Anlage Allianz kündigt zwei Milliarden Dollar Anleihe

Der Münchner Allianz-Konzern hat bekannt gegeben, wonach er eine zwei Milliarden Dollar Schuldverschreibung bereits zum 15. Juni 2013 kündigen wolle. Unternehmen, die Schuldverschreibungen ausgeben, garantieren in der Regel einen bestimmten Zinssatz. Im Falle der Allianz-Anleihe lag dieser bei hohen 8,375 Prozent. Zwar gab die Allianz keinen offiziellen Grund für die Anleihen-Kündigung an, doch wird spekuliert, wonach die derzeit deutlich niedrigeren Zinsen der Grund für die Anleihen-Kündigung sein könnten.

Foto: Allianz Presse
Flaggen des Konzerns wehen im Wind im Olympiazentrum München anlässlich der Hauptversammlung 2013.

So gibt es zahlreiche Anleihen, beispielsweise Mittelstandsanleihen, welche in einem fünfjährigen Zeithorizont lediglich 5 bis 7,6 Prozent Zinsen versprechen und nicht, wie im Falle des Versicherungskonzerns Allianz, 8,375 Prozent. Wenn das Unternehmen nun die zwei Milliarden Dollar Anleihe kündigt, kann spekuliert werden, ob die Allianz möglicherweise zu niedrigeren Zinsen erneut eine Schuldverschreibung auflegt, um zinsgünstiger Schulden aufzunehmen. Schon im Oktober 2012 hatte der Versicherungs-Gigant einen Bond herausgegeben, eine Hybrid-Anleihe, welche einen Nominalzins von 5,625 Prozent zusagt. Insgesamt nahm die Allianz mit dieser Anleihe 1,5 Milliarden Euro ein.

Die Allianz hat bislang, im Gegensatz zu anderen Finanzunternehmen, die Weltwirtschaftskrise sehr gut bewältigen können und hat erst vor wenigen Tagen einen Gewinnanstieg angekündigt. So konnte der deutsche Weltkonzern im ersten Quartal 2013 den Gewinn auf 1,7 Milliarden Euro steigern. Das sind fast 25 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

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