Der Finanzdienstleister MLP und seine MLP-Berater reden gerne von Vermögensaufbau, von Aufschwung, von Anlage-Beratung, Finanzberatung, vom Value bilden, vom individuellen Vermögensmanagement. Doch je mehr man sich umhört, desto verwunderter ist man.
Denn: Gerade im Bereich der von MLP vermittelten Altersvorsorge-Versicherungen scheint nicht immer alles eitel Sonnenschein zu sein. Im Gegenteil. Die Kritik an MLP nimmt zu. netz-trends.de dokumentiert hier einen weiteren Fall.
So klagt ein Wirtschaftsingenieur den Finanzdienstleister aus der Nähe von Heidelberg an: „MLP hat mich betrogen, bestohlen und abgezockt. Die haben mich mit der Heidelberger Leben um einen wichtigen Baustein der Altersvorsorge gebracht.“
Von immer mehr Leuten hört netz-trends.de: MLP-Abzocke, MLP-Reinfall, „MLP hat mich dreist belogen“ oder gar „MLP hat mich betrogen“. Der Wirtschaftsingenieur und Abgänger der Technischen Universität Karlsruhe erzählt netz-trends.de: Von 103.000 Euro, die er seit 1997, beziehungsweise seit 2000 – also in über zwölf Jahren in von MLP vermittelte Altersvorsorge-Versicherungen bei der Heidelberger Lebensversicherung AG einbezahlt hatte, sind mit Stand August 2012 noch 84.000 Euro übrig.
Rund vier Prozent vom Gesamt-Beitrag (rund 107.000 Euro) der Fondsgebundenen Lebensversicherungen gingen in eine verbundene Risikolebensversicherung (ca. 4.000 Euro). Das heißt: Rund 96 Prozent (oder rund 103.000) waren also für die Altersvorsorge-Absicherung einbezahlt worden. Doch, berichtet das Abzock-Opfer netz-trends.de, rund 30 Prozent hätte sich die Versicherung Heidelberger Leben in die Tasche gesteckt (und ein Großteil als Provision an MLP ausbezahlt). Die restlichen Euro wurden hundsmiserabel in den von MLP vermittelten Fonds bei der Heidelberger Lebensversicherung AG (ehemals MLP Lebensversicherung) angelegt.
Das Vertrauen das der Wirtschaftsingenieur ursprünglich zu MLP und der ihm von MLP vermittelten Heidelberger Lebensversicherung AG in diversen Beratungsgesprächen mit den MLP-Beratern aufgebaut hatte, wurde dem Wirtschaftsingenieur nun fast 15 Jahre nach von MLP vermittelter Finanzanlage zum finanziellen Verhängnis. Dass er letztlich überhaupt zu MLP kam, lag daran, dass ihm an seiner Universität mehrere Kommilitonen erzählten, MLP arbeite nur mit Akademikern „zusammen“, auch da MLP traditionell die große Nähe zu Hochschulen sucht und diese das in vielen Fällen auch zu fördern scheinen. MLP ist eben dort gerne, wo die naiven Studenten sind, die denken, sie wüssten schon alles in der Welt.
Akademiker gelten bei MLP-Finanzberatern, berichtet ein MLP-Mitarbeiter, „als besonders blöde Opfer“. Denn ausgerechnet Akademiker überschätzen sich häufig in Finanzfragen, glauben, man würde sie schon nicht übers Ohr hauen. Außerdem fühlen sich viele Akademiker, besonders Jung-Absolventen, geschmeichelt, wenn ihnen ein Finanzberater – wie es MLP-Berater gerne tun – erzählt, er oder sie würde nur Akademiker beraten. Dabei ist auch das durchschaubar: Akademiker verdienen im Schnitt mehr als andere, deshalb lassen sie sich besonders gut mit dubiosen Altersvorsorge-Versicherungen und dubiosen Altersvorsorge-Verträgen von Finanzberatern abziehen.
Neben der fast jedem MLP-Kunden bekannten umstrittenen Versicherung „Heidelberger Lebensversicherung AG“ gibt es noch die „Heidelberger Leben – Clerical Medical Management GmbH“. Das deutet daraufhin, wie eng MLP mit dem jetzt vor deutschen Gerichten verurteilten Britischen Lebensversicherer Clerical Medical (u.a. Wealthmaster Basisrente, also Rürup Rente) zusammenarbeitet. Auch hier ging es um das Abziehen von Kunden, was netz-trends.de darin bestärkt, dass zwei Dinge bei MLP zur Geschäftsstrategie gehören:
Die sehr enge – einige meinen zu enge – dubiose Zusammenarbeit zwischen dem Versicherungs-Vermittler MLP mit Lebensversicherern wie der Heidelberger Lebensversicherung AG oder jetzt seit einigen Jahren auch mit der Clerical Medical aus Großbritannien. Auch wenn nach außen hin getan wird, als seien das von MLP gänzlich unabhängige Gesellschaften mehren sich hier doch die Zweifel, „da das Abziehen von Kunden bei beiden Versicherungen immer wieder zu hören ist und MLP dabei mit sehr üppigen Provisionen aus den langjährigen Versicherungsverträgen der lachende Dritte ist“, berichtet ein Anlageberater.
Wie üppig, daraus kann man auch bei Betrachtung der eingeblendeten Tabelle (oben) Schlüsse ziehen. Grund für netz-trends.de hier näher hinzuschauen. Denn private Altersvorsorge ist heute existentiell und es darf nicht sein, dass hier auf dem Rücken von Verbrauchern sich Abzocksysteme breit machen.
Quellenangabe zur Tabelle oben:
+Zunehmende Schar von MLP-Kritikern
Die Heidelberger Lebensversicherung AG wurde laut Handelsregister am 07.11.1991 eingetragen und verfüge demnach über ein Kapital in Höhe von 69 Mio. Euro (HRB 334289). Diese Details hatte Jens Z. zum Abschluss seines finanziellen Desasters recherchiert. Hätte er nur einmal früher sich kundig gemacht rund um die zunehmende Schar an MLP-Kritikern.
Dabei ist zu sagen: Jens Z. ist als Wirtschaftsingenieur alles andere als oberflächlich. Er ist akribisch, rechnet kritisch gegen und lässt sich nicht so ohne weiteres eine drei zu einer vier rechnen. Doch selbst ein kritischer mathematisch begabter IT-Fachmann wie Jens Z. kommt nun nach langen rund 15 MLP-Jahren zu dem Urteil: „MLP hat mich getürkt, ausgenommen und hereingelegt.“
Angefangen hatte alles im Jahr 1997. Jens Z. war frischer Uni-Absolvent an der Technischen Hochschule in Karlsruhe. Er war voll von Tatendrang und gutem Mut. Er wollte sein Leben anpacken. Alles richtig machen – von der Jobsuche bis hin zur Altersvorsorge. Er machte es vorbildlich, er wollte es vorbildlich machen. Und er glaubte an das Gute. Also glaubte er auch dem Geschwätz des MLP-Beraters. Davon, wie er, wenn er früh anfangen würde, Vermögen fürs Alter aufbauen könne. Davon, dass, wer tapfer spart, später keine Armut erleiden müsse.
Davon, dass man heute nicht mehr in die klassischer Risikolebensversicherung einspare – also bei Allianz & Co. – sondern alles modern mache. Mit besseren Renditen. „8 Prozent Rendite ist absolut realistisch“, hatte ihm sein MLP-Berater gesagt. Eben jene Worte, die in der zweiten Hälfte der 90er Jahre bis zum Beginn der Weltwirtschaftskrise im Jahr 2008 von MLP bis hin zu Konkurrenzunternehmen wie TECIS alle möglichen „Finanzberater“ täglich quatschten.
„Heute spart man in fondsgebundene Lebensversicherungen“, hatte ihm der MLP Tu-Viel-Schwatz erzählt. Deutschland sei noch rückständig, hatte er weiter schwadroniert. In Großbritannien oder den USA sei man viel effektiver im Vermögensaufbau. Da wisse man, dass das Glück in den Aktienmärkten liege für die Altersvorsorge. Auf keinen Fall aber solle Jens Z. seine Altersvorsorge in altmodischen Rentenpapieren und erst Recht nicht auf dem Sparbuch oder in Festgeldkonten ansparen. Zwei Prozent Zinsen erwirtschafte man da – höchstens.
Auch das gehört zum Standardgewäsch bei vielen Finanzberatern: Die Garantie einer Ablaufsumme sei der Fehler in jeder Altersvorsorge, hatte auch der MLP-Berater dem jungen Universitäts-Abgänger Jens Z. erzählt.
Dieser hatte begierig den Worten des scheinbaren Finanzfachmanns von MLP zugehört. Modern, Amerika, Fonds, Aktien – das beeindruckte. Altmodisch, rückständig sei Deutschland in vielem – auch das hörte sich gut an. Es stimmte ja irgendwo. Helmut Kohl (CDU) war 1997 noch Bundeskanzler – im mittlerweile 16. Dienstjahr. Norbert Blüm, ebenfalls CDU), faselte davon, wonach „eines sicher“ sei, nämlich „die Renten“. Doch auch damals schwante den jungen mathematisch begabten Uni-Abgängern wie Jens Z., dass damit etwas nicht stimmen konnte.
+Voller Tatendrang wollte er Altersvorsorge betreiben – und fühlt sich nun von MLP und Heidelberger Leben reingelegt
Also hatte er sich voller Tatendrang die Worte von MLP zu Herzen genommen und angefangen zu sparen. Fürs Alter. Folgende Altersvorsorge-Versicherungen hatte Jens Z. (Name geändert) über MLP abgeschlossen: Am 01.12.1997 die „topinvest Fondsgebundene Lebensversicherung“ der Heidelberger Leben (das Unternehmen scheint in irgendeiner Weise besonders mit MLP verbunden zu sein).
Außerdem schloss der junge Wirtschaftsingenieur dann noch zwei weitere ähnliche Verträge ab – jeweils zum 1.1.2000. Der MLP-Anlageberater hatte ihm eingeredet, je mehr Verträge er hätte, desto besser wäre das Finanzrisiko für die Altersvorsorge gestreut. Was der MLP-Berater unterschlug zu sagen war, dass besonders einer beim Abschluss mehrere langjähriger Altersvorsorge-Verträge über einen Finanzvermittler (also MLP) guten Vermögensaufbau macht: MLP und der MLP-Berater selber.
Denn für Jens Z. wurden alle drei von MLP vermittelten für die Altersvorsorge gedachte Versicherungen zum maximale finanziellen Desaster. Hätte er seine 103.000 Euro statt der Heidelberger Lebensversicherung anzuvertrauen auf ein Sparbuch mit 2 Prozent Zinsen angelegt, würde er heute wesentliche besser dastehen (Tabelle). Dann hätte er nämlich jetzt nicht nur 84.000 Euro für das Alter, sondern bereits 116.000 Euro – rund 30.000 Euro mehr.
In netz-trends.de schildert er noch einmal, wie es zu dem Anlagedesaster kommen konnte und warum er sich nun schweren Herzens Ende September 2012 zur Kündigung aller drei Fondsgebundenen Lebensversicherungen bei MLP entschieden hat, obwohl sich der finanzielle Supergau dadurch noch verschärfte, langfristig aber absolut Sinn macht.
„Ich habe meine MLP-Altersvorsorge-Verträge nun gekündigt, weil die laufenden Kosten ab jetzt bis zu meiner Rente in 25 Jahren immer noch deutlich höher sind als wenn ich in ein modernes Produkt am Markt wechsle, auch wenn der Wechsel erst einmal erneute Abschlusskosten mit sich bringt.
Auf die Jahre gerechnet lohnt sich das trotzdem erheblich weil die MLP-Produkte die man mir verkauft hatte, einfach sehr sehr ineffizient sind. Außerdem ist die Fondsauswahl sehr schlecht. Die Fonds, in die ich auf Anraten von MLP investierte, schneiden sehr schwach ab und haben seit Jahren auch unterdurchschnittliche Ratings.
‚Finger weg von MLP‘
Außerdem setzte die Heidelberger Leben (HLE) in meinem Fall fast nur auf Fonds von Sal Oppenheim als einziger Anbieter. Das bedeutet nach meiner Meinung: Kein Wettbewerb und kein Anreiz auf gute Performance. Vermutlich verdienen beide Seiten prächtig und geben nur das wenigste an die Anleger weiter.
Für mich wurde zur finanziellen Katastrophe dass ich kaum Einfluss bei den Fonds hatte. Das letzte Argument ist, dass die Lebensversicherung eigentlich altmodisch ist. Im Alter will man doch eine monatliche Rente und nicht einmal zu Rentenbeginn einen hohen Betrag und das war’s.
Wie soll ich mir das denn dann einteilen? Eine Rente macht viel mehr Sinn. MLP hat mir zwar immer gesagt, man könne den Einmalbetrag dann auch in eine Rente umwandeln. Verschwiegen wurde aber, dass das ein Neuabschluss ist, wieder mit Abschlusskosten/Verwaltungskosten etc.
Deshalb mache ich lieber jetzt ganz Schluss mit MLP-Versicherungen, mit dieser MLP-Abzocke. Außerdem arbeitet die Zeit gegen einen, da Rentenfaktoren jedes Jahr angepasst werden und sich verschlechtern. Wenn man jedoch schon einen Vertrag hat, so ist dort wenigstens ein Mindest-Rentenfaktor festgeschrieben, der auf heutiger Basis errechnet wurde. Das heißt: Nach dem MLP-Desaster kann es für mich eigentlich nur noch besser werden.
MLP hat mich in eine persönliche Krise gebracht. In all den Jahren habe ich kein einziges Mal einen Hinweis auf die extrem schlechte Gesamtsituation meiner Altersvorsorge erhalten. MLP stellte mir auch nie zusammengefasste Übersichten zur Verfügung, wie viel in all den Jahren einbezahlt wurde und was konkret angelegt worden war. Erst im Jahr 2012 konnte ich MLP und die Heidelberger Leben nach mehrmaliger Nachfrage dazu bewegen mir zumindest detalliertere Unterlagen zur Verfügung zu stellen.
Aber letztlich musste ich in einem ganzen Wochenende mich selbst in das Altersvorsorge-Desaster das mir MLP angetan hat, einarbeiten. Erst nach rund zwei Tagen Arbeit wurde mir klar, dass MLP mir in 15 Jahren Altersvorsorge nur geschadet hat, nicht aber geholfen hat. Ich rate deshalb jedem: Finger wegen bei Altersvorsorge von MLP.“
Die Heidelberger Lebensversicherungs AG erwirtschaftete nach dem Geschäftsbericht alleine im Jahr 2011 insgesamt 32,8 Mio. Euro Jahres-Überschuss. MLP ermittelte ebenfalls im Jahr 2011 ein Operatives EBIT (vor einmaligen Sonderbelastungen) von rund 52 Mio. Euro. Insgesamt betreute MLP nach eigenen Angaben ein Vermögen von rund 20 Mrd. Euro.
Kommentar:
Das betreute Vermögen von MLP soll bei circa 20 Mrd. Euro liegen. Der steuerliche Vorteil bei Ablauf einer Rentenversicherung oder Fondsgebundenen Lebensversicherung bringt aber zu oft – so auch im hier geschilderten Fall – gar nichts. Schuld daran ist, dass Versicherer wie die Heidelberger Lebensversicherung (Heidelberger Leben) oder Versicherungs-Vermittler, wie der angebliche „Finanzdienstleister“ MLP, sparenden Verbrauchern grenzenlos und schamlos in die Tasche greifen. Sie zocken damit Verbraucher – wie im geschilderten Fall – ab und bringen sie in wesentlichen Teilen um ihre mühsam ersparte private Altersvorsorge.
Es ist eine Wegelagerei unverschämten Ausmaßes. Die große Nähe die MLP dabei zu einigen Lebensversicherern wie der Heidelberger Leben oder Clerical Medical zu pflegen scheint, scheint nicht immer im Sinne des Sparers und Verbrauchers zu sein. Es ist ein Unding, wenn die Versicherungen in zwölf bis 15 Jahren angebliche Kosten (was aber letztlich für die Unternehmen primär ein Gewinn darstellen dürfte) von über 30 Prozent bei Altersvorsorge-Sparenden abziehen und MLP durch dicke Provisionen provitiert.
Damit beklauen und „betrügen sie“ (O-Ton MLP-Opfer) den Verbraucher. Mit einem solchen Verhalten hintertreiben Versicherungen wie die Heidelberger Lebensversicherung, aber auch MLP, das vom Staat gewollte Prinzip des privaten Vermögensaufbau im Alter in einem fast schon kriminellen Ausmaß. Der Staat muss dringend nachbessern. Insbesondere gehört die angebliche „Kosten“entnahme – die letztlich ein versteckter Gewinn für den Versicherer sowie den Makler ist (bzw. MLP) – endlich wie in der Schweiz gedeckelt. In der Schweiz dürfen maximal 5 Prozent vom in der Gesamtlaufzeit angesparten und einbezahlten Vermögen von der Altersvorsorge als „Kosten“ entnommen werden (mehr unter folgendem Artikel: Abzocke bei MLP und Versicherer Heidelberger Leben). Auch sind weitere „Gebühren“ nicht erlaubt.
Ein steuerlicher Vorteil am Ende der Laufzeit darf nicht ad absurdum geführt werden, in dem er letztlich dazu dient, dass die Versicherungen staatlich gedeckelt noch schamloser zulangen. Nach dem Motto: Der Betrag den wir dem Versicherungsnehmer stehlen, kommt ja später möglicherweise wieder durch Steuervergünstigungen beim ihm, also dem Verbraucher, rein.
Weitere Hintergründe zur Bilanz Heidelberger Leben sowie zu MLP
finanzberichte.heureka.de/mlp/index.php?id=102
Für weitergehende Infos über den Ausstieg aus dem „legalen Betrug“ (Gerichtsurteil Hans-Dieter Meyer ex-Allianz Vertreter) siehe z.B.
http://www.bundderversicherten.de/lebensversicherung
Übrigens: Rentenpapiere, sogn. festverzinsliche „Wert“papiere sind SCHULDEN…der Staaten die sich immer mehr verschulden (keine gute Idee, es sei denn, man ist Milliardär und verfügt entsprechend über die sogn. „Rettungsgelder“, also ich meine man ist Groß-Lobbyist und weiß die Bankenrettungsgelder in seinem Sinne zu lenken. Ich empfehle jedem nur in Sachwerte zu investieren, z.B. Wälder, erneuerbare Energieanlagen, Aktien oder Rohstoffe vielleicht noch Genußrechte (hochverzinste Schulden) von soliden Unternehmen oder Unternehmen mit eine guten Zukunfsaussicht.
Den Augenwischereien eines Strukturvertriebes oder eines Bankberaters zu vertrauen ist im Allgemeinen keine gute Idee und unverständlich.
Zugegeben, zum damaligen Zeitpunkt war es noch schwieriger die intransparenten Produkte zu durchblicken. Aber auch heute noch denken Menschen tatsächlich, dass Finanzberatung kostenlos ist.
Provisionen und alle anderen Kosten werden zu 100% vom Kunden bezahlt. Das ist keine spezielle MLP Abzocke, sondern Volksverarschung seit Jahrzehnten.
Tippen Sie doch einfach mal bei YouTube „Altersvorsorge“ und „Provision“ ein und es wird schnell deutlich, wo der Hase im Pfeffer liegt.
Erstaunlicherweise gibt es immer wieder Leute, die sich bei negativen Kapitalentwicklungen aufregen. Ich habe in der gleichen Zeit MLP-Lebensversicherungen abgeschlossen und einzelne Investmentfonds ausgewählt, und siehe da,tatsächlich sind in meinen Verträgen neben den eingezahlten Beiträgen auch noch Kursgewinne entstanden. Allerdingshabe ich auch jedes Jahr mit meinem Berater ein Gespräch zu den Anlageentscheidungen und habe mehrfach die Zielfonds gewechselt. Ich werde mittlerweile nicht mehr durch MLP betreut und bin dennoch mit den abgeschlossenen Produkten zufrieden. Ich denke, dass sich die Heidelberger Lebensversicherung ebenso an die gesetzlichen Vorschriften hält wie alle anderen Versicherer.
Sie waren schon auf der richtigen Spur. Wie hiess denn die Heidelberger Leben bei Gründung?
Ach ja, Überraschung, MLP Lebensversicherung.
Als es dann den Bach runterging, wurde sie schnell an die HBOS verscherbelt, die aber mit Clerical Medical noch so eine Perle am Bein hat
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe den Artikel über die MLP und die Heidelberger Lebensversicherung gelesen.
Ich wurde zwei Jahre vor Abschluss meines Zweitstudiums von MLP angesprochen und habe damals Versicherungsverträge bei MLP abgeschlossen und konnte bereits nach einem Jahr die Versicherungsraten nicht mehr zahlen und konnte nur mit Mühe und nur mit Unterstützung des Finanzberaters meines Vaters die Verträge ruhen lasse und einen Teil der Versicherungen zu kündigen. Da ich kurz davor war, einen lukrativen Job im Ausland anzunehmen, hatte mein damaliger MLP-Berater Druck gemacht, damit ich die Beiträge weiterhin zahle. Als ich mich weigerte, kamen Beleidigungen seitens des MLP-Beraters.
Ich kann nur von MLP-Produkte abraten. Viele der MLP-Berater verfügten über keinerlei Fachwissen. Obwohl ich Übersetzerin war und keinerlei Erfahrung in der Branche hatte oder über Fachwissen verfüge, wurde mir sogar angeboten, als MLP-Beraterin tätig zu werden, da “Jeder, der Akademiker ist und ehrgeizig MLP-Berater werden könnte.”.
MfG
Ich bin ebenfalls auf die MLP-Abzocke hereingefallen und stehend stetig fragend vor den ständigen Beitragserhöhungen! Das Ganze ist eine absolute Abzocke und unseriös noch dazu. Die MLP-Berater können einem keine vernünftigen Antworten auf die eigentlich gestellten Fragen geben, sondern reden um den heißen Brei herum und versuchen weitere Abschlüsse mit einem zu tätigen. Die Heidelberger Leben ist für Kunden nie erreichbar und Kunden anfragen werden nicht beantwortet. Wenn es hingegen um Geld, das sie erhalten sollen, geht, sind sie ganz schnell am Telefon.
Ich kann von dem Ganzen nur dringend abraten!!!
Ich finde man macht es sich hier sehr einfach,
alle Berater, egal wo sie tätig sind, pauschal abzuurteilen. Nicht jeder Berater ist geldgetrieben und fachlich unbedarft.
Finanzprodukte sollten immer zusammen mit einem Kunden besprochen werden. Wenn keine Provision fließt, müsste der Kunde nach Zeit bezahlen. Kein Mensch bezahlt für Prognosen und Tipps, wo er nicht weiß, bringen sie mir was oder nicht.
Umgekehrt hat doch jeder die Möglichkeit nach Vorlage eines Angebots sich noch durch andere Quellen schlau zu machen bevor er den Abschluss tätigt. Die sogenannten „Opfer“ machen es sich immer sehr einfach, in dem Sie schimpfen. Leider sind die meisten dieser Leute nicht in der Lage offen und ehrlich Bedenken und Fragen geschweigedenn Kritik zu äußern sondern suchen sich die Anonymität des Internets, um dort auf teilweise über Dinge zu diskutieren, die sie nicht verstanden haben.So ist eine Beitragsdynamik automatisch schlecht, obwohl Sie abgelehnt werden kann und dem Inflationsausgleich dient.
Es wird immer von MLP gesprochen, als eine Firma die abzockt. So einfach ist es aber nicht, weil es doch die Entscheidung des jeweiligen Beraters ist, wie er berät und was er berät.
Das die Empfehlung an dieser Stelle einen Verlust bedeutet, heißt noch lange nicht das der Berater einen Fehler bei dem Empfehlung gemacht hat.
Allerdings scheint in der weiteren Betreuung etwas schief gelaufen zu sein, dass kann aber auch am Kunden liegen.
Letztendlich bin ich der Meinung, der ganze Artikel ist sehr eindimensional und teilweise auch nicht unabhängig, wie der Autor vorgibt zu sein. Anders kann ich mir nicht erklären, warum jemand emotionale Begriffe wie unverschämt usw. in den Artikel mit aufnimmt.
Generell empfehle ich jedem sich ein eigenes Bild von einem Berater zu machen und nicht auf subjektive Artikel im Internet zu hören.
Hallo erstmal alle zusammen!
In den meisten Fällen wird für den BUZ eine 5 Jährige Befreiung der Rente angeboten.
Das scheint mir nicht erwähnt zu sein.
Wie verdammt kommt der Autor auf die Summe in 15 Jahren von 103.000 €?
Dies entspricht einer durchschnittlichen Monatszahlung von 572€ (Nur zum Vergleich ich bin 7 Jahre dabei und liege bei 226,64 € monatlich und ich kann jederzeit der Dynamik widersprechen)!
Interessant wäre gewesen wie hoch war die Anfangszahlung und wie hoch die derzeitige Zahlung? Wie hoch die die Beitragsdynamik pro Jahr? Wurde dieser wiedersprochen?
Das hier was nicht stimmt, kann nur jeder beipflichten der eine solche Versicherung abgeschlossen hat. Wo ist die Gegenrechnung aus den jährlichen Steuerbescheiden? Ja das Versicherungsmodell ist Rürup Zertifiziert und absetzbar. In den vorangegangenen Jahren ohne elektronische Übermittelung gab es mit den Finanzämtern immer wieder Ärger ein Einspruch folgte dem nächsten aber ich habe immer die volle Summe veranschlagen können.
Ich kann nur jeden empfehlen zwischen den Zeilen zu lesen. 15 Jahre laufen lassen und dann ist das Gejammer groß! Sorry tut mir leid aber ums mal ganz hart zu schreiben welcher Vollpfosten zahlt jedes Jahr soviel Geld ein und rechnet nicht nach.
Wo sind die Quellenangaben aus anderen Berichten welche Positiv und negativ sind?
Ich weiss das mein Berater immer graue Haare bekommt wenn er meine Telefonnummer sieht bzw Emails mit einer eigenen Recherche erhält und einer Beispielrechnung. Aber dann gibt es halt ein Treffen oder eine Rückmail mit einen klärenden Telefonat wo alle Themen besprochen und erläutert werden.
Kurzes Fazit:
Unterirdischer Bericht mit nullkommanix Objektivtät. Der Inhalt ist sehr zweifelhaft und grenzt schon an Verleumdung.
Hier wird das ein Unternehmen durch den Dreck gezogen wo definitiv sehr seriöse Berater tätig sind.
Schwarze Schaafe gibt es überall das wird auch immer so sein.
Ich gehöre auch zu den MLP-Geschädigten.
Die MLP Masche, junge unerfahrene und potentiell später gut verdienende Akademiker an der Uni abzugreifen und für die Idee der ganzheitlichen finanziellen Betreuung zu begeistern, hat bei mir ebenso gut funktioniert, wie bei anderen Opfern.
Aus heutiger Sicht kann ich kaum glauben, wie blöd und naiv ich war. Als ich in den frühen 90ern die ersten Verträge mit MLP geschlossen habe
war es noch nicht möglich im Internet schnell mal Anbieter zu vergleichen. Wenn man erst mal ein paar Jahre in einen Vertrag eingezahlt hat, scheut man sich aus Angst vor finanziellen Verlusten auszusteigen. Zumal ja die Abschlusskosten in den ersten Jahren abgezogen werden und der Vertrag ja erst dann so richtig Performance bringt.
Als mir klar wurde, dass ich jahrelang „provisionsoptimiert“ beraten wurde, habe ich fast alle meine Verträge bei MLP gekündigt und meinen Berater zum Teufel gejagt.
Ich bin Honorarberaterin und helfe seit Jahren MLP Geschädigten. Hier geht es um Schadensbegrenzung und um ein Loskommen von dem engen Korsett der langfristigen Verträge mit wahnsinnig hohen Kosten.
Beratung statt Produktverkauf! Mehr unter: honorarberatungskontor.de
Hallo,
wir sind auch bei MLP falsch beraten worden. Wir haben uns an die Verbraucherzentrale gewendet. Der Berater von der Verbraucherzentrale hilft erst mal den Schaden zu erkennen und erklärt wie man am besten aus den Verträgen raus kommt.
Wir haben uns auch direkt bei MLP beschwert und wir raten allen Opfern eine ausführliche Beschwerde beim MLP Vorstand einzureichen. Für die Verträge, die ab 2007 abgeschlossen wurden, kann man danach die Beschwerde an den Ombudsmann für Versicherungen weiterleiten.
Bei Versicherungen von Heidelberger Leben immer hartnäckig bleiben. Der Kundenservice antwortet die Anfragen generell nicht. Man muss sich direkt an Vorstand wenden. Wenn das auch nichts bringt, die Beschwerde beim Ombudsmann für Versicherungen abgeben.
Das wichtigste ist aber bloß keine Verträge über MLP abzuschießen!
Eine kleine Korrektur zu meinem Kommentar.
Im letzten Satzt ist ein Grammatikfehler, korrekt wäre:
Das wichtigste ist aber bloß keine Verträge über MLP abzuschießen!
Danke im Voraus für die Korrektur.
der Satz(t) ist (jetzt) in beiden Kommentaren identisch, oder?
Und soll man die Verträge wirklich nicht *abschießen*?
Ich möchte nach den vorangegangenen Texten auch noch etwas dazu beisteuern.
Ich bin seit vielen Jahren Finanzberaterin der Vebraucherzentrale und Honorarberaterin für Finanzen. In den vielen Jahren sind so viele Verbraucher in die Beratung gekommen mit der Problematik, dass das Geld, was in die hochgelobten fondsgebundenen Versicherungen eingezahlt wurde, auch nach vielen Jahren keinen Mehrwert brachte oder sogar weniger wert ist.
Mir liegen immer wieder die gleichen Produkte vor: fondsgebundene Kapitallebensversicherung oder Rentenversicherung oder eine fondsgebundene Riesterrente und eventuell eine fondsgebundene Rürup-Rente mit BU-Schutz.
Der Verbraucher begibt sich in eine totale Abhängigkeit. Er ist unflexibel und steckt seine Altersvorsorge in Langzeitverträge mit hohen Dynamisierungen, die der Verbraucher nach Jahren nicht mehr zahlen will/kann.
" Mehr Chancen, mehr Vermögen im Alter, mehr Flexibilität und mehr Komfort: All das soll eine fondsgebundene Rentenversicherung bieten. In der Praxis ist es ein geniales Produkt: Genial allerdings nur für die Gesellschaft, die durch eine einzigartige Konstruktion Kosten produzieren und Provisionen einstreichen. Der Kunde zahlt viel, oft bis zu 40 Prozent und er trägt obendrein das Risiko. Im Extremfall das Risiko des Totalverlustes. Oft bleiben also nur 60 bis 80 Prozent der Beiträge für die Anlage übrig. In Extremfällen sogar weniger als 50 Prozent.
Eine fondsgebundene Versicherung taugt eigentlich für Niemanden !!!
In meiner Praxis kommen die Verbraucher mit hohen Verlusten, wo es nur noch darum geht, Schadensbegrenzung zu betreiben. Hier muss geschaut werde, wie man am besten sein Geld sichert.
Für die Altersvorsorge ist eine Rentenversicherung keine Wahl, auch nicht für Riester. Es gibt Möglichkeiten, ohne und mit geringen Kosten, eine gute Altersvorsorge, je nach Risikoneigung zu betreiben. Nur eben nicht mit Versicherungen. Besonders bei der Riester Rente stellen wir immer wieder mit Schrecken fest, wie hoch die jährlichen Kosten sind. Bei den fondsgebundenen Riester Rentenversicherungen zahlt der Verbraucher oft bis zu 750 Euro jährlich an Kosten!!!
Man erhält vom Staat eine Grundzulage von 154 Euro. Somit ist diese Zulage natürlich aufgefressen und der Kunde hat nicht von den Zulagen profitieren können. Auch bei Riester gibt es zwei Produkte, bei denen die Kosten sehr gering sind. Mir geht es in der Beratung immer um den Mehrwert für den Verbraucher. Er soll in ein Produkt einzahlen, wenn möglich ohne Kosten, damit das eingezahlte Geld in voller Höhe arbeiten kann.
Komisch, dass eine fondsgebundene Versicherung nach 10 Jahren kaum einen Ertrag gebracht hat, wo doch ein sehr guter Aktien-oder Indexfonds ohne Ausgabeaufschlag bis zu 100 Prozent an der Börse in der gleichen Laufzeit erwirtschaftet hat. Die Kosten killen die Rendite. Auch die angebotenen Garantien in solch einer fondsgebundenen Versicherung sind oft ohne Sinn und Verstand.
Bei den fondsgebundenen Versicherungen ist der Kostenproduktion praktische keine Grenze gesetzt. Es ist also ganz wichtig, sich mit seinen bestehenden Produkten zu beschäftigen und sich wirklich unabhängig Rat zu holen. Das geht nur, wenn der Berater keine Produkte verkauft, sondern gegen eine Honoarar berät.
Beratung statt Produktverkauf!
http://www.honorarberatungskontor.de, info@honorarberatungskontor.de