Die ehemalige Google-Managerin Marissa Mayer ist jetzt rund drei Monate als CEO beim Internetgiganten Yahoo im Amt. Erstmals legte sie deshalb nun Quartalszahlen vor – und zwar jene des dritten Quartals. Das Ergebnis: Besser als erwartet, heißt es von der Wall Street in New York City. So sei der Gewinn bei Yahoo im dritten Quartal um stolze 66 Prozent gestiegen, was 35 Cents pro Aktie entspricht. Der Umsatz kletterte auf rund 1,08 Mio. US-Dollar.
Auch die Umsätze aus den Internetsuch-Aufträgen an Yahoo kletterten um 11 Prozent auf über 414 Mio. Dollar im dritten Quartal 2012. Hinzu kommen weitere 452 Mio. US-Dollar Werbe-Einnahmen aus Display-Werbung. Marissa Mayer sagte, sie würde derzeit wichtige Schritte mit ihrem Team unternehmen, um Yahoo langfristig erfolgreich zu positionieren.
Im Umfeld der Bilanzmitteilungen von Yahoo wurde auch bekannt, dass Mayer wohl plane, Yahoo noch stärker zu personalisieren als bislang. Diese Strategie verfolgen auch Bing.com oder Google.com, aber auch viele andere Internetunternehmen, beispielsweise Online-Reiseportale oder Onine-Reisebuchungs-Plattformen.
+Apple, Google und Microsoft sollen Yahoo-Mitarbeiter nutzen
Gleichzeitig versucht Mayer die Mentalität der Mitarbeiter von Yahoo etwas stärker auf Schnelligkeit und Flexibilität im Umgang mit Internet-Nutzern und deren Bedürfnissen zu ändern. In diesem Zusammenhang habe Mayer, wird gesagt, wohl auch die langjährige Gewohnheit der Yahoo-Mitarbeiter an das Blackberry-Handy geändert und setzte nun verstärkt Apple-Produkte ein, aber auch Google oder Microsoft Smartphones.
Allerdings geht die Machtübernahme von Mayer intern bei Yahoo nicht ganz geräuschlos vorbei. So heißt es, währen der vergangenen drei Monate hätten zahlreiche Top-Manager Yahoo verlassen. Darunter sei auch der Chef der Personalabteilung gewesen (HR) sowie der oberste Verkaufs-Manager. Selbst der Finanzchef von Yahoo, Tim Morse, soll angeblich Yahoo verlassen haben. Sein Nachfolger soll angeblich Ken Goldman werden.