Oktober-Paket mit Android 17 liegt bereit – für Pixel 6a, 7, 7a und Fold laufen die Zusagen noch bis 2027 und 2028
Das Wichtigste in Kürze
- Google sagt dem Pixel 6 und dem Pixel 6 Pro fünf Jahre Updates zu, gerechnet ab dem Verkaufsstart im US-Google-Store im Oktober 2021 – der Zeitraum endet damit rechnerisch im Oktober 2026.
- Das Oktober-Paket für beide Modelle steht in Googles offiziellem Update-Verzeichnis; Googles Pixel-Sicherheitsbulletin vom 6. Oktober nennt sechs geschlossene Lücken, drei davon als kritisch eingestuft.
- Wer ein Pixel 6a, 7, 7 Pro, 7a oder das erste Pixel Fold nutzt, hat nach Googles Rechnung noch neun bis 20 Monate Zeit; neue Modelle wie Pixel 10a und Pixel 11 sind auf sieben Jahre ausgelegt.
Für zwei Google-Smartphones aus dem Jahr 2021 läuft in diesem Monat die Update-Zusage aus. Google gewährt dem Pixel 6 und dem Pixel 6 Pro nach eigenen Angaben fünf Jahre lang Android- und Sicherheitsupdates – und zwar ab dem Zeitpunkt, an dem ein Gerät erstmals im Google Store in den USA erhältlich war. So steht es auf Googles Hilfeseite zu den Update-Zeiträumen der Pixel-Smartphones. Auf einer zweiten Hilfeseite nennt Google für beide Modelle als Starttermin den Oktober 2021. Fünf Jahre später ist das der Oktober 2026.
Ein Oktober-Update gibt es für beide Geräte noch. In Googles offiziellem Verzeichnis der Update-Pakete (OTA, „over the air“, also drahtlos eingespielte Systemaktualisierungen) steht für das Pixel 6 und das Pixel 6 Pro jeweils ein Paket mit Android 17 und der Build-Nummer CP3A.261005.002.A1 für Oktober 2026. Laut Googles Pixel-Sicherheitsbulletin für Oktober, veröffentlicht am 6. Oktober 2026, erhalten alle unterstützten Pixel-Geräte den Sicherheitspatch-Stand vom 5. Oktober 2026.
Ob das Oktober-Paket das letzte ist, sagt Google nicht ausdrücklich
Eine ausdrückliche Ankündigung, dass mit dem Oktober-Paket Schluss ist, fand die Redaktion weder auf Googles Hilfeseiten noch im Sicherheitsbulletin. Auf der Hilfeseite zu den Update-Zeiträumen stehen Pixel 6 und Pixel 6 Pro am Abend des 10. Oktober 2026 noch nicht in der Liste der Modelle, die „keine Android-Versions- und Sicherheitsupdates mehr“ erhalten; dort führt Google bislang das Pixel 5a und ältere Geräte. Maßgeblich bleibt damit die Rechnung, die Google selbst vorgibt: fünf Jahre ab Oktober 2021.
Auffällig ist, dass die Pixel-6-Reihe schon in diesem Jahr nicht jeden Monat ein eigenes Paket bekommen hat. Googles Update-Verzeichnis listet für das Pixel 6 im Jahr 2026 eigene Pakete für März, April, Juni, Juli, September und Oktober, aber keine Einträge für Januar, Februar, Mai und August. Für das Pixel 8 dagegen verzeichnet die Liste 2026 in jedem Monat von Januar bis Oktober ein Paket.
Was im Oktober-Bulletin steht
Googles Pixel-Bulletin vom 6. Oktober 2026 führt sechs Schwachstellen auf: vier in Pixel-eigenen Komponenten, zwei im Betriebssystemkern (Kernel). Als kritisch stuft Google je eine Lücke in der Bluetooth-Komponente sowie in den Pixel-Komponenten GDMC und GSA ein, deren Abkürzungen das Bulletin nicht ausschreibt; die übrigen drei gelten als hoch. Bei den kritischen Lücken geht es zweimal um eine Ausweitung von Rechten (Angreifer verschaffen sich mehr Zugriff, als ihnen zusteht) und einmal um die Preisgabe von Informationen. Welche der Lücken die Pixel-6-Reihe konkret betreffen, schlüsselt das Bulletin nicht nach Modellen auf.
Was das Ende der Zusage für Pixel-6-Besitzer bedeutet
Ein Ende der Update-Zusage schaltet das Telefon nicht ab. Der Unterschied liegt in der Sicherheit: Google veröffentlicht jeden Monat ein Bulletin mit neu geschlossenen Lücken. Endet die Versorgung, werden Schwachstellen, die danach bekannt werden, auf diesen Geräten nicht mehr geschlossen – obwohl sie durch das monatliche Bulletin öffentlich dokumentiert sind. Für Geräte, auf denen Banking-Apps, digitale Ausweise oder Zwei-Faktor-Codes laufen, ist das ein Argument, den Wechsel nicht beliebig lange aufzuschieben.
Praxishinweis: Stand prüfen
- In den Systemeinstellungen zeigt Android den Stand des Sicherheitsupdates an. Steht dort der 5. Oktober 2026, ist das aktuelle Paket installiert.
- Ist der Oktober-Stand noch nicht installiert, lässt sich in den Einstellungen manuell nach einem Systemupdate suchen.
- Vor einem Gerätewechsel lohnt ein vollständiges Backup der Daten.
Diese Pixel-Modelle sind als Nächstes dran
Für die Nachfolger gilt dieselbe Rechnung. Die folgende Tabelle verbindet Googles Startmonate im US-Store mit der jeweils zugesagten Dauer; den Endmonat hat die Redaktion daraus berechnet. Google selbst nennt auf seinen Hilfeseiten keine Kalenderdaten.
| Modell | Start im US-Store | Zusage | Rechnerisches Ende |
|---|---|---|---|
| Pixel 6 / Pixel 6 Pro | Oktober 2021 | 5 Jahre | Oktober 2026 |
| Pixel 6a | Juli 2022 | 5 Jahre | Juli 2027 |
| Pixel 7 / Pixel 7 Pro | Oktober 2022 | 5 Jahre | Oktober 2027 |
| Pixel 7a | Mai 2023 | 5 Jahre | Mai 2028 |
| Pixel Fold (erste Generation) | Juni 2023 | 5 Jahre | Juni 2028 |
| Pixel 8 / Pixel 8 Pro | Oktober 2023 | 7 Jahre | Oktober 2030 |
| Pixel 10a | März 2026 | 7 Jahre | März 2033 |
| Pixel 11 | August 2026 | 7 Jahre | August 2033 |
Der Sprung von fünf auf sieben Jahre kam mit der Pixel-8-Generation. Für ein Pixel 7, das heute noch im Einsatz ist, bleibt damit rund ein Jahr; beim Pixel 6a sind es nach derselben Rechnung neun Monate.
Jetzt wechseln oder warten: Was neue Pixel in Deutschland kosten
Wer vor der Wahl steht, findet im deutschen Google Store derzeit zwei aktuelle Einstiegspunkte. Das Pixel 10a steht dort ab 649 Euro. Das Pixel 11 bietet Google ab 899 Euro an – mit 100 Euro Rabatt auf den von Google genannten üblichen Verkaufspreis von 999 Euro. Für beide Modelle wirbt der Store mit einer Inzahlungnahme alter Geräte, beim Pixel 11 mit 50 bis 775 Euro, beim Pixel 10a mit 50 bis 445 Euro. Welcher Betrag für ein bestimmtes Altgerät gilt, nennen die Produktseiten nicht pauschal.
| Modell | Preis Google Store Deutschland | Zusage | Rechnerisches Ende |
|---|---|---|---|
| Pixel 10a | 649 € | 7 Jahre | März 2033 |
| Pixel 11 | 899 € (sonst 999 €) | 7 Jahre | August 2033 |
Für den Vergleich mit anderen Herstellern hilft ein Blick auf das EU-Recht. Die Ökodesign-Verordnung (EU) 2023/1670 gilt seit dem 20. Juni 2025 für Smartphones, die in der EU in Verkehr gebracht werden. Sie verpflichtet Hersteller, Sicherheits-, Korrektur- und Funktionsupdates für ein Betriebssystem ab dem Ende des Inverkehrbringens eines Modells noch mindestens fünf Jahre lang kostenlos zugänglich zu machen. Der Unterschied zu Googles Zusage: Die EU-Frist beginnt erst, wenn ein Modell nicht mehr neu verkauft wird; Google rechnet ab dem Verkaufsstart. Das Pixel 6 kam lange vor dem Geltungsbeginn auf den Markt; für dieses Modell ist Googles eigene Zusage der Maßstab.
Einordnung
Mit der Pixel-8-Generation hat Google die Zusage auf sieben Jahre verlängert, für die Pixel-6- und Pixel-7-Reihe bleibt es bei fünf. Für Haushalte bedeutet das Ende der Zusage keinen Zwang zum sofortigen Neukauf, aber eine absehbare Frist: Wer ein Pixel 6 oder 6 Pro weiter nutzt, verzichtet auf künftige Sicherheitskorrekturen, sobald Google keine Pakete mehr bereitstellt. Ob noch ein November-Paket folgt, lässt sich aus Googles Unterlagen derzeit nicht ablesen. Belastbar ist der nächste Blick in Googles Update-Verzeichnis Anfang November.
Nutzen Sie noch ein Pixel 6 oder Pixel 6 Pro – und planen Sie den Wechsel, oder bleiben Sie beim alten Gerät? Schreiben Sie uns Ihre Meinung gerne in die Kommentare.
Quellen
- Google Pixel-Hilfe: Wann erhalten Pixel-Smartphones Android-Updates? (abgerufen am 10. Oktober 2026)
- Google Pixel-Hilfe: Verfügbarkeit von Pixel-Geräten im US-Google-Store (abgerufen am 10. Oktober 2026)
- Google for Developers: Full OTA Images for Nexus and Pixel Devices (abgerufen am 10. Oktober 2026)
- Android Open Source Project: Pixel Update Bulletin – October 2026, veröffentlicht am 6. Oktober 2026
- Google Store Deutschland: Produktseiten Pixel 10a und Pixel 11 (Stand: 10. Oktober 2026)
- Amtsblatt der EU: Verordnung (EU) 2023/1670 zu Ökodesign-Anforderungen an Smartphones und Tablets
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