Social Seeding - Oder wie verbreite ich meine Inhalte auf Facebook

Außerdem sprechen die Zahlen für sich: Bereits 2011 war Facebook in fast 50 Sprachen verfügbar und hatte weltweit 1,2 Milliarden Nutzer. Das Netzwerk verbindet also Menschen auf der ganzen Welt. Bereits damals hatte jeder Nutzer im Durchschnitt 130 Freunde und minütlich kommen 98.000 Freundschaftsanfragen dazu. Außerdem gab es pro Minute fast 383.000 Klicks auf "Gefällt mir".

Allein in Deutschland sind mittlerweile 25 Millionen Menschen auf Facebook aktiv. Das öffnet Unternehmen große Möglichkeiten, um ihre Botschaften "an den Mann zu bringen". Gastbeitrag von Elisabeth Gieseler.

Das macht Facebook auch für Unternehmen extrem spannend. Doch reicht es aus, regelmäßig eigene Inhalte auf der unternehmenseigenen Facebookseite zu posten? Nein, oft ist es effektiver, auf eine geschickte Verbreitung (Social Seeding) zu setzten. Gute Inhalte verbreiten sich viral – also fast wie ein Virus - durch das Netz. Dieser virale Effekt kann mit geschickten und gezielten Maßnahmen verstärkt und unterstützt werden.

Beispielsweise gibt es mittlerweile Fanseiten und Persönlichkeiten auf Facebook mit mehreren Tausend Fans. Wird hier eine Nachricht gezielt verbreitet, können Multiplikatoren und einflussreiche Persönlichkeiten erreicht werden, die die Inhalte weiter verbreiten. Darüber hinaus finden sich zu vielen Themen Interessierte zusammen und gründen eine Gruppe. Daher sind diese Seiten spannend für Unternehmen, um hier ihre Neuigkeiten in einem themenrelevanten Umfeld zu verbreiten. Hier sind neben den potenziellen Kunden auch Mitbewerber und in der Branche anerkannte Persönlichkeiten aktiv. So kann eine größere Reichweite erzielt werden, als nur durch Postings auf der eigenen Facebookseite.

Facebook ist ideal, um eine Marke oder ein Produkt online und offline bekannter zu machen und Kunden zu finden und zu binden. Dabei geht es bei Facebook allerdings nicht vorrangig um Werbung, sondern darum, Kontakte aufzubauen und Kommunikation und Interaktion zu fördern. Ein Dialog mit Kunden und anderen Zielgruppen kann etabliert werden. Dabei sind interessante Inhalte, die die User dazu animieren, diese zu teilen, die Ausgangsbasis. Hier ist auch die Verbindung zu anderen Netzwerken hilfreich. Dann kann ein Post auf Facebook auch direkt bei Twitter verbreitet werden. So werden die Facebook-Fans und die Twitter-Follower erreicht.

Übrigens ist es notwendig, um den Kontakt zu Fans und Followern aufzubauen, auch auf negative Beiträge zu reagieren. Außerdem sollten Unternehmen das posten, was ihre User lesen wollen. Nur für die Zielgruppe interessante Inhalte werden geliked und geteilt. Und ist es mittlerweile auch bei Facebook hilfreich, mit Hashtags zu arbeiten. Mit dem von Twitter übernommenen Element ist es möglich, relevante Begriffe schneller ausfindig zu machen. Außerdem erregen treffend gewählte Hashtags Aufmerksamkeit.

Auch wenn Facebook regelmäßig der Untergang vorhergesagt wird, wird das soziale Netzwerk auch in den nächsten Jahren weltweit die Nummer 1 bleiben. Ständig arbeiten die Macher an Veränderungen und Verbesserungen, sodass auch Unternehmen immer auf dem neuesten Stand sein müssen, um ihre Inhalte den Nutzern näher zu bringen. Daher ist Facebookmarketing auch "Praktikantenjob", sondern eine wichtige Aufgabe und Herausforderung für jedes Unternehmen.