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Test: Tesla Model S 85 im Vergleich zu Porsche Panamera S 3-Hybrid

Der Porsche Panamera in New York. Foto: Porsche Presse

Bis vor wenigen Jahren kannte kaum jemand den kalifornischen Autobauer Tesla. Doch da immer mehr Hollywoodstars auf Tesla schwören und Gerüchte besagen, möglicherweise wolle Apple größer bei Tesla einsteigen, ist diese neue Automarke auch zunehmend auf dem deutschen Markt als luxuriöses Nischenprodukt im Gespräch. Für viele stellt sich aber die Frage, was ist besser: Tesla oder Porsche?

Die Zeitschrift Wirtschaftswoche (Wiwo) publizierte in der Ausgabe vom 28. Oktober 2013 (S. 80, 81) einen interessanten Vergleichs-Test der beiden elektrobetriebenen Autos Tesla Model S 85 und Porsche Panamera S 3-Hybrid. Dabei berief man sich auf Aussagen des einstigen Rennfahrers Heinz-Harald Frentzen, 46. Da der Test interessante Aussagen hat, möchten Netz-Trends einige Ergebnisse zum Tesla Model S 85 sowie Porsche Panamera S 3-Hybrid an dieser Stelle wiedergeben.

Bislang schrieb man in der deutschen Presse gerne, wonach Elektromobile maximal eine Reichweite hätten von 30 bis 50 Kilometern - dies gilt auch für den von der Wirtschaftswoche getesteten Porsche Panamera S 3-Hybrid, sofern er ausschließlich im Elektromotor-Antrieb gesteuert wird. Alles was darüber hinaus sei, müsse mit stundenlangem Warten an einer Stromsteckdose langwierig erarbeitet werden, hieß es bislang fast immer in Bezug auf die Nachteile von Elektroautos. Umso überraschter war Netz-Trends, als wir nun in der Wirtschaftswoche gelesen haben, dass es auch anders gehe. So verfüge das Elektroauto der Marke Tesla, der Tesla Model S 85, über eine Reichweite von immerhin bis zu 350 Kilometern und nicht, wie beispielsweise der Porsche Panamera S E-Hybrid im reinen Elektroantrieb, lediglich bis circa 35 Kilometer.

Dass Tesla eine weitere Reichweite aufweist im Elektroantrieb als der Test-Porsche im Elektroantrieb, ist den 85 kWh Lithium-Ionen-Batterien, die im Tesla verbaut wurden, zu verdanken. Demgegenüber verfügt der Porsche Panamera gerade einmal über Lithium-Ionen-Batterien mit 9,4 kWh. Auch im Energieverbrauch steht Porsche mit seinem Panamera S E-Hybrid noch nicht optimal da. Immerhin verbrauchte er im Wirtschaftswoche-Test 10,2 Liter Super-Benzin auf 100 Kilometer, was 95,4 kWh / 100 km entspricht. Wesentlich sparsamer hingegen ist der Tesla Model S 85. Er verbrauchte im Wirtschaftswoche-Test lediglich 26,6 kWh/100 km.

Allerdings geht die Energiesparsamkeit beim Tesla Model S 85 zu Lasten der Power. Hier konnte eindeutig Porsche punkten - allerdings nicht beim Sprint auf die ersten 100 Meter. So schreibt die Wirtschaftswoche: "Beim Ampelrennen hat der Panamera deshalb trotz der Kraft seiner zwei Herzen und obwohl er fast genau so viel wiegt wie das E-Mobil keine Chance gegen die Tesla-Rakete. Aber der Vorsprung reicht nicht, um den Porsche später auf der Autobahn abzuhängen."

So habe der getestete Tesla Model S 85 bei lediglich 209 Kilometern pro Stunde "abgeregelt", während der Panamera S 3-Hybrid erst ab 270 Kilometern pro Stunde nicht noch mehr Tempo aufgewiesen habe. Allerdings würde der Test-Porsche im reinen Elektrobetrieb auch nur auf 135 km/h kommen, schreibt die Wirtschaftswoche.

Die überschaubar knappe Reichweite im reinen Elektromotor-Antrieb kann bei Porsche nur durch das Drücken der E-Charge-Taste überbrückt werden. Dann wechselt der Motor auf die normale Benzinzufuhr und bringt es auch im Falle des Porsche Panamera S 3-Hybrid auf bis zu 750 Kilometer Reichweite.

Auch wenn Frentzen im Wirtschaftswoche-Test zu dem Ergebnis kommt, wonach der getestete Tesla sich "so leicht wie ein Autoscooter" fahren lasse und auch "das Fahrkomfort" und "Handling des luftgefederten" Tesla Model S beeindruckten, so kommt er dennoch zu dem Ergebnis, dass der getestete Porsche Panamera S 3-Hybrid "in puncto Verarbeitung, Fahrdynamik, Komfort und Bremsverhalten" dem Tesla überlegen gewesen sei. Zudem verfüge der Porsche über Assistenzsysteme, "an die man bei Tesla noch gar nicht gedacht hat".

Wem es vor allem auf ein cooles Auto ankomme, so Frentzen, der sei bei Tesla aber derzeit besser bedient: "Der Tesla ist das coolere Auto", sagte er in der Wirtschaftswoche. Ein weiteres Argument für Tesla seien die niedrigeren Betriebskosten als für den Porsche. Gegen einen Tesla könne jedoch wiederum der relativ hohe Wertverlust sprechen, welcher bei um die 30 Prozent alleine in den ersten drei Jahren liege, führt die Wiwo aus.

Der Tesla Model S 85 kostet in seiner Basisversion derzeit rund 95.900 Euro, der Porsche Panamera S 3-Hybrid in seiner Basisversion rund 95.900 Euro.

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