Deutsche Bahn mit Gebühren für Kreditkartenzahlung

Dabei zahlen die Reisenden 0,5 Euro pro Transaktion. Ab dem Fahrkartenwert von 75 Euro steigt der Beitrag. Wenn der Ticketpreis den Wert von 300 Euro erreicht beziehungsweise übersteigt, fällt die Gebühr für Kreditkarten- und PayPal-Zahler in Höhe von 3 Euro an. Für den Kauf der BahnCard mittels Kreditkarte oder PayPal verlangt die DB ebenso das Zahlungsmittelentgelt. Die internationalen Verbindungen sowie die Verbindungen im Nahverkehr bleiben von der überraschenden Neuerung der Deutschen Bahn verschont:

Die Deutsche Bahn gehört nach wie vor zu den beliebtesten Verkehrsmitteln der Deutschen.

Seit dem 4. November 2014 fallen für die Deutsche Bahn-Kunden (DB-Kunden) Gebühren für die Kreditkartenzahlung sowie für die Zahlung mittels PayPal an. Diese Gebühren werden bei der DB als Zahlungsmittelentgelt bezeichnet und kommen unter anderem für diejenigen Kunden in Frage, die Fahrkarten für innerdeutsche Verbindungen im Wert von 50 Euro und höher kaufen.

Die Notwendigkeit der Zahlungsmittelentgelte erklärt das Unternehmen auf seiner Homepage durch die stark gestiegenen Gebühren der Kreditkartenanbieter: "In den letzten Jahren sind die Bearbeitungsgebühren, die Kreditkartenanbieter der Deutschen Bahn in Rechnung stellen, stark gestiegen. Mittlerweile liegen diese für die DB bei einem mittleren zweistelligen Millionen-Betrag."

Ferner erläutert die Deutsche Bahn AG auf ihrer Internetseite, dass die Transaktionskosten in den Bereichen Tourismus und Verkehr üblich seien. Als Beispiele erwähnt der Bahn-Konzern solche Unternehmen wie Lufthansa, AirBerlin, TUI, ThomasCook etc. Auch sie würden ihren Kunden für bestimmte Zahlungsverfahren bereits Gebühren berechnen.

Die Deutsche Bahn AG bietet seit 2009 in Kooperation mit der Commerzbank die BahnCard mit Kreditkartenfunktion. Die Karte stellt eine Mastercard dar und soll Vorteile für die Kunden wie zum Beispiel das Punktesammeln oder das Bezahlen an Fahrkartenautomaten und im Internet bieten.

Doch auch bei dieser eingesetzten Kreditkarte fallen künftig Kosten ab der von der Bahn genannten Rechnungsgröße an. Wer grundsätzlich Gebühren bei Kreditkartenzahlungen umgehen möchte, der muss auf andere Zahlungsmittel ausweichen.

Der Gesetzgeber schreibt grundsätzlich vor, dass wenigstens ein Zahlungsmittel unentgeltlich angeboten werden muss. Die Deutsche Bahn schlägt ihren Kunden beispielsweise die Bezahlung per Lastschriftverfahren oder Sofortüberweisung vor.