Menü
Netz-Trends.de
Das Magazin für Visionäre
PR-Maschine Google für MLP. Alles MLP-Domains oder was? netztrends
22.09.2012

Es ist in Deutschland keine Firma bekannt, die die Internetsuchmaschine Google so gut verascht, wie der Finanzdienstleiser MLP aus der Nähe von Heidelberg. Viele kennen auch die Firma "Heidelberger Leben", die in irgendeinem Zusammenhang zur MLP AG steht. Bekannt ist MLP zudem durch die Zusammenarbeit mit dem vor deutschen Gerichten verurteilten Britischen Lebensversicherer Clerical Medical (u.a. Wealthmaster Basisrente).

Obwohl die Firma MLP bei Anlegern, die sich auch an netz-trens.de wendeten, wegen "dubioser Anlageempfehlungen besonders in der Altersvorsorge-Beratung in Verruf steht" (O-Ton eines Anlegers gegenüber netz-trend.de), findet man bei Google kaum kritische Artikel – zumindest nicht ohne größeren Rechercheaufwand. Das ist seltsam. Denn Kritik gibt es mehr als genug am Finanzdienstleister und Versicherungs-Vermittler MLP AG.

Deshalb könnte man mittlerweile auch zu der Überzeugung gelangen, dass MLP sehr viel Energie darauf zu verwenden scheint, um die ersten 50 Seiten in Google fast ausschließlich mit eigenen Domains dominieren zu können.

Kritische Artikel über MLP werden so ins Abseits gedrängt. Und sollte doch einmal in Google News oder im normalen Google Search Index ein kritischer Artikel über MLP erscheinen, so tauchen plötzlich dubiose Artikel auf Portalen auf (wie dem teils an ein PR-Portal erinnernden "Metropolregion Rheinnneckar News"), die sich mit einem Basketball-Spiel in irgendwelchen Städten beschäftigen, in denen irgendwo das Keyword MLP vorkommt. Dabei bleibt der Eindruck von gezielt im Internet lancierten positiven Allerwelts-Geschichten rund um das Keyword MLP. Auch das verleiht den Eindruck, dass es bei MLP primär darum gehen könnte, wann immer möglich in Google News oder im natürlichen Google Search Index kritische Berichte zu verdrängen.

Schauen wir uns einmal den Google Search Index an - alles MLP oder was?

Schauen wir uns einmal den natürlichen Google Search Index an und klopfen ihn auf das Keyword MLP oder MLP AG ab: Man gelangt unweigerlich als Beobachter zu der Überzeugung, als ob auf den ersten rund 50 Google Search Seiten fast ausschließlich MLP-Domains auftauchen würden. Das fängt an bei mlp.de, geht weiter zu mlp-berater.de, mlp-gesundheitsreport.de, mlp-aachen1.de, mlp-koblenz1.de, mlp-surfintour.de, mlpwbc.de, mlp-braunschweig5.de, mlp-duesseldorf6.de, mlp-berlin19.de, mlp-hamburg18.de usw. usw. Es dürften nach Schätzungen weit über 500 Domains registriert sein, die direkt den Namen MLP beinhalten und im Google Search Index auf den ersten rund 50 Seiten aufzutauchen scheinen.

Dabei hat man den Eindruck: Es geht hier nicht mehr darum, dass MLP so unglaublich lokal arbeitet und der Verbraucher entsprechend lokal informiert werden muss, sondern wohl primär darum, dass MLP wahrscheinlich durch die Vielzahl an betriebenen Webseiten alle kritischen Beiträge aus Blogs und journalistischen Portalen möglichst verdrängen möchte.

Dabei gibt es im Internet durchaus nicht wenige Anleger, die sich vom Versicherungs-Vermittler und Finanzdienstleister MLP besonders in der längerfristigen Finanzanlage, genannt wird die Altersvorsorge, nicht immer gut beraten fühlen, sondern teils auch hinters Licht geführt sehen, manche sprechen sogar von "Betrug".

So berichtet beispielsweise ein MLP-Kunde netz-trends.de:

"Vor circa zwölf Jahren schloss ich über MLP eine Fondsgebundene Lebensversicherung ab und zwar bei der der Heidelberger Leben. Ich glaube das Unternehmen gehört oder gehörte irgendwie zu MLP, jedenfalls gibt es sehr enge geschäftliche Beziehungen. Ich hatte dort seit circa 1997 in diversen Verträgen circa 130.000 Euro einbezahlt - im guten Glauben dass die mir einstmals versprochenen circa acht Prozent Rendite auch eingehalten würden.

Doch als ich 2011 erstmals die Performance der vergangenen zwölf bis 14 Jahre mir näher anschaute, traf mich schier der Schlag. Grund: Von den circa 130.000 Euro, die ich an Versicherungen überwiesen hatte, die mir MLP vermittelt hatte, waren im Jahr 2011 real nur noch circa 80.000 Euro bis 90.000 Euro im Anlagetopf. Der Rest scheint als Kosten von der Heidelberger Leben abgezogen worden zu sein oder so schlecht angelegt worden zu sein, dass es mir keine ordentliche Verzinsung einbrachte. Wie viel konkret MLP kassierte, weiß ich nicht, doch dürften das auch viele Tausend Euro sein. Zudem weiß ich auch nicht, wie viel von dem Geld über die Heidelberger Leben an MLP möglicherweise abgeführt wurde.

Ich fühle mich von MLP deshalb betrogen. Schlimm ist, dass mich MLP in all den Anlagejahren auch nie richtig umfassend über die Anlageperformance des von mir im Laufe der Zeit einbezahlten Kapitals informierte. Für mich steckt da ein System dahinter: MLP und auch von MLP vermittelte Versicherungen, wie die Heidelberger Leben oder die Clerical Medical, lassen die Verbraucher nach meiner Meinung bewusst im Unklaren, um möglichst viel Geld den Verbrauchern aus der Tasche ziehen zu können. Für mich ist das was MLP mit mir gemacht hat absoluter Betrug.

Man hat mich um meine Altersvorsorge wesentlich gebracht. Im Strumpf bei der Oma wäre mein Geld besser aufgehoben gewesen als in von MLP vermittelten Versicherungen. Skandalös finde ich, dass mich damals meine Universität auf MLP aufmerksam gemacht hat. Die enge Zusammenarbeit von MLP mit Universitäten oder Fachhochschulen gehört meiner Meinung nach beendet, da MLP vor allem in der Altersvorsorge nach meiner Meinung zu oft unseriöse Produkte vermittelt hat.“ NÄCHSTE SEITE UNTEN KLICKEN UND WEITER LESEN

Gefällt mir 
 
0 5

1
 

Weitere News zum Thema