Vorsorge Schweizer Helvetia Versicherungen schließen SEV Portefeuille-Übernahme ab

Die Schweizer Helvetia Versicherungen (Helvetia Gruppe) mit Hauptsitzen in Basel und St. Gallen haben die Portefeuille-Übernahme der SEV Versicherungen Genossenschaft aus Basel mit deren rund 15.000 Versicherten abgeschlossen. Insgesamt benötigte die Übernahme rund drei Monate. Mit der Einverleibung stärke Helvetia ihr sogenanntes Einzellebengeschäft und erhalte "Zugang zu einem neuen Kundensegment", gab der Versicherungskonzern bekannt.

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Blick auf die Altstadt von Zürich. Die Schweizer Versicherungslandschaft ist in der Hand von wenigen Unternehmen.

Die SEV Versicherungen Genossenschaft hat ihren Sitz in Basel. Sie wurde im Jahre 1926 von der heute unter dem Namen "Gewerkschaft des Verkehrspersonals (SEV)" bekannten Arbeitnehmervereinigung gegründet (damals: Schweizerischer Eisenbahnerverband). Die SEV bietet ihren 15.000 Mitgliedern Einzellebensversicherungen und verfügt nach eigenen Angaben über ein Prämienvolumen von 20,5 Millionen Schweizer Franken (CHF).

Mit der jetzigen Zustimmung der Aufsichtsorgane gilt die Transaktion als abgeschlossen. Damit verlieren die SEV Versicherungen nach bald 90 Jahren ihre Eigenständigkeit. Hierzu sagte Verwaltungsratspräsident Erwin Kläy: "Mit der Helvetia haben wir einen Partner gefunden, mit dem wir sowohl für unsere Versicherten als auch für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine ideale und tragfähige Lösung für die Zukunft präsentieren können."

Die Helvetia wiederum erklärte, sie wachse Dank der Übernahme nun auf ein Portfolio an Einzellebensversicherungen Schweiz bei den periodischen Prämien um gut 4 Prozent. Zudem wolle die Helvetia auch künftig eine "Strategie der gezielten Akquisitionen in den bestehenden Ländermärkten" fahren. Philipp Gmür, CEO der Helvetia Schweiz erklärte zudem: "Wir übernehmen ein gesundes Einzelleben-Portefeuille und gewinnen Zugang zu einem großen, gut organisierten Verband."

Gerade in der eher kleinen Schweiz gibt es für Versicherungskonzerne kaum mehr Gelegenheiten in dem als dicht besetzten Gebiet der Versicherungen weiter zu expandieren.

Jedenfalls bringe die jetzige Übernahme einen neuen Schub für die (in Deutschland massiv umstrittenen Lebensversicherungen - siehe Abzockskandal rund um das Abzockimpierum MLP (Finanzdienstleister der gegen dicke Provisionen besonders gerne Lebensversicherungen vermittelt) und die Heidelberger Leben, beziehungsweise Heidelberger Lebensversicherung AG.

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