Die Deutsche Bahn baut ihr Sprinter-Netz aus und hält die Fernverkehrspreise stabil – der Halbstundentakt Berlin–Hamburg kehrt zurück.
Das Wichtigste in Kürze
- Der Fahrplanwechsel bei der Deutschen Bahn (DB) findet am 13. Dezember 2026 statt; Tickets dafür sind seit dem 14. Oktober 2026 buchbar.
- Neue ICE-Sprinter verbinden Hamburg und München sowie Berlin und Stuttgart künftig je dreimal täglich; zwischen Berlin und Hamburg fährt wieder ein durchgehender Halbstundentakt.
- Sparpreise, Flexpreise und BahnCard-Preise bleiben laut DB zum Fahrplanwechsel unverändert.
- Wegen Bauarbeiten verlängern sich einzelne Fahrzeiten, etwa zwischen Berlin und Hannover um rund 80 Minuten.
Die Deutsche Bahn stellt ihren Winterfahrplan 2026/2027 vor: Er gilt ab dem 13. Dezember 2026 und bringt vor allem ein dichteres Sprinter-Netz im Fernverkehr. Die Fernverkehrspreise bleiben dabei stabil.
Tickets für den neuen Fahrplan lassen sich bereits seit dem 14. Oktober 2026 über bahn.de, den DB Navigator, Reisezentren und Agenturen buchen. Wer Verbindungen rund um die Weihnachtstage oder den Jahreswechsel plant, kann sich damit jetzt schon Plätze und Preise sichern.
Im Mittelpunkt des neuen Fahrplans steht der Ausbau des Sprinter-Netzes: besonders schnelle ICE-Verbindungen mit wenigen Zwischenhalten, die künftig auf mehreren Strecken häufiger fahren.
Was zum 13. Dezember startet
Nach eigenen Angaben der Deutschen Bahn tritt der neue Fahrplan am 13. Dezember 2026 in Kraft und gilt bis zum kleinen Fahrplanwechsel im Juni 2027. Er bringt nach Angaben des Unternehmens unter anderem fünf zusätzliche Sprinter-Zugpaare sowie bis zu sieben zusätzliche internationale Verbindungen.
Auf der Ostseeküste fahren künftig zusätzliche ICE ab Stralsund sowie Rostock und Schwerin, mit umsteigefreien Verbindungen bis Warnemünde. Zwischen Berlin und Amsterdam gibt es nach DB-Angaben vier tägliche Direktverbindungen mit einer Fahrzeit von rund 6 Stunden 45 Minuten. Ab dem 19. Dezember 2026 fahren zudem wieder zwei tägliche, umsteigefreie ICE-Paare von Berlin über Passau nach Wien.
Neue Sprinter-Verbindungen im Fernverkehr
Das Sprinter-Netz der Deutschen Bahn wächst zum Winterfahrplan deutlich. Zwischen Hamburg und München über Hannover und Nürnberg fahren künftig drei Sprinter-Paare täglich, die Fahrzeit liegt bei rund 5 Stunden 20 Minuten. Zwischen Berlin und Stuttgart kommen zwei zusätzliche Sprinter-Paare hinzu, ebenfalls dreimal täglich mit nur einem Halt in Nürnberg, in etwa 4 Stunden 45 Minuten.
Auch zwischen Berlin und Hamburg kehrt nach DB-Angaben der durchgehende Halbstundentakt zurück. International baut die Bahn das Angebot nach Stuttgart–Paris aus, das künftig sechsmal täglich in rund 3 Stunden 15 Minuten fährt. Hamburg–Kopenhagen soll im März 2027 ein weiteres Zugpaar erhalten, bevor im Sommer 2027 bis zu zehn umsteigefreie Verbindungen täglich geplant sind.
„In Zeiten teurer Kraftstoffe bleibt die Bahn eine gute und günstige Alternative zu Auto und Flugzeug.“
Michael Peterson, DB-Vorstand Personenfernverkehr, 13. Oktober 2026
Was bei Preisen und Tickets gilt
Nach Angaben der Deutschen Bahn bleiben Sparpreise, Flexpreise sowie die Preise für BahnCard 25, 50 und 100 zum Fahrplanwechsel unverändert. Eine allgemeine Preiserhöhung im Fernverkehr ist zum 13. Dezember damit nicht vorgesehen – anders als in früheren Jahren, in denen der Fahrplanwechsel meist auch höhere Ticketpreise brachte.
Bereits seit dem 21. Oktober 2026 sind zudem Monatskarten und Schülermonatskarten im Fernverkehr ohne Abo-Bindung laut Deutscher Bahn im Schnitt 25 Prozent günstiger; was das für Pendlerinnen und Pendler, bestehende Abos und Gruppenbuchungen konkret bedeutet, hat netz-trends.de bereits in einem eigenen Beitrag eingeordnet. Für Familien führt die Bahn außerdem dauerhaft ein Familienticket für 99,99 Euro ein, buchbar seit dem 26. Oktober 2026 – auch das hat netz-trends.de bereits ausführlich eingeordnet.
Wegen Bauarbeiten müssen Reisende zwischen Berlin und Hannover vorübergehend mit längeren Fahrzeiten rechnen: Der Fernverkehr wird über Potsdam, Magdeburg und Braunschweig umgeleitet, was die Fahrt um rund 80 Minuten verlängert. Weitere baubedingte Einschränkungen betreffen laut Deutscher Bahn die Strecken Frankfurt–Erfurt und Rostock–Schwerin im Jahr 2027.
Checkliste für die Fahrplanung
Checkliste: Jetzt für den Winterfahrplan planen
- Verbindungen für Weihnachten und Silvester frühzeitig buchen – die Sparpreis-Kontingente sind je Zug begrenzt.
- Prüfen, ob die neuen Sprinter-Verbindungen (etwa Hamburg–München oder Berlin–Stuttgart) Zeit gegenüber der bisherigen Route sparen.
- Reisen über Berlin–Hannover im betroffenen Zeitraum mit rund 80 Minuten mehr Fahrzeit einplanen.
- Bei Reisen nach Wien oder Amsterdam die neuen Direktverbindungen ab Mitte Dezember berücksichtigen.
- Bei regelmäßigen Pendelstrecken zusätzlich die bereits separat gesenkten Monatskartenpreise im Blick behalten.
Wer seine Reisepläne für die kommenden Monate noch nicht festgelegt hat, profitiert von der langen Vorlaufzeit: Der Fahrplan ist bereits seit Mitte Oktober buchbar, sodass sich Verbindungen und Plätze frühzeitig sichern lassen, bevor beliebte Züge ausgebucht sind.
Häufige Fragen
Wann gilt der neue Bahn-Fahrplan 2026/2027?
Der Fahrplanwechsel findet am 13. Dezember 2026 statt und gilt bis zum kleinen Fahrplanwechsel im Juni 2027. Tickets sind bereits seit dem 14. Oktober 2026 buchbar.
Welche neuen Sprinter-Verbindungen gibt es zum Winterfahrplan?
Neue ICE-Sprinter verbinden Hamburg und München sowie Berlin und Stuttgart künftig je dreimal täglich. Berlin und Hamburg erhalten wieder einen durchgehenden Halbstundentakt, international wird etwa die Verbindung Stuttgart–Paris ausgebaut.
Werden die Bahn-Tickets zum Fahrplanwechsel teurer?
Nein. Nach Angaben der Deutschen Bahn bleiben Sparpreise, Flexpreise und BahnCard-Preise unverändert. Die bereits seit dem 21. Oktober 2026 gesenkten Monatskarten im Fernverkehr sind davon unabhängig.
Was ändert sich auf der Strecke Berlin–Hannover?
Wegen Bauarbeiten wird der Fernverkehr vorübergehend über Potsdam, Magdeburg und Braunschweig umgeleitet. Das verlängert die Fahrzeit um rund 80 Minuten. Weitere baubedingte Einschränkungen betreffen 2027 die Strecken Frankfurt–Erfurt und Rostock–Schwerin.
Quellen und Stand
- Deutsche Bahn: Fahrplan 2027 – stabile Preise, neue Sprinter, mehr europäische Verbindungen, Presseinformation vom 13. Oktober 2026.
Recherche- und Datenstand: 30. Oktober 2026.
Transparenzhinweis: Bei Recherche, Strukturierung und Erstellung dieses Beitrags kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die verwendeten Quellen sind im Artikel aufgeführt. Die Veröffentlichung erfolgt erst nach manueller redaktioneller Freigabe.