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Aufreger! "Trivago Terror" - Zuschauer von TV Werbung genervt

Sie ist der Stein des Anstoßes: die brünette Schauspielerin aus der Trivago-Werbung Foto: Youtube/ TV Werbung

mp, Kommentar - Seit geraumer Zeit flimmert sie gefühlt in Dauerschleife auf der heimischen Fernsehkiste: die brünette Schönheit aus der Trivago-Werbung. Von den Spots fühlen sich viele genervt. Dabei irritiert Trivago nicht zum ersten Mal die Zuschauer mit einer TV-Kampagne.

Das Internetportal Trivago ist einer der bekanntesten Hotel-Vergleichsseiten Deutschlands. Das lassen sich die Macher der Seite auch einiges kosten. Schließlich laufen die Spots der Seite mit der brünetten Schönheit gefühlt in Dauerschleife auf den verschiedenen Fernsehkanälen. Doch was zu Beginn vielleicht noch ganz witzig war, entwickelt sich mittlerweile zu einer einzigen Strapaze für den ohnehin schon von Werbung genervten Zuschauer.

Trivago-Werbung: Zu oft und zu einfallslos

Trivago ist ein Vergleichsportal mit Sitz in Düsseldorf, auf dem Reisende nach Hotels, Jugendherbergen und Pensionen suchen können. Dabei kann der Nutzer laut Unternehmensangaben „die Hotelraten von über 400 Online-Buchungsseiten für mehr als 1,8 Millionen Hotels in mehr als 190 Ländern“ miteinander vergleichen. Darüber hinaus seien mehr als 175 Millionen Hotelratings und über 19 Millionen Bilder auf Trivago integriert. [1]

Wie genau das Portal funktioniert, erklärte der Betreiber bereits hunderte Male in TV-Spots. Doch nun regt sich Unmut im Netz. Der Grund: Viele ärgern sich über die TV-Kampagne des Hotelvergleichs und fühlen sich einfach nur noch genervt. Kritisiert wird vor allem die Einfallslosigkeit der Spotmacher. Denn immer wieder setzt das Unternehmen auf die gleiche Schauspielerin, die gebetsmühlenartig dieselben Sätze runterrattert – Kreativität und Witz sucht man vergebens!

Nutzer empfinden Werbespot als „Terror“

Der Nutzer „Anonym 76“ bezeichnet auf YouTube die Werbung als „Trivago Terror“ und kommentiert: „[Es ist] kontraproduktiv, wenn man die Leute [mit Werbung] bombardiert [,] weil man sich von Hotels sponsern lässt.“ Seiner Meinung nach seien die Spots „emotionslos“. Das Einzige, was sich im Spot bewege, sei die Garderobe, so die Kritik. [2]

„Margarite F.“ schreibt: „Diese Werbung nervt! Undeutliches Geplappere, Busen rausstrecken, um nur ein paar unangenehmen Details zu erwähnen.“ Auch das Umfeld der netz-trends.de-Redaktion empfindet den Spot als lästig: „Ich kann diese hingerotzten Sätze in Schulhofkleidung nicht mehr sehen. Das ist neben dem ‚Womanizer‘ der zweitschlimmste Werbesport im Privatfernsehen“, so ein Medienexperte. Warum Trivago an der Dame festhalte, verstehe er nicht: „Vielleicht findet jemand in der Leitung von Trivago sie irgendwie scharf“, vermutet er.

Nerv-Werbung hat bei Trivago System

Das Vergleichsportal Trivago zeigt sich von der Kritik der Nutzer unbeeindruckt. Die Spots mit der brünetten Schauspielerin laufen weiterhin im Privatfernsehen rauf und runter - frei nach dem Motto: „Any promotion is good promotion“. Offenkundig scheint sich die Werbung für das Düsseldorfer Unternehmen auszuzahlen, denn schon in der Vergangenheit machte das Unternehmen mit Nerv-Spots auf sich aufmerksam.

Im Jahr 2017 setzte man nämlich noch auf einen französischen Schauspieler statt redundanter Worthülsen in sexy Frauenkleidern. Das Problem war jedoch, dass viele Deutsche den Hauptdarsteller gar nicht verstanden hatten, zu stark war sein Akzent. Viele glaubten damals an einen Werbetrick: „Dadurch, dass der Typ ‚auswärts nuschelt‘, muss der Verbraucher genauer hinhören, wobei mehr im Oberstübchen hängenbleibt“, sagte ein User laut merkur.de. [3], [4]

Doch ob nun die unsägliche Werbung für den "Womanizer" zu Zeiten, wo selbst Kinder fernsehen, oder die Trivago-Werbung: Es gibt ja zum Glück immer noch die Fernsehbedienung zum Umschalten. Oder ausschalten.

Einzelnachweise:

[1] trivago – die globale Hotelsuche von trivago, in: trivago.de, Abruf am 17.08.2018.

[2] Trivago TV Werbung 2018 TV Spot von TV Werbung, in youtube.com vom 05.01.2018, Abruf am 17.08.2018.

[3] Darum nervt uns die Trivago Werbung 2017 so sehr von Jasmin Pospiech, in: merkur.de vom 24.02.2017, Abruf am 17.08.2018.

[4] Trivago TV Werbung Winter 2016 von Werbung Live, in youtube.com vom 31.01.2016, Abruf am 17.08.2018.

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