Geländewagen Der neue New Range Rover versucht vergebens ins Luxus-Segment vorzustoßen

Range Rover war schon immer die britische Marke jener, die sich auch im Automobilbereich gerne luxuriös geben aber eben doch nicht an die wahren Luxusmarken im Geländewagen-Segment anschließen können oder aus Tradition nicht wollen: Mercedes-Benz und Porsche, Audi und BMW. Nun versucht es Range Rover, bekannt auch als Land Rover, wieder einmal - mit einem Geländewagen im Verkaufssegment ab circa 90.000 Euro und teurer.

range rover / media room
Bleibt altbacken: Der neue Range Rover der Briten.

Das Klientel, das Luxus liebt, möchte Ranger Rover auch mit seiner vierten Auflage des bekannten aber etwas altbacken daherkommenden Allradmobils überzeugen. Range Rover möchte künftig mehr abhaben von jenen, die trotz einer seit fünf Jahren anhaltenden Weltwirtschaftskrise genug auf der hohen Kante haben. Dass es davon mehr als genug Haushalte gibt, ist bekannt. Alleine in Deutschland gibt es über 100 Milliardärs-Familien und einige Hunderttausend Millionäre.

Typisch für britische Wagen wird wieder viel in edlem Holz im Auto-Interieur angeboten. Die Rede ist davon, dass Range Rover insgesamt um die 18.000 unterschiedliche Möglichkeiten einer Innenausstattung anböte. Eine Vielzahl an Materialien wird auch im Ledersegment für die Sitzgarnituren offeriert.

Verspielt ist es jedoch, wenn im Auto sogar eine 29-Speaker-Suround-Anlage den Fahrer oder seine Beifahrer umschallen soll. Sechs Lautsprecher, wie es ein übliches Dolby-Surround von Bose bietet, tut es auch.

Dass sich die Briten mit Veränderungen schwer tun, merkt man einmal mehr auch am neuen Range Rover. Man muss schon sehr genau hinschauen, um zu erkennen, dass sich im Design etwas verschoben hat. Das, was die deutschen Autotechniker auszeichnet - Mut zur Veränderung, Mut zum totalen Schnitt mit gekannten Mustern, ist den Briten fremd.

So wundert es auch nicht, warum sich Range Rover mit den Worten zitieren lässt, die Kunden hätten gesagt, die Ingenieure und Autodesigner sollten auch in der vierten Generation des Range Rovers nicht zu viel verändern ("not to change the Range Rover"), aber es besser zu machen. Obendrein bewirbt man das neueste Modell mit der etwas großspurigen Behauptung "Das leistungsfähigste Luxusfahrzeug der Welt" anzubieten.

Man könnte das auch als Ausrede für mangelnde Innovationsfähigkeit umschreiben. Doch wahrer Luxus im Automobilbereich ist vor allem die Innovationsfähigkeit auf höchstem Niveau. Hoch sind immerhin die Verkaufsziele des neuen Range Rovers: 175.000 verkaufte Modelle wolle man absetzen, ist zu hören.

Die Verkaufsargumente: Der neue Geländewagen sei leichter, effizienter und an die Umwelt anpassungsfähiger, heißt es. Immerhin scheint es den Technikern gelungen zu sein, angeblich 420 kg Gewicht einzusparen und einen kleineren Diesel-Motor einzubauen (3 Liter TDV6). Damit sei es immerhin möglich in 7,4 Sekunden von 0-60 Meilen zu kommen.

Wie in anglikanischen Ländern übrig, suggeriert man der Bevölkerung, dass mit dem Kauf der ultrateuren "Hybrid"-Auto-Versionen bereits sehr viel an Umweltschutz getan sei. So wird es auch den neuen Range Rover als Hybrid geben - mit einer 50kw Lithium Ion Batterie bei einem 3-Liter TDV6 Motor. Zudem gebe es ein "panoramic sunroof".

Range Rover möchte sein neuestes Modell auf der Autoshow in Paris erstmals einer breiten Öffentlichkeit vorstellen. Ab Januar 2013 geht er dann in den Verkauf.

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