Pharma Google und Johnson & Johnson bauen in "Verb Surgical" Medizin-Roboter

Der amerikanische Internet-Monopolist in der Internetsuche, Google (Marktanteil in Deutschland: circa 95 Prozent), nennt seine Forschungseinheit Google Life Sciences um in "Verily", was übersetzt "Wahrlich" bedeutet.

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Je besser die Medizin-Technik, desto besser, da einfacher und weniger gefährlich, die Operationen.

Gleichzeitig kündigte Google am Montag an, Verily werde mit dem amerikanischen Pharmakonzern Johnson & Johnson gemeinsam an neuen Medizin-Robotern für die Chirurgie forschen. Hierfür gründete die Google-Holding Alphabet mit Johnson & Johnson das Gemeinschaftsunternehmen "Verb Surgical".

Der Vorsitzende von Johnson & Johnson Medical Devices, Gary Pruden, kommentierte die neue Zusammenarbeit in einer Pressemitteilung mit den folgenden Worten: "Die Verb Surgical-Gruppe hat bereits sinnvolle Anwendungen in der Robotik-Technik vorangetrieben, welche derzeit für den Einsatz in einer Vielzahl von chirurgischen Spezialgebieten weiter entwickelt werden".

Die von Alphabet mit Johnson & Johnson gemeinsam betriebene "Verb Surgical" ist das erste Projekt, in welches sich Google nun im medizinischen Bereich auf so einer Kooperationsbasis einbringt.

Verily CEO Andrew Conrad erklärte, wonach Verily seine Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen ausbauen werde und zwar aus den Bereichen Pharma, Biotechnologie, Medizinischen Gerätschaften, Diagnostischen Firmen sowie Patientengruppen und akademischen Kreisen. Dabei wolle man nicht kurzfristig agieren, sondern langfristig.

Auf Seiten von Johnson & Johnson wurden bislang Teile der Medizintechnik-Entwicklung in Johnsons Konzernbereich "Ethicon" koordiniert. Um die Wichtigkeit der Zusammenarbeit mit Google zu unterstreichen wird dieser Name zu Gunsten von "Verb Surgical" umbenannt. "Unser Name spricht für sich selbst", erklärte Verb Surgical CEO Scott Huennekens den Schritt.

Auch Facebook-Gründer Mark Zuckerberg erklärte kürzlich, er wolle große Teile seines 45-Milliarden US-Dollar-Vermögens für die Entwicklung hilfreicher Medizin bereitstellen. Namentlich nannte er beispielsweise Virus-Krankheiten, die Hunderte Millionen Menschen jährlich befallen. Im Fokus dürfte neben Ebola auch HIV stehen.