Sale! Irre Online-Auktion: 18.000 wollten ein Tesla zum halben Preis auf QoQa.ch kaufen

Dem schweizerischen Onlinehändler QoQa.ch gelang es in einer irren Marketingaktion Tausende Nutzer auf seine Webseite zu locken und obendrein die internationale Presse neugierig zu machen.

Bild: Screenshot
Tischlein wechsel dich: alle paar Minuten war Montagnachmittag mal die Tesla-Auktion beendet, dann wurde nochmal ein Tesla zum Versteigern nachgeschickt. Hier ein Screenshot von kurz nach 17 Uhr.

Nach Angaben der Schweizer Boulevard-Zeitung BLICK hätten sich beim Schnäppchen-Portal QoQa.ch 18.000 Menschen gemeldet, die auf der Plattform einen Tesla S85D – ein amerikanisches Luxus-Elektroauto - statt für die üblichen 104.000 Schweizer Franken (95.800 Euro) für 52.000 Schweizer Franken (47.900 Euro) ersteigern wollten. Bereits nach wenigen Minuten seien die zur Verfügung stehenden Tesla S weggewesen, schreibt die BLICK.

Die Tesla-Auktion auf QoQa.ch startete um Mitternacht zu Montag, wobei angeblich in den ersten 30 Minuten bereits 18.000 Menschen zugesagt hätten, einen Tesla für 52.000 Schweizer Franken statt der in der Schweiz üblichen rund 104.000 kaufen zu wollen.

Wie viele Billig-Tesla wirklich verkauft wurden, ist bislang nicht bekannt. Die Schweizer Boulevardzeitung BLICK, in aller Regel gut informiert, schreibt, wonach sich QoQa.ch-Chef Pascal Meyer nicht habe äußern wollen. Aber, führt BLICK online weiter aus, habe man recherchieren können, dass rund 20 Tesla-Elektroautos zum halben Preis verkauft worden seien, also versteigert worden seien.

Die Aktion ist so erfolgreich, dass QoQa ab Montag 16 Uhr weitere Teslas anbot. Angeblich, behauptet der QoQa-Chef Meyer im BLICK, fahre er mit der Auktion keine Verluste ein: "Wenn ich Ihnen sage, was wir pro Stück zahlen, bekomme ich ernsthaft Probleme".

BLICK schreibt weiter, dass man bei Tesla Europa nicht glücklich sei, dass das Luxusauto nun in der Schweiz verschleudert werde. So zitiert das Portal Tesla mit den Worten: "Es besteht keine Vereinbarung mit QoQa, Model S zu Sonderkonditionen zu kaufen". Auch habe QoQa nicht in Europa direkt über Tesla bestellt, vielmehr habe das Schnäppchenportal angeblich direkt über die USA seine Teslas geordert.

Montag 16.30 Uhr war der erste Schwung an Billig-Teslas auf QoQa.ch versteigert.Bild: Screenshot

Wer bei QoQa einen Tesla zum halben Preis ersteigerte, musste umgehend 3000 Schweizer Franken Anzahlung leisten. Der Rest muss bis 22. Dezember 2015 überwiesen werden. Zudem darf das Auto innerhalb des ersten Jahres nicht weiter verkauft werden oder über eine andere Person laufen.

Eines ist schon jetzt klar: Die 10-jährige Feier von QoQa ist mit der Tesla-Auktion eine gelungene Marketing-Kampagne geworden. Am Mittwoch dieser Woche will QoQa noch einen drauf legen. Angeblich wolle man seinen Nutzern mit Hilfe einer Fluglinie etwas anbieten, "was es in der Geschichte der Luftfahrt noch nie gegeben hat". Mehr wolle man aber momentan, schreibt BLICK, derzeit auf Seiten von QoQa nicht verraten.

In den vergangenen Jahren könnte QoQa sich seine Marketingaktionen immer wieder viel kosten haben lassen. So war schon einmal ein Porsche 911 auf einer Auktion verlost worden – ein anderes Mal sei es, schreibt BLICK, eine teure Rolex Daytona gewesen. Beide Produkte waren ebenfalls zum halben Preis angeboten worden.

Update Redaktion: Um 16:30 Uhr war der Tesla auch am Montag auf der QoQa-Auktion wieder ausverkauft. Um 16.57 Uhr konnte netz-trends.de aber wieder für Sekunden einen Tesla im Angebot sehen, wobei auf der webseite von QoQa stand, man habe angeblich noch 5% der zur Auktion stehenden Billig-Tesla im Angebot.

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