TV ARD Sendung "Börse vor 8" in der Kritik: Wirbel um Mayrhuber-Bericht zum Lufthansa-Aufsichtsrat

Bei Lufthansa-Kennern, die zwei bis drei Stunden zuvor vom Handelsblatt und anderen Medien wie airliners.de informiert worden waren, dass Mayrhuber eben doch für einen Aufsichtsratsposten bei der Lufthansa antreten werde, war die Verärgerung über die einseitige und offensichtlich nicht gut recherchierte Lufthansa-Geschichte in der ARD-Börsensendung "Börse vor 8" entsprechend groß. Denn die Zuschauer dürfen zu Recht in einer Sendung auf einem solch prominenten Sendeplatz wie der "Börse vor 8" erwarten, dass sie stets aktuellst informiert werden.

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Eco-Klasse einer Lufthansa-Maschine auf dem Weg von Frankfurt nach New York.

Die Qualität der Berichterstattung der ARD-Börsensendung "Börse vor 8" sorgt für Wirbel. Grund: Die Sendung, die aus GEZ-Zwangsgebühren finanziert wird, berichtete am Montag dem 6. Mai 2013 zu einem Zeitpunkt, als längst durchgesickert war, dass der ehemalige Lufthansa-Vorstandschef Wolfgang Mayrhubers nun doch für einen Aufsichtsratsposten in der Lufthansa kandiere, ausführlichst darüber, dass Wolfgang Mayrhuber nicht antreten würde.

Noch vor wenigen Tagen hatte es immer wieder in diversen Medien geheißen, Wolfgang Mayrhuber, der ehemalige Lufthansa-Vorstandschef, würde auf Druck von ausländischen Investoren sich nicht für den Aufsichtsrat der Lufthansa bewerben. Es heißt, die Investoren hätten sich an der Vielzahl bereits bestehender Aufsichtsratsposten von Mayrhuber gestört. Angeblich wäre der ehemalige Lufthansa-Vorstandschef in rund einem Dutzend Aufsichtsratsposten schon jetzt aktiv.
Namentlich als angebliche Kritiker von Wolfgang Mayrhuber genannt wurden in diversen Medien beispielsweise Union Investment, der Aktienfond Templeton und der Institutional Shareholder Services (ISS).

Nun aber wird sich wohl Mayrhuber doch ganz offiziell am Dienstag auf der Hauptversammlung der Lufthansa in Köln zur Wahl für den Aufsichtsratsposten stellen. Er wird dann möglicherweise Nachfolger des von vielen in der Luftfahrt geschätzten Chefkontrolleurs Jürgen Weber. Weber, der ebenfalls über viele Jahre Vorstandschef der Lufthansa war, ist seit 2003 Chef des Aufsichtsrats der Kranich-Airline.

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