US-Technik Chinas Militär verbietet wohl Apple Watch aus Spionage-Angst

Die Begründung laute angeblich: Man sorge sich, dass mittels der Apple-Watch Soldaten ausspioniert werden könnten. Ob nur die Apple Uhr im chinesischen Militär verboten werden könnte oder auch das Tragen von Smartphones, ist bislang nicht klar. Gerüchte besagen allerdings, dass es in China im Bereich der Smartphones ein Verbot für Soldaten gebe.

Bild: netz-trends.de
Der Apple Store in München.

Angeblich solle das chinesische Verteidigungsministerium den Einsatz der neuen Apple Uhr (Apple Watch) sowohl für Behördenmitarbeiter als auch sonstige Mitarbeiter des chinesischen Militärs verboten haben.

Denn selbstverständlich können auch Smartphones – besonders mittels GPS – zu ständigen Spionen umfunktioniert werden. Ein Satellit erkennt innerhalb von wenigen Sekunden fast auf den Meter genau, wo man sich gerade mit seinem GPS-gesteuerten Handy aufhält – Stichwort Standortinformationen.

Dass solche technischen Möglichkeiten die nationale Sicherheit von Ländern untergraben können, darüber gibt es unter Verteidigungsfachleuten seit Jahren keinen Streit mehr. Neben den Netzwerksicherheitsrisiken, heißt es, würden selbst Sprachanrufe auf Handys von Soldaten, welche im Einsatz sind, mittlerweile in China als eine Verletzung der nationalen Sicherheits-Verordnungen gewertet. Ebenfalls unzulässig seien Funktionen wie Mikrofone oder Webcams an Handys von Soldaten – auch an der Apple Watch. Verboten ist in Chinas Militär angeblich auch die Funktion der Sprachsteuerung von Apple Siri.

Im Sommer 2014 war im Zuge der Enthüllungen des ehemaligen amerikanischen Geheimdienst-Mitarbeiters Edward Snowden bekannt geworden, dass die amerikanische Staats-Hackerbehörde NSA in der Lage sei, faktisch jedes Handy zu hacken und heimlich Mikrofone und Kameras zu aktivieren.

Vor allem viele PC-Besitzer sind seitdem dazu übergegangen zumindest die in Notebooks oder sonstigen Computern integrierten Webcams zuzukleben und nur bei Gebrauch den Klebestreifen zu entfernen.

Ebenfalls "als Sicherheitsrisiko gelten bei vielen in der EU die angeblichen Antivirenprogramme wie Cisco, Citrix, McAfee, Symantec oder Kaspersky". Grund: Auch sie stünden "im Verdacht, mit der US-Stasibehörde NSA oder anderen dubiosen Horch- und Guck-Behörden der US-Regierung oder britischen Regierung zusammen zu arbeiten", sagt ein IT-Fachmann zu netz-trends.de. Als sicher gielte hingegen die deutsche Antivirensoftware Antivir.


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