Viele USA-Touristen suchen gerne die Klassiker auf, wie Grand Canyon, New York, Hollywood, Las Vegas, Key West und Everglades oder die Niagara Fälle. Doch auf dem Weg zu all diesen Zielen liegen auch viele Sehenswürdigkeiten, die zwar nicht weltberühmt sind, aber auf jeden Fall einen Reisestopp lohnen. Hierzu gehört auch das bergige Wüstenparadies Sedona, rund zwei Stunden nördlich der Hauptstadt Phoenix des US-Bundesstaates Arizona gelegen.
Sedona ist ein Traum aus rotem Millionen Jahre altem Gebirge und Wüstensand. Im August wird es dort leicht 40 Grad heiß, im Februar kann man vor Kälte aber auch frieren.
Wer mit dem Auto von Phoenix Richtung Grand Canyon fährt, bewegt sich meist auf der Bundesstraße 17 in Richtung Flagstaff. Rund zwei Stunden von Phoenix entfernt liegt das bekannte Route-66-Städtchen Flagstaff (Achtung: da hoch gelegen, kann es abends auch im August sehr kühl sein). Doch bevor man dort eintrifft sollte man einen Zwischenstopp im 12 Meilen entfernten Wüstenörtchen Sedona machen und hierfür ungefähr zwei bis drei Stunden einplanen. Golfspieler könnten auch etwas mehr Zeit einplanen, da es dort auch einen Golfplatz gibt.
Zwar verbringen viele US-Amerikaner in Sedona auch mehrtätige Ferien, doch für Europäer ist das nicht unbedingt zu empfehlen, da es mit der Zeit doch etwas eintönig werden könnte. Dennoch sollte man sich in Sedona eine Wüstenkarte besorgen und einen Parkplatz ansteuern von dem aus man circa zwei Stunden auf beschilderten Fußpfaden in die Wüste laufen kann.
Sehr zu empfehlen sind hier die folgenden Stationen: Der Bell Rock Mountain. Er ragt wie eine überdimensionierte Glocke – daher auch sein Name – aus der Wüste empor und liegt zwischen dem Ort West Sedona und dem Örtlichen „Village of Oak Creek“.
Am besten steuert man ihn über die State Route 89 A an, welche Richtung Norden über Flagstaff ins Grand Canyon-Gebiet führt. Ein weiteres Besichtigungs-Muss ist der Cathedral Rock sowie Castle Rock. Die beiden Bergformationen sind in direkter Nachbarschaft zum Bell Rock.
Beide Berge kann man zwar nicht ganz besteigen, aber doch ein gutes Stück aufwärts laufen. Doch eines ist klar: Ohne Sonnencreme, Sonnenbrille und einen Sonnenhut sollte man sich in dieser Wüste nicht bewegen. Auch sollte ausreichend Trinkwasser in der sommerlichen Hitze nicht vergessen werden. Sprich: Ein Liter pro Person für einen zweistündigen Marsch.
Zudem gilt: In dem Gebiet gibt es, wie überall in Arizona, auch größere Schlangen. Deshalb: Stets laut auf den Boden mit den Füßen auftreten, so dass die Schlangen nicht plötzlich erschreckt werden. In aller Regel suchen Schlangen keine Konfrontation mit dem Menschen und verstecken sich sofort, wenn sie Menschen hören – beispielsweise unter oder neben kleineren Felsen oder im Gebüsch.
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Außerdem sollte man sich vor Coyoten in der Nacht in Acht nehmen. Deshalb sollte von Nachtwanderungen in das Wüstengebiet Abstand genommen werden. Die Tiere gelten als aggressiv, sind aber tagsüber faktisch nicht zu sehen und greifen auch keine Menschen an. Außerdem halten sie sich in der Regel nicht in der Nähe der Wanderwege auf, sondern sind in entlegeneren Gebieten der Berge zu Hause.
Dass in Sedona die Berge so auffällig rot gefärbt sind, hängt damit zusammen, dass sie im Laufe von Jahrmillionen sehr viel Eisen (Iron) angereichert haben. Einige der Berge sind noch Rückstände aus der Zeit, als Nordamerika überwiegend aus Meergebiet bestand, andere sind erst später entstanden. Die ältesten Sedona-Gebirge sind bereits 250 Millionen Jahre alt.
Wer keine Lust hat, die Traumlandschaft Sedona etwas zu erwandern, der könnte auch mit einem gecharterten Privatflugzeug über das Gebiet fliegen. Ein Anbieter ist zum Beispiel Scenic Air Tours, am Sedona Airport gelegen (skytreks.com). Das Unternehmen fliegt auch nach Las Vegas oder von Las Vegas kommend oder von Tucson ab. Neben Sedona steuern die Flugzeuge oder Helikopter von Scenic Air Tours auch das von der Marlboro-Werbung weltberühmte „Monument Valley“ an oder den Grand Canyon. Auch wenn Fliegen schön ist: Den besseren Eindruck bekommt der Reisende, wenn er sich selbst zu Fuß etwas in die Wüste bewegt.
Reiseinformationen:
Wer möchte, kann seine Hotels oder Unterkünfte für seinen Arizona-Tripp bereits vorab online buchen, also auf Online-Reisebuchungs-Plattformen. Doch ist das nicht unbedingt notwendig, da auch Übernachtungen in Motels sehr zu empfehlen sind. Motels müssen aber nicht vorab gebucht werden und sind häufig die günstigere Alternative. Allerdings ist Arizona nicht gerade bekannt für günstige Motels. Rund 100 bis 130 US-Dollar sind auch hier nicht unüblich.
Die USA-Reise wird aber billiger, wenn man sich in Touristen-Informationszentren kleine Hotel Coupon Hefte besorgt. Mit Hilfe solcher Coupons bekommen Motel-Besucher häufig bis zu 25 Prozent Preisnachlass. Die bekanntesten Hotel- oder Motel-Coupon-Magazine sind „HotelCoupons.com“, „Travel Coupon Guide“ sowie das „Hotel Discount Coupons“-Heftchen. Alle drei Rabatt-Zeitschriften sind kostenlos.
Informationen zum Wüstengebiet rund um Sedona gibt es beispielsweise im „Red Rock Ranger District and Visitor Information Center“ an der Straße 179 gelegen (südlich vom Örtchen Oak Creek). Weitere Informationen sind erhältlich im „Red Rock Ranger District“ (8375 State Route 179 Sedona, AZ 86351, Phone: 001-928-203-2900).