Knappe Speicherchips gelten als Ursache; Samsung und Apple halten nach der Schätzung zusammen 45 Prozent des Marktes

Weltweit sind im dritten Quartal 2026 nach einer Schätzung des Marktforschungsinstituts Counterpoint Research rund 20 Prozent weniger Smartphones ausgeliefert worden als ein Jahr zuvor. Das ist laut der am 12. Oktober 2026 veröffentlichten Counterpoint-Analyse der niedrigste Stand seit 14 Jahren. Als Ursache nennt das Institut anhaltende Speicherengpässe, die das Angebot an Geräten verknappen.

Was die Zahl bedeutet – und was nicht

Gemeint sind Auslieferungen, also Geräte, die Hersteller in den Markt geben, nicht zwingend Käufe von Endkunden. Die Zahl gilt weltweit; Werte allein für Deutschland nennt die Counterpoint-Analyse nach Kenntnis der Redaktion nicht. Das dritte Quartal umfasst Juli bis September 2026.

Beleglage: Was feststeht, was offen bleibt

  • Auf der öffentlich abrufbaren Counterpoint-Seite stehen in der Überschrift die 20 Prozent Rückgang, der 14-Jahres-Tiefstand und die Speicherengpässe als Ursache.
  • Die Aufschlüsselung nach Herstellern und den Preisanstieg konnte die Redaktion auf dieser Seite selbst nicht einsehen. Sie beruhen auf Wiedergaben von Counterpoints Daten und sind deshalb mit Vorsicht zu lesen.
  • Alle Werte sind Schätzungen eines Marktforschungsinstituts, keine amtlichen Zahlen.
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Samsung knapp vor Apple, chinesische Hersteller verlieren deutlich

Nach den wiedergegebenen Counterpoint-Angaben kommt Samsung im dritten Quartal auf 23 Prozent Marktanteil, Apple auf 22 Prozent. Zusammen sind das 45 Prozent. Samsungs Auslieferungen sanken demnach um 3 Prozent, bei Apple ist ein Rückgang ohne Prozentangabe genannt. Deutlich stärker traf es die chinesischen Hersteller Xiaomi, OPPO und vivo: Xiaomi verlor mehr als 30 Prozent, OPPO und vivo jeweils mehr als 20 Prozent.

Hersteller Marktanteil Q3 2026 Auslieferungen gegenüber Vorjahresquartal
Samsung 23 % −3 %
Apple 22 % Rückgang, ohne Prozentangabe
Xiaomi 10 % mehr als −30 %
OPPO 9 % mehr als −20 %
vivo 8 % mehr als −20 %
Quelle: Counterpoint Research, drittes Quartal 2026, weltweit; Wiedergabe der Redaktion (siehe Infobox zur Beleglage). Marktanteile gerundet.

Preise: 20 Prozent mehr seit Jahresbeginn

Counterpoint beziffert den Anstieg der Einzelhandelspreise für Smartphones in diesem Jahr bisher auf 20 Prozent, weltweit gerechnet. Der Wert beschreibt keinen einzelnen Markt und kein einzelnes Modell; wie sich Geräte in Deutschland verteuern, sagt er nicht.

Konkrete Beispiele aus Deutschland hat NETZ-TRENDS zuletzt dokumentiert: Google verlangt im deutschen Store für das Pixel 10a 649 Euro, zum Marktstart waren es 549 Euro. Auch bei Computern schlägt die Speicherknappheit durch: Gartner zählte im dritten Quartal 22,4 Prozent weniger ausgelieferte PCs als im Vorjahr.

Was Käufer jetzt prüfen können

Aus den Counterpoint-Zahlen lässt sich weder ableiten, dass Smartphones bald wieder günstiger werden, noch dass sie weiter teurer werden. Wer ein Gerät braucht, kann trotzdem einige Dinge prüfen:

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  • Preisverlauf ansehen: Preisvergleichsportale zeigen, wie sich ein Modell in den vergangenen Wochen entwickelt hat. Das hilft, Aktionspreise von echten Preisänderungen zu unterscheiden.
  • Vorjahresmodelle vergleichen: Ältere Geräte sind teils im Handel noch erhältlich. Ob sie günstiger sind, zeigt nur der Einzelfall.
  • Gewährleistung und Rückgaberecht beachten: In Deutschland gilt für neue Geräte eine gesetzliche Gewährleistung von zwei Jahren; bei Online-Käufen kommt in der Regel ein Widerrufsrecht von 14 Tagen hinzu.

Haben Sie in diesem Jahr ein Smartphone gekauft – und war es teurer als erwartet? Schreiben Sie uns Ihre Meinung gerne in die Kommentare.

Quellen

Transparenzhinweis: Bei Recherche, Strukturierung und Erstellung dieses Beitrags kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die verwendeten Quellen sind im Artikel aufgeführt. Die Veröffentlichung erfolgt erst nach manueller redaktioneller Freigabe.

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