Siemens, Bosch, Daimler, Röntgen, Einstein: Einst prägte Deutschland die Technik der Welt – heute ist SAP auf Platz 27 der beste deutsche Konzern, und kein Konzern der Region steht unter den ersten 25

Stand: 13. Oktober 2026. Börsenwerte: Schlusskurse vom 9. Oktober 2026 (Südkorea und Taiwan: 8. Oktober).

Das Wichtigste in Kürze

  • Die ersten drei Plätze belegen Nvidia (9,53 Punkte), Alphabet/Google (9,51) und Microsoft (9,44). Der Abstand ist so klein, dass die Reihenfolge von der Gewichtung abhängt; die ersten vier Plätze bleiben in allen geprüften Varianten dieselben Konzerne.
  • Aus den USA kommen 48 der 100 Konzerne, aus China 16, aus Japan 11, aus Südkorea 4 und aus Taiwan 3. Deutschland stellt 5, die Schweiz 1, Österreich 0.
  • Der beste Konzern aus der Region ist SAP auf Platz 27, danach Siemens (29), Zeiss (36), Infineon (42), Bosch (44) und ABB (47). In den Top 25 steht keiner von ihnen.
  • Die sechs Konzerne stellen 10,4 % der erfassten Beschäftigten, aber nur 4,7 % des Umsatzes, 2,1 % des Gewinns und 1,5 % des Börsenwerts der 100 (soweit verfügbar).
  • Das historische Bild ist ein anderes: Siemens, Otto, Benz, Daimler, Bosch, Röntgen, Hahn, Zuse und andere haben zwischen 1847 und 1942 Technik erfunden, die die Welt veränderte. Das Ranking zeigt nur den Stand 2026; einen Zeitvergleich des Rankings selbst liefert es nicht.
  • Deutschland bildet viele internationale Studierende aus. Im Wintersemester 2024/25 waren es rund 402.000, darunter rund 38.600 aus China (Platz 2 nach Indien). Ob und wie Ausbildung und Konzernbildung zusammenhängen, belegt das Ranking nicht.
  • Der Index ist ein redaktionelles Bewertungsmodell. Er misst technologische Bedeutung, nicht Größe allein, und ist an mehreren Stellen auf Einschätzungen angewiesen (siehe Methodik und Grenzen).

Zwei Zahlen, die nicht zusammenpassen

Unter den 100 Konzernen, die NETZ-TRENDS für 2026 als technologisch wichtigste der Welt eingestuft hat, kommen 6 aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz. Zusammen beschäftigen sie nach den jeweils letzten Geschäftsberichten rund 1,06 Millionen Menschen. Das sind 10,4 % aller Beschäftigten der 100 Konzerne, soweit Zahlen vorliegen. Beim Nettogewinn liegt der Anteil bei 2,1 %: rund 26,2 Milliarden US-Dollar von zusammen rund 1,24 Billionen.

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Säulendiagramm: Die sechs Konzerne aus Deutschland, der Schweiz und Österreich stellen 10,4 Prozent der Beschäftigten, 4,7 Prozent des Umsatzes, 2,1 Prozent des Nettogewinns und 1,5 Prozent des Börsenwerts der 100 Konzerne
Eigene Darstellung: Anteil der sechs Konzerne aus Deutschland, der Schweiz und Österreich an den Summen der 100 (soweit Daten vorliegen; Geschäftsjahre gemischt, daher Größenvergleich). Quelle: NETZ-TRENDS Global Tech 100 2026, Geschäftsberichte.

Die Zahlen stammen aus unterschiedlichen Geschäftsjahren und sind deshalb ein Größenvergleich, keine exakte Bilanz. Sie zeigen aber eine Richtung: Die Region ist industriell stark und beschäftigt viele Menschen, bringt aber im Vergleich wenige Konzerne hervor, die an der Spitze der globalen Technologiebranche stehen.

Das waren wir mal: Erfinder, Ingenieure und Unternehmer aus Deutschland

Deutschland hat Technik erfunden, die bis heute läuft. Einige der wichtigsten Namen, mit Jahr und Leistung:

Jahr Person oder Unternehmen Leistung
1847 Werner von Siemens, Johann Georg Halske Gründung der Telegraphen-Bauanstalt Siemens & Halske in Berlin
1866 Werner von Siemens Dynamoelektrisches Prinzip, Grundlage der Starkstromtechnik
1876 Nikolaus Otto Viertakt-Verbrennungsmotor
1886 Carl Benz; Gottlieb Daimler und Wilhelm Maybach Motorwagen beziehungsweise Motorkutsche: der Beginn des Automobils
1886 Robert Bosch Gründung der „Werkstätte für Feinmechanik und Elektrotechnik“ in Stuttgart, heute Bosch
1895 Wilhelm Conrad Röntgen Entdeckung der später nach ihm benannten Strahlen; 1901 erster Nobelpreis für Physik
1905 Albert Einstein Spezielle Relativitätstheorie; Nobelpreis 1921; 1933 kehrte er von einem Aufenthalt in den USA nicht mehr zurück
1938 Otto Hahn, Fritz Straßmann (physikalische Deutung: Lise Meitner, Otto Frisch) Entdeckung der Kernspaltung in Berlin
1941 Konrad Zuse Z3, nach verbreiteter Darstellung der erste funktionsfähige programmgesteuerte Digitalrechner
1942 Wernher von Braun und das Team der Heeresversuchsanstalt Peenemünde Erster erfolgreicher Start der A4/V2 am 3. Oktober 1942, einer Flüssigkeitsrakete, die als erster von Menschen gebauter Flugkörper den Weltraum erreichte
1972 Gründer von SAP (Weinheim) Beginn des heute größten deutschen Technologiekonzerns im Ranking
Zusammenstellung: NETZ-TRENDS-Redaktion.

Zwei Einordnungen gehören dazu. Erstens: Die V2 wurde im Nationalsozialismus gebaut und eingesetzt. Zwischen Herbst 1943 und April 1945 starben im Konzentrationslager-Komplex Mittelbau-Dora, in dem die Raketen montiert wurden, schätzungsweise 16.000 bis 20.000 Häftlinge und Zwangsarbeiter; durch den Einsatz der Rakete starben etwa 8.000 Menschen, vor allem in London und Antwerpen. Zweitens: Der Wissensvorsprung wanderte nach 1933 und 1945 zu großen Teilen ins Ausland. Hitler verbot Reichsdeutschen 1937 per Erlass die Annahme des Nobelpreises; jüdische und politisch verfolgte Wissenschaftler wie Einstein mussten emigrieren. Nach Kriegsende holten die USA im Rahmen der Operation Paperclip deutsche Raketeningenieure, darunter von Braun, ins Land: genehmigt waren zuletzt bis zu 1.000 Spezialisten, in einem Bericht des US-Nationalarchivs stehen rund 500 Namen. Aus dem Peenemünder Team ging das US-Raumfahrtprogramm hervor, das 1969 zur ersten Mondlandung führte. Der Bau der ersten Atombomben gelang in den USA, unter Mitwirkung vieler aus Europa vertriebener Physiker.

Wie stark diese Brüche die Lage heute erklären, ist offen. Die Geschichte erklärt jedenfalls, warum sich viele Menschen in Deutschland bis heute als Land der Erfinder verstehen: Die großen Erfindungen sind real. Das Ranking zeigt dagegen, wo 2026 die Konzerne mit der größten Marktmacht sitzen.

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Wie das Ranking entstanden ist

Das Ranking ist keine Liste der größten oder wertvollsten Unternehmen. NETZ-TRENDS hat von einer redaktionellen Ausgangsliste mit 100 Namen begonnen und jedes Unternehmen neu bewertet. Sieben Konzerne sind herausgefallen (Airbnb, Block, Grab, JD.com, Meituan, PayPal, Sea). Sieben sind hinzugekommen (Advantest, Arista Networks, Marvell Technology, Murata, SMIC, Vertiv und die Carl Zeiss AG). Aufgenommen wurden Unternehmen, deren Technologie, Produkte oder Infrastruktur andere Branchen tragen; bloße Größe oder starker IT-Einsatz genügen nicht.

Jeder Konzern erhält fünf Teilnoten von 1 bis 10. Der Gesamtwert (Score) ergibt sich aus:

Score = A × 0,30 + B × 0,25 + C × 0,20 + D × 0,15 + E × 0,10

  • A – Technologische Schlüsselstellung (30 Prozent): Was würde technologisch passieren, wenn das Unternehmen morgen ausfiele? Bewertet werden Alleinstellung, Ersetzbarkeit, geistiges Eigentum und Infrastrukturabhängigkeit.
  • B – Globale Marktmacht und Reichweite (25 Prozent): Marktanteile, Nutzer, installierte Basis, Plattform- und Ökosystemmacht, Wechselkosten.
  • C – Wirtschaftliche Stärke (20 Prozent): Diese Note ist berechnet, nicht geschätzt. Sie ergibt sich auf logarithmischer Skala aus Börsenwert beziehungsweise Bewertung (40 Prozent), Umsatz (30 Prozent) und Nettoergebnis (30 Prozent). Verluste erhalten die niedrigste Teilnote. Fehlt eine Kennzahl, werden die übrigen entsprechend höher gewichtet.
  • D – Innovations- und Zukunftsbedeutung (15 Prozent): Künstliche Intelligenz (KI), Halbleiter, Cloud, Robotik, Batterien, Kommunikation, Forschung und Entwicklung.
  • E – Einfluss auf andere Branchen (10 Prozent): Industrie, Autoindustrie, Banken, Handel, Gesundheitswesen, öffentliche Infrastruktur, Lieferketten.

Die Noten A, B, D und E sind redaktionelle Einstufungen und keine Messwerte. Sie wurden mit KI-Unterstützung vorbereitet und beruhen auf der Recherche zu den Kennzahlen. Zuerst wurden alle Noten vergeben, dann der Score berechnet und erst danach sortiert.

Robustheit. Wir haben die Gewichtung in vier Varianten verändert (mehr Gewicht auf Wirtschaft, mehr auf Technik, alle Kriterien gleich, ohne Wirtschaftsnote) und in 2.000 Zufallsläufen alle Teilnoten um bis zu einen Punkt verschoben. Ergebnis: Nvidia, Alphabet, Microsoft und Amazon bleiben in allen Varianten unter den ersten vier; Nvidia steht in 34 Prozent der Zufallsläufe auf Platz 1. Die Top 10 bleiben in drei der vier Varianten dieselben zehn Konzerne; ohne die Wirtschaftsnote rückt Arm für Broadcom in die Top 10. Für SAP und Siemens liegen in den Zufallsläufen 90 Prozent der Ergebnisse zwischen Platz 19 und Platz 39. Rangfolgen innerhalb von Zehnergruppen sind deshalb nicht als exakte Reihenfolge zu lesen.

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Die Top 10: Sechs aus den USA, zwei aus Südkorea

Rang Unternehmen (Land) Kerngebiet Score Begründung
1 Nvidia (USA) KI-Chips 9,53 GPUs und CUDA (Programmierplattform von Nvidia) sind das Fundament des KI-Booms
2 Alphabet/Google (USA) Suche, Cloud, KI 9,51 Search, Android, YouTube, Google Cloud und KI-Modelle
3 Microsoft (USA) Software & Cloud 9,44 Azure, Windows, Microsoft 365 und KI als Unternehmens-Infrastruktur
4 Amazon (USA) Cloud & Handel 9,28 AWS (Amazon Web Services, Cloud-Dienst) ist Cloud-Infrastruktur, dazu Logistik und Plattformmacht
5 TSMC (Taiwan) Chipfertigung 9,02 fertigt die modernsten Chips fast aller führenden Entwickler
6 Apple (USA) Consumer Tech 8,67 iPhone, eigene Chips und Services mit größter installierter Basis
7 Samsung Electronics (Südkorea) Chips & Elektronik 8,56 Speicher, Foundry, Smartphones und Displays aus einer Hand
8 ASML (Niederlande) Chipanlagen 8,15 einziger Hersteller von EUV-Lithografie
9 SK hynix (Südkorea) Speicherchips 8,06 führend bei HBM-Speicher für KI-Beschleuniger
10 Broadcom (USA) Chips & Infrastruktur 7,96 Netzwerk- und KI-Chips plus Infrastruktur-Software
Quelle: NETZ-TRENDS Global Tech 100 2026 (redaktionelles Bewertungsmodell), Stand 13. Oktober 2026.

Unter den ersten zehn stehen sechs US-Konzerne, je einer aus Taiwan und den Niederlanden und zwei aus Südkorea. Kein Konzern aus China, Japan, Deutschland, Österreich oder der Schweiz ist dabei.

Balkendiagramm der Top 10: Nvidia 9,53, Alphabet/Google 9,51, Microsoft 9,44, Amazon 9,28, TSMC 9,02, Apple 8,67, Samsung Electronics 8,56, ASML 8,15, SK hynix 8,06, Broadcom 7,96 Punkte
Eigene Darstellung: Tech Score der zehn bestplatzierten Konzerne (Skala 1 bis 10, Achse beginnt bei 8). Quelle: NETZ-TRENDS Global Tech 100 2026, redaktionelles Bewertungsmodell.

Nvidia liegt vorn, weil Grafikprozessoren (GPUs) und die Software-Plattform CUDA derzeit die Grundlage der meisten KI-Systeme sind. Das Unternehmen kam im Geschäftsjahr 2026 (Januar 2026) auf 215,9 Milliarden US-Dollar Umsatz und 120,1 Milliarden Gewinn. Apple hat die höchste Wirtschaftsnote (9,59), steht aber nur auf Platz 6, weil Technologie- und Zukunftsnoten im Modell mehr Gewicht haben als Größe. TSMC (5) und ASML (8) liegen weit vorn, obwohl ihr Umsatz (122 und 37 Milliarden US-Dollar) deutlich unter dem von Amazon (717) liegt: TSMC fertigt die modernsten Chips für fast alle führenden Entwickler, ASML baut als einziger Hersteller die Lithografiesysteme mit extremem Ultraviolettlicht (EUV), mit denen diese Chips belichtet werden.

Plätze 11 bis 25: Künstliche Intelligenz zieht nach vorn

Rang Unternehmen (Land) Kerngebiet Score Begründung
11 OpenAI (USA) Generative KI 7,78 ChatGPT und Foundation Models
12 Huawei (China) Telekom, Chips, Cloud 7,78 Netzwerke, Smartphones, Cloud und KI trotz Sanktionen
13 ByteDance (China) Plattformen, KI 7,69 TikTok und Empfehlungsalgorithmen mit Milliarden Nutzern
14 Meta Platforms (USA) Soziale Netzwerke, KI 7,54 Facebook, Instagram, WhatsApp, Werbung und KI
15 Arm (Großbritannien) Chiparchitekturen 7,53 Architektur fast aller Smartphone-Chips
16 Anthropic (USA) Generative KI 7,52 Claude und Foundation Models
17 Micron Technology (USA) Speicherchips 7,43 DRAM (Arbeitsspeicher-Chips), NAND (Flash-Speicher) und HBM (Hochleistungsspeicher) für Rechenzentren
18 SpaceX (inkl. xAI) (USA) Raumfahrt, Satelliten, KI 7,42 Raketen, Starlink und seit 2026 das KI-Geschäft xAI
19 CATL (China) Batterien 7,25 weltgrößter Batteriehersteller
20 Applied Materials (USA) Chipanlagen 7,23 breitestes Anlagenportfolio der Chipfertigung
21 AMD (USA) CPUs, GPUs 7,22 Server-CPUs und KI-Beschleuniger als Gegenspieler zu Nvidia und Intel
22 Lam Research (USA) Chipanlagen 7,21 Ätz- und Abscheideanlagen für Speicher und Logik
23 Oracle (USA) Datenbanken, Cloud 7,18 Datenbanken und wachsende KI-Cloud-Infrastruktur
24 KLA (USA) Prozesskontrolle 6,98 Inspektion und Messtechnik in der Chipfertigung
25 Qualcomm (USA) Mobilfunkchips 6,91 Smartphone-Chips, Modems und Patente
Quelle: NETZ-TRENDS Global Tech 100 2026 (redaktionelles Bewertungsmodell), Stand 13. Oktober 2026.

Hier liegen die größten Änderungen gegenüber der Ausgangsliste. OpenAI springt von Platz 92 auf 11, Anthropic von 93 auf 16, SpaceX (inklusive des KI-Geschäfts xAI, das SpaceX im Februar 2026 übernommen hat) von 94 auf 18, Arm von 34 auf 15. Meta fällt von 8 auf 14, weil die Schlüsselstellung im Modell geringer bewertet wird als bei Chip- und Cloud-Anbietern. Die Börsenwerte der KI-Unternehmen sind zuletzt berichtete Bewertungen aus Finanzierungsrunden, keine Börsenkurse; Anthropic und OpenAI veröffentlichen keine geprüften Abschlüsse.

Aus China stehen Huawei (12), ByteDance (13) und CATL (19) unter den ersten 25. Europa ist in den Top 25 mit ASML (8) und Arm (15, Sitz Großbritannien) vertreten. Auch dort steht kein Konzern aus der Region Deutschland, Österreich, Schweiz.

Plätze 26 bis 50: Hier tauchen die ersten Konzerne aus der Region auf

Rang Unternehmen (Land) Kerngebiet Score Begründung
26 Cisco (USA) Netzwerktechnik 6,87 Netzwerke und Sicherheit für Unternehmen und Rechenzentren
27 SAP (Deutschland) Unternehmenssoftware 6,83 ERP-Systeme für einen großen Teil der Weltwirtschaft
28 Synopsys (USA) Chipdesign-Software 6,82 EDA-Software ohne die kein moderner Chip entsteht
29 Siemens (Deutschland) Industrie-Digitalisierung 6,81 Automatisierung, Industriesoftware und Infrastruktur
30 Cadence (USA) Chipdesign-Software 6,78 zweiter EDA-Marktführer für Chip- und Systemdesign
31 Tesla (USA) E-Autos, Energie, KI 6,75 Elektroautos, Batterien, Software und Robotik
32 Tencent (China) Plattformen, Gaming 6,73 WeChat, Gaming, Fintech und Cloud
33 Intel (USA) CPUs, Foundry 6,51 x86-Prozessoren und eigene Chipfertigung im Umbau
34 Foxconn/Hon Hai (Taiwan) Auftragsfertigung 6,47 größter Elektronik-Auftragsfertiger der Welt
35 BYD (China) E-Autos, Batterien 6,47 vertikal integrierte Elektroauto- und Batteriefertigung
36 Zeiss (Deutschland) Optik, EUV-Komponenten 6,42 Optiken für EUV-Lithografie und Messtechnik
37 Alibaba (China) E-Commerce, Cloud 6,39 Handelsplattformen, Alibaba Cloud und KI
38 Advantest (Japan) Chip-Testsysteme 6,30 Testsysteme für KI-GPUs und HBM
39 Tokyo Electron (Japan) Chipanlagen 6,24 Anlagen für die Chipfertigung
40 IBM (USA) Enterprise-IT 6,22 Hybrid Cloud, KI, Beratung und Quantencomputing
41 Texas Instruments (USA) Analogchips 6,21 Analog- und Embedded-Chips für Industrie und Auto
42 Infineon (Deutschland) Leistungshalbleiter 6,17 Leistungs- und Auto-Chips, Energie und Sicherheit
43 Marvell Technology (USA) Rechenzentrums-Chips 6,09 Custom-Chips, optische DSPs und Ethernet
44 Bosch (Deutschland) Auto-Technik, Sensorik 6,09 Sensoren, Auto-Technik, Chips und Industrie 4.0
45 Dell Technologies (USA) PCs, Server 6,03 PCs, Server und KI-Infrastruktur
46 MediaTek (Taiwan) Smartphone-Chips 6,02 führender Entwickler von Smartphone- und Connectivity-Chips
47 ABB (Schweiz) Robotik, Elektrifizierung 6,02 Robotik, Antriebe und Elektrifizierung
48 Arista Networks (USA) KI-Netzwerke 5,98 Ethernet-Switches für KI- und Cloud-Rechenzentren
49 Salesforce (USA) CRM-Software 5,98 führende Cloud-Software für Kundenmanagement
50 Adobe (USA) Kreativsoftware 5,95 Creative Cloud, Dokumente und generative KI
Quelle: NETZ-TRENDS Global Tech 100 2026 (redaktionelles Bewertungsmodell), Stand 13. Oktober 2026.

Mit SAP (27) und Siemens (29) erscheinen die ersten beiden Konzerne aus Deutschland, mit Zeiss (36), Infineon (42) und Bosch (44) drei weitere. ABB (47) ist der einzige Schweizer Konzern im Ranking. Unter den ersten 50 stehen 29 US-Konzerne, 6 chinesische, 5 deutsche und 1 Schweizer.

Plätze 51 bis 100

Rang Unternehmen (Land) Kerngebiet Score Begründung
51 Ericsson (Schweden) Mobilfunknetze 5,86 Mobilfunk-Infrastruktur für Netzbetreiber weltweit
52 Schneider Electric (Frankreich) Energie & Automation 5,85 Energiemanagement und Rechenzentrums-Infrastruktur
53 Hitachi (Japan) Industrie-IT 5,79 Industrie-IT, Energie und digitale Infrastruktur
54 Analog Devices (USA) Analogchips 5,73 Analog-, Signal- und Industriechips
55 Xiaomi (China) Smartphones, IoT, E-Autos 5,71 Smartphones, Smart Home und Elektrofahrzeuge
56 Sony (Japan) Elektronik, Sensoren 5,64 Bildsensoren, PlayStation und Unterhaltungselektronik
57 SMIC (China) Chipfertigung 5,64 größte chinesische Foundry
58 Murata (Japan) Elektronik-Bauteile 5,62 Marktführer bei Keramik-Kondensatoren
59 NXP Semiconductors (Niederlande) Auto-Chips 5,59 Chips für Auto, Industrie und Kommunikation
60 Palantir (USA) Datenanalyse, KI 5,53 Analyse- und KI-Plattformen für Staat und Industrie
61 Vertiv (USA) Rechenzentrums-Technik 5,50 Strom und Kühlung für KI-Rechenzentren
62 STMicroelectronics (Niederlande/Schweiz) Halbleiter 5,38 Chips für Auto, Industrie und Sensorik
63 Mitsubishi Electric (Japan) Industrieautomation 5,34 Automation, Elektronik und Energietechnik
64 Palo Alto Networks (USA) Cybersecurity 5,30 große Sicherheitsplattform für Unternehmen
65 Uber (USA) Mobilitätsplattform 5,25 Vermittlungsplattform für Fahrten und Lieferungen
66 Keyence (Japan) Sensorik, Automation 5,21 Sensoren und Machine Vision für Fabriken
67 DJI (China) Drohnen 5,19 führender Anbieter ziviler Drohnen
68 Nokia (Finnland) Netzwerktechnik 5,17 Telekommunikations- und Netzwerkinfrastruktur
69 ServiceNow (USA) Workflow-Software 5,14 Cloud-Plattform für Unternehmensprozesse
70 CrowdStrike (USA) Cybersecurity 5,12 Cloud-Sicherheit für Endgeräte
71 Autodesk (USA) CAD-Software 5,08 CAD- und Konstruktionssoftware
72 Honeywell (USA) Automation, Gebäude 5,07 Industrieautomation und Gebäudetechnik
73 Cloudflare (USA) Netzwerk, Sicherheit 5,05 Edge-Netz und Internet-Sicherheit
74 Dassault Systèmes (Frankreich) Industriesoftware 5,04 3D-, Simulations- und Produktplattformen
75 ZTE (China) Telekom-Ausrüstung 4,94 Netzwerktechnik und Endgeräte
Quelle: NETZ-TRENDS Global Tech 100 2026 (redaktionelles Bewertungsmodell), Stand 13. Oktober 2026.
Rang Unternehmen (Land) Kerngebiet Score Begründung
76 Canon (Japan) Optik, Imaging 4,93 Optik, Druck und Chip-Lithografie-Nische
77 BOE Technology (China) Displays 4,91 einer der größten Displayhersteller
78 Intuit (USA) Finanzsoftware 4,89 Steuer- und Buchhaltungssoftware
79 Lenovo (China) PCs, Server 4,89 größter PC-Hersteller, Server und Infrastruktur
80 Hewlett Packard Enterprise (USA) Server, Netzwerk 4,72 Server, Netzwerke und Supercomputer
81 Baidu (China) Suche, KI 4,72 Suchmaschine, KI und autonomes Fahren
82 Midea (China) Smart Home, Robotik 4,68 Haushaltsgeräte, Automatisierung und Robotik (KUKA)
83 Panasonic (Japan) Elektronik, Batterien 4,65 Elektronik, Industrie- und Batterietechnik
84 Adyen (Niederlande) Zahlungsinfrastruktur 4,64 Zahlungsabwicklung für globale Händler
85 Shopify (Rest der Welt) E-Commerce-Software 4,60 Handelsplattform für Millionen Händler
86 Fujitsu (Japan) Enterprise-IT 4,60 IT-Dienste, Server und Supercomputer
87 Snowflake (USA) Datenplattform 4,47 Cloud-Datenplattform
88 Nintendo (Japan) Gaming 4,44 Konsolen- und Software-Ökosystem
89 Rockwell Automation (USA) Industrieautomation 4,41 Steuerungen für die Fabrik
90 MercadoLibre (Rest der Welt) E-Commerce, Fintech 4,32 Handels- und Zahlungs-Ökosystem Lateinamerikas
91 LG Electronics (Südkorea) Unterhaltungselektronik 4,23 Haushaltsgeräte, Fernseher und Auto-Technik
92 LG Display (Südkorea) Displays 4,16 OLED- und LCD-Displays
93 Workday (USA) Cloud-Software 4,11 Personal- und Finanzsoftware
94 Atlassian (USA) Entwicklersoftware 4,10 Jira, Confluence und Teamsoftware
95 Booking Holdings (USA) Reiseplattform 4,02 größte Online-Reisevermittlung
96 Spotify (Schweden, Rechtssitz Luxemburg) Streaming 3,97 größte Audio-Streamingplattform
97 Haier Smart Home (China) Smart Home 3,89 vernetzte Haushaltsgeräte
98 Datadog (USA) Monitoring 3,88 Überwachung von Cloud-Systemen
99 HP Inc. (USA) PCs, Drucker 3,85 PCs und Drucker mit großer installierter Basis
100 NetEase (China) Gaming, Internet 3,71 große Gaming- und Internetplattform
Quelle: NETZ-TRENDS Global Tech 100 2026 (redaktionelles Bewertungsmodell), Stand 13. Oktober 2026.

Auf den hinteren Plätzen stehen überwiegend Konzerne, deren Bedeutung stärker auf Plattformen und Industrietechnik beruht als auf einer einzelnen Schlüsseltechnologie. Booking Holdings, Spotify und Uber bleiben im Ranking, weil sie in Umsatz, Gewinn und Marktmacht über den ausgeschiedenen Wettbewerbern liegen; ob Reise- und Streamingplattformen als Technikkonzerne gelten, ist eine Definitionsfrage (siehe Gegenargumente).

Die vollständige Top-100-Tabelle

Umsatz und Gewinn (Konzern-Nettoergebnis) für das jeweils letzte vollständige Geschäftsjahr, in Milliarden US-Dollar (Umrechnung mit Durchschnittskursen des Geschäftsjahres, Börsenwert mit Kurs vom 9. Oktober 2026). Mitarbeiter: weltweit, letzter Bilanzstichtag. „Bew.“ = zuletzt berichtete Unternehmensbewertung (nicht börsennotiert), „n. v.“ = nicht verfügbar, „–“ = kein Wert. Ein Stern (*) kennzeichnet Vermögensverwalter, die Anteile überwiegend für Fonds und Anleger halten und nicht mit kontrollierenden Eigentümern gleichzusetzen sind. Prozentwerte bei Aktionären stammen aus Börsenpflichtmitteilungen, Proxy-Dokumenten oder Sekundärquellen und sind teils älter; Einzelheiten und Links in der Quellen-Datenbank.

Das vollständige Ranking mit Land, Score und Begründung steht in den Tabellen weiter oben (Top 10, Plätze 11 bis 25, 26 bis 50 und 51 bis 100). Die folgenden zwei Tabellen ergänzen die Kennzahlen für alle 100 Konzerne in derselben Reihenfolge.

Tabelle 1 von 2: Umsatz, Gewinn und Börsenwert

Rang Unternehmen Umsatz (Mrd. US-Dollar) Gewinn (Mrd. US-Dollar) Börsenwert / Bewertung (Mrd. US-Dollar)
1 Nvidia 215,9 120,1 5.536
2 Alphabet/Google 402,8 132,2 4.254
3 Microsoft 331,8 133,7 3.973
4 Amazon 716,9 77,7 2.830
5 TSMC 122,4 55,2 2.350
6 Apple 416,2 112,0 4.913
7 Samsung Electronics 234,7 31,1 1.239
8 ASML 36,9 10,9 684
9 SK hynix 68,3 30,2 910
10 Broadcom 63,9 23,1 1.726
11 OpenAI 13,1 n. v. Bew. 852
12 Huawei 122,6 9,5 –
13 ByteDance 200,0 50,0 Bew. 550
14 Meta Platforms 201,0 60,5 1.830
15 Arm 4,9 0,9 283
16 Anthropic n. v. n. v. Bew. 965
17 Micron Technology 133,2 85,0 1.164
18 SpaceX (inkl. xAI) 18,7 -4,9 2.142
19 CATL 59,0 10,7 206
20 Applied Materials 28,4 7,0 402
21 AMD 34,6 4,3 993
22 Lam Research 23,2 7,3 399
23 Oracle 67,4 17,1 429
24 KLA 13,6 4,8 255
25 Qualcomm 44,3 5,5 184
26 Cisco 63,3 13,3 467
27 SAP 41,6 8,1 264
28 Synopsys 7,1 1,3 98
29 Siemens 87,3 11,5 238
30 Cadence 5,3 1,1 97
31 Tesla 94,8 3,9 1.511
32 Tencent 104,6 31,3 487
33 Intel 52,9 -0,3 553
34 Foxconn/Hon Hai 260,2 6,1 109
35 BYD 111,9 4,7 104
36 Zeiss 13,2 1,1 –
37 Alibaba 148,4 15,4 277
38 Advantest 7,5 2,5 190
39 Tokyo Electron 16,2 3,8 184
40 IBM 67,5 10,6 214
41 Texas Instruments 17,7 5,0 259
42 Infineon 16,2 1,1 86
43 Marvell Technology 8,2 2,7 247
44 Bosch 102,8 -0,4 –
45 Dell Technologies 113,5 5,9 373
46 MediaTek 19,1 3,4 225
47 ABB 33,2 4,8 174
48 Arista Networks 9,0 3,5 273
49 Salesforce 41,5 7,5 189
50 Adobe 23,8 7,1 94
51 Ericsson 24,1 2,9 32
52 Schneider Electric 45,4 4,9 168
53 Hitachi 70,3 5,7 161
54 Analog Devices 11,0 2,3 197
55 Xiaomi 63,6 5,8 85
56 Sony 82,8 -2,2 142
57 SMIC 9,3 0,7 63
58 Murata 12,2 1,6 91
59 NXP Semiconductors 12,3 2,0 58
60 Palantir 4,5 1,6 502
61 Vertiv 10,2 1,3 93
62 STMicroelectronics 11,8 0,2 46
63 Mitsubishi Electric 39,2 2,9 67
64 Palo Alto Networks 11,5 0,3 343
65 Uber 52,0 10,1 146
66 Keyence 7,8 3,0 123
67 DJI 11,1 n. v. Bew. 15
68 Nokia 22,4 0,7 59
69 ServiceNow 13,3 1,7 146
70 CrowdStrike 4,8 -0,2 282
71 Autodesk 7,2 1,1 49
72 Honeywell 37,4 4,8 66
73 Cloudflare 2,2 -0,1 129
74 Dassault Systèmes 7,0 1,3 32
75 ZTE 18,6 0,8 21
76 Canon 30,9 2,2 25
77 BOE Technology 28,5 0,7 31
78 Intuit 21,4 4,6 81
79 Lenovo 83,1 1,9 51
80 Hewlett Packard Enterprise 34,3 0,1 98
81 Baidu 18,0 0,8 29
82 Midea 63,8 6,2 93
83 Panasonic 53,4 1,3 66
84 Adyen 2,7 1,2 31
85 Shopify 11,6 1,2 220
86 Fujitsu 23,2 3,0 47
87 Snowflake 4,7 -1,3 130
88 Nintendo 15,3 2,8 60
89 Rockwell Automation 8,3 0,7 48
90 MercadoLibre 28,9 2,0 96
91 LG Electronics 62,7 0,9 25
92 LG Display 18,2 0,2 3
93 Workday 9,6 0,7 45
94 Atlassian 6,6 -0,1 52
95 Booking Holdings 26,9 5,4 120
96 Spotify 19,4 2,5 109
97 Haier Smart Home 42,1 2,8 27
98 Datadog 3,4 0,1 105
99 HP Inc. 55,3 2,5 27
100 NetEase 15,7 4,7 79
Quelle: Geschäftsberichte, Börsen- und Kursdaten, Stand je Konzern unterschiedlich (gemischte Geschäftsjahre); Börsenwerte vom 9. Oktober 2026 (Südkorea, Taiwan: 8. Oktober). Bewertungen nicht börsennotierter Unternehmen aus Medienberichten und Unternehmensangaben.

Tabelle 2 von 2: Gründung, Beschäftigte und Eigentümer

Rang Unternehmen gegründet Mitarbeiter Größte Aktionäre / Eigentümer
1 Nvidia 1993 42 Tsd. BlackRock* 8,1 %; Vanguard* 8,5 %; sonst Streubesitz
2 Alphabet/Google 1998 191 Tsd. Larry Page 27,4 % und Sergey Brin 25,3 % der Stimmrechte; BlackRock*
3 Microsoft 1975 223 Tsd. BlackRock* 8,2 %; Vanguard* 7,1 %; State Street* 4,3 %
4 Amazon 1994 1,58 Mio. BlackRock* 6,9 %; Vanguard* 7,0 %; Jeff Bezos größter Einzelaktionär
5 TSMC 1987 90 Tsd. Entwicklungsfonds Taiwan (Staat) 6,4 %; Capital Research* 5,1 %
6 Apple 1976 166 Tsd. BlackRock* 8,0 %; Vanguard* 8,9 %; State Street* 4,2 %
7 Samsung Electronics 1969 259 Tsd. Samsung Life Insurance inkl. Nahestehende 21,2 %
8 ASML 1984 44 Tsd. BlackRock* 7,2 %; Vanguard* 4,0 %; Norges Bank 2,3 %
9 SK hynix 1983 35 Tsd. SK Square ca. 20 %; staatliche Rentenkasse Südkoreas 7,9 %
10 Broadcom 1961 33 Tsd. BlackRock* 8,3 %; Vanguard* 9,1 %; State Street* 4,1 %
11 OpenAI 2015 4 Tsd. Microsoft ca. 27 %; OpenAI Foundation ca. 26 % (Stand Okt. 2025)
12 Huawei 1987 213 Tsd. Beschäftigten-Beteiligungsplan (Eigenangabe: 100 %); Gründer Ren Zhengfei ca. 0,6 %
13 ByteDance 2012 120 Tsd. Gründer Zhang Yiming ca. 21 %; weitere Investoren; nicht vollständig öffentlich bekannt
14 Meta Platforms 2004 79 Tsd. Mark Zuckerberg ca. 61 % der Stimmrechte, ca. 14 % wirtschaftlich (Schätzung)
15 Arm 1990 10 Tsd. SoftBank Group ca. 86 %
16 Anthropic 2021 – nicht vollständig öffentlich bekannt; Investoren u. a. Amazon, Google, Salesforce
17 Micron Technology 1978 61 Tsd. Vanguard* 8,4 %; BlackRock* 7,6 %; Capital World Investors* 6,3 %
18 SpaceX (inkl. xAI) 2002 22 Tsd. Elon Musk 84,4 % der Stimmrechte (Börsenprospekt)
19 CATL 2011 186 Tsd. Xiamen Ruiting Investment 22,5 %; Huang Shilin 9,2 %
20 Applied Materials 1967 36 Tsd. BlackRock* 9,7 %; Vanguard* 9,4 %
21 AMD 1969 31 Tsd. BlackRock* 9,2 %; Vanguard* 8,8 %; State Street* 4,6 %
22 Lam Research 1980 23 Tsd. BlackRock* 9,4 %; Vanguard* 7,5 %
23 Oracle 1977 141 Tsd. Larry Ellison ca. 38–41 %; BlackRock* 4,8 %
24 KLA 1997 17 Tsd. BlackRock* 8,8 %; Vanguard* 7,5 %
25 Qualcomm 1985 52 Tsd. Vanguard* 10,5 %; BlackRock* 8,7 %
26 Cisco 1984 82 Tsd. BlackRock* 9,1 %; Vanguard* 9,8 %; State Street* 5,0 %
27 SAP 1972 111 Tsd. BlackRock* 6,3 %; Dietmar Hopp mit Familie/Stiftungen 5,1 % (Stand 2022)
28 Synopsys 1986 28 Tsd. Vanguard* 7,1 %; BlackRock* 6,2 % (Stand Ende 2023)
29 Siemens 1847 318 Tsd. Siemens-Familie 6,9 %; Qatar DIC 3,0 % (Sekundärquelle)
30 Cadence 1983 14 Tsd. Vanguard* 9,9 %; BlackRock* 7,9 %
31 Tesla 2003 135 Tsd. Elon Musk 19,8 %; Vanguard* 6,9 %; BlackRock* 5,7 % (Stand Sept. 2025)
32 Tencent 1998 116 Tsd. Prosus ca. 23,1 %; Gründer Ma Huateng ca. 7,9 %
33 Intel 1968 85 Tsd. US-Regierung 8,3 %; BlackRock* 8,1 %; Vanguard* 7,6 %
34 Foxconn/Hon Hai 1974 648 Tsd. Gründer Terry Gou 12,4 %
35 BYD 1995 870 Tsd. Gründer Wang Chuanfu 17,1 %
36 Zeiss 1846 47 Tsd. Carl-Zeiss-Stiftung 100 %
37 Alibaba 1999 131 Tsd. BlackRock* 5,2 %; Vanguard* 4,0 %; SoftBank 3,2 %
38 Advantest 1946 7 Tsd. Nomura Asset Management* 12,2 %; Amova Asset Management* 6,8 %
39 Tokyo Electron 1963 20 Tsd. BlackRock* 8,8 %; Amova Asset Management* 4,7 %; TBS Holdings 3,3 %
40 IBM 1911 264 Tsd. BlackRock* 8,2 %; Vanguard* 9,5 %; State Street* 6,0 %
41 Texas Instruments 1930 33 Tsd. Vanguard* 10,0 %; BlackRock* 8,5 % (Stand 2023/24)
42 Infineon 1999 57 Tsd. breit gestreut, kein Ankeraktionär
43 Marvell Technology 1995 7 Tsd. Fidelity* ca. 9,6 %; Vanguard* 7,6 %; BlackRock* 7,1 %
44 Bosch 1886 413 Tsd. Robert Bosch Stiftung ca. 94 % des Kapitals; Stimmrechte bei Industrietreuhand KG (93 %)
45 Dell Technologies 1984 97 Tsd. Michael Dell ca. 45,7 % des Kapitals, ca. 77,5 % der Stimmrechte; Silver Lake 7,4 %
46 MediaTek 1997 23 Tsd. Streubesitz; Staatsfonds Singapurs 2,8 %; Vorsitzender Ming-Kai Tsai 2,6 %
47 ABB 1988 112 Tsd. Investor AB (Wallenberg) 12,9–14,3 % (Sekundärquelle, widersprüchlich); BlackRock* 4,2 %
48 Arista Networks 2004 5 Tsd. Andreas Bechtolsheim 14,3 %; Vanguard* 5,5 %; BlackRock* 5,4 %
49 Salesforce 1999 83 Tsd. Vanguard* 10,2 %; BlackRock* 8,9 %; Marc Benioff 2,8 %
50 Adobe 1982 31 Tsd. Vanguard* 10,2 %; BlackRock* 9,3 %
51 Ericsson 1876 89 Tsd. Investor AB 9,9 % des Kapitals (24,8 % der Stimmen); Industrivärden 15,0 % der Stimmen
52 Schneider Electric 1836 160 Tsd. BlackRock* 7,7 %; Belegschaft 3,3 %
53 Hitachi 1910 288 Tsd. Treuhandbanken für Anleger (Master Trust Bank of Japan 16,2 %); kein Kontrollaktionär
54 Analog Devices 1965 24 Tsd. Vanguard* 7,5 %; BlackRock* ca. 9,6 %
55 Xiaomi 2010 57 Tsd. Gründer Lei Jun ca. 61 % der Stimmrechte
56 Sony 1946 95 Tsd. BlackRock* 8,5 % (Meldung 2024); Streubesitz
57 SMIC 2000 20 Tsd. China SASAC 19,2 %; Sino IC Capital 10,7 % (Sekundärquelle)
58 Murata 1944 76 Tsd. Streubesitz; eigene Aktien 7,7 %; BlackRock* 3,9 %
59 NXP Semiconductors 2006 32 Tsd. Streubesitz; Fidelity* ca. 10 %; BlackRock* ca. 9,5 %
60 Palantir 2003 4 Tsd. Karp, Thiel und Cohen zusammen 50 % der Stimmrechte; BlackRock* 6,9 %
61 Vertiv 2016 34 Tsd. Vanguard* 10,1 %; BlackRock* 6,6 %
62 STMicroelectronics 1987 49 Tsd. STMicroelectronics Holding (französischer/italienischer Staat) 27,5 %
63 Mitsubishi Electric 1921 150 Tsd. Treuhandbanken für Anleger (Master Trust Bank of Japan 16,1 %); kein Kontrollaktionär
64 Palo Alto Networks 2005 22 Tsd. Vanguard* 8,2 %; BlackRock* 7,3 %
65 Uber 2009 34 Tsd. Vanguard* 9,3 %; BlackRock* 6,8 %; Capital Research* 5,8 %
66 Keyence 1974 13 Tsd. Ti-Ti Co. 15,1 %; Keyence-Stiftung 4,6 %; Gründer Takemitsu Takizaki 3,2 %
67 DJI 2006 14 Tsd. Gründer Frank Wang Haupteigner (Anteil nicht belegt)
68 Nokia 1865 – Solidium (Staat Finnland) 5,7 %
69 ServiceNow 2003 29 Tsd. BlackRock* 8,8 %; Vanguard* 8,7 %
70 CrowdStrike 2011 11 Tsd. Vanguard* 7,3 %; BlackRock* 6,7 %
71 Autodesk 1982 14 Tsd. Vanguard* 10,1 %; BlackRock* 9,1 %
72 Honeywell 1906 101 Tsd. Vanguard* 9,6 %; BlackRock* 6,7 %
73 Cloudflare 2009 5 Tsd. Capital World Investors* 11,4 % (Klasse A); Gründer mit Stimmrechtsvorteil
74 Dassault Systèmes 1981 26 Tsd. Groupe Industriel Marcel Dassault 39,9 %
75 ZTE 1985 – Zhongxingxin Telecom 20,2 % (staatsnah)
76 Canon 1937 166 Tsd. BlackRock* 8,3 %; Nomura Asset Management* 5,9 %
77 BOE Technology 1993 110 Tsd. Beijing State-Owned Capital Operation and Management 10,9 %
78 Intuit 1983 19 Tsd. Vanguard* 10,3 %; BlackRock* 8,4 %; Scott Cook 2,2 %
79 Lenovo 1984 72 Tsd. Legend Holdings 23,1 % (Wikipedia: 31,4 %); Chief Executive Officer (CEO) Yuanqing Yang 6,4 %
80 Hewlett Packard Enterprise 1939 67 Tsd. BlackRock* ca. 10 %; Vanguard* ca. 12 %
81 Baidu 2000 – Gründer Robin Li ca. 18–19 % des Kapitals
82 Midea 1968 199 Tsd. Midea Holding 28,6 % (Kontrolle: Gründer He Xiangjian)
83 Panasonic 1918 184 Tsd. BlackRock* 7,5 %; Nomura Asset Management* 4,0 %
84 Adyen 2006 5 Tsd. Capital Research* 5,0 %; Temasek 4,9 %
85 Shopify 2004 8 Tsd. Gründer Tobias Lütke 40,0 % der Stimmrechte, ca. 6 % wirtschaftlich
86 Fujitsu 1935 99 Tsd. Treuhandbanken für Anleger (Master Trust Bank of Japan 17,0 %)
87 Snowflake 2012 9 Tsd. Vanguard* 5,1 %
88 Nintendo 1889 9 Tsd. Treuhandbanken für Anleger (Master Trust Bank of Japan 16,1 %)
89 Rockwell Automation 1903 26 Tsd. Vanguard* 11,9 %; BlackRock* 7,6 %
90 MercadoLibre 1999 124 Tsd. Baillie Gifford* 7,5 %; Galperin Trust (Gründer) 7,0 %
91 LG Electronics 1958 34 Tsd. LG Corp. 35,3 %
92 LG Display 1985 53 Tsd. LG Electronics 36,7 %
93 Workday 2005 21 Tsd. Mitgründer Duffield und Bhusri zusammen ca. 69 % der Stimmrechte
94 Atlassian 2002 13 Tsd. Mitgründer Cannon-Brookes und Farquhar je 42,6 % der Stimmrechte
95 Booking Holdings 1996 24 Tsd. Vanguard* 9,4 %; BlackRock* 8,2 %
96 Spotify 2006 7 Tsd. Gründer Lorentzon 40,5 % und Ek 28,8 % der Stimmrechte
97 Haier Smart Home 1984 135 Tsd. Haier-Gruppe und Umfeld ca. 30,6 % (berechnet)
98 Datadog 2010 8 Tsd. Vanguard* 12,7 %; BlackRock* 8,0 %; Gründer mit Stimmrechtsvorteil
99 HP Inc. 1939 55 Tsd. BlackRock* ca. 12 %; Vanguard* ca. 13 %
100 NetEase 1997 25 Tsd. nicht vollständig öffentlich bekannt; Gründer William Ding Großaktionär
Quelle: Geschäftsberichte, Börsenmitteilungen und Aktionärsmeldungen; Eigentümerangaben teils aus Sekundärquellen. Ein Stern (*) kennzeichnet Vermögensverwalter.

Wo die Konzerne sitzen

Land Top 10 Top 25 Top 50 Top 100
USA 6 17 29 48
China 0 3 6 16
Taiwan 1 1 3 3
Japan 0 0 2 11
Südkorea 2 2 2 4
Europa ohne Deutschland, Österreich und die Schweiz (DACH) 1 2 2 10
Deutschland 0 0 5 5
Schweiz 0 0 1 1
Österreich 0 0 0 0
Rest der Welt 0 0 0 2
DACH gesamt 0 0 6 6
Quelle: NETZ-TRENDS Global Tech 100 2026 (redaktionelles Bewertungsmodell), Stand 13. Oktober 2026.

Zuordnung nach Rechtssitz beziehungsweise Hauptverwaltung. STMicroelectronics ist rechtlich in den Niederlanden registriert, operativ in Genf (Schweiz) ansässig; hier zählt es zu „Europa ohne DACH“. Mit Zuordnung zur Schweiz stiege die Zahl der Schweizer Konzerne auf 2 und DACH auf 7. Spotify (Rechtssitz Luxemburg, operativ Schweden) zählt zu Europa ohne DACH, Atlassian (Sydney und San Francisco) zu den USA, MercadoLibre und Shopify zum Rest der Welt.

Balkendiagramm: Von den 100 wichtigsten Technikkonzernen kommen 48 aus den USA, 16 aus China, 11 aus Japan, 10 aus dem übrigen Europa, 5 aus Deutschland, 4 aus Südkorea, 3 aus Taiwan, 2 aus dem Rest der Welt, 1 aus der Schweiz und keiner aus Österreich
Eigene Darstellung: Anzahl der Konzerne je Land unter den 100 wichtigsten Technikkonzernen, Zuordnung nach Rechtssitz. Quelle: NETZ-TRENDS Global Tech 100 2026.

USA (48). Die US-Konzerne stellen 48 der 100, in den Top 25 sind es 17. Auf sie entfallen 78,8 % des gesamten Börsenwerts beziehungsweise der Bewertungen, 56,2 % des Umsatzes und 71,2 % des Gewinns der 100. Die Börsenwerte enthalten die berichteten Bewertungen der nicht börsennotierten Anbieter OpenAI und Anthropic.

China (16). Drei chinesische Konzerne stehen in den Top 25 (Huawei, ByteDance, CATL). Ihr Anteil am erfassten Börsenwert liegt bei 4,2 %; Huawei hat keinen Börsenwert und ist darin nicht enthalten. SMIC wurde als größte chinesische Chipfertigung neu aufgenommen, JD.com und Meituan sind herausgefallen.

Taiwan (3). TSMC (5), Foxconn/Hon Hai (34) und MediaTek (46): Taiwan ist über Fertigung und Lieferketten vertreten, nicht über Plattformen oder Software.

Japan (11) und Südkorea (4). Japan hat die meisten Vertreter nach den USA und China, aber keinen in den Top 37; der beste ist Advantest auf Platz 38. Südkorea ist mit Samsung (7) und SK hynix (9) in den Top 10 vertreten, weil Speicherchips für KI-Systeme knapp sind.

Europa ohne DACH (10). ASML (8), Arm (15), NXP, STMicroelectronics, Ericsson, Nokia, Schneider Electric, Dassault Systèmes, Adyen und Spotify. Mit der Region Deutschland, Österreich und Schweiz kommt Europa auf 16 Konzerne.

Deutschland: stark in Industrie und Software, schwach bei Plattformen

Fünf deutsche Konzerne stehen im Ranking: SAP (Platz 27), Siemens (29), Zeiss (36), Infineon (42) und Bosch (44).

Punktdiagramm der Ränge: SAP Platz 27, Siemens 29, Zeiss 36, Infineon 42, Bosch 44, ABB 47; die Top 25 sind markiert, kein Konzern der Region liegt darin
Eigene Darstellung: Platzierungen der besten Konzerne aus Deutschland und der Schweiz im Ranking (Österreich: keiner). Die Rangfolge hängt von der Gewichtung ab. Quelle: NETZ-TRENDS Global Tech 100 2026.
  • SAP: 41,6 Milliarden US-Dollar Umsatz, 8,1 Milliarden Gewinn. Unternehmenssoftware für einen großen Teil der Weltwirtschaft; bester Konzern der Region.
  • Siemens: 87,3 Milliarden Umsatz, rund 318.000 Beschäftigte. Industrieautomatisierung und Software.
  • Zeiss: nicht börsennotiert, alleinige Eigentümerin ist die Carl-Zeiss-Stiftung. Die Optiken für die EUV-Lithografie von ASML gelten als nicht ersetzbare Komponente. Umsatz im Geschäftsjahr 2024/25 rund 13,2 Milliarden US-Dollar.
  • Infineon: Leistungshalbleiter und Auto-Chips; 16,2 Milliarden Umsatz, 1,1 Milliarden Gewinn.
  • Bosch: nicht börsennotiert, rund 412.774 Beschäftigte, Umsatz 102,8 Milliarden US-Dollar, aber ein Nettoverlust von rund 0,4 Milliarden (Geschäftsjahr 2025).

Die Ausgangsthese lautete: Deutschland hat starke industrielle Technologie, Forschung und Unternehmenssoftware, aber kein Smartphone-Ökosystem wie Apple, keinen Hyperscaler (Betreiber riesiger Cloud-Rechenzentren) wie Amazon Web Services, Microsoft Azure oder Google Cloud, keine Social-Media-Plattform wie Meta, keinen KI-Chipkonzern wie Nvidia und keine Auftragsfertigung wie TSMC. Das Ranking bestätigt das: Für keine dieser fünf Kategorien steht ein deutscher Konzern in der Liste. Deutsche Konzerne stehen dort, wo Industrie, Software für Unternehmen und Komponenten zählen.

Schweiz: ein Konzern, ein Zuordnungsfall

ABB (Platz 47, Robotik und Elektrifizierung) ist der einzige Schweizer Konzern. STMicroelectronics wäre ein zweiter, wenn man den operativen Sitz Genf statt des niederländischen Rechtssitzes zugrunde legt. Als Grenzfälle, die nicht aufgenommen wurden, gelten nach unserer Recherche Swisscom (Börsenwert rund 39 Milliarden US-Dollar, Telekommunikationsbetreiber) und Logitech (rund 14 Milliarden).

Das ist kein Beleg für technologische Schwäche. Im Global Innovation Index 2025 der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) steht die Schweiz auf Platz 1, vor Schweden und den USA; Deutschland liegt auf Platz 11 (2024: Platz 9), Österreich auf Platz 19 (2024: Platz 17). Das Ranking misst etwas anderes, nämlich globale Skalierung und Marktmacht. Innovationsfähigkeit und Konzerngröße sind verschiedene Dinge: Viele Schweizer Technologieunternehmen sind erfolgreich in Nischen, erreichen aber nicht die Größe der Konzerne in dieser Liste.

Österreich: Kein Konzern erreicht die Schwelle

Aus Österreich steht kein Unternehmen im Ranking, und wir haben keines künstlich aufgenommen. Geprüft wurden unter anderem AT&S, ams OSRAM, Frequentis, Kapsch TrafficCom und Anton Paar. Das größte Unternehmen der Prüfliste, AT&S, hatte nach Angaben von companiesmarketcap.com am 9. Oktober 2026 einen Börsenwert von rund 9,4 Milliarden US-Dollar bei rund 2,1 Milliarden Umsatz und einem kleinen Nettoverlust im Geschäftsjahr 2025/26. Ranking-Schwelle war ein Börsenwert von etwa 40 Milliarden und ein Umsatz von etwa 10 Milliarden US-Dollar, ergänzt um eine klare technologische Schlüsselrolle. Dass Österreich dort fehlt, bedeutet nicht, dass es dort keine technologisch bedeutenden Unternehmen gibt; sie sind jedoch kleiner als die Konzerne dieser Liste.

Die Region im Überblick

  • Anzahl: 6 von 100 (Deutschland 5, Schweiz 1, Österreich 0); in den Top 10 und den Top 25: 0; in den Top 50: 6.
  • Beschäftigte: 10,4 % der erfassten Beschäftigten.
  • Umsatz: 4,7 %; Gewinn: 2,1 %; Börsenwert: 1,5 % (ohne Zeiss und Bosch, die nicht börsennotiert sind).

Alle Summen verbinden Geschäftsjahre unterschiedlicher Endtermine und teils Konzernergebnisse inklusive Minderheiten. Sie zeigen Größenordnungen, keine Bilanz.

Innovationskraft ist nicht dasselbe wie Skalierung

Die Zahlen sprechen dafür, dass die Region ihre Stärke bei Ingenieurskunst, Komponenten und Industriesoftware hat und weniger bei Unternehmen, die Märkte mit Plattformen, Cloud-Infrastruktur oder Chipfabriken im großen Maßstab besetzen. Was das Ranking nicht zeigt: wie viele Patente, Forschungsausgaben oder Hochschulabsolventen die Region hat. Diese Kennzahlen haben wir hier nicht ausgewertet.

Ausbildung für die Welt, Konzerne anderswo? Studierende aus China

Deutschland ist ein großes Studienland. Im Wintersemester 2024/25 waren nach der Auswertung des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) „Wissenschaft weltoffen 2025“ rund 402.000 internationale Studierende und Promovierende eingeschrieben, sechs Prozent mehr als im Vorjahr. Die größte Gruppe kommt aus Indien (knapp 59.000), die zweitgrößte aus China (rund 38.600; seit dem Wintersemester 2019/20 ein Rückgang um sieben Prozent). 43 Prozent der internationalen Studierenden, die einen Abschluss anstreben, wählen Ingenieurwissenschaften.

Zwei Zahlen zu Studierenden aus China kursieren, und beide stimmen: Zum Wintersemester 2022/23 waren es laut Bundesregierung 42.541, zum Wintersemester 2024/25 laut DAAD rund 38.600. Der Unterschied erklärt sich zunächst durch den Stichtag; ob beide Quellen genau gleich zählen, ist nicht belegt. Gegenüber dem Wintersemester 2019/20 liegt die Zahl der Studierenden aus China 2024/25 um sieben Prozent niedriger. Zum Vergleich: Aus Indien kommen knapp 59.000.

Rechenbeispiel Fächer: Eine Aufschlüsselung der Studierenden aus China oder Indien nach Fächern liegt nicht vor. Legt man als Schlüssel den Anteil an, den die Ingenieurwissenschaften unter allen internationalen Studierenden mit Abschlussziel haben (43 Prozent), ergibt sich für jedes Herkunftsland einzeln:

Herkunft Studierende Anteil Ingenieurwissenschaften (Annahme) Rechenergebnis
China, Wintersemester 2022/23 42.541 43 % rund 18.300
China, Wintersemester 2024/25 38.600 43 % rund 16.600
Indien, Wintersemester 2024/25 59.000 43 % rund 25.400
Quelle: DAAD und Bundesregierung (Drucksache 20/8476); Berechnung: NETZ-TRENDS (Modellrechnung, keine Zählung).

Rechenweg: Studierende mal 0,43, gerundet auf hundert. Das Ergebnis ist eine Modellrechnung unter der Annahme, dass Studierende aus China und Indien die Fächer so wählen wie alle internationalen Studierenden; es ist keine Zählung. Es umfasst nur Ingenieurwissenschaften, nicht Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften.

Die Kosten: Nach Angaben der Bundesregierung entstanden 2021 für Studierende aus China Studienplatzkosten von 375,1 Millionen Euro. Studiengebühren für Studierende aus Nicht-EU-Staaten erhebt nach einer Übersicht von MSinGermany (Stand Mai 2026) nur Baden-Württemberg mit 1.500 Euro pro Semester; Bayern verlangt sie an den meisten Hochschulen nicht, die Technische Universität München aber schon (Bachelor 2.000 bis 3.000, Master 4.000 bis 6.000 Euro je Semester). In den übrigen Ländern fallen laut dieser Quelle keine Gebühren an, dazu kommen Semesterbeiträge.

Was folgt daraus? Internationale Studierende sind in der Wissenschaft üblich und politisch gewollt; viele zahlen später Steuern, forschen oder arbeiten in deutschen Unternehmen. Die Bundesregierung hat zugleich nach eigenen Angaben Erkenntnisse, dass chinesische Behörden versuchen, chinesische Studierende und Forschende in Deutschland zu beeinflussen (Antwort auf eine Kleine Anfrage, Bundestags-Drucksache 20/8476, September 2023). Diese Fragen betreffen Sicherheit und Wissenschaftsfreiheit, nicht die Leistung der Studierenden.

Für dieses Ranking bleibt die nüchterne Beobachtung: Deutschland bildet in großer Zahl Fachleute aus aller Welt aus, steht aber mit keinem Konzern unter den ersten 25 Plätzen. Wie viele von ihnen später in deutschen Konzernen arbeiten und wie viele anderswo, zeigt die Rangliste nicht; sie zeigt nur, dass die Konzerne dieser Größe überwiegend in den USA und China sitzen (64 von 100).

Warum gibt es weniger Konzerne dieser Größe? Die Daten beantworten das nicht

Die Ursachenfrage lässt sich mit den Daten dieses Rankings nicht beantworten. In der Fachdebatte genannt werden unter anderem der Zugang zu Wagniskapital und Börsenkapital für schnell wachsende Unternehmen, die Größe des Heimatmarkts, Regulierung, Energiepreise, Fachkräfte, öffentliche Beschaffung, die Verfügbarkeit von Rechenzentren und KI-Infrastruktur sowie die Möglichkeit eines Börsengangs im eigenen Land. Wir haben diese Faktoren für diesen Beitrag nicht mit eigenen Zahlen belegt. Korrelation wäre ohnehin keine Kausalität.

Gegenargumente und Grenzen

  • Definition: Wer Telekommunikationsbetreiber als Technikkonzerne zählt, müsste die Deutsche Telekom (Börsenwert rund 132 Milliarden US-Dollar, Umsatz rund 138 Milliarden) aufnehmen, die Zahl der deutschen Konzerne stiege auf 6. Wir haben Netzbetreiber nicht aufgenommen, weil sie Technik einsetzen, aber nicht entwickeln. Dasselbe gilt für Swisscom. Siemens Healthineers (Medizintechnik) ist ein weiterer Grenzfall.
  • Nicht börsennotierte Konzerne: Bosch, Zeiss, Huawei, ByteDance, DJI, OpenAI und Anthropic haben keinen Börsenkurs. Bei ByteDance (Umsatz rund 200, Gewinn rund 50 Milliarden US-Dollar) stammen die Werte aus Medienberichten, bei Huawei aus Eigenangaben, bei DJI aus einer Schätzung. Für OpenAI liegt kein belastbares Nettoergebnis vor, für Anthropic kein berichteter Umsatz.
  • Datenstände: Börsenwerte beziehen sich auf den 9. Oktober 2026 (Südkorea, Taiwan: 8. Oktober). Seitdem sind die Kurse vieler Werte um drei bis sieben Prozent gefallen. Mitarbeiterzahlen sind teils undatiert oder aus Sekundärquellen (Nokia, ZTE, Baidu, Anthropic: nicht verfügbar). Honeywell wurde im Juni 2026 aufgespalten; Umsatz und Gewinn enthalten noch das abgespaltene Luftfahrtgeschäft. Sony weist für das letzte Geschäftsjahr einen Nettoverlust aus, ausgelöst durch die Abspaltung des Finanzgeschäfts; die fortgeführten Geschäfte waren profitabel.
  • Nicht aufgenommene Kandidaten: Jio Platforms (Indien) ist bis Redaktionsschluss nicht an der Börse, der Börsengang ist für Ende Oktober geplant. Cambricon, Super Micro Computer, CoreWeave und Nebius waren Grenzfälle.
  • Einstufungen: Die Teilnoten A, B, D und E sind Einschätzungen. Wer andere Kriterien wählt, bekommt ein anderes Ranking.
  • Interessenhinweis: Für die Auswertung wurde auch KI-Software von Anthropic verwendet. Das Unternehmen steht selbst im Ranking (Platz 16). Seine Einstufung beruht auf der berichteten Bewertung von 965 Milliarden US-Dollar und redaktionellen Teilnoten.

Fazit

Deutschland hat Technik erfunden, die die Welt veränderte, und versteht sich bis heute als Technikland. Im Ranking der wichtigsten Technikkonzerne 2026 stehen fünf deutsche Unternehmen, das beste auf Platz 27, keines unter den ersten 25. Mit Österreich und der Schweiz sind es sechs von 100. SAP, Siemens, Zeiss, Infineon, Bosch und ABB beschäftigen viele Menschen und besitzen eigene Schlüsseltechnologien, spielen wirtschaftlich aber eine kleinere Rolle als die US-Konzerne und die Chip-Lieferkette in Ostasien. Wie es dazu kam, zeigen die Zahlen nicht; sie liefern die Ausgangsbasis für die Debatte.

Wie sehen Sie das: Ist Deutschland als Technikland abgehängt, oder misst ein solches Ranking das Falsche? Schreiben Sie uns Ihre Meinung gerne in die Kommentare.

Quellen

  • Geschäftsberichte, Jahresabschlüsse und Investor-Relations-Seiten der Konzerne (Umsatz, Nettoergebnis, Mitarbeiter, Gründung)
  • US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) (Formulare 10-K, 20-F, Proxy Statements, 13F/13G), Börsenmitteilungen aus Hongkong, Tokio, Seoul und Taipeh
  • Handelsplätze und Kursdaten: Schlusskurse vom 9. Oktober 2026; Wechselkurse: Europäische Zentralbank und US-Notenbank (Fed H.10)
  • Börsenprospekt SpaceX (Nasdaq: SPCX), Unternehmensmeldungen und Presseberichte zu nicht börsennotierten Konzernen
  • Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO): Global Innovation Index 2025 (Pressemitteilung vom 16. September 2025)
  • Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD)/Deutsches Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung: „Wissenschaft weltoffen 2025“ (Pressemitteilung über idw-online.de, Wintersemester 2024/25)
  • Bundesregierung: Antwort auf die Kleine Anfrage, Bundestags-Drucksache 20/8476 (September 2023): Studierende aus China
  • Universität Heidelberg: Hinweise zu Studiengebühren für internationale Studierende (Baden-Württemberg, 1.500 Euro je Semester)
  • MSinGermany: Übersicht der Studiengebühren für Nicht-EU-Studierende nach Bundesländern (Stand Mai 2026, Sekundärquelle)
  • Wikipedia: Aggregat 4, Operation Paperclip, Nobelpreis (für historische Einzelangaben)
  • Sekundärquellen für Aktionärsstrukturen und einzelne Kennzahlen: companiesmarketcap.com, stockanalysis.com, MarketScreener, Simply Wall St

Eine Quellen-Datenbank mit Kennzahl, Wert und Abruf-Link je Unternehmen liegt der Redaktion vor.

Transparenzhinweis: Bei Recherche, Strukturierung und Erstellung dieses Beitrags kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz, darunter Software von Anthropic, einem im Ranking aufgeführten Unternehmen. Die verwendeten Quellen sind im Artikel aufgeführt. Die Veröffentlichung erfolgt erst nach manueller redaktioneller Freigabe.

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