Reisebericht – Wer in der Dominikanischen Republik Urlaub machen möchte, muss sich darüber klar werden: Will man durchgestylten Massenurlaub, möglicherweise auf Luxusniveau, oder weniger Glamour am Buffet, im Bad, dafür aber vielleicht die schöneren Strände und mehr Privatheit?
Netz-Trends hat sich auf der bei Deutschen, Amerikanern und immer mehr Russen beliebten karibischen Insel, der Dominikanischen Republik, zwei Wochen lang bei Land und Leuten umgesehen. Zudem berichten wir von unserem Aufenthalt in den beiden bekannten Hotels, dem 5-Sterne Melia Caribe Tropical (1998 eröffnet; Melia Hotels; auch lesen: „Melia Hotel Punta Canta: Russischer Tourist von Parasail-Schiff fast tödlich am Bavaro-Strand in Dominikanischen Republik überfahren“), sowie in dem wahrscheinlich doppelt so alten 4-Sterne Hotel, dem Natura Park Beach Eco Resort & Spa. Beide Hotels sind in Punta Cana gelegen. Dabei ist uns schon während der Urlaubsplanung in Deutschland aufgefallen:
Die Dominikanische Republik, von vielen schlicht Dom Rep gekannt, ist sowohl mit den Hotelpreisen als auch den sonstigen Urlaubskosten (Essen, Getränke, Ausflüge) günstiger, als die Nachbarinsel in der Karibik, Jamaika. Auch gibt es in der Dominikanischen Republik tendenziell die schöneren, da individuelleren Hotelanlagen. Doch das alleine war nicht ausschlaggebend für unsere Wahl, sondern der schlichte Umstand, dass die Dom Rep bei den Deutschen, aber auch Österreichern, Schweizern oder Liechtensteinern, deutlich beliebter ist und folglich mehr Reisen dorthin gebucht werden, als auf die Nachbarinsel Jamaika.
Doch bevor man sich Ende November bei 30 Grad sommerlicher Wärme im karibischen warmen Meer bei Tapas, dem bekannten dominikanischen Drink Marijuana oder klassischen Cocktails wie dem Pina Colada & erholen kann, muss der 11 Stunden Flug von Frankfurt a.M. in die Dominikanische Republik überbrückt werden. Auch wenn Businessclass-Sitze auf Interkontinental-Flügen zweifelsfrei die angenehmere, dafür aber teurere Wahl sind, flogen wir in die Dominikanische Republik ab Frankfurt a.M. mit der Condor. Schon beim Einsteigen ins Flugzeug fällt uns auf: Die Businessklasse der Condor macht auf den ersten Eindruck nicht einen ganz so guten Eindruck wie in der Lufthansa.
afür bietet die Condor durchaus bequeme Ecoclass-Sitze. Allerdings sind sie, wie bei vielen anderen Airlines, recht eng bestuhlt, mit wenig Freiheit für die Füße. Menschen über 1.85 Meter passen kaum mehr bequem in die Sitze. Dennoch freuen wir uns: Wir sitzen und wir fliegen – dorthin, wo es jetzt warm ist und nicht kalt – in die Dom Rep. Da leider zwei Plätze am Fenster nicht mehr zu haben waren, sitzen wir auf Gangplätzen in des Flugzeugs Mitte und obendrein hintereinander. Schade.
Unsere Nachbarn sind Schweizer. Die 11 Flugstunden gehen zwar, wie meist auf solch langen Strecken, schneller vorbei, als Anfangs befürchtet, doch zappen wir uns immer wieder lustlos durch das langweile Movie-Programm von Condor. Vom versprochenen multimedialen Airline-Entertainment sehen wir jedenfalls nicht viel. Das Bordessen von Condor ist ähnlich geschmacklos und langweilig wie bei Lufthansa.
Mein Sitznachbar in der Condor Maschine, Peter, erzählt mir, wonach sein Vater bis vor 10 Jahren viele Jahre in Punta Cana ein kleines Familienhotel geführt habe. Heute sei sein Vater aber krank. Das Hotel habe er deshalb verkauft. Sein Vater lebe jedoch nach wie vor in Punta Cana. Ihn wolle er jetzt zwei Wochen besuchen. Da er selbst 11 Jahre lang in Punta Cana als Kind aufgewachsen sei, spreche er fließend Spanisch und Deutsch – ein klarer Vorteil auf der Dom Rep.
Viele sprechen auch deutsch
Das weiß man auch in der Reiseindustrie: Viele Servicekräfte in den Hotels sprechen in der Dominikanischen Republik Englisch. Vielsprachig sind aber vor allem die freiberuflichen Freizeit-Agenten am Strand. Die sprechen häufig neben Englisch auch Deutsch oder Französisch. Oft bringen sie sich das selber bei, erzählt uns einer jener Agenten, Pedro. „Leider kann ich aber noch kein Russisch“, sagt er. Immer mehr „Ruski“ würden seit zwei Jahren plötzlich auf der Dominikanischen Republik Urlaub machen, sei ihm aufgefallen. Doch nicht nur ihm. Auch uns: Egal wo wir sind – überall hören wir russisch.
Dabei fällt uns die Tendenz der Russen zu übertriebener monotoner Farbwahl in der Kleidung auf. Trägt ein Mann weiß, so ist vom Hut, über das Shirt, der Hose bis hin zu den Schuhen alles weiß. Trägt eine Russin am Strand einen grünen Bikini, so ist häufig ihr Sonnenhut in der gleichen grünen Farbe, das Tuch, das sie um die Hüften hüllt ebenso, wie manchmal die Strandschuhe. Für Russen ist scheinbar so ein modisches Signal ein Symbol für „wir haben es geschafft, wir gehören zur besseren russischen Gesellschaft“.
Unser Freizeitagent, Pedro, erzählt uns weiter, er arbeite mit circa 2.000 anderen freiberuflichen Freizeitagenten am Strand für ein großes spanisches Unternehmen. Sein Verdienst liege im Schnitt zwischen 500 und 1000 US-Dollar. Abhängig ist das, wie viele Freizeit-Trips er verkaufen kann. Zur Auswahl stehen in der Dominikanischen Republik nicht so viele unterschiedliche Ziele. Beliebt ist ein Tagesausflug mit einem Speedboat oder Katamaran auf eine der schönsten Karibikinseln, nach Saona Island (empfehlenswert!!!).
Populär ist zudem ein Trip in die Hauptstadt der Dominikanischen Republik, nach Santa Domingo. Doch Achtung: Die Agenten schwindeln hier häufig mit Zeitangaben vorsätzlich die Touristen an. So erzählt uns ein Freizeitagent, der Trip würde von unserem 5-Sterne-Hotel Melia Caribe Tropical, Nahe dem Örtchen Bavaro (Punta Cana), circa zweieinhalb Stunden mit dem Bus dauern.
Doch die Wirklichkeit sah anders aus: Geschlagene knappe 13einhalb Stunden waren wir unterwegs – von 6.30 Uhr am Morgen bis abends um 20 Uhr. Davon waren wir gerade einmal etwas mehr als 3 Stunden in Santo Domingo. Dort durften wir uns dünne 35 Minuten von der Reisetruppe – circa 40 Personen – absetzen. So konnten wir wenigstens hektisch am Marktplatz vor der berühmten (aber im Innenraum definitiv nicht sehenswerten) Kathedrale hinsetzen.
Auf den Bänken um uns herum sitzen Leichte Mädchen und Jungs, die versuchen, mit uns ins Geschäft zu kommen. Zwei von ihnen geben wir schließlich zwei Dollar, mit der Bitte, uns doch unser Bier Presidente trinken zu lassen. Wer dennoch glaubt, unbedingt eine Affäre in Santa Domingo anfangen zu müssen, dem sei die Warnung ins Buch geschrieben: Auch wenn in der Dominikanischen Republik Minderjährige ihre Sexdienste anbieten – das ist auch auf der Karibikinsel illegal und wird hart bestraft.
Vorsicht vor Kriminalität – aber keine Panik
Zudem sind Erpressungen gegen Touristen, die in Sexfallen tappen, durchaus nicht ausgeschlossen. Auch sollte auf Safer-Sex geachtet werden. HIV ist auch in der Karibik weit verbreitet und man sieht es definitiv niemandem an. Absolut abraten sollte man von irgendwelchen Mopedfahrern, die sich abends gerne vor oder in der Nähe von Hotels zeigen, um Touristen ein kurzes Sexabenteuer für 30 Dollar anzubieten. Gerade wenn es dunkel ist, weiß niemand, wohin solche Mopedfahrer einen Touristen oder eine Touristin bringen und ob am Ende Sex steht, oder nicht doch ein Raubüberfall.
Die Kosten für die Bus-Tour nach Santa Domingo waren jedenfalls gepfeffert: Für zwei Personen zocken die Betreiber solcher Touren 150 bis 200 Dollar ab. Das ist für ein Land, wie die Dominkanische Republik, sehr viel Geld. Eine Bustour bringt den Betreibern leicht bis zu 3.000 Euro Umsatz pro Tag. Dafür müssen manche Dominikaner mehr als ein ganzes Jahr arbeiten gehen.
Getränke an Bord oder ein kleines Lunchpaket gab es auf der rund 170-Kilometer Hinfahrt nicht. Auf der Rückfahrt gibt man uns einige Krümel eines seltsamen Käses mit einem kleinen abgebrochenen Stückchen Trockenbrot. Angeblich wird es nach dem Rezept der Ureinwohner gebacken, wird aber abgepackt in Supermärkten angeboten. Unser Urteil: Das Brot und den Käse kann man sich schenken. Es schmeckte nach nichts.
Negativ aufgefallen ist uns schon der Beginn der Fahrt vom Hotel Richtung Santa Domingo. Zunächst handelte es sich um einen klassischen kleinen weißen 6-Sitzer-Bus. Doch dieser brachte uns lediglich nach Zwischenstopps in drei anderen Hotels (immer sehr nervig und langwierig) nach über einer Stunde zu einem großen Reisebus, der bereits von zahlreichen anderen Zuliefer-Autos mit Touristen bestückt worden war.
Keine Frage: Logistisch ist das durchdacht, aber komfortabel für die Touristen ist es nicht gerade. Mit dem riesigen gelben Reisebus ging es dann in einer Endlosfahrt durchs Land – mit einem circa 25-Minütigen Zwischenstopp an einem der unvermeidlichen Shops, in die man Touristen massenhaft karrt. Geschlagene vier andere Reisebusse warteten dort bereits. Selbst auf der Rückfahrt karrte man uns in den exakt gleichen Touri-Shop, entgegen unserer Bitte, noch einmal hin.
Erschwerend kommt hinzu: Auch 80 Jahre nach dem Bau der ersten Autobahn in Deutschland, ist die Infrastruktur in der Dominikanischen Republik immer noch nicht wirklich vorzeigbar: Züge gibt es nicht und die Autobahn von Punta Cana nach Santa Domingo ist ein nicht fertig gestellter Flickenteppich im November 2013. Das Projekt verschlingt hunderte Millionen Euro und ist eine Mammutaufgabe für die Regierung.
Immer wieder soll es Zwischenfälle mit armen Einheimischen gegeben haben, deren ärmliche Holzhütten sich so manches Mal im Einzugsgebiet der derzeit im Bau befindlichen Autobahn befanden. So sehen wir alle paar Tausend Meter Soldaten oder Polizisten mit Maschinengewehren im Anschlag, die wohl Überfälle auf die Bautrupps oder Diebstähle verhindern sollen. Doch der Bau geht immerhin voran. Wann die Autobahn endlich fertig ist – niemand weiß es. Doch es könnte noch Jahre dauern.
Jedem Urlaubsland seine Grotte für Touristen
Auflockerung vom stressigen Tagesausflug mit dem Touri-Bus bereitete kurz vor Santa Domingo ein Abstieg in eine Jahrtausend alte Grotte. Ja, sie war nicht schlecht. Sie gehört weltweit aber auch nicht zum Besten an Grotten, die es zu besichtigen gibt. Seit 1973 ist sie für Touristen zugänglich. Entsprechend sieht die in die Jahre gekommene Infrastruktur in der Grotte aber aus – sprich die Treppen für den Hinab- und Aufstieg sowie die kleinen Plateaus aus billigen Kacheln direkt vor dem Gewässer.
Unser Tourguide versucht uns die Grotte damit schmackhaft zu machen, wonach der Eintritt immerhin in den bereits bezahlten 150 bis 200 Dollar für zwei Personen enthalten wäre, ebenso das Kolumbus-Schloss in Santa Domingo sowie die Kathedrale in Santa Domingo. Wer privat in die Grotte wolle, ohne Reisetrupp, der müsse 22 Dollar pro Person bezahlten – was man sich definitiv schenken sollte. Denn letztlich hat fast jedes Urlaubsland irgendwo eine Grotte, in die Touristen geschleppt werden.
Unser Tipp: Klar muss man einmal den 500 Jahre alten Palast des Kolumbus in Santa Domingo gesehen haben, auch ist die Altstadt durchaus sehenswert. Aber einfacher geht das, wenn man einmal eine Karibiktour auf einem Kreuzfahrtschiff von Aida & Co. bucht. Die halten in einem einwöchigen Urlaub direkt in zahlreichen attraktiven Häfen in der Karibik oder Lateinamerika und ersparen einem die über Landstraßen gehende Tour mit einem Bus von Punta Cana bis nach Santa Domingo. Außerdem stehen einem dann wirklich über 8 Stunden in Santa Domingo zur Verfügung und nicht nur, wie in unserem Fall, etwas mehr als 3 Stunden.
Wer dennoch von der Ostküste Punta Cana nach Santa Domingo möchte, der könnte sich ein privates Auto mieten. Zwar bieten einige Hotels neuerdings den Mini Cooper für 300 Dollar pro Tag an. Doch geht es deutlich billiger – worauf aber die Hotels leider nicht hinweisen. Fast in keinem Hotel finden wir die sonst üblichen Hinweisschilder auf Autovermietungen. Denn die Hotels dürften, das nehmen wir zumindest an, eine Commission, also eine Provision, beziehungsweise auf Spanisch eine Remuneration, pro Touristen und organisierter Tour erhalten.
Günstig Autos mit Vollkasko mieten, statt teure 13-Stunden-Bustouren nach Santa Domingo
Nur durch Zufall entdecken wir an einer Straße den Autovermieter Carrentals.com. Die Verkäuferin dort, eine Fanny, bietet uns einen schlichten Kia Picanto mit vier Türen an – für gerade einmal 45 Dollar am Tag (Telefon: 01-809-7965639). Dabei sei es, behauptet sie zumindest, angeblich kein Problem, dass der Autovermieter uns das Auto direkt ins oder vor das Hotel Melia Caribe Tropical bringe. Wer nicht selbst fahren möchte, für den gibt es einen „Prestige Limousine-Service“ (limousine-service.com). Hier steht dann ein persönlicher Fahrer für den Tagesausflug im Privatwagen zur Verfügung.
Ähnliche Services kennen wir aus Ägypten. Für rund 70 Euro fährt beispielsweise ein Privatchauffeur in seinem Privatwagen (kein Luxus, aber ausreichend) von El Gouna nach Luxor (one-way). Wie teuer das in der Dominikanischen Republik ist, konnten wir während unseres Aufenthaltes nicht recherchieren. Doch wie immer gilt: Auch in der Dom Rep muss gehandelt werden – sprich 50 Prozent vom eingangs geforderten Preis sind häufig drin.
Wichtig ist: Auf jeden Fall sollte beim Vor-Ort-Mieten von Autos auf eine Vollkasko-Versicherung Wert gelegt werden. Diese sollte man sich mit allen Klauseln definitiv schriftlich mit Vertrag vorlegen lassen und auch lesen, ob wirklich auch bei Autodiebstahl oder eingeschlagenen Scheiben bezahlt wird. Wichtig ist zudem: Unbedingt auf Geschwindigkeitsregeln achten.
Wir haben Geschichten gehört, dass Polizisten im Land, denen Korruption zur Aufbesserung ihres kärglichen Monatslohns häufig bekannt ist, von Touristen schon einmal 100 oder 200 Euro versuchen zu erpressen, wegen angeblichen Verstoßes gegen eine Straßenverkehrsrichtlinie. Hier sollte man handeln, aber zahlen – jedoch keinesfalls 200 Euro, sondern maximal 50 bis 70. Auch sollte man sich den Namen des Polizisten merken und sich an die durchaus kompetente und hilfsbereite Touristenpolizei, die in der Dom Rep in der Nähe von Hotels fast immer präsent ist, wenden. Am besten schon vor Abfahrt sich eine Telefonnummer einer solchen Dienststelle im Hotel geben lassen und im Notfall dort anrufen oder sich später dort melden (am besten heimlich das Nummernschild des Polizeiwagens, der einen angehalten hat, notieren oder abfotografieren).
Unser Tipp: Alleine in der Dom Rep keinesfalls in einem teuren oder auffälligen Wagen in Regionen mit einer hohen Kriminalitätsrate, wie nach Santa Domingo, fahren. Bescheiden und unauffällig sowohl in der Kleidung wie mit dem Auto – das bewahrt vor einem unerfreulichen möglichen Raubüberfall oder gar einem gestohlenen Auto. Auch sollte man nie seine sämtlichen Unterlagen bei sich haben.
Sprich: Am besten nur limitiert Bargeld (Dollar, Euro oder die Landeswährung) und auf Kreditkarten verzichten. Zudem sollte das Smartphone nicht jedem Einheimischen unter die Nase gerieben werden. Schmuck sollte man nicht bei sich tragen – zumindest keinen, dessen Verlust man jahrelang betrauern würde. Im Falle eines Überfalls nicht den Helden markieren, sondern 20 oder 30 Dollar rausrücken und übergeben. Leben und Unversehrtheit sind wichtiger, als alles andere.
Direkt am offiziellen Parkplatz zur Grotte, dort wo unser Touri-Bus parkte, sehen wir einen bei Amerikanern beliebten Luxus-Geländewagen, einen Hummer. Die Scheibe rechts hinten ist eingeschlagen, die Scherben liegen am Boden. Den oder die Täter scheint es nicht gestört zu haben, dabei möglicherweise erwischt zu werden. Wahrscheinlich haben sie eine Tasche auf der Rückbank des Wagens entwendet.
+Armut in der Dominikanischen Republik: 40 Prozent haben kein Fließend Wasser
Auch wenn in der Dominikanischen Republik, wie in Deutschland, an Schulen eine zweite Fremdsprache Pflicht ist, so ist der Entwicklungsabstand dennoch nach wie vor sehr hoch. Millionen Menschen wohnen in der Dom Rep immer noch in Baracken oder zumindest in sehr einfachen aber schön bunt bemalten Holzhäusern. 40 Prozent der Dominikaner haben nach wie vor kein Fließend Wasser in ihren Häusern oder Wohnungen. Deshalb ist Kriminalität, meist einfache Kleinstkriminalität, wie Diebstahl, für viele in der Dominikanischen Republik durchaus ein Mittel um schlicht zu überleben.
Hinzu kommt: Formal besteht zwar in der Dominikanischen Republik Schulpflicht und man sieht an allen Ecken und Enden Mädchen und Jungen in hellblauen Schuluniformen. Doch gilt das Schulsystem, das immerhin Englisch oder Französisch als zweite Pflichtfremdsprache einfordert, nicht gerade als vorbildlich. Das heißt: Oft werden nur rudimentäre Kenntnisse vermittelt, nicht aber auf einem Niveau, das man aus Deutschland oder Österreich kennt.
Trotz der Schulpflicht schicken hunderttausende arme Dominikaner ihre Kinder erst gar nicht in die Schule. Wer niemals bürgerliche Bildung kennengelernt hat, der kann sich nicht vorstellen, dass Bildung gegen Armut hilft. So verbringen Generationen von Dominikanern ihre Zeit auf der Piazza, ohne ein großes Ziel vor Augen, ohne Hoffnung, dass es jemals besser wird.
Grundsätzlich ist das staatliche Bildungssystem in der Dominikanischen Republik immerhin kostenlos, auch das Studieren an staatlichen Universitäten, ebenso die Behandlung in den staatlichen Krankenhäusern. Dass aber auch der Staat der Bildung im Land keine allzu große Rolle beimisst, zeigt sich an den Einkommen von Lehrern. Sie können lediglich auf ein durchschnittliches Einkommen verweisen und zwar in Höhe von rund 250 US-Dollar monatlich.
Das sollte nicht darüber hinweg täuschen, dass es auf der bekannten Karibikinsel immer schon eine wohlhabende Schicht gab und bis heute gibt. Häufig sind das in der ehemaligen spanischen Kolonie europäische Nachkommen der Einwanderer aus dem Alten Kontinent – sprich Weiße.
Immer mehr Farbigen gelingt der gesellschaftliche Aufstieg
Doch immer öfters gelingt den Farbigen oder Schwarzen der gesellschaftliche Aufstieg. So lernen wir einen jungen Anwalt kennen, der mit seinen Eltern ein Wochenende im Ferienresort Natura Park Beach Eco Resort & Spa in Punta Cana verbringt. Da der Montag, an dem wir im Natura Park uns aufhalten, ein Feiertag ist, zieht es die bürgerliche Schicht – darunter tausende Farbige – oft in die bei Touristen beliebten Urlaubshotels an den wunderbaren Stränden. Dort planschen sie und machen oft zu Dutzenden Wasserdancing in den Swimmingpools. Doch nie aufdringlich, stets mit einem Touch karibischer Lebenslust.
An der Bar erzählt uns der Anwalt, Ende 20, dass er im Monat rund 1.200 US-Dollar verdiene – also gut vier Mal so viel, wie der Durchschnitt. Auch Ärzte können in der Dom Rep verhältnismäßig gut leben. Ihr monatliches Einkommen liegt zwischen 500 und 2.000 Dollar. Auf durchschnittlich 500 Dollar im Monat kommt eine Krankenschwester. Bankangestellte verdienen im Schnitt 450 Dollar.
Der Chef der Nationalbank, erzählt unser Tourguide, der uns die Hauptstadt der Dominikanischen Republik, Santa Domingo zeigt, komme auf rund 72.000 Dollar Jahresgehalt. Heute gehören 6 Prozent der Bevölkerung 90 Prozent des Volksvermögens in der Dominkanischen Republik.
Offiziell sind zwar nur 17 Prozent der Bürger der Dominikanischen Republik arbeitslos. Doch glauben mag niemand so recht an diese Zahlen – in einem Land, in dem es keine vernünftige Bevölkerungsstatistik gibt. Bekannt ist immerhin, dass rund 800.000 der 9,8 Mio. Einwohner der Dominikanischen Republik, immer noch so arm sind, dass sie von durchschnittlich 50 Dollar im Monat leben müssen. Das ist der Betrag, welchen der Staat den ganz Armen ausbezahlt. Für sie gibt es zudem Wohnungen oder Holzhäuser, die lediglich 20 Dollar Miete im Monat kosten.
So hält sich das politische System in der Dominikanischen Republik einigermaßen die Waage: Die Armen werden vor dem Verhungern mehr schlecht als recht bewahrt und die, die schon immer was hatten, sichern sich auch für die Zukunft die Pfründe.
Es heißt, wonach fünf reiche Familien sich letztlich die Dom Rep aufgeteilt haben. Formal gibt es zwar ein demokratisches System, doch hängen schon jetzt überlebensgroße Wahlplakate für den jetzigen und wohl auch künftigen Präsidenten an vielen wichtigen Stellen. Dabei ist die Wahl erst im Jahr 2016. Besonders Spanier, die Herren der alten Kolonialmacht, mischen im Wirtschaftsleben und der Politik in der Dominikanischen Republik bis zum heutigen Tage kräftig mit und halten häufig die Zügel in der Hand.
Wer bezahlt für den Presidente die Wahlplakate in der Dominikanischen Republik?
Wahlplakate von der politischen Opposition fallen uns nicht auf. Zwar kann uns niemand eine konkrete Antwort geben, woher das Geld für solche Wahlkampagnen kommt, doch halten wir es gut für möglich, dass die Reichen im Land das Geld für solche Wahlkampagnen geben.
Als die Dominikanische Republik in den 1930er Jahren eine furchtbare Diktatur als Staatsystem hatte – in der Menschen auf widerlichste Art und Weise gefoltert wurden – gehörte dem Diktator Rafael Leonidas Trujillo Molina (Nicknamed: El Jefe, The Chief, Der Boss), rund 60 Prozent der Landmasse und zwar bis zu seiner Ermordung am 30. Mai 1961. Seine Schreckensherrschaft dauerte 30 lange Jahre – von 1930 bis 1961. Dabei pflegte er enge Beziehungen zu den anderen Diktatoren seiner Zeit – zu Francisco Franco aus Spanien (der gerade einmal 1.63 Meter klein war), zu Benito Amilcare Andrea Mussolini aus Italien und zu Adolf Hitler aus Deutschland.
Noch heute ist in dem einstigen Justizgebäude der Dominikanischen Republik, gleich neben dem Kolumbus-Schloss, ein Geschenk Hitlers zu sehen: Zwei große Fenstergitter im Innenraum des Justizgebäudes, welche hunderte von Hakenkreuzen als Gittermuster aufweisen. Heute sind die Gitter umgekehrt in die Innenraumfenster eingebaut, so dass die Hakenkreuze nicht mehr zu erkennen sind. Das Gebäude wurde um 1750 aus Jesuitenkirche entworfen und anschließend genutzt.
Vor der Kirche ist auf dem Bürgersteig ein eisernes Erinnerungszeichen von Trujillo zu sehen und im Gebäude liegen auch im Jahr 2013 Geschenke von Franco sowie dem italienischen Diktator Mussolini. Der Bau wird bis zum heutigen Tage feierlich von einer Ehrengarde bewacht – befinden sich darin doch Gräber der angeblichen Helden der Dominikanischen Republik. Trujillo selbst soll neben Franco, seinem Freund in Spanien, begraben liegen. „Wie immer gab es und gibt es viele Menschen, die in seiner Diktatur sehr gut lebten und Trujillo deshalb bis heute verehren“, erzählt uns unser Stadtführer.
Schreckensherrscher Trujillo war Freund von Adolf Hitler und brachte bis 50.000 Menschen um
Der Schreckensherrschaft von Diktator Trujillo fielen geschätzte 50.000 Menschen zum Opfer, darunter alleine 20.000 bis 30.000 beim bekannten Parsley Massacre. Es heißt, wonach er häufig ganze Familien umbringen ließ. Besonders schaurig ist eine Geschichte, wonach Trujillos Schlächter Männern die Hoden bei vollem Bewusstsein habe abschneiden lassen und sie gezwungen habe, ihre eigenen Hoden zu verspeisen.
In anderen Fällen hätten seine Terrorbanden einem Vater nach einer Woche ohne Ernährung morgens ein Gulasch vorgesetzt. Nachdem er dieses gegessen habe, hätten seine Aufseher gefragt, wie es ihm geschmeckt habe. Nach seiner Antwort, es sei gut gewesen, hätten sie gesagt: Es war das Fleisch Deines Sohnes. Ob diese Dinge sich so wirklich begaben oder ob es Schauergeschichten aus dem Volk sind, kann nicht mehr nachvollzogen werden. Doch dürfte, wie so oft in der Geschichte, gelten: An vielen Gerüchten ist etwas dran.
Die Terrorherrschaft des dominikanischen Diktators Trujillo lässt sich sehr gut in dem Buch „Das Fest des Ziegenbocks“ nachlesen. Das Buch wurde als „Roman“ im Jahr 2000 von dem peruanischen Literatur-Nobelpreisträgers Mario Vargas Llosa publiziert und stand viele Wochen auf der Spiegel-Bestsellerliste.
An die Macht kam Trujillo mit Hilfe der Amerikaner, heißt es. Konkret: Mit Hilfe der CIA – also jener Machtgruppe in den USA, die beispielsweise auch das Handy der deutschen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat hacken und jahrelang abhören lassen. Außenpolitik in den USA war immer schon auch ein dreckiges Geschäft – das zeigt sich auch in Ländern wie dem Vietnam, Libyen, dem Irak, Syrien oder in Afghanistan.
Wer besser leben möchte, muss die Nähe zu Touristen suchen
Wer auf der Dom Rep nicht zur wohlhabenden weißen Mittelschicht gehört und einigermaßen gut leben möchte, für den ist die Nähe zu Touristen eine gute Möglichkeit aus seinem Leben mehr zu machen als nichts. Denn im Gegensatz zum Nachbarstaat Haiti ist es der Dominikanischen Republik gelungen mit Tourismus, ähnlich dem Wirtschaftsmodell Ägyptens, eine wichtige Einnahmenquelle zu generieren. Traumstrände und Sonne während dem ganzen Jahr gegen Geld ist das Motto.
An unserem Hotelstrand des Natura Park Beach Eco Resort & Spa erzählt uns ein farbiger Verkäufer, der im Gespräch mit uns zwischen Englisch, Deutsch und Spanisch switcht. „Hab ich mir alles selber beigebracht“. Gemeint sind die Fremdsprachen. Sein Name: Eric. Dabei fällt uns auf: Viele Strandverkäufer haben sehr europäisch klingende Namen – ob echt oder erdacht, wir fragen nicht nach.
Eric erzählt uns jedenfalls: „Wer in der Dom Rep krank wird, der stirb. Da ist niemand, der Dir hilft. Viele sterben hier in sehr jungen Jahren. Viele, oh mein Gott.“ Er lacht seltsam, während er diese eigentlich bedrückenden Dinge so von sich gibt. Lachen gehört besonders unter den Einheimischen und oft gut aussehenden Frauen oder Männern in der Dominikanischen Republik zur Lebensphilosophie: Grüble nicht, sondern lebe, ist das Motto. Dem lächelnden Charme der Dominikaner verfällt so mancher Tourist und so manche Touristin.
Während wir unser Bier im NaturaPark BeachEcoResort&Spa genießen, gesellt sich ein anderer Reisetour-Agent zu uns. Er erklärt uns, warum wir unbedingt einmal einen Ausflug auf die Trauminsel Isla Saona machen sollten. Da wir schon viel mit diesem romantisch-paradiesischen Örtchen in der Karibik gehört haben, buchen wir – handeln ihn aber von einstmals 150 US-Dollar für zwei Personen auf 140 herunter. Noch weiter konnten wir ihn leider nicht herunterhandeln.
Doch nach der Buchung wird er gesprächig. Er erzählt uns, dass seine Freundin aus Köln komme. Sie habe er vor einem Jahr in einem Hotel kennengelernt. Seine Freundin überweise ihm seither im Monat 500 Euro. Das Geld benötige er für die Miete seiner Wohnung – die seien angeblich in der Dominikanischen Republik teuer.
Dass wir wissen, das andere Reiseagenten, die am Strand Touristen Touren verkaufen, teils zu zweit oder dritt in einem Billigzimmer für wenige Euro Miete im Monat gemeinsam hausen müssen, verschweigen wir.
Die Freundin ist 55, lebt in Köln und überweist 500 Euro im Monat in die Dom Rep
Schließlich zeigt er uns ein Bild von seiner Freundin. Während er circa 27 Jahre alt ist, dürfte sie, das sehen wir sofort, bereits gut 55 Jahre alt sein. Er zeigt uns Fotos von sich und ihr. Dann fragen wir, ob er denn treu sei. Naja, räumt er ein. Er habe noch zwei andere Freundinnen – eine aus Madrid, die andere aus Marseille. Er grinst: „Die Ladies wissen halt, dass ich gut bin im Bett“. Aha. Dann klingelt sein Handy. Er geht dran – seine Freundin aus Deutschland sei gerade dran, er müsse sich mal kurz entschuldigen bei uns.
Wir widmen uns unserem Reiseführer – einem Buch. Dort lesen wir, dass die Dominikanische Republik besonders auf Ecotourismus Wert lege (ecotourismo.com.do). Das Wort „Eco“ taucht in der dominikanischen Touristenwelt immer wieder auf – beispielsweise im Namen von Hotels, wie dem „Natura Park BeachEcoResort&Spa“. „Ecotourism“ wurde in den 1980er Jahren von der „International Society for Ecotourism“ (TIES) ins Leben gerufen mit dem Ziel, Tourismus nachhaltig und umweltschonend zu gestalten. In der Definition heist es: „Eco is responsible travel through natural areas which preserves the environment, and improves the well-being of the local population“.
Das bedeutet letztlich nichts anderes, als dass die Bevölkerung am Wohlstand, den der Tourismus in eine Region bringt, partizipieren solle. Das gelte sowohl, konkretisieren die Ecotourism-Anhänger, für medium businesses wie für micro businesses. Das 5-Sterne-Hotel Hotel Melia Caribe Tropical in Punta Cana, in welchem wir uns die zweite Woche unseres Besuchs auf der Dominikanischen Republik aufhalten, schreibt, was es selbst unter Ecotourism verstehe:
So werden die Besucher gebeten, beispielsweise eine blaue Karte auf das Bett oder zu den Handtüchern zu legen, die signalisiere, dass man nicht täglich wünsche, frische Wäsche zu bekommen. Angeblich, schreibt das Melia, spare das Luxushotel so 267.198 Kubikmeter Wasser im Jahr – so viel, wie jährlich 22.200 Familien an Wasser benötigten. Angeblich würde jeder Hotelgast pro Aufenthalte circa 350 Liter Wasser benötigen.
Doch das mit der Durchdringung des Wohlstands durch Tourismus auch in der Bevölkerung gelingt in der Dominikanischen Republik, wie in so vielen bei Deutschen, Schweizern oder Österreichern beliebten Reiseländern, nur bedingt. So wohnen wenige Meter vom Natura Park Beach Eco Resort & Spa in Punta Cana beispielsweise hunderte von Menschen in einfachsten Barracken. Auf der Straße entdecken wir spielende Kinder, von denen eines einen dicken aufgeblähten Bauch aufweist – oftmals ein Zeichen für Unterernährung. Die armen Dominikaner können das Gelände, auch den Strand unserer Hotelanlage, nicht betreten.
Securities am Strand zum Schutz der Touristen – nach wie vor sinnvoll
Securities stehen Tag und Nacht am Strand und kontrollieren, wer den Strand betreten darf und wer nicht. Die Urlauber haben blaue Bändchen der spanischen Hotelkette Blau am Arm, zu der das Natura Park Hotel gehört. Die Sicherung der Strände und Hotelanlage ist notwendig. Zu groß ist die Gefahr von Kriminalität. So erzählt uns eine Hotelmitarbeiterin, dass in den Hotelzimmern, wie in allen Hotels auf der Dominikanischen Republik, es ab und an vorkommen könne, dass eingebrochen werde.
Im Natura Park Beach Eco Resort & Spa in Punta Cana kostet aber der Safe pro Tag vier Dollar zusätzlich – was wir uns sparen möchten. Zusätzliche Kosten auf uns zu nehmen – das wären wir nur bereit, fürs Internet auf unserem Zimmer. Aber das geht im Natura Park auch im Jahr 2013 immer noch nicht. Nur in der Lobby gibt es Wireless-Lan-Internet – für 25 Dollar für 24 Stunden. Dabei werden allerdings die 24 Stunden auf 7 Tage verteilt, währenddessen man dieses teure Internet-Guthaben absurfen sollte.
Das Natura Park Beach Eco Resort & Spa in Punta Cana hat es uns dennoch angetan. Auch wenn das Essen weniger topp ist, aber immer noch in der Rubrik „gut“ verbucht werden darf. Auch, wenn die Zimmer und die dort aufgestellten Möbel, auch die Bäder, schon deutlich in die Jahre gekommen sind und Abnutzungserscheinungen zeigen. Dennoch gefällt uns das Hotel: Es hat Patina, nettes Personal, eine herzliche persönliche Atmosphäre. Besonders gut gefällt uns der noch recht natürlich gehaltene weiße Sandstrand mit Palmen zwischen den Ligen. Für uns ist das karibischer Traum ohne Luxus-Anspruch.
Zum Abschluss unseres einwöchigen schönen, aber eben wenig luxuriösen Aufenthaltes im Natura Park Beach Eco Resort & Spa in Punta Cana, machen wir noch ein Gruppenfoto mit Robbi, einem 29-Jährigen Doktoranten aus Frankfurt, seiner Freundin Melli, ebenfalls einer Doktorandin (Biochemie) und Tom, einem 27-Jährigen Piloten aus München sowie dessen Freundin. Sie hatten wir am Pool kennengelernt – an zwei Tagen vor unserer Abreise. Wir segelten gemeinsam auf einem Katamaran (kostenlos in der Hotelpauschale des Natura Park enthalten) und aßen gemeinsam mittags und abends.
So gut es uns gefallen hat, so gab es doch von Melli Kritik: „Es hat unzählige Zeit gedauert, bis endlich der Wasserschaden bei uns im Bad behoben wurde“, ärgerte sie sich. Das konnten wir so nicht bestätigen. In unserem Fall kam noch nachts um 00.30 Uhr ein Techniker, um unsere kaputte Moskitos-Türe zu reparieren.
Abreise fiel uns schwer
Die Abreise vom Natura Park Beach Eco Resort & Spa fiel uns schwer. Die letzte Woche unseres Aufenthaltes auf der Dominikanischen Republik verbrachten wir im Melia Caribe Tropical – dem 5-Sterne-Hotel der gehobeneren Luxusklasse. Die Hotelanlagen gehört auf der Dom Rep mit einem riesigen Parkgelände und einem ausladenden Privatstrand sowie Golfcaddies oder einer kleinen Bahn, die die Gäste zu ihren Wohnungen fahren, zu den gehobeneren Häusern in der Karibik – sofern man Massentourismus nicht komplett abgeneigt ist. Denn hunderte Hotelgäste aus Amerika, Russland, Deutschland und einigen anderen Regionen der Welt, begegnen einem doch immer wieder in dem luxuriösen Urlaubsdorf. Etwas luxuriöser geht es im Media Club zu – hier stehen halbe Betten zum sonnigen Ausruhen am Strand für die Gäste bereit.
Zusätzlich gibt es privatere Bereiche, die Royal-Bereiche. Sie ermöglichen eine stärkere Abgrenzung gegenüber den anderen Hotelbereichen und bieten teils Privatpools. Für nur 20 Dollar Aufpreis pro Tag hat man zudem Internet auf dem Zimmer. Regulär kosten die Standard-Appartements im Melia in Punta Cana zwischen rund 150 bis 200 Euro am Tag (reguläre Preise). Hinzu kommt eine recht gute Küche. Zum Chillen stehen zahlreiche Open-Air-Launches mit großen in Brauntönen gehaltene geschmackvollen Liegebetten sowie ausufernde Sofa-Rondells zur Verfügung. Der Strand ist ungefähr vier Mal so groß, wie jener vom Natura Park Hotel – dafür aber nicht so romantisch und karibisch natürlich.
Unterm Strich ist uns das Melia Caribe Tropical anfangs zu luxuriös, zu perfekt durchgestylt, zu stark auf gehobeneren Massentourismus ausgerichtet. Anfangs war es ein kleiner Kulturschock zum simpleren und etwas privateren Natura Park Beach Eco Resort & Spa. Doch am Ende unseres Aufenthaltes kommen wir doch zu dem Urteil: Die erste Woche weniger Luxus, dafür eine privatere Hotel- und Strandatmosphäre und in der zweiten Woche etwas mehr Luxus im Hotel, auch ein umfangreicheres Essensangebot, hat uns doch ganz gut gefallen. Wir würden diese Zweiteilung des Urlaubs also wieder machen.
Sonstige Reisetipps für die Dom Rep:
Welt-Adapter für die Steckdosen sollten im Gepäck sein (110 Volt in den Steckdosen). Am besten mehrere (Handy, Computer, Fotoapparat, Zahnbürste). Zudem sollte man für die Nacht Anti-Moskitos-Elektro-Stecker im Gepäck haben sowie Anti-Moskitos-Spray (möglicherweise auch vor Ort kaufen, da Moskitos weltweit unterschiedlich auf die Sprays agieren). Außerdem: Zwei oder drei dünne Sommerhosen genügen, auch zwei dünne Pullover – keinesfalls mehr. Wichtiger sind ausreichend T-Shirts im Gepäck und kurze Hosen und Badehosen zum Wechseln. In unserem Fall war es auch nachts noch um die 27 bis 28 Grad warm, so dass wir auf einen Pullover gänzlich auch beim Abendessen verzichten konnten.
+Dominikanische Republik – sonstige Sehenswürdigkeiten
Die Dominikanische Republik ist ein tropisches Land, hervorragend ganzjährig für Strandurlaub mit Rundumsorglos-Paket auf Reiseportalen oder im Reisebüro zu buchen. Neben Santa Domingo und der berühmten Trauminsel Saona Island gibt es nur wenige weitere attraktive Ausflugsziele, doch es gibt sie. Darunter einen der schönsten Strände der Welt.
Weitere Freizeitangebote außerhalb des Hotels buchen oder wahrnehmen: Entweder per organisierter Tour (teuer) oder auch auf eigene Faust im Mietwagen. Netz-Trends nennt ohne näher darauf einzugehen, stichwortartig an dieser Stelle einige Ausflugsziele. Bei Interesse sollte im Internet nach weiteren Hintergründen recherchiert werden:
Playa Güibia oder in Englisch Güibia Beach: Ein beliebter Strand bei Santa Domingo – vor allem auch von Europäern gerne mit ihren Kindern genutzt, die in der Hauptstadt der Dominikanischen Republik ganzjährig leben.
Balneario San Rafael oder auf Englisch San Rafael Spa: 15 Autominuten vom Städtchen Barahona entfernt handelt es sich dabei um ein im Tropenwald liegendes natürliches Wasser-Plateau, das gerne von Touristen oder Einheimischen zum erfrischenden Baden genutzt wird. Insektenspray und heimisches Anti-Moskitos-Spray ist dringend – wie überall in der Nähe des Tropenwaldes – zu empfehlen. Eventuell auch langärmlige dünne Kleidung. Sonnencreme ist ein Muss.
Duas de Bani oder englisch The Sand Dunes of Bani: Dabei handelt es sich um das größte Wüstengebiet der Karibik. Die Wüste liegt in der Nähe der gleichnamigen Stadt Bani und circa 30 Minuten von Santa Domingo mit dem Auto entfernt. Die schönsten Fotos gibt es sehr früh morgens zwischen 7 und 10 Uhr oder nachmittags zwischen 16.00 und 18 Uhr. Am Eingang zur Wüste ist Einlass zu bezahlen.
Laguna de Cabral oder auf Englisch Cabral Lagoon, auch bekannt als Rincon Lagoon: Der zweitgrößte Binnensee nach dem Lake Enriquilo in der Dominikanischen Republik. Anti-Insektenspray und heimisches Anti-Moskitos-Spray sowie ggf. dünne langärmlige Kleidung dringend zu empfehlen.
Reserva Cientifica Ebano Verde oder auf Englisch Green Ebony Scientific Reserve: Hier liegt das kleine Bergstädtchen der Dominikanischen Republik, Constanza (Bereich Casabito). Das Gebiet ist ein Naturschutzraum. Ein 30-Minütiger Spaziergang führt recht einfach durch das Gebiet. Gute Wanderschuhe oder andere feste Schuhe sind empfehlenswert. Auch Anti-Moskitos-Spray und Anti-Insektenspray.
Monte Christi: Ein hügeliges Tropenland mit vielen Tieren und üppiger Natur.
Los Haitises: Liegt in der Nähe der Samana Bay. Es ist das größte Naturschutzgebiet der Karibik.
Charcos de Damajagua, auf Englisch 27 Pools der Damajagua: Ein zum Baden geeignetes Naturgebiet mit mehreren Wasserfällen. Zugang am einfachsten über die Stadt Llano Perez, Nähe Puerto Plata Highway.
Walfisch-Schauen in Cayo Levantado auf Samana Island: Eine wunderbare Karibikinsel in der Nähe der Stadt Samana. Touristen besuchen die Insel am liebsten zwischen Januar und März, da in dieser Zeit dort Wale zu besichtigen sind. Richten Sie sich auf tausende andere Touristen und Besucher ein.
Salto de Aguas Blancas (auch: Sendero Aguas Blancas), auf Englisch White Water Falls: Die höchsten Wasserfälle der Antillen in der Karibik und zwar im Zentrum der Berge von Cordillera.
Playa Rincon oder auf Englisch Rincon Beach: Gilt auf Grund seines ungewöhnlich hellen und feinen Sandes sowie der wunderbaren Palmen am Strand als einer der schönsten Strände der Welt. Der Strand gehört zu dem „Club of the Most Beautiful Bays in the World“. Der Strand liegt in der Nähe der Stadt Galeras im Nordosten der Dominikanischen Republik ungefähr eine Stunde von der Stadt Samana entfernt. Doch Achtung: Die Fahrt dorthin ist sehr zeitaufwendig. In dem Inselreiseführer „Guia Turistica de la Republica Dominicana“ steht:
„From Samana you should take the highway that leads to the locality of Las Galeras. After approximately 20 minutes you will come to a crossing with an earth road where you turn and follow the signs for Rincon Beach. After a slower journey of about 40 Minutes, you will finally arrive at what many people have called a „Paradise on Earth“. From the Galeras junction, this earth road runs for less than four and one half miles, about seven kilometers…. Another way of getting to Rincon beach is by the fishing boats that leave from Las Galeras. Some of the fishermen offer this service after they have completed the day’s fishing….“. Auch Tour-Operator bieten einen Besuch an diesem Traumstrand (teuer) an.
Isla Catalina, auf Englisch Catalina Island: Gilt als eine der schönsten Inseln rund um die Dominikanische Republik. Touristentouren führen dorthin oder bis La Romana fahren. Dort gibt es Cruise Ships, die auf die Insel fahren. Die Insel gilt als eines der schönsten Schnorchel- und Tauchergebiete mit seinen Riffs in der Karibik. Besonders schön ist es am „Muro Arrecifal“ sowie am „Acuario“, beziehungsweise „Aquarium“. Der „Guia Turistica de la Republica Dominicana“ schreibt: „To reach this, go to the edge of the beach where the main jetty is locates, a gentle incline descends to the impressive wall which reaches a depth of over 100 meter, 33 feet, with two very striking steps, 25 und 40 meters, 80 and 130 feet down“.
Warum bleibste nicht einfach in D oder AU. Weisst ja eh alles besser.
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