International Astronautical Congress IAC in Mexiko: Elon Musk spricht über sein Mars-Programm

Seit Jahren bastelt Tesla-Co-Gründer Elon Musk an einem Raumschiff-Projekt mit seiner Firma SpaceX. Sein Ziel: Menschen kommerziell zum Mars zu fliegen, möglicherweise auch zu anderen Planeten.

pixabay.com / CC0 Public Domain
Klingt noch wie Science Fiction: Raumschiffe, die uns ins All bringen. Doch 2024 könnte es so weit sein, glaubt Elon Musk.

Fakt ist: Für das am 27. September anstehende große Astronauten-Treffen in Guadalajara, Mexiko - dem International Astronautical Congress, kurz IAC - hat sich Elon Musk angekündigt. Worüber der Elektroauto-Star spricht, dürfte klar sein: über sein Raumschiff-Projekt.

So erklärte Elon Musk zu diversen Anlässen, er wolle in den nächsten Jahren starten, regelmäßig Menschen zum Mars zu fliegen.

Bislang sprach er von einem Mars Cargo Transporter (MCT).

Doch dass es Musk nicht mehr nur um den Mars geht, sondern möglicherweise um weitere Planeten unseres Sonnensystems, lässt ein Tweet erkennen, in welchem der Tesla-Gründer erstmals ein vollkommen neues Wort in den Mund nahm: Interplanetary Transport System (ITS), also Interplanetares Transport System.

Das ITS, so viel steht fest, skizziert deutlich, dass Elon Musk das ganze Sonnensystem beliefern möchte, sollte sein Traum von Menschen auf dem Mars oder anderen Planeten irgendwann einmal Wirklichkeit werden.

Doch egal wohin die Reise der Zukunfts-Raumschiffe führt: Millionen Menschen werden wie bislang die Erde als ihr Zuhause bevorzugen.

Gut möglich jedoch, dass Tausende wohlhabende und abenteuerlustige Menschen, die Jahr um Jahr zum Mount Everest pilgern und dafür gut 100.000 Euro bezahlen, künftig noch eine Schippe drauf legen und sich als Ausflugsziel den Mars und andere Planeten aussuchen.

Auf dieses Ziel arbeitet Elon Musk hin. Seine Falcon-Rakete dürfte deshalb erst der Anfang sein. Dies erklärte Musk auch bei einem Vortrag am American Institute of Aeronautics and Astronautics (AIAA). Möglich seien demnach größere Raketen wie die Falcon Heavy oder die Falcon X.

So erklärte er kürzlich auf dem StartmeupHK Festival in Hong Kong: "Ich denke, wenn die Dinge nach Plan gehen, sollten wir in der Lage sein, die Menschen in 2024 wahrscheinlich zu starten und im Jahr 2025 zum Mars zu bringen."

In einem ersten Schritt wolle er 2018 eine Mission zum Mars launchen. Dann wolle er alle 26 Monate Frachtflüge zum Mars durchführen. Denn wo Menschen seien, so sein Kalkül, benötige man Fracht.

Mit den ersten Raketenflügen starteten in den 1940er Jahren sehr erfolgreich die Deutschen. Von deren Technik kupferten dann die Amerikaner und Russen ab, die sich bis 1990 einen Wettlauf um die Eroberung des Orbits lieferten.

Heute wird der Kampf ums Weltall ergänzend zu staatlichen Programmen von zwei privaten amerikanischen Unternehmen geführt – von Elon Musks SpaxeX und von Blue Origin, der Raumschiff-Firma von Amazon-Gründer Jeff Bezos.

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