Beispielpreise für RAM, SSD und Grafikkarten in Deutschland vom 18. Oktober 2026 und was die TrendForce-Prognose für Kaufende bedeutet
Das Wichtigste in Kürze
- Bei Geizhals reichen die ab-Preise für fünf Kits mit 32 GB DDR5-6000 am 18. Oktober 2026 von 446,90 bis 489,99 Euro (Beispielauswahl).
- TrendForce erwartet für das vierte Quartal 2026 höhere Vertragspreise: bei DRAM 10 bis 15 Prozent, bei NAND-Flash 15 bis 20 Prozent gegenüber dem Vorquartal.
- Vertragspreise zahlen Gerätehersteller, keine Privathaushalte; wie stark sie im Laden ankommen, sagt die Prognose nicht.
Wer in Deutschland RAM, SSD oder Grafikkarte kaufen will, sieht bei Geizhals am 18. Oktober 2026 für 32 GB DDR5 Preise zwischen 447 und 490 Euro. TrendForce erwartet im vierten Quartal höhere Vertragspreise bei DRAM und NAND-Flash.
Anlass ist die Prognose des Marktforschungsunternehmens TrendForce vom 30. September 2026. Sie betrifft Vertragspreise, also Preise zwischen Chipherstellern und Großabnehmern, und nicht die Preise im Laden. Ob und wann sich solche Vertragspreise im Handel niederschlagen, lässt sich aus der Mitteilung nicht ablesen.
Die Handelspreise in diesem Text haben wir am 18. Oktober 2026 bei Geizhals abgerufen. Es sind „ab“-Preise einzelner Händlerangebote und Stichproben aus den Kategorielisten. Der Text ist ein Preisüberblick und keine Kaufberatung.
RAM: 32 GB DDR5 für 447 bis 490 Euro
Beim deutschen Preisvergleich Geizhals standen am 18. Oktober 2026 Kits mit zweimal 16 GB DDR5-6000 für Desktop-PCs zwischen 446,90 und 489,99 Euro. Die Tabelle zeigt fünf Beispiele aus der Liste der Kategorie.
| 2×16 GB DDR5-6000 (Desktop) | ab-Preis | Angebote |
|---|---|---|
| Apacer NOX weiß UDIMM Kit | um 446,90 € | 1 |
| ADATA XPG Lancer Blade Black UDIMM Kit | 449,00 € | 15 |
| Patriot Viper Venom UDIMM Kit, CL36 | 472,36 € | 25 |
| Patriot Viper Venom UDIMM Kit, CL30 | 489,00 € | 30 |
| Crucial Pro Overclocking UDIMM Kit | 489,99 € | 33 |
Das Kit von Apacer steht mit „um“ vor dem Preis in der Liste und hat nur ein Angebot. Bei den vier anderen Kits mit 15 bis 33 Angeboten liegt die Spanne zwischen 449,00 und 489,99 Euro. Für Notebooks stand in derselben Liste ein Crucial-SO-DIMM-Kit mit zweimal 16 GB DDR5-5600 zu ab 509,27 Euro.
SSD: 2 TB ab 229,90 Euro im Beispiel
In der Geizhals-Kategorie für interne SSDs waren am 18. Oktober 2026 insgesamt 1.673 Produkte gelistet. Wir haben aus den ersten 30 Treffern je Kapazität ein Einstiegsmodell mit PCIe 4.0 und zwei Samsung-Modelle herausgegriffen.
| Interne SSD | Einstiegsmodell PCIe 4.0 | Samsung 990 PRO | Samsung 9100 PRO (PCIe 5.0) |
|---|---|---|---|
| 1 TB | 143,99 € (Kingston NV3) | 197,40 € | 222,02 € |
| 2 TB | 229,90 € (Kioxia Exceria Basic) | 367,26 € | 418,99 € |
| 4 TB | 439,00 € (Lexar NQ790) | 639,00 € | 869,90 € |
Einzelne Modelle liegen unter den Beispielen. Die KingSpec XG7000 mit 2 TB steht mit „um“ 215,99 Euro in der Liste, allerdings mit nur einem Angebot, die Verbatim Vi3000 mit 1 TB (PCIe 3.0) ab 129,90 Euro. Bei 4 TB ist die Crucial BX500 mit SATA-Anschluss ab 389,99 Euro günstiger als die gelisteten NVMe-Modelle, hat aber eine andere Schnittstelle.
Je Terabyte gerechnet (Preis geteilt durch Kapazität) sind die größeren Einstiegsmodelle in diesen Beispielen günstiger: 143,99 Euro bei 1 TB, 114,95 Euro bei 2 TB und 109,75 Euro bei 4 TB.
Grafikkarten: 596 bis 892 Euro im Beispiel
In der Geizhals-Kategorie Grafikkarten standen am 18. Oktober 2026 zum Beispiel diese Modelle. Es sind einzelne Varianten, andere Hersteller derselben Chips können abweichen.
| Grafikkarte | Speicher | ab-Preis |
|---|---|---|
| PowerColor Reaper Radeon RX 9060 XT | 16 GB GDDR6 | 595,66 € |
| ASUS Dual GeForce RTX 5060 Ti OC | 16 GB GDDR7 | 739,00 € |
| ASUS Prime GeForce RTX 5070 OC | 12 GB GDDR7 | 891,90 € |
Für die GeForce RTX 5060 war in dem von uns abgerufenen Ausschnitt der Liste kein Angebot mit Preis zu sehen. Auch bei den drei Beispielen gilt: Ein „ab“-Preis sagt noch nichts darüber, wie schnell der Händler liefern kann.
TrendForce: Prognose für das vierte Quartal
TrendForce erwartet laut Mitteilung vom 30. September 2026 für das vierte Quartal 2026 steigende Vertragspreise: bei herkömmlichem DRAM um 10 bis 15 Prozent gegenüber dem Vorquartal, bei NAND-Flash insgesamt um 15 bis 20 Prozent. Als Treiber nennt das Unternehmen die Nachfrage nach KI-Servern.
„Es wird erwartet, dass sich das Tempo der Vertragspreiserhöhungen abschwächt.“
TrendForce, Marktforschungsunternehmen, in der Pressemitteilung vom 30. September 2026 (aus dem Englischen übersetzt)
Für Privathaushalte sind drei Aussagen der Mitteilung besonders relevant. Erstens steigen laut TrendForce die Preise für Consumer-DRAM, also Arbeitsspeicher für Verbrauchergeräte, weiter, aber langsamer. Zweitens kürzen PC-Marken in Mainstream-Modellen die SSD-Kapazitäten, um Kosten zu sparen, und NAND-Anbieter halten wegen geringer Einkäufe Preiserhöhungen bei Client-SSDs zurück. Drittens zeigt der Preis für Grafik-DRAM nach oben; einige PC-Marken erwägen laut TrendForce GDDR6, um Kosten zu senken.
Auch amtliche Zahlen zeigen Preisaufschläge bei Computertechnik. Wie NETZ-TRENDS berichtete, kosteten Informationsverarbeitungsgeräte im September 2026 laut Statistischem Bundesamt (Destatis) 9,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Auch bei Smartphones gab es zuletzt Aufschläge, etwa beim Pixel 10a im deutschen Google Store.
Modellrechnung: Paket ab 678,90 Euro
Wer RAM und SSD zugleich aufrüsten will, kann die Listenpreise addieren. Die folgende Rechnung ist ein Rechenbeispiel auf Basis der Geizhals-Preise vom 18. Oktober 2026 und keine Prognose.
Modellrechnung: Aufrüst-Paket nach Listenpreisen
- 32 GB DDR5-6000 (ADATA, ab): 449,00 Euro
- 2 TB NVMe-SSD (Kioxia, ab): 229,90 Euro
- Zwischensumme RAM und SSD: 678,90 Euro
- Grafikkarte RTX 5060 Ti 16 GB (ASUS Dual, ab): 739,00 Euro
- Summe mit Grafikkarte: 1.417,90 Euro
Rechenweg: Addition der am 18. Oktober 2026 bei Geizhals gelisteten ab-Preise, ohne Versandkosten und ohne Rücksicht auf unterschiedliche Händler.
Die Rechnung zeigt nur, wie sich Einzelpreise summieren. Sie ist kein Marktbestpreis, weil die Angebote von verschiedenen Händlern stammen und Versandkosten hinzukommen können.
Vor dem Kauf: fünf Punkte prüfen
Die Preislisten sind Momentaufnahmen. Für den eigenen Kauf lohnt es sich, ein paar Dinge vorab zu klären, damit aus dem „ab“-Preis kein Fehlkauf wird.
Checkliste: Vor dem Kauf prüfen
- Prüfen, ob das Mainboard DDR4 oder DDR5 braucht und ob Desktop-Module (UDIMM) oder Notebook-Module (SO-DIMM) gefragt sind.
- Bei „um“-Preisen und einzelnen Angeboten nachsehen, ob der Artikel lieferbar ist und welche Lieferzeit der Händler nennt.
- Bei SSDs den Preis je Terabyte rechnen (Preis geteilt durch Kapazität) und die Schnittstelle vergleichen: PCIe 4.0, PCIe 5.0 oder SATA.
- Versandkosten, Rückgaberecht und Garantiebedingungen des Händlers vergleichen.
- Den Preis am Kauftag noch einmal prüfen, denn Listenpreise ändern sich.
Besonders der Lieferstatus ist wichtig: Der niedrigste Wert einer Liste muss nicht zu einem Angebot gehören, das sofort verfügbar ist. Ein Blick auf mehrere Händler zeigt das schneller.
Was offen bleibt
Offen ist erstens, ob die erwarteten Vertragspreissteigerungen im Handel ankommen und wann. Die TrendForce-Mitteilung beschreibt Verträge zwischen Herstellern und Großabnehmern, keine Händlerpreise für Privathaushalte; deutsche Handelspreise nennt die von uns ausgewertete Mitteilung nicht. Zweitens sind unsere Handelspreise Stichproben aus den Kategorielisten und kein vollständiger Marktüberblick.
Drittens ist eine Prognose eine Erwartung, keine Zusage. TrendForce nennt die Zahlen als Prognose für ein Quartal; wie sich die Preise danach entwickeln, geht aus der Mitteilung nicht hervor. Ob warten oder kaufen für den eigenen Fall günstiger ist, lässt sich deshalb aus den Daten nicht ableiten.
Häufige Fragen
Was kostet ein 32-GB-DDR5-Kit derzeit?
Bei Geizhals wurden am 18. Oktober 2026 für fünf Kits mit 2×16 GB DDR5-6000 ab-Preise zwischen 446,90 und 489,99 Euro angezeigt. Das ist eine Beispielauswahl, kein Marktbestpreis.
Was erwartet TrendForce für das vierte Quartal 2026?
Für herkömmliches DRAM erwartet TrendForce höhere Vertragspreise von 10 bis 15 Prozent gegenüber dem Vorquartal, für NAND-Flash insgesamt 15 bis 20 Prozent. Das Tempo der DRAM-Preiserhöhungen soll nachlassen.
Sind Vertragspreise dasselbe wie Ladenpreise?
Nein. Vertragspreise sind die Preise, die Hersteller und Großabnehmer vereinbaren. Wie sich das im Handel auswirkt, geht aus der TrendForce-Mitteilung nicht hervor.
Sind größere SSDs je Terabyte günstiger?
In den Beispielen ja: Das Einstiegsmodell kostet bei 1 TB 143,99 Euro je Terabyte, bei 2 TB 114,95 Euro und bei 4 TB 109,75 Euro. Bei der Samsung 9100 PRO gilt das nicht durchgehend.
Haben Sie in den vergangenen Wochen RAM, SSD oder eine Grafikkarte gekauft, und wie haben sich die Preise für Sie entwickelt? Schreiben Sie uns Ihre Erfahrungen gerne in die Kommentare.
Quellen
- TrendForce: AI Server Demand Sustains Memory Contract Price Increases in 4Q26, While Consumer-Side Pressure Persists, 30. September 2026 (Pressemitteilung)
- Geizhals: Kategorie Arbeitsspeicher, abgerufen am 18. Oktober 2026
- Geizhals: Kategorie Interne SSDs, abgerufen am 18. Oktober 2026
- Geizhals: Kategorie Grafikkarten, abgerufen am 18. Oktober 2026
- NETZ-TRENDS: Hardwarepreise steigen um 9,2 Prozent – im Großhandel sogar um 12,1 Prozent
- NETZ-TRENDS: Pixel 10a kostet im deutschen Google Store 649 Euro – 100 Euro mehr als zum Marktstart
Transparenzhinweis: Bei Recherche, Strukturierung und Erstellung dieses Beitrags kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die verwendeten Quellen sind im Artikel aufgeführt. Die Veröffentlichung erfolgt erst nach manueller redaktioneller Freigabe.