Es gibt mittlerweile für fast jeden Bereich eine Versicherung. In Deutschland noch nicht sehr weit verbreitet, in den USA aber auf dem Vormarsch: Eine Versicherung nur für das geliebte Smartphone oder Handy. Die Rede ist von Handyversicherungen oder Smartphone-Versicherungen. Netz-trends.de sagt, für wen eine sinnvoll ist und für wen nicht.
Grundsätzlich gilt: Je teurer das Smartphone oder Handy, desto eher könnte es sinnvoll sein, sich über eine Versicherung Gedanken zu machen. Beispiel: Wer eine Hausratsversicherung hat, der hat bei einem Einbruch auf jeden Fall auch sein Smartphone mit abgesichert. Besonders teuer kann es werden, wenn man ein Smartphone bei Abschluss eines Telekommunikations-Vertrages günstig erhalten hat – zum Beipiel für 150 Euro, der Vertrag aber 24 Monate läuft, ehe man ein neues günstiges Handy oder Smartphone sich holen darf. Wenn ein solches Handy vor Ablauf der 24-Monatsfrist gestohlen wird, sind leicht 400 oder mehr Euro fällig.
In den USA bietet so ziemlich jeder Telekommunikationskonzern auch Handy-Versicherungen. Der Telekommunikations-Konzern AT&T bietet beispielsweise eine Handyversicherung für monatlich rund 6,99 Dollar – sofern das Smartphone oder Handy den tatsächlichen Wert von 199 Dollar nicht übersteigt.
Aber auch in Deutschland gibt es längst Versicherungsanbieter und Handyversicherungs-Vermittler wie zum Beispiel myphoneschutz.de, handyversicherungvergleich.com oder handyversicherungen.net – um nur wenige zu nennen. In Deutschland kosten Handyversicherungen in der Regel – ähnlich wie in den USA – zwischen 2,99 Euro und 5 Euro im Monat (bei 200 Euro Handy-Neuwert).
+So liest man IMEI Nummer vom Handy oder Smartphone aus
Versicherungsfähig sind beispielsweise Flüssigkeitsschäden (besonders beliebt: Handy fällt ins Klo bzw. die Toilette), Bodenstürze, Bedienungsfehler, Überspannung, Sabotage, Vandalismus, Einbruchdiebstahl, Raub oder Plünderung. Aber Achtung: Gerade beim Handy-Diebstahl ist es nicht unüblich, dass bis zu 25 Prozent des Neupreises als „Eigenanteil“ fällig werden. Das würde beispielsweise bei einem Smartphone im Wert von 200 Euro ein Eigenanteil von immerhin noch 50 Euro bedeuten.
Allerdings gilt: Ob man tatsächlich eine Handyversicherung oder Smartphone-Versicherung benötigt oder nicht – das hängt vor allem vom eigenen Nutzerverhalten ab. Wer schnell mal etwas vergisst, für den könnte eine solcher Versicherung sinnvoll sein. Wer aber akribisch stets einen wachen Blick auf sein Handy hat und auch in den Öffentlichen Verkehrsmitteln in Bussen und Bahnen stets noch einmal einen Blick auf den Sitz macht und prüft, ob das Smartphone nicht zufällig aus der Tasche gefallen ist – und das auch in Restaurants oder Cafés macht – für den ist eine Handyversicherung eher unnötig. Wer aber zu Oberflächlichkeit neigt oder zu Vergesslichkeit – für den könnte eine Versicherung sinnvoll sein.
Nur: Nicht abgesichert sind selbstverständlich die Daten. Diese sollte man sich grundsätzlich separat speichern. Und noch ein Tipp: Beim Abschluss einer Handyversicherung werden häufig die folgenden Kriterien abgefragt: Hersteller, Modell, Anbieter, IMEI, Kaufdatum sowie der Kaufpreis. Die IMEI ist eine Nummer, die ein Handy identifiziert. Hierfür muss man die Zahlenkombination *#06# eingeben. Dann erscheint meist eine ellenlange Zahlenfolge – sie könnte beispielsweise aus 15 Ziffern bestehen. Wer schließlich auch die IMEI-Nummer hat und alle anderen Daten in das Versicherungsformular eingegeben hat, dem steht ein Abschluss einer Handyversicherung nicht mehr viel entgegen.