ACEA-Zahlen für Januar bis September 2026: Hybride führen mit 36,3 Prozent, in Deutschland steigen E-Autos um 58,1 Prozent

Das Wichtigste in Kürze

  • In der EU wurden von Januar bis September 2026 rund 1,93 Millionen Elektroautos neu zugelassen, das sind 22,7 Prozent aller Neuwagen (Vorjahreszeitraum: 16,1 Prozent).
  • Benziner kommen auf 21,2 Prozent bei einem Minus von 19,1 Prozent, Diesel auf 7,1 Prozent. Hybride sind mit 36,3 Prozent der häufigste Antrieb.
  • In Deutschland stiegen die Zulassungen von Elektroautos laut ACEA um 58,1 Prozent, die von Benzinern sanken um 22,7 Prozent.
  • Die Mitteilung nennt keine Monatswerte, keine Marken und für Deutschland nur Veränderungsraten.

Von Januar bis September 2026 wurden in der EU mehr Elektroautos als Benziner neu zugelassen: 1.931.465 gegenüber 1.802.078. Das meldet der europäische Herstellerverband ACEA in seiner Mitteilung vom 22. Oktober 2026.

Hybride bleiben mit 3.090.530 Zulassungen der häufigste Antrieb. Der gesamte EU-Markt wuchs in den neun Monaten um 5,7 Prozent; der Verband spricht trotz hoher Energiepreise und geopolitischer Gegenwinde von bemerkenswerter Widerstandsfähigkeit.

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Dieser Beitrag ordnet die Zahlen ein und zeigt, was sie nicht aussagen. Stand der Angaben: 26. Oktober 2026. Die Daten stammen aus der Pressemitteilung des Verbands, also aus einer Herausgeberdarstellung. Die Redaktion hat sie mit der Mitteilung abgeglichen, aber nicht selbst erhoben.

Zulassungen nach Antrieb: Januar bis September

Die folgende Tabelle gibt die von ACEA veröffentlichten Werte für die Europäische Union wieder. Für Diesel nennt die Mitteilung nur Anteil und Veränderung, für Hybride keinen Vorjahresanteil.

Antrieb Neuzulassungen 2026 Anteil 2026 Anteil Vorjahr
Hybride (ohne Plug-in) 3.090.530 36,3 % k. A.
Elektro (rein batterieelektrisch) 1.931.465 22,7 % 16,1 %
Benziner 1.802.078 21,2 % 27,7 %
Plug-in-Hybride 860.257 10,1 % 9 %
Diesel k. A. 7,1 % 9,3 %
Quelle: ACEA, Pressemitteilung vom 22. Oktober 2026, EU, Januar bis September 2026 gegenüber dem Vorjahreszeitraum. k. A. = in der Mitteilung nicht angegeben.

Elektroautos liegen damit 129.387 Zulassungen vor den Benzinern; diese Differenz hat die Redaktion aus den beiden Stückzahlen berechnet. Der Anteil der Elektroautos stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 16,1 auf 22,7 Prozent.

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Benzin und Diesel zusammen bei 28,2 Prozent

Die Zulassungen von Benzinern sanken in der EU um 19,1 Prozent, die von Diesel um 19,5 Prozent. Zusammen kommen beide Antriebe nach ACEA-Angaben auf 28,2 Prozent der Neuzulassungen, nach 36,9 Prozent im Vorjahreszeitraum. Das sind 8,7 Prozentpunkte weniger.

Besonders stark fiel der Rückgang der Benziner in Frankreich mit minus 36,1 Prozent aus. In Deutschland waren es minus 22,7 Prozent, in Spanien minus 19 Prozent und in Italien minus 16,4 Prozent. Das sind die Länder, die die Mitteilung ausdrücklich nennt; andere EU-Staaten tauchen im Wortlaut nicht auf.

Elektroautos: Deutschland plus 58,1 Prozent

Bei rein batterieelektrischen Pkw nennt ACEA vier Länder: Frankreich mit plus 79,1 Prozent, Deutschland mit plus 58,1 Prozent, Dänemark mit plus 40,3 Prozent und Belgien mit plus 15,7 Prozent. Die Werte beziehen sich auf die Neuzulassungen in diesen Ländern, nicht auf deren Bestand.

Bei Plug-in-Hybriden liegt Italien mit plus 72,4 Prozent vorn, es folgen Spanien mit plus 34,7 Prozent und Deutschland mit plus 13,7 Prozent. Hybride ohne Stecker legten in Italien um 20,8 Prozent, in Spanien um 20,5 Prozent, in Deutschland um 4,9 Prozent und in Frankreich um 0,6 Prozent zu.

Für Deutschland enthält die Mitteilung keine Stückzahlen und keine Anteile. Wie groß der deutsche Elektroanteil ist, lässt sich aus diesen Angaben nicht ableiten.

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Modellrechnung: 100 Neuwagen im Vergleich

Um die Verschiebung greifbar zu machen, rechnet die Redaktion die Anteile auf 100 neue Pkw in der EU um. Die fünf von ACEA genannten Anteile 2026 summieren sich auf 97,4 von 100.

Modellrechnung: Anteile an 100 neuen Pkw in der EU

  • Elektro: 16,1 auf 22,7 von 100, also 6,6 Prozentpunkte mehr
  • Plug-in-Hybride: 9 auf 10,1 von 100, also 1,1 Prozentpunkte mehr
  • Benziner: 27,7 auf 21,2 von 100, also 6,5 Prozentpunkte weniger
  • Diesel: 9,3 auf 7,1 von 100, also 2,2 Prozentpunkte weniger

Rechenweg: Differenz der von ACEA genannten Anteile 2026 und im Vorjahreszeitraum, in Prozentpunkten. Keine Prognose.

Elektro und Plug-in gewinnen zusammen 7,7 Prozentpunkte, Benzin und Diesel verlieren zusammen 8,7. Den Rest der Verschiebung erklärt die Mitteilung nicht, weil sie für Hybride keinen Vorjahresanteil nennt. Ob einzelne Käufer von einem Antrieb zum anderen wechseln, zeigen die Zahlen ebenfalls nicht.

Was die Zahlen nicht zeigen

ACEA ist der Verband der europäischen Automobilhersteller und damit kein unabhängiger Statistiker. Die Mitteilung gilt für die EU insgesamt; für Großbritannien und die EFTA-Staaten enthält sie keine Angaben.

Die Mitteilung enthält keine Monatswerte für September und nach Prüfung der Redaktion keine Angaben zu Marken, Modellen oder Preisen. Wer wissen will, welche Fahrzeuge sich verkaufen oder was sie kosten, braucht andere Quellen.

Politisch ist das Thema in Bewegung. Zur Debatte über die EU-Vorgaben für 2035 berichtete NETZ-TRENDS im Beitrag Verbrenner-Aus: EU-Ausschüsse billigen Kompromiss.

Checkliste: Fragen vor der Antriebswahl

Die Marktzahlen sagen wenig darüber, welcher Antrieb zu einem einzelnen Haushalt passt. Diese Fragen helfen, die eigene Lage zu klären.

Checkliste: Antrieb vor dem nächsten Autokauf prüfen

  • Wo kann ich laden oder tanken: eigener Stellplatz, Wallbox, Arbeitgeber, öffentliche Ladepunkte?
  • Wie viele Kilometer fahre ich im Jahr, und wie oft sind längere Strecken dabei?
  • Welche Förderung gilt für meinen Haushalt? Die Bedingungen der E-Auto-Prämie stehen in unserem Beitrag zur E-Auto-Prämie 2026.
  • Was kostet die Kaskoversicherung für das Wunschmodell? Fristen und Typklassen erklärt der Beitrag Teilkasko oder Vollkasko 2027.
  • Wie entwickeln sich die Restwerte? Zahlen zu gebrauchten E-Autos nennt der Beitrag Gebrauchte E-Autos: Restwert steigt.
  • Welche Abgasnorm erfüllt das Modell? Zu Euro 7 gibt es einen eigenen Beitrag.

Die Checkliste ersetzt keine persönliche Beratung und spricht keine Empfehlung für einen Antrieb oder ein Modell aus.

Häufige Fragen

Wie viele Elektroautos wurden in der EU 2026 neu zugelassen?

Von Januar bis September 2026 waren es nach Angaben von ACEA 1.931.465 rein batterieelektrische Pkw. Das entspricht 22,7 Prozent aller Neuzulassungen in der EU.

Gibt es mehr neue E-Autos als neue Benziner?

Im genannten Zeitraum ja: 1.931.465 E-Autos stehen 1.802.078 Benzinern gegenüber, ein Unterschied von 129.387 Fahrzeugen. Am häufigsten waren mit 3.090.530 Zulassungen Hybride.

Was sagt die Mitteilung zu Deutschland?

ACEA nennt für Deutschland nur Veränderungsraten: Elektroautos plus 58,1 Prozent, Plug-in-Hybride plus 13,7 Prozent, Hybride plus 4,9 Prozent, Benziner minus 22,7 Prozent. Stückzahlen und Anteile für Deutschland enthält die Mitteilung nicht.

Beschreiben die Zahlen den Fahrzeugbestand?

Nein. Es handelt sich um Neuzulassungen im Zeitraum von Januar bis September 2026. Über die Fahrzeuge, die bereits auf den Straßen fahren, macht die Mitteilung keine Angaben.

Welchen Antrieb würden Sie beim nächsten Autokauf wählen, und was gibt für Sie den Ausschlag? Schreiben Sie uns Ihre Meinung gerne in die Kommentare.

Quellen

Transparenzhinweis: Bei Recherche, Strukturierung und Erstellung dieses Beitrags kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die verwendeten Quellen sind im Artikel aufgeführt. Die Veröffentlichung erfolgt erst nach manueller redaktioneller Freigabe.

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