Zum Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2026 bleiben die Preise der Deutschen Bahn stabil und die ICE-Sprinter werden ausgebaut. Für die Schweiz zählen vor allem Zürich–Stuttgart, die Gäubahn und die neuen Verbindungen nach Paris und Amsterdam.
Die Deutsche Bahn baut ihr Sprinter-Netz aus und hält die Fernverkehrspreise stabil. Für Reisende aus der Schweiz bringt der Fahrplan 2027 vor allem Änderungen auf der Strecke Zürich–Stuttgart und bei den Nachtzügen.
Das Wichtigste in Kürze
- Der Fahrplanwechsel findet europaweit am 13. Dezember 2026 statt; Tickets der Deutschen Bahn (DB) sind seit dem 14. Oktober 2026 buchbar.
- In Deutschland fahren neue ICE-Sprinter zwischen Hamburg und München sowie Berlin und Stuttgart; Sparpreise, Flexpreise und BahnCard-Preise der DB bleiben laut DB unverändert.
- Der Schweizer Fahrplanentwurf 2027 sieht unter anderem mehr Zeitpuffer für die IC zwischen Zürich und Stuttgart, drei tägliche TGV-Verbindungen je Richtung zwischen Lausanne, Genf und Paris ab April 2027 und neue Nightjet-Züge Zürich–Amsterdam vor.
- Wie sich die SBB-Preise ändern, nennen die ausgewerteten Quellen nicht; die DB-Preisaussage gilt für Tickets der Deutschen Bahn.
Die Deutsche Bahn stellt ihren Winterfahrplan 2026/2027 vor: Er gilt ab dem 13. Dezember 2026 und bringt vor allem ein dichteres Sprinter-Netz im Fernverkehr. Für die Schweiz sind die Verbindungen über die Gäubahn und die Anbindung nach Paris und Amsterdam wichtiger als die Sprinter zwischen Hamburg und München.
Tickets der DB für den neuen Fahrplan lassen sich seit dem 14. Oktober 2026 über bahn.de, den DB Navigator, Reisezentren und Agenturen buchen. Der Fahrplanentwurf der Schweiz lag im Mai und Juni 2026 in der Vernehmlassung (22. Mai bis 9. Juni 2026), der definitive Fahrplan wird laut SRF vor dem Wechsel im Dezember 2026 veröffentlicht.
Im Mittelpunkt des deutschen Fahrplans steht der Ausbau des Sprinter-Netzes: besonders schnelle ICE-Verbindungen mit wenigen Zwischenhalten, die künftig auf mehreren Strecken häufiger fahren.
Was zum 13. Dezember startet
Nach eigenen Angaben der Deutschen Bahn tritt der neue Fahrplan am 13. Dezember 2026 in Kraft und gilt bis zum kleinen Fahrplanwechsel im Juni 2027. Er bringt laut DB-Presseinformation unter anderem fünf zusätzliche Sprinter-Zugpaare sowie bis zu sieben zusätzliche internationale Verbindungen. Zwischen Berlin und Amsterdam gibt es vier tägliche Direktverbindungen mit einer Fahrzeit von rund 6 Stunden 45 Minuten, und ab dem 19. Dezember 2026 fahren wieder zwei tägliche, umsteigefreie ICE-Paare von Berlin über Passau nach Wien.
Neue Verbindungen: Sprinter in Deutschland, Anschlüsse ab der Schweiz
Zwischen Hamburg und München über Hannover und Nürnberg fahren künftig drei Sprinter-Paare täglich in rund 5 Stunden 20 Minuten. Zwischen Berlin und Stuttgart kommen zwei zusätzliche Sprinter-Paare hinzu, ebenfalls dreimal täglich mit nur einem Halt in Nürnberg, in etwa 4 Stunden 45 Minuten. Zwischen Berlin und Hamburg kehrt der durchgehende Halbstundentakt zurück.
Für Reisende in der Schweiz sind andere Punkte wichtiger. Laut der Zusammenfassung des Fahrplanentwurfs 2027 erhalten die IC zwischen Zürich und Stuttgart zusätzliche Zeitpuffer auf deutschem Gebiet, damit sie pünktlicher werden. Die DB plant auf der Gäubahn (Stuttgart–Singen–Zürich) ab Sommer 2027 einen stündlichen Direktverkehr nach Zürich ohne Umsteigen; ob jeder zweite IC wie heute in Singen endet, entscheiden SBB und DB laut DB-Presseinformation im Frühling 2027. Zwischen Stuttgart und Paris wird das Angebot auf sechs tägliche Verbindungen in rund 3 Stunden 15 Minuten ausgebaut. Ab April 2027 sollen zudem wieder drei TGV je Richtung zwischen Lausanne, Genf und Paris verkehren. Neue Nightjet-Züge der neuen Generation sollen zwischen Zürich und Amsterdam fahren, und Zürich–Venedig erhält zwei direkte Züge je Richtung statt einem.
„In Zeiten teurer Kraftstoffe bleibt die Bahn eine gute und günstige Alternative zu Auto und Flugzeug.“
Michael Peterson, DB-Vorstand Personenfernverkehr, 13. Oktober 2026
Was bei Preisen und Tickets gilt
Nach Angaben der Deutschen Bahn bleiben Sparpreise, Flexpreise sowie die Preise für BahnCard 25, 50 und 100 zum Fahrplanwechsel unverändert. Das gilt für Tickets der DB; für Schweizer Tickets und das Halbtax der SBB nennen die ausgewerteten Quellen keine Preisänderung, und ein Schweizer Preisvergleich ist deshalb hier nicht möglich.
Für Fahrten in Deutschland sind Monatskarten und Schülermonatskarten im Fernverkehr ohne Abo-Bindung seit dem 21. Oktober 2026 laut DB im Schnitt 25 Prozent günstiger; was das konkret bedeutet, hat netz-trends.de in einem eigenen Beitrag eingeordnet. Das Familienticket für 99,99 Euro (buchbar seit dem 26. Oktober 2026) hat netz-trends.de bereits ausführlich eingeordnet; es gilt für Fahrten in Deutschland.
Wegen Bauarbeiten müssen Reisende zwischen Berlin und Hannover mit rund 80 Minuten längeren Fahrzeiten rechnen. Ausserdem können ICE-Verbindungen von Heidelberg, Stuttgart und Ulm vom 8. Februar bis 9. Juli 2027 nicht über München hinaus nach Salzburg und Kärnten fahren. Wer von der Schweiz aus über Deutschland weiterreist, sollte Umleitungen in der Auskunft prüfen.
Checkliste für die Fahrplanung
Checkliste: Jetzt für den Winterfahrplan planen
- Verbindungen für Weihnachten und Silvester frühzeitig buchen – die Sparpreis-Kontingente der DB sind je Zug begrenzt.
- Ab Zürich oder Basel die Anschlüsse Richtung Deutschland in der Fahrplanauskunft der SBB und der DB prüfen, besonders auf der Gäubahn.
- Für Paris die neuen Verbindungen ab Stuttgart und – ab April 2027 – ab Lausanne und Genf beachten.
- Nachtzug Zürich–Amsterdam und Zürich–Venedig: Fahrplandaten und Buchbarkeit vor der Planung prüfen.
- Bei Reisen über Berlin–Hannover rund 80 Minuten mehr Fahrzeit einplanen.
Wer seine Reisepläne für die kommenden Monate noch nicht festgelegt hat, profitiert von der langen Vorlaufzeit: Der DB-Fahrplan ist bereits seit Mitte Oktober buchbar.
Häufige Fragen
Wann gilt der neue Bahn-Fahrplan 2026/2027?
Der Fahrplanwechsel findet am 13. Dezember 2026 statt und gilt bis zum kleinen Fahrplanwechsel im Juni 2027. DB-Tickets sind seit dem 14. Oktober 2026 buchbar.
Was ändert sich für Reisende von Zürich nach Stuttgart?
Die IC erhalten laut Fahrplanentwurf zusätzliche Zeitpuffer auf deutschem Gebiet für mehr Pünktlichkeit. Ab Sommer 2027 plant die DB stündliche Direktzüge Stuttgart–Zürich; die Entscheidung zur Singen-Frage fällt im Frühling 2027.
Werden die Bahn-Tickets zum Fahrplanwechsel teurer?
Bei der Deutschen Bahn nein: Sparpreise, Flexpreise und BahnCard-Preise bleiben unverändert. Eine Aussage zu SBB-Preisen enthalten die ausgewerteten Quellen nicht.
Welche neuen Sprinter-Verbindungen gibt es in Deutschland?
Neue ICE-Sprinter verbinden Hamburg und München sowie Berlin und Stuttgart künftig je dreimal täglich; Berlin und Hamburg erhalten wieder einen durchgehenden Halbstundentakt.
Quellen und Stand
- Deutsche Bahn: Fahrplan 2027 – stabile Preise, neue Sprinter, mehr europäische Verbindungen, Presseinformation vom 13. Oktober 2026.
- Deutsche Bahn, Regionalausgabe Stuttgart: Fahrplan 2027 – stabile Preise, neue Sprinter, mehr europäische Verbindungen (Gäubahn, Stuttgart–Paris).
- SRF: SBB-Fahrplanentwurf für 2027 liegt vor – die wichtigsten Punkte (Vernehmlassung 22. Mai bis 9. Juni 2026).
- Österreichische Bundesbahnen (ÖBB): Fahrplan 2027 (Datum des europaweiten Fahrplanwechsels).
Recherche- und Datenstand: 2. November 2026.
Transparenzhinweis: Bei Recherche, Strukturierung und Erstellung dieses Beitrags kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die verwendeten Quellen sind im Artikel aufgeführt. Die Veröffentlichung erfolgt erst nach manueller redaktioneller Freigabe.