Version 155.0.8059.84/.85 für Windows und Mac, 155.0.8059.84 für Linux: Google verteilt sie in den kommenden Tagen und Wochen

Das Wichtigste in Kürze

  • Google hat am 15. Oktober 2026 ein Update für Chrome auf dem Desktop veröffentlicht, das zehn Sicherheitslücken schließt: eine stuft das Unternehmen als kritisch ein, sechs als hoch, drei als mittel.
  • Der Eintrag nennt keine Angriffe auf die Lücken, und das Update wird laut Google erst „in den kommenden Tagen und Wochen“ ausgeliefert.
  • Wer Chrome nutzt, kann die Version über „Hilfe“ und „Über Google Chrome“ prüfen; ein geladenes Update greift erst nach einem Neustart des Browsers.

Der US-Konzern Google hat am Donnerstag, 15. Oktober 2026, ein Sicherheitsupdate für seinen Browser Chrome auf dem Desktop veröffentlicht. Nach dem Eintrag im Chrome-Releases-Blog behebt es zehn Sicherheitslücken. Eine davon stuft Google als kritisch ein, sechs als hoch und drei als mittel. Die neue Version trägt für Windows und Mac die Nummern 155.0.8059.84 und 155.0.8059.85, für Linux die Nummer 155.0.8059.84.

Was Google zum Update mitteilt

Das Update wird nach Angaben des Unternehmens „in den kommenden Tagen und Wochen“ ausgerollt. Wer heute nach einer neuen Version sucht, bekommt sie deshalb möglicherweise noch nicht angeboten. Der Eintrag enthält keinen Hinweis darauf, dass eine der zehn Lücken bereits aktiv ausgenutzt wird. Details zu den einzelnen Fehlern können laut Eintrag zunächst eingeschränkt bleiben, bis die Mehrheit der Nutzenden aktualisiert hat.

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Die kritische Lücke trägt die Kennung CVE-2026-110922 und steckt laut Google in der Komponente Prerender. Dort liegt ein sogenannter Use-after-free-Fehler vor. Die übrigen neun Lücken betreffen unter anderem die JavaScript-Engine V8, die Darstellung von SVG-Grafiken und das Compositing.

Die zehn Lücken im Überblick

Kennung Einstufung durch Google Fehler und Komponente
CVE-2026-110922 Kritisch Use-after-free in Prerender
CVE-2026-110913 Hoch Speicherfehler (Memory corruption) im DOM
CVE-2026-110919 Hoch Use-after-free in V8
CVE-2026-110918 Hoch Speicherfehler (Memory corruption) im Core
CVE-2026-110917 Hoch Speicherfehler (Memory corruption) in SVG
CVE-2026-110921 Hoch Use-after-free in V8
CVE-2026-110920 Hoch Speicherfehler (Memory corruption) in V8
CVE-2026-110916 Mittel Unzureichende Eingabeprüfung (Improper input validation) in Desktop
CVE-2026-110915 Mittel Use-after-free im Compositing
CVE-2026-110914 Mittel Speicherfehler (Memory corruption) in Workers
Quelle: Chrome Releases (Google), Stable Channel Update for Desktop, 15. Oktober 2026. Die Bezeichnungen der Fehlerarten sind sinngemäß übersetzt, die Einstufung „Critical“, „High“ und „Medium“ wird als Kritisch, Hoch und Mittel wiedergegeben.

Was bedeuten Use-after-free und Prerender?

Bei einem Use-after-free greift ein Programm auf Speicher zu, den es bereits freigegeben hat. Solche Speicherfehler können unter Umständen von Angreifern genutzt werden, um eigenen Code auszuführen. Prerender ist eine Funktion, mit der ein Browser Seiten im Hintergrund vorab lädt, damit sie später schneller erscheinen.

Was ein Angreifer mit den zehn Lücken im Einzelnen tun könnte, beschreibt Google in seinem Eintrag nicht.

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So prüfen Sie, ob Chrome aktuell ist

Chrome aktualisiert sich normalerweise von selbst im Hintergrund. Wer nicht abwarten möchte, kann nach der Anleitung der Google-Hilfe den Stand prüfen:

  1. Chrome auf dem Computer öffnen.
  2. Oben rechts das Menü mit den drei Punkten anklicken, dann „Hilfe“ und „Über Google Chrome“ wählen.
  3. Die angezeigte Versionsnummer mit den Angaben oben vergleichen. Liegt ein Update bereit, erscheint die Schaltfläche „Neu starten“.

Ein heruntergeladenes Update wird erst nach einem Neustart des Browsers wirksam. Wer „Nicht jetzt“ wählt, bekommt es laut Google-Hilfe beim nächsten Start von Chrome. Unter Windows sind dafür alle Chrome-Fenster und -Tabs zu schließen. Auf dem Mac gibt es in „Über Google Chrome“ außerdem die Option, Chrome automatisch für alle Nutzenden des Rechners zu aktualisieren.

Was der Eintrag offen lässt

Der Eintrag bezieht sich ausdrücklich auf Chrome für den Desktop. Chrome auf Smartphones, Chromebooks und Browser anderer Hersteller kommen darin nicht vor. Für sie gelten die Hinweise der jeweiligen Anbieter. Offen bleibt zudem, wann das Update bei allen Betroffenen angekommen ist: Google nennt nur den Zeitraum „Tage und Wochen“ und keinen Termin.

Wann haben Sie Chrome zuletzt neu gestartet, und wie gehen Sie mit Update-Hinweisen um? Schreiben Sie uns Ihre Meinung gerne in die Kommentare.

Quellen

Transparenzhinweis: Bei Recherche, Strukturierung und Erstellung dieses Beitrags kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die verwendeten Quellen sind im Artikel aufgeführt. Die Veröffentlichung erfolgt erst nach manueller redaktioneller Freigabe.

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