Betroffen sind unter anderem Home & Student und Home & Business 2021: Die Programme laufen weiter, Sicherheitsupdates gibt es nicht mehr
Das Wichtigste in Kürze
- Microsoft beendet den Support für Office 2021 am 13. Oktober 2026. Auf der eigenen Supportseite schreibt der US-Konzern ausdrücklich, es werde „keine Erweiterung und keine erweiterten Sicherheitsupdates“ geben.
- Word, Excel und PowerPoint starten danach weiter – Microsoft stellt aber keine Fehlerbehebungen, keine Sicherheitsupdates und keinen Telefon- oder Chatsupport mehr bereit.
- Im Microsoft Store Deutschland kostet Microsoft 365 Single am 11. Oktober 2026 99 Euro im Jahr, Office Home 2024 einmalig 149 Euro. Die Web-Versionen von Word, Excel und PowerPoint sowie LibreOffice sind kostenlos.
Am Dienstag endet die Unterstützung für eine Büroprogramm-Generation, die seit 2021 als Kaufversion verkauft wurde: Microsoft beendet den Support für Office 2021 am 13. Oktober 2026. Das steht auf der deutschsprachigen Supportseite des US-Konzerns zum Ende des Supports für Office 2021. Betroffen sind im privaten Bereich die Kaufversionen Office Home & Student 2021 und Office Home & Business 2021 sowie am Arbeitsplatz und in Schulen die von einer IT-Abteilung verwalteten Office-2021-Installationen.
In Microsofts technischem Lifecycle-Verzeichnis ist derselbe Stichtag als „Mainstream End Date“ für Office LTSC 2021 hinterlegt – mit dem Zeitstempel 14. Oktober 2026, 6:59:59 Uhr pazifischer Zeit, also dem Ende des 13. Oktober in Redmond. Eine zweite Microsoft-Seite, die Übersicht zum Supportende der Office-Produkte, führt für denselben Tag außerdem Microsoft 365 Apps auf Windows Server 2022 auf.
Was wegfällt – und was nicht
Microsoft nennt auf der Supportseite vier Punkte: keinen technischen Support mehr, keine Fehlerbehebungen, keine Sicherheitsupdates und keine Softwareupdates. Auch Telefon- und Chatsupport entfallen, und die meisten Online-Hilfeinhalte zu Office 2021 werden eingestellt. Dass die Programme weiter starten, sagt Microsoft dabei selbst: „Alle Ihre Office 2021-Apps funktionieren möglicherweise weiterhin.“
Entscheidend ist der Satz daneben. In der englischsprachigen Fassung derselben Seite heißt es, es werde „no extension and no extended security updates“ geben – also keine Verlängerung und auch kein kostenpflichtiges Übergangsprogramm. Wer Office 2021 behält, bekommt ab dem 14. Oktober keine Korrektur mehr für Lücken, die danach bekannt werden.
Praxishinweis: Welche Version läuft hier eigentlich?
Die eigene Office-Version steht in jedem der Programme unter „Datei“ und dann „Konto“ beziehungsweise „Hilfe“. Dort ist auch zu sehen, ob es sich um eine Kaufversion (etwa „Office Home & Business 2021“) oder um ein Abonnement („Microsoft 365“) handelt. Abonnements sind vom Stichtag nicht betroffen, weil sie laufend aktualisiert werden. Nicht betroffen sind außerdem Office 2024 und Office LTSC 2024.
Weiterlaufen ist nicht dasselbe wie weiter sicher
Der Unterschied zwischen „funktioniert“ und „wird unterstützt“ ist für Textverarbeitung und Tabellenkalkulation kein akademischer: Dokumente werden per E-Mail verschickt, aus Cloud-Ordnern geöffnet und weitergereicht. Microsoft formuliert das Risiko auf der englischen Fassung der Supportseite selbst: Wer bei Office 2021 bleibe, könne sich „serious and potentially harmful security risks“ aussetzen.
Diese Warnung stammt vom Hersteller, der zugleich die Nachfolgeprodukte anbietet; sie ist damit keine unabhängige Einschätzung. Der nachprüfbare Kern bleibt trotzdem bestehen: Microsoft veröffentlicht jeden Monat Sicherheitsupdates und dokumentiert damit öffentlich, welche Lücken geschlossen wurden. Für Office 2021 endet diese Versorgung, die Lücken werden aber weiterhin bekannt gemacht.
Die Optionen und was sie in Deutschland kosten
Die folgenden Preise hat die Redaktion am 11. Oktober 2026 im Produktvergleich des Microsoft Store Deutschland abgerufen; der Preis für Office Home & Business 2024 stammt von der Produktseite dieses Pakets. Preise können sich jederzeit ändern.
| Option | Preis | Unterstützt bis | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Office 2021 behalten | 0 € | 13.10.2026 | Programme laufen weiter, keine Sicherheitsupdates |
| Microsoft 365 Single | 99 € / Jahr | laufend | alternativ 10 € im Monat, eine Person |
| Microsoft 365 Family | 129 € / Jahr | laufend | alternativ 13 € im Monat |
| Office Home 2024 (Einmalkauf) | 149 € | Oktober 2029 | ein PC oder Mac |
| Office Home & Business 2024 (Einmalkauf) | 299 € | Oktober 2029 | mit Outlook, ein PC oder Mac |
| Microsoft 365 für das Web | 0 € | laufend | Microsoft-Konto nötig, 5 GB Cloudspeicher |
| LibreOffice | 0 € | k. A. | Open Source, sechs Programme |
Office 2024 trägt bis Oktober 2029
Wer beim Einmalkauf bleiben will, bekommt mit Office 2024 einen überschaubaren Zeitraum dazu. In Microsofts Lifecycle-Verzeichnis ist für Office 2024 in den Ausgaben Home sowie Home & Business der 10. Oktober 2029 als Supportende eingetragen; für die über Volumenlizenzen vertriebene Fassung Office LTSC 2024 steht dort dasselbe Datum. Das sind rund drei Jahre. Eine Rechnung der Redaktion mit diesen beiden Werten: 149 Euro für Office Home 2024 ergeben über drei Jahre rund 50 Euro je Jahr, Microsoft 365 Single bei 99 Euro im Jahr rund 297 Euro. Das Abonnement wird dafür fortlaufend aktualisiert, der Einmalkauf nicht über den Oktober 2029 hinaus.
Für Unternehmen und Verwaltungen empfiehlt Microsoft auf seiner Übersichtsseite den Wechsel zu Microsoft 365 Apps for enterprise und, wo das nicht möglich ist, das Upgrade auf Office LTSC 2024. Dass Microsoft 365 Apps auf Windows Server 2022 am selben 13. Oktober aus dem Support fallen, betrifft Betriebe, die Office über Windows-Server-Systeme bereitstellen.
Kostenlos geht auch – mit Abstrichen
Microsoft bietet Word, Excel und PowerPoint auch kostenlos als Web-Versionen an. Voraussetzung ist ein Microsoft-Konto; enthalten sind nach Angaben des Unternehmens Web- und Mobilversionen von Word, Excel, PowerPoint, OneDrive und Outlook sowie 5 Gigabyte Cloudspeicher. Für die gemeinsame Bearbeitung in Echtzeit müssen Dateien laut Microsoft auf OneDrive liegen und von dort freigegeben werden – wer Dokumente lieber lokal hält, verliert damit einen Teil des Funktionsumfangs.
Die zweite kostenlose Möglichkeit ist LibreOffice, das von der Document Foundation herausgegeben wird. Auf der Startseite beschreibt das Projekt sich selbst als „an open source office suite“ und sagt zu, Zugang zu den Programmen „at no cost to you“ zu geben. Enthalten sind sechs Anwendungen: Writer, Calc, Impress, Draw, Base und Math. Wie zuverlässig sich eine konkrete Word- oder Excel-Datei mit Makros, Formatvorlagen oder Seriendruck dort öffnen lässt, sagt die Startseite des Projekts nicht; das lässt sich nur am eigenen Bestand prüfen.
Welche Rechte beim Kauf einer Software gelten
Für digitale Produkte, die ab dem 1. Januar 2022 gekauft wurden, gilt in Deutschland eine Aktualisierungspflicht. Die Verbraucherzentrale beschreibt sie so: Anbieter müssen notwendige Aktualisierungen „mindestens innerhalb der Gewährleistungszeit“ bereitstellen, Sicherheitsupdates eingeschlossen. Eine feste Zahl an Jahren nennt die Verbraucherzentrale nicht.
Ob daraus für eine vor Jahren gekaufte Office-2021-Lizenz noch Ansprüche folgen, ist damit nicht beantwortet – Microsoft schließt eine Verlängerung ausdrücklich aus. Wer kurz vor dem Stichtag eine Kaufversion von Office 2021 erworben hat, sollte die Frage mit der Verkaufsstelle klären, statt sie als erledigt zu betrachten.
Was Microsoft nicht sagt
In den geprüften Microsoft-Unterlagen zum Stichtag fehlt eine Zahl: Wie viele Office-2021-Installationen in Deutschland noch laufen, teilt das Unternehmen dort nicht mit. Ohne diese Angabe bleibt offen, wie groß die Gruppe ist, die am 14. Oktober ohne Sicherheitsupdates dasteht.
Auffällig ist außerdem die Taktung. Auf derselben Microsoft-Übersichtsseite ist nachzulesen, dass Microsoft 365 Apps unter Windows 10 sowie Office 2016 und Office 2019 bereits am 14. Oktober 2025 aus dem Support gefallen sind – also im Oktober des Vorjahres. Ein Übergangsprogramm gegen Aufpreis, wie es Microsoft für Office 2021 ausdrücklich ausschließt, taucht in den geprüften Unterlagen für keines dieser Produkte auf. Ein vergleichbarer Stichtag lief in diesem Monat auch bei Google ab: die Update-Zusage für Pixel 6 und Pixel 6 Pro endet nach fünf Jahren.
Einordnung: Zwei Rechnungen, zwei Logiken
Der Einmalkauf ist günstiger, solange das Supportende weit weg ist – und wird teuer, wenn die nächste Generation erscheint. Das Abonnement kostet jedes Jahr, verschiebt die Frage nach dem nächsten Stichtag aber dauerhaft. Wer Office nur für Briefe, Formulare und einfache Tabellen braucht, muss keine der beiden Rechnungen aufmachen: Dafür reichen die kostenlosen Web-Versionen oder LibreOffice.
Was als Nächstes ansteht
Der 13. Oktober 2026 ist der zweite Dienstag des Monats – jener Wochentag, an dem Microsoft seine Sicherheitsupdates üblicherweise ausliefert. Ob an diesem Tag noch ein letztes Paket für Office 2021 kommt, sagt Microsoft auf den geprüften Seiten nicht. Belastbar ist nur, was das Unternehmen selbst festgehalten hat: Ab dem 14. Oktober gibt es für diese Version keine Korrekturen mehr, und eine Verlängerung ist ausgeschlossen. Wer umsteigen will, kann die Preise im Microsoft Store vor dem Kauf noch einmal abgleichen – sie können sich jederzeit ändern.
Nutzen Sie noch Office 2021 – und steigen Sie jetzt um oder bleiben Sie dabei? Schreiben Sie uns Ihre Meinung gerne in die Kommentare.
Quellen
- Microsoft Support: Ende des Supports für Office 2021 (deutsche und englische Fassung, abgerufen am 11. Oktober 2026)
- Microsoft Learn: Office LTSC 2021 – Lifecycle (abgerufen am 11. Oktober 2026)
- Microsoft Learn: Office 2024 – Lifecycle und Office LTSC 2024 – Lifecycle (abgerufen am 11. Oktober 2026)
- Microsoft Learn: End of support resources for Office (abgerufen am 11. Oktober 2026)
- Microsoft Store Deutschland: Produktvergleich Microsoft 365 und Office sowie Produktseite Office Home & Business 2024 (Preise, Stand 11. Oktober 2026)
- Microsoft: Kostenlose Web-Versionen von Word, Excel und PowerPoint (abgerufen am 11. Oktober 2026)
- The Document Foundation: LibreOffice – Startseite (abgerufen am 11. Oktober 2026)
- Verbraucherzentrale: Software-Updates: Deshalb sind sie wichtig (Stand 4. März 2025)
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