Wie wählen Deutsche 2026 ihr nächstes Smartphone aus? Eine neue, von Samsung beauftragte Befragung liefert dazu ungewöhnlich konkrete Zahlen. Demnach beeinflussen bei 56 Prozent der Befragten in Deutschland persönliche Ambitionen die Technologieentscheidungen. Gleichzeitig zeigen die Daten sehr handfeste Kaufkriterien: Akkulaufzeit, Leistung, Bildschirmfläche und Privatsphäre bleiben zentrale Faktoren.
56 Prozent in Deutschland beziehen persönliche Ziele ein
Für die Untersuchung befragte Censuswide zwischen dem 25. und 30. September 2026 insgesamt 5.001 Erwachsene in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und Großbritannien, darunter 1.000 Personen in Deutschland. Laut Samsung sagen 56 Prozent der deutschen Befragten, dass persönliche Zukunftsambitionen ihre Technologieentscheidungen beeinflussen. Das ist der höchste Wert der fünf untersuchten Länder. Im europäischen Durchschnitt sind es 46 Prozent.
Akku bleibt ein entscheidender Nervfaktor
Die stärkste konkrete Schwachstelle ist wenig überraschend die Batterie. 36 Prozent der Befragten nennen häufiges Aufladen als größtes Frustpotenzial. 18 Prozent stört der ständige Wechsel zwischen Apps, 14 Prozent fehlt zeitweise Bildschirmfläche. Bei Deutschen liegt dieser letzte Wert mit 11 Prozent etwas niedriger.
Beim nächsten Smartphone steht laut Befragung Geschwindigkeit beziehungsweise Leistung mit 22 Prozent an erster Stelle der abgefragten Funktionen. 20 Prozent möchten mehr direkt auf dem Smartphone erledigen können, ohne auf ein größeres Gerät ausweichen zu müssen. 15 Prozent wünschen sich ein dünneres, leichter transportierbares Design.
Mobile Banking: Privatsphäre wird zum Kaufargument
Besonders relevant für Hersteller ist der Faktor Sichtschutz. Europaweit haben 27 Prozent bereits Online- oder Mobile-Banking in der Öffentlichkeit vermieden, weil andere Personen auf den Bildschirm schauen könnten. In Deutschland sind es 25 Prozent. 18 Prozent der europäischen Befragten würden wegen eines höheren Privatsphäreniveaus sogar ein anderes Smartphone-Format in Betracht ziehen.
Dass das Smartphone längst Finanzinstrument ist, zeigt eine weitere aktuelle Erhebung: Nach Angaben des Digitalverbands Bitkom haben 67 Prozent der Deutschen innerhalb von zwölf Monaten mindestens einmal mit Smartphone oder Smartwatch kontaktlos bezahlt. Befragt wurden 1.004 Personen ab 16 Jahren. Vor drei Jahren lag der Anteil laut Bitkom bei 51 Prozent.
24 Prozent der 25- bis 34-Jährigen offen für Foldables
Für faltbare Smartphones liefert die Samsung-Studie ebenfalls einen interessanten Wert. 24 Prozent der 25- bis 34-Jährigen in Deutschland können sich ein Gerät vorstellen, das sich zu einem größeren Display entfalten lässt. Der europäische Durchschnitt liegt bei 21 Prozent.
Smartphones sind Infrastruktur des Alltags
Die Bedeutung solcher Kaufkriterien lässt sich mit amtlichen Daten einordnen. Das Statistische Bundesamt meldet für 2025, dass 95 Prozent der 16- bis 74-Jährigen das Internet innerhalb der letzten drei Monate genutzt hatten. Die Bundesnetzagentur weist für das zweite Quartal 2026 insgesamt rund 225,9 Millionen registrierte SIM-Profile in Deutschland aus.
Einordnung: Herstellerstudie mit verwertbaren Detaildaten
Die Ergebnisse sollten dennoch nicht als neutrale Marktstudie missverstanden werden. Auftraggeber ist Samsung, und die Veröffentlichung verknüpft die Befragung ausdrücklich mit eigenen Galaxy-Modellen. Die Stichprobe und der Erhebungszeitraum werden transparent ausgewiesen. Für die redaktionelle Einordnung sind deshalb vor allem die konkreten Verbraucherwerte interessant – nicht die daraus abgeleiteten Produktempfehlungen des Herstellers.
Fazit: Der Smartphone-Markt wird nicht nur über Kamera und Prozessor entschieden. Akku, Sichtschutz, Multitasking und Displaygröße sind messbare Alltagsthemen. Gerade die 25 Prozent der Deutschen, die Mobile Banking wegen möglicher Blicke Dritter schon gemieden haben, zeigen: Privatsphäre kann vom Softwarethema zum echten Hardware-Kaufargument werden.
Quellen: Samsung Electronics/Censuswide, 15.10.2026; Bitkom, 04.05.2026; Statistisches Bundesamt, Stand 20.04.2026; Bundesnetzagentur, Mobilfunk-Marktdaten 2026. Alle Zahlen wurden anhand der jeweiligen Primärquellen geprüft.