Es muss nicht immer der Fondue-Abend mit Freunden zu Hause sein: Neujahr bietet sich auch für eine Reise an. Immer beliebter ist Singapore (auch: Singapur) in Asien. Mit dem Flugzeug ist die Stadt – schön direkt am Äquator gelegen – in circa 11 1/2 Stunden mit der Lufthansa (A 380) erreichbar. netz-trends.de ist dieses Jahr vor Ort und wird in einer losen Serie berichten, was es in der Stadt derzeit für Attraktionen gibt. Die wichtigste ist zweifelsohne das kürzlich eröffnete neue Hotel Marina Bay Singapore (auch: Hotel Marina Bay Sands Singapore).

Doch Achtung: Um Neujahr herum kostet das feudal in Szene gesetzte Hotel Marina Bay Singapore für zwei Personen pro Nacht leicht über 500 Singapore-Dollar (309 Euro). Wer nicht so viel Geld bezahlen möchte oder auch lieber etwas zentraler wohnen möchte – beispielsweise in der Nähe der Altstadt von Singapur – für den bieten sich andere Hotels an (die aber auch Ende Dezember / Anfang Januar leicht über 200 Singapore-Dollar (124 Euro) die Nacht berechnen).

netz-trends.de hat sich nach reiflichem Blick auf einem bekannten Online-Reiseportal das mit Michael Ballack im TV wirbt für das Grand Park City Hotel (10 Coleman Street Singapore) entschieden. Offiziell sei das Hotel eine Fünf-Sterne-Anlage. Doch wer vor Ort ist, mag dem Hotel maximal vier Sterne zugestehen. Dennoch ist es mit rund 140 Euro die Nacht ein für die teuerste asiatische Metropole Singapore recht gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Vorausgesetzt man erwartet nicht zu luxuriöse Zimmer und Betten (gewöhnungsbedürftig ist jedoch der teils etwas modrige Geruch aus der Klimaanlage in manchen Hotelzimmern; die hohe Luftfeuchtigkeit der Region Singapore bei 30 Grad Celsius auch Nachts Ende Dezember lässt grüßen).

Schön ist, dass die Hotelgäste im Foyer des Grand Park City Hotel Ende Dezember von einem großen Weihnachtsbaum empfangen werden – begleitet von auffallend höflichem Hotel-Personal. Aufs Frühstück sollte jedoch verzichtet werden. Denn hierfür wären pro Person noch einmal 20 Euro fällig. Doch kommt in der Frühstückshalle – die inside ist – nicht so rechte Urlaubslaune auf. Kein Vergleich zum Bangkoker Hotel Anantara Bangkok Riverside Resort & Spa (ehemals Marriott Bangkok Resort Spa), in welchem man direkt am Fluss mitten im Zentrum von Bangkok auf einer großen Terrasse frühstücken kann. Deshalb: Gerade das Frühstück kann in Singapore auch in Straßencafés, die sehr gut gelegen sind, günstiger und angenehmer zu sich genommen werden.

Fünft Hotelsterne sind in Asien nicht das gleiche wie in Deutschland

Nicht wirklich überzeugend ist auch der recht kleine Pool im Grand Park City Hotel Singapore. Er genügt jedoch zum morgendlichen oder abendlichen Planschen und befindet sich im dritten Stock des Hotels – umgeben von einigen Ligen und Palmen. Wenig erquicklich ist auch der etwas lauwarme Whirlpool, welcher eher lauwarm ist. Dennoch: Wer viele Ausflüge plant und nicht Urlaub von morgens bis abends im Hotel, für den ist das Grand Park City Hotel eine gute Adresse. Die Altstadt ist zu Fuß nur zehn Minuten entfernt und bis zur Touristen-Attraktion, dem Hotel Marina Bay Singapore, sind es auch nur rund 20 Minuten zu Fuß (auf ein Taxi kann in Singapore fast immer verzichtet werden).

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Ein Weihnachtsbaum aus Teddybären – gesehen 2012 im Luxushotel The Fullerton in Singapore.

Gerade an Silvester bietet Singapore zahlreiche Möglichkeiten. Das Angebot ist sehr umfangreich – und sowohl für Leute auf großem Fuße etwas, als auch für Leute, die es zwar schön haben möchten, dafür aber nicht unbedingt bereit sind, ständig ein Vermögen auf den Tisch zu blättern.

Für die Kulturbegeisterten könnte eines der zahlreichen Neujahrskonzerte an Silvester in Betracht kommen. Allerdings müssen Fans des im 30. Jahr bestehenden „Singapore Symphony Orchester“ (www.sso.org.sg) sich an Silvester für andere Inszenierungen entscheiden. Zwar verfügt das Singapore Symphony Orchester über ein einigermaßen breites Repertoire – es reicht von Schubert über Mozart bis hin zu eher populären Inszenierungen wie „Miracles and Magic“ oder Humperdincks „Hänsel & Gretel“ – doch gerade Ende Dezember / Anfang Januar gibt es kein Konzert des recht bekannten Klassik-Orchesters. Das Haus wird eher sporadisch an mehreren Tagen im Monat bespielt.

Den Ausklang des Jahres 2012 werden viele im oder vor dem Hotel Marina Bay Singapore verbringen. Ganzjährig gibt es hier sowieso jeden Abend alle halbe Stunde – ähnlich wie in den großen Entertainment-Hotels in Las Vegas – eine Lasershow. Laser von grün bis rosa fahren sowohl an der Hotelwand herunter als auch streifen sie in unterschiedlichsten Mustern und Rhythmen den Nachthimmel.

Sehr schön lässt sich das entweder von einem der vielen und auch recht guten Restaurants an der Wasserfront in der Altstadt anschauen (für rund 37 Euro oder 60 Singapore-Dollar sollte man sich wenigstens ein Mal eine Peking-Ente gönnen – Bier ist meist kostenlos inklusive) oder man läuft durch den nahegelegen Park in Richtung Hotel, von dem man die Lasershow ebenfalls sehr gut sehen kann.

+Lasershow Hotel Marina Bay Singapore – beste Fotoplätze

Tipp: zwei kleine Unterführungen im Park führen zu einem sehr guten Viewing Point, von dem aus man die Lasershow – kostenlos – sehr gut verfolgen kann. Die Fotokamera mit Stativ ist hier ein muss. Für Nicht-Fotografen gilt: Nachts muss die Kamera aufs Stativ. Die Belichtungszeit ist auf länger zu stellen, dann gibt es auch Nacht-Aufnahmen, die nicht verwackelt sind.

Das Hotel Marina Bay Singapore bietet nach eigenen Angaben zu Silvester 2012 ein „kaleidoscope of fireworks“. Es würde „illuminate the scenic skyline around the Bay at the stroke of midnight“. Heißt: Man bietet für die wahrscheinlich Tausenden Schaulustigen ein Kaleidoskop von Feuerwerken an. Begleitet wird das ganze durch zahlreiche kulturelle Events, Konzerte, Filme und sonstige Aktivitäten direkt im Hotel (kann auch von Nicht-Hotel-Gästen gebucht werden; Informationen im News-Bereich des Hotels).

Ebenfalls ein altbekannter Tipp unter Fans der gehobenen Hotellerie: Die Luxusherberge „The Fullerton Hotel“. Es ist mittem im Zentrum – aber ruhig – gelegen und zwar direkt an der Altstadt mit einem phantastischen Blick auch zum neuen Luxushotel Marina Bay Singapore. Wer hier jedoch kurzfristig ein Doppelzimmer für zwei Personen – zum Beispiel die Klasse der Courtyard Rooms – über Silvester buchen möchte, der wird mit kräftigen 400 Euro die Nacht (647 Singapore Dollars) zur Kasse gebeten. Das Fullerton wurde vor rund zehn Jahren grundrenoviert – angeblich für rund 400 Mio. Euro.

Grundsätzlich gilt: Je früher eine Reise für die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr gebucht wird, desto besser und günstiger. Das heißt aber nicht, dass nicht auch Kurzentschlossene noch ein schönes Hotel zwischen den Jahren buchen könnten. Doch gerade das Hotel Marina Bay Singapore ist auch ganzjährig nicht billig. So kostet das Hotel Marina Bay Sands Singapore laut ab-in-den-urlaub.de beispielsweise im Juni 2013 pro Nacht für zwei Personen immer noch rund 300 Euro (gebucht Ende Dezember 2012).

Singapore: Vier Nächte mit Flug können leicht 3.000 Euro für zwei Personen kosten

Wer also beispielsweise circa vier Nächte mit Halbpension im Hotel Marina Bay Singapore verbringen möchte, muss für Ende Juni 2013 inklusive Abflug ab München mit circa 3.128 Euro rechnen (laut ab-in-den-urlaub.de). Die Reise kann entweder pauschal – also Flug und Hotel von einem Reiseveranstalter – gebucht werden, oder getrennt mit Eigenanreise. Laut fluege.de würde ein spontaner Flug – also mit einem Tag Buchungsvorlauf – derzeit pro Person rund 1.029 Euro kosten. Übrigens ist ein Ticket vom Singapore Changi Airport (Flughafen Singapur) in die Innenstadt von Singapore mit nur drei Singapore-Dollar (1,85 Euro) im weltweiten Vergleich sehr günstig. Die S-Bahn fährt in circa 30 Minuten vom Flughafen ins Stadtzentrum (eventuell muss ein Mal umgestiegen werden).

Doch Achtung: Weltweit gibt es nirgends solch drastische Strafen auch für Touristen oder Reisende, wie in Singapore. Wer beispielsweise in der Bahn raucht, der wird mit 1000 Singapore-Dollar (618 Euro) zur Kasse gebeten. Wer in der Bahn trinkt oder isst, für den sind leicht bis zu 500 Singapore-Dollar (309 Euro) fällig. Auch auf die Straße spucken (in Asien leider eine weit verbreitete Angewohnheit) oder Papier zu Boden fallen lassen, kann sehr teuer werden. Für Drogenhändler steht in Singapore – drakonisch – gleich die Todesstrafe.

Weiterer Tipp: Da es in Singapore oft auch mal kurz regnet, ist ein kleine Tasche mit Regenschirm zu empfehlen. Doch wer Regen mag, der sollte auch überlegen, ob er seine Städtereise nicht ausdehnt und gleich noch einen dreitägigen Ausflug in den Regenwald einplant – mit schummrigem Nächtigen in dürftigen Holzhütten zwischen Schlangen und Kakerlaken oder sonstigem Getier und Abenteuer garantiert.

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