Mercedes nennt das erste Halbjahr 2027 als Bestellstart; geeignete Bestandsfahrzeuge sollen die Funktion per Funkupdate erhalten.
Das Wichtigste in Kürze
- Mercedes-Benz plant, MB.DRIVE ASSIST PRO im ersten Halbjahr 2027 in Deutschland bestellbar zu machen.
- Das System soll die Navigation vom Start bis zum Ziel unterstützen – einschließlich Autobahnausfahrt und Stadtverkehr.
- Mercedes stuft die Funktion als SAE-Level 2 ein: Der Fahrer muss aufmerksam bleiben und behält laut Hersteller Kontrolle und Verantwortung.
Mercedes-Benz will seine Routenassistenz ab dem ersten Halbjahr 2027 auch durch deutsche Innenstädte führen lassen. MB.DRIVE ASSIST PRO soll beim Spurwechsel, Abbiegen und Anfahren helfen. Das Auto fährt dadurch aber nicht autonom: Der Fahrer muss weiter auf den Verkehr achten und die Kontrolle behalten.
Der Hersteller hat die Funktion am 21. Oktober 2026 angekündigt. Sie soll eine aktive Mercedes-Navigation vom Start bis zum Ziel begleiten. Auf Autobahnen vorhandene Assistenz wird damit laut Mercedes-Benz auf weitere Abschnitte der Route ausgeweitet – darunter die Abfahrt von der Autobahn und dichter Stadtverkehr.
Was der Assistent übernehmen soll
Bei aktiver Navigation lässt sich die Funktion nach Angaben des Herstellers per Taste am Lenkrad einschalten. MB.DRIVE ASSIST PRO soll dann unter anderem beim Wechsel auf die richtige Spur, beim Einfädeln, beim Abbiegen an Kreuzungen sowie beim Bremsen und Anfahren an Ampeln unterstützen. Mercedes spricht von einem Point-to-Point-System, das die gesamte Navigationsroute einbezieht.
Für die Technik nennt Mercedes 27 Sensoren: zehn Kameras, fünf Radarsensoren und zwölf Ultraschallsensoren. Ein Hochleistungsrechner soll deren Rohdaten verarbeiten. Das sind Herstellerangaben zur Ausstattung; sie belegen für sich genommen keine bestimmte Unfallvermeidung oder Leistungsfähigkeit im Alltag.
Wann das System kommt
Der geplante Bestellstart für Deutschland liegt im ersten Halbjahr 2027. Einen Preis, eine vollständige Liste kompatibler Modelle oder die genaue Hardware-Voraussetzung hat Mercedes noch nicht veröffentlicht. Die Verfügbarkeit soll vom jeweiligen Modell abhängen und schrittweise auf Mercedes-Pkw und Vans ausgeweitet werden.
Auch geeignete Bestandsfahrzeuge könnten die Funktion laut Unternehmen per Over-the-Air-Update erhalten. Das gilt ausdrücklich nur für Fahrzeuge mit der benötigten Ausstattung. Mercedes plant außerdem, das System ab Ende 2026 zunächst ausgewählten Kunden in Stuttgart und München freizuschalten. Ein kostenloser Probemonat ist nach Herstellerangaben für entsprechend ausgerüstete Fahrzeuge vorgesehen. Wie die Nutzung nach der Testphase bepreist wird, ist noch offen.
Warum der Fahrer aufmerksam bleiben muss
Mercedes ordnet MB.DRIVE ASSIST PRO als SAE-Level-2-System ein. Der Hersteller sagt ausdrücklich, dass der Fahrer kontinuierlich aufmerksam bleiben muss und Kontrolle sowie Verantwortung für das Fahrzeug behält. Die angekündigten Funktionen sind damit Fahrassistenz; Mercedes beschreibt sie nicht als fahrerlosen Betrieb.
Auch das deutsche Straßenverkehrsgesetz unterscheidet: § 1d StVG beschreibt ein Kraftfahrzeug mit autonomer Fahrfunktion als Fahrzeug, das die Fahraufgabe in einem festgelegten Betriebsbereich ohne fahrzeugführende Person selbstständig erledigen kann. Das ist eine andere Beschreibung als das von Mercedes angekündigte Level-2-System, bei dem eine Person am Steuer aufmerksam bleiben soll. Die konkrete Nutzung hängt zudem von Modell, Ausstattung und den jeweils geltenden Freigaben ab.
Für Interessierte ist deshalb vor allem die Kompatibilität entscheidend. Wer bereits einen Mercedes fährt, kann aus der Ankündigung noch nicht ableiten, dass das eigene Fahrzeug das Update erhält. Eine Modell- und Ausstattungsübersicht sowie Preisdetails stehen laut Hersteller noch aus.
Häufige Fragen
Fährt MB.DRIVE ASSIST PRO das Auto selbstständig durch die Stadt?
Nein. Mercedes ordnet die Funktion als SAE-Level 2 ein. Der Fahrer muss laut Hersteller kontinuierlich aufmerksam bleiben und behält Kontrolle und Verantwortung.
Wann soll die Funktion in Deutschland starten?
Mercedes plant den Bestellstart im ersten Halbjahr 2027. Eine Vorabfreischaltung für ausgewählte Kunden in Stuttgart und München ist ab Ende 2026 vorgesehen.
Erhalten alle Mercedes-Bestandsfahrzeuge das Update?
Nein. Mercedes nennt nur entsprechend ausgestattete Fahrzeuge. Welche Modelle und Baujahre infrage kommen, hat der Hersteller noch nicht vollständig veröffentlicht.
Was kostet die Nutzung nach dem Probemonat?
Ein Preis oder ein Modell für die Zeit nach dem vorgesehenen kostenlosen Probemonat wurde bislang nicht genannt.
Ihre Einschätzung
Welche Fahrassistenz-Funktion wäre für Sie im Stadtverkehr am hilfreichsten – und welche Aufgabe möchten Sie unbedingt selbst übernehmen? Schreiben Sie es in die Kommentare.
Quellen und Stand
- Mercedes-Benz: MB.DRIVE ASSIST PRO und Point-to-Point-Fahren in Deutschland, Mitteilung vom 21. Oktober 2026.
- § 1d Straßenverkehrsgesetz (StVG), Bundesministerium der Justiz / Bundesamt für Justiz.
Recherche- und Datenstand: 1. November 2026.
Transparenzhinweis: Bei Recherche, Strukturierung und Erstellung dieses Beitrags kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die verwendeten Quellen sind im Artikel aufgeführt. Die Veröffentlichung erfolgt erst nach manueller redaktioneller Freigabe.