New Yorker hielt illegal 850 Schlangen in seinem Zuhause

Der Schlangenbesitzer, Richard Parrinello, 44, sagte gegenüber den geschockten Polizeibeamten, er liebe Schlangen und habe mit ihnen ein florierendes Online-Geschäft geführt. Er selbst sieht sich als "self-styled snake charmer".

Foto: Netz-Trends
Die New Yorker Polizei entdeckte hunderte illegal gehaltene Schlangen auf Long Island.

Ein "animal control officer" hielt sich illegal hunderte von Schlangen in seinem privaten Zuhause. Die Rede ist von 850 Schlangen, darunter seien auch zwei circa fünf Meter lange lebensgefährliche burmesische Pythons. Der verrückte Besitzer, Richard Parrinello, 44, handelte mit den Schlangen online und zwar von seinem Zuhause auf Long Island, dem Edel-Küstenstreifen nördlich von New York City. Die Tiere waren in einer Garage des Örtchens Shirley gefunden worden.

Besonders hart geht die US-Polizei mit Parrinello ins Gericht, da die beiden Pythons eine wartende Zeitbombe gewesen seien. So ist die Rede von einem "accident waiting to happen". Pythons können sowohl Menschen töten als auch verschlingen. Eine Python kann bis zu 25 Meter lang werden.

Immerhin bestätigte die US-Polizei, wonach die Schlangen angeblich in guten Gesundheitszustand gewesen seien und das Schlangen-Zuhause sei "sicher" gewesen und "sauber". Mittlerweile sind die Schlangen nach Massachusetts in ein "animal sanctuary" gesendet worden.

Kommentar:

Die US-Amerikaner scheinen nicht gelernt zu haben: Bereits in Florida hatten private Haushalte hunderte Schlangen gehalten. Als vor über zehn Jahren ein großer Hurrikan über Florida hinwegfegte, gerieten hunderte in die Freiheit. Heute sind die Everglades mit schätzungsweise 100.000 Riesenschlangen durchzogen. Denn eine Schlange legt hunderte Eier. Es droht nicht nur massive Gefahr für die Menschen sondern auch für das ökologische Gleichgewicht.

Schon heute müssen sich tausende Häuser in Florida erheblich vor Schlangen schützen - um nicht "Besuch" von einer Riesenschlange zu bekommen. Halter oder Züchter von Schlangen gefährden nicht nur sich, ihre Familie oder ihre Freunde, sondern auch ihre Umgebung. Es ist eine falsch verstandene Freiheit und ein Delikt, das wesentlich härter bestraft gehört, als es die Behörden bislang ahnden. Besonders hart sollte der Besitz von Schlangen geahndet werden, die potentiell lebensbedrohlich für andere Menschen sein können. Hier hört die Grenze des Akzeptablen endgültig auf.