Vorgaben erst nach der Zulassung.

Die Fördervoraussetzungen des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) verlangen unter anderem ein Neufahrzeug mit Erstzulassung in Deutschland ab dem 1. Januar 2026, das mindestens 36 Monate auf die antragstellende Privatperson zugelassen bleibt. Tageszulassungen und Vorführwagen sind ausgeschlossen. Ohne Kinder liegt die Einkommensgrenze bei 80.000 Euro, mit zwei Kindern bei 90.000 Euro. Renault weist auf der Preisseite selbst darauf hin, dass kein Rechtsanspruch besteht und der Zuschuss erst nach einem positiven BAFA-Bescheid ausgezahlt wird. Eine Obergrenze für den Fahrzeugpreis nennt die BAFA-Seite nicht.

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Gefördert werden laut BAFA ausschließlich Fahrzeuge der Klasse M1, also Pkw. Der „Extra“ ist nach Renault-Angaben als N1 eingestuft. Nach dem Wortlaut der BAFA-Vorgaben fällt er damit nicht unter die geförderten Fahrzeuge; verbindlich entscheidet darüber das BAFA.

Was offen bleibt

Die Mitteilung lässt mehrere naheliegende Fragen unbeantwortet. Sie nennt weder den Listenpreis unmittelbar vor der Senkung noch eine Ladeleistung; zum Marktstart hatte Renault für Gleichstrom bis zu 80 Kilowatt (40 kWh) beziehungsweise bis zu 100 Kilowatt (52 kWh) angegeben. Offen ist auch, ob bereits bestellte, aber noch nicht ausgelieferte Fahrzeuge zum neuen Preis abgerechnet werden; maßgeblich ist hier der jeweilige Kaufvertrag.

Auf derselben Preisseite nennt Renault in einem Finanzierungsbeispiel für die Urban Range einen Fahrzeugpreis von 26.255 Euro, bei 4.400 Euro Anzahlung, 47 Raten zu 219 Euro und einer Schlussrate von 14.780 Euro über 48 Monate und 40.000 Kilometer (effektiver Jahreszins 4,49 Prozent). Wie sich dieser Fahrzeugpreis zum Listenpreis von 27.690 Euro verhält, konnte die Redaktion aus den Angaben der Seite nicht erklären. Wer finanzieren oder leasen will, sollte sich vor Vertragsabschluss schriftlich bestätigen lassen, welcher Preis zugrunde liegt, und mehrere Angebote vergleichen.

Ist ein elektrischer Kleinwagen um 27.000 Euro für Sie eine echte Alternative zum Verbrenner – oder ist er auch mit Förderung noch zu teuer? Schreiben Sie uns Ihre Meinung gerne in die Kommentare.

Quellen

Transparenzhinweis: Bei Recherche, Strukturierung und Erstellung dieses Beitrags kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die verwendeten Quellen sind im Artikel aufgeführt. Die Veröffentlichung erfolgt erst nach manueller redaktioneller Freigabe.

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