ecommerce Auch Barnes & Noble Buchkette bringt jetzt eigenen Tablet-PC 7-inch Nook HD als ebook auf den Markt

Die deutsche Buchkette Thalia hat bereits ihr eigenes ebook, natürlich auch der Online-Händler Amazon. Nun teilte der amerikanische Buchgigant Barnes & Noble Inc's (BKS) ebenfalls mit, dass er neben seinem seit 2009 erhältlichen reinen ebook nun auch sein erstes Tablet-PC (7-inch Nook HD) den Kunden anbieten wolle. Finanzanalysten an den Aktienbörsen werten das als wichtigen Schritt im Kampf des Buchhändlers Barnes und Noble (690 Filialen) gegen die starke Onlinekonkurrenz, besonders gegen Amazon, Apple (Kindle Tablets) oder Google.

barnes und nobles screenshot webseite / netztrends
Noch ein neues Tablet-PC im Buchhandel.

Barnes & Noble gilt als größter Buchhändler in den USA und konnte bereits mit seinem im Jahr 2009 veröffentlichten ebook einen Marktanteil von 30 Prozent in den USA erobern. Doch galt das ebook als ein teures und wohl bis heute nicht profitables Anlagegeschäft für Barnes & Noble.

Viele Analysten waren dennoch verwundert, dass das Unternehmen nicht schon längst stärker in den Markt mit Tablet-PCs eingestiegen war. Mittelfristig werden Tablet-PCs wohl die E-Books ablösen. Dabei gilt: Mittelfristig wird es mit Computer-Hardware so sein, wie es bereits im Waschmittel-Markt oder im Lebensmittel-Verkauf der Fall ist: No-Name-Produkte werden im Handel den Kunden als günstige Alternative angeboten. Gleichzeitig werden so Marktanteile besser gehalten oder ausgebaut.

Das neue Tablet-PC 7-inch Nook HD von Barnes & Noble soll rund 200 Dollar kosten. Wie üblich möchte der Buchhändler zudem eine teurere Variante anbieten - das 9-inch Nook HD+ tablet für rund 270 Dollar. Mit diesem höherwertigen Angebot möchte Barnes & Noble besonders dem Apple iPad Konkurrenz machen.

Auch mit dem neuen Tablet-PC geht Barnes & Noble den Weg zu immer dünneren Computern, die obendrein leichter sind. Mehr als 1 Kilogramm wird mittelfristig auch kein Notebook mehr wiegen. Derweil verfolgt der Software-Gigant Microsoft seine Strategie, nicht erobertes Terrain im Hardware-Markt doch nicht zu erobern.

So wie Microsoft verstärkt in Mobile-Phone-Betriebssysteme investiert (Nokia), möchte der Software-Hersteller auch 605 Mio. US-Dollar in den neue E-Books-Reader von Barnes & Noble investieren und in weitere Hardware-Projekte an den Universitäten und Colleges. Dass Microsoft sich bei Barnes & Noble finanziell engagiert, zeigt, dass gerade der Hardware-Markt auch ein teures finanzielles Abenteuer für die Buchhändler ist.

Derweil loben Finanzanalysten, wie beispielsweise Barclays Capital, das neue Tablet-PC von Barnes & Noble als wichtigen Schritt in die richtige Richtung. Wichtig sei dabei vor allem, dass es gelänge gute Hardware-Produkte günstig anzubieten.
Immerhin dankte es bislang die Börse. An der New York Stock Exchange ging es mit der Aktie des Buchhändlers um 6,2 Prozent nach oben. So wird die Aktie derzeit mit rund 13 US-Dollar gehandelt.

Das neue Tablet-PC wird etwas leichter sein als Apples iPad und wird in den US-Geschäften ab November erhältlich sein. Kurz darauf soll Britannien folgen. In Deutschland spielt der Buchhändler keine große Rolle. Dennoch wird das neue Tablet-PC auch den hiesigen Buchmarkt weiter digital beleben.

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