Trauer "My Heart Will Go On": James Horner, "Titanic"-Komponist stirbt bei Flugzeugabsturz

Der legendäre Schöpfer der weltbekannten Filmmusik zu Titanic saß gemeinsam mit einem Freund in einem kleinen Flugzeug und stürzte im US-Bundesstaat Kalifornien ab. Was die Ursachen für den Absturz sind, ist bislang nicht klar. Bekannt ist, dass die meisten kleinen Flugzeuge abstürzen, da die Piloten sich vor Flugbeginn nicht ausreichend über gefährliche Winde erkundigen und glauben, sie könnten auch mit schwierigeren Winden schon irgendwie fertig werden.

Titanic gibt es jetzt auch als 3-D-Version. Hier ein Screenshot aus dem Trailer.

Er ist einer der größten Filmkomponisten aller Zeiten: James Horner, der in Kalifornien lebende amerikanische Komponist mit österreichischen Wurzeln. Nun starb er bei einem Flugzeugabsturz.

Der zweifache Oscar-Preisträger, 61, arbeitete an drei James Cameron Filmen, zwei Star Trek-Filmen und Klassikern wie "A Beautiful Mind", "Feld der Träume" oder Apollo 13".

Mit James Horner geht ein Musikgenie, einer der nur 61 Jahre alt wurde. Der Hollywood Reporter schreibt, der Schöpfer der "herzzerreißenden Partituren für Field of Dreams , Braveheart und Titanic" sei in der Nähe von Santa Barbara abgestürzt.

James Horner gewann zwei Academy Awards. Der Hollywood Reporter zitiert Sylvia Patrycja, seine enge Assistentin mit den Worten: "Wir haben eine erstaunliche Person mit einem großen Herzen und ein unglaubliches Talent verloren. Er starb für das, was er liebte."

Horner soll das kleine Flugzeug selbst gesteuert haben, als es in einer Wüstengegend 60 Kilometer nördlich von Santa Barbara abstützte. Der Mitflieger ist bislang nicht identifiziert worden, heißt es.

Derweil reagiert Hollywood bestürzt und fassungslos über den tragischen frühen Tod des Musik-Titans. James Horner hatte 1997 die Filmmusik zum Liebesfilm Titanic (Regie: James Cameron) komponiert und war vor allem damit weltbekannt geworden. Die Song-Zeile "My Heart Will Go On", gesungen von Celine Dion, bringt noch heute Millionen von Fans zum Weinen.

Horner selbst erklärte 2009 in einem Interview mit der Los Angeles Times über seine zahlreichen weltbekannten Filmkompositionen: "Mein Job ist es, an jeder Ecke des Films das Publikum mit ihrem Herzen fühlen zu lassen". Alleine der Soundtrack zu Titanic verkaufte sich weltweit bislang 27 Millionen Mal.

Vor allem die Zusammenarbeit mit Action-Regisseur Cameron war überaus fruchtbar. So war er bereits für Originalpartitur für den Blockbuster Aliens (1986) und Avatar (2009) für den Oscar nominiert worden. Weitere Oscar ausgezeichnete oder nominierte Filme, für welche Horner die Filmmusik komponierte hatte, waren: Braveheart (1995), A Beautiful Mind (2001), Feivel (1986), Field of Dreams (1989), Apollo 13 (1995) sowie Haus aus Sand und Nebel (2003).

Weltbekannte Filme, die seine Musik schmückten waren außerdem: The Lady in Red (1979), Wolfen (1981), Star Trek II: Der Zorn des Khan (1982) und Star Trek III: Auf der Suche nach Mr. Spock (1983). Zudem: Red Heat (1988), Ruhm( 1989), The Rocketeer (1991), Die Stunde der Patrioten (1992), Das Königsspiel (1993), Jumanji (1995), Wie der Grinch Weihnachten gestohlen hat (2000), Troy (2004) sowie The Amazing Spider-Man (2012).

James Horner selbst kam aus einer Künstlerfamilie. So war auch sein Vater, Harry Horner, mit zwei Oscars als Art Director ausgezeichnet worden.