Fünf ADAC-Testautos verlieren an einer 11-kW-Wallbox 5,1 bis 7,0 Prozent. Vor dem Winter lohnt ein Blick auf den eigenen Ladeplatz.

Das Wichtigste in Kürze

  • Im ADAC-Vergleich fallen die Ladeverluste bei allen fünf Autos an der Haushaltssteckdose höher aus als an einer Wallbox mit 11 Kilowatt.
  • Die gemessene Spanne reicht an der Steckdose von 12,7 bis 24,2 Prozent, an der 11-kW-Wallbox von 5,1 bis 7,0 Prozent.
  • Die Messung begann mit warmen Batterien. Die Zahlen sind keine Prognose für kalte Wintertage und kein vollständiger Kostenvergleich.

Wer sein E-Auto zu Hause lädt, bezahlt auch Strom, der nicht im Akku ankommt. Ein ADAC-Vergleich zeigt, wie stark der Ladeanschluss diesen Verlust beeinflusst.

Vor der kalten Jahreszeit rückt der Ladeplatz wieder in den Blick: Reicht die Steckdose, lohnt eine Wallbox, und welche Zahl gehört in die Kostenrechnung? Die Antworten beginnen beim Unterschied zwischen Energie aus dem Netz und Energie für die Fahrt.

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Der Allgemeine Deutsche Automobil-Club (ADAC) veröffentlichte am 6. August 2026 einen Vergleich mit fünf Elektroautos. Es handelt sich um vorhandene Messdaten, neu eingeordnet für die Ladeplanung im Herbst 2026 – nicht um einen gerade erschienenen Wintertest.

5 Autos, derselbe Unterschied

Die detaillierte ADAC-Auswertung weist beim Mercedes CLA 350 EQ 24,2 Prozent Verlust an der Steckdose und 6,9 Prozent an der 11-kW-Wallbox aus. Bei den übrigen vier Modellen liegen die Steckdosenwerte zwischen 12,7 und 15,3 Prozent.

ADAC-Ladeverluste: Mercedes CLA 350 EQ 24,2 versus 6,9 Prozent, VW ID.7 15,3 versus 6,9, Volvo EX30 14,2 versus 7,0, Renault R5 E-Tech 13,7 versus 5,1 und Tesla Model Y 12,7 versus 6,1; jeweils Steckdose versus 11-kW-Wallbox.
Eigene Darstellung NETZ-TRENDS nach der ADAC-Ladeverlust-Studie vom 6. August 2026. Vergleich ausgewählter Testfahrzeuge, keine vollständige Marktübersicht. Die Balken beginnen bei null; dargestellt sind Ladeverluste, nicht der Fahrverbrauch.

Die Grafik vergleicht jeweils zwei Anschlüsse am selben Auto. Sie beantwortet damit eine andere Frage als ein Verbrauchstest auf der Straße. Aus einem niedrigen Ladeverlust allein folgt noch nicht, dass ein Modell insgesamt besonders wenig Strom verbraucht.

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Bei der Einordnung zählt außerdem die Versuchssituation: Der ADAC lud im Bereich von 10 bis 90 Prozent Batteriestand; die Batterie hatte zu Beginn 20 bis 30 Grad Celsius. Für ein über Nacht ausgekühltes Auto lässt sich daraus kein identischer Wert ableiten.

Auch die Ladezeit kostet Energie

Der ADAC nennt zwei Ursachen: die Umwandlung von Wechselstrom in Gleichstrom und den Strombedarf aktiver Bordsysteme während des Ladens. Die gesamte bezogene Energie landet deshalb nicht als nutzbare Ladung in der Batterie.

„Die Haushaltssteckdose ist und bleibt eine Notlösung“

Allgemeiner Deutscher Automobil-Club (ADAC), Unterzeile der Pressemitteilung vom 6. August 2026

Die Ladeberatung des ADAC behandelt neben der Effizienz auch die Installation: Eine Wallbox muss ein Fachbetrieb anschließen. Leistung, Schutzeinrichtungen und vorhandene Leitungen gehören zusammen betrachtet; eine günstige Gerätebestellung ersetzt diese Prüfung nicht.

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Die deutsche Bundesnetzagentur rät aus Gründen der elektrischen Sicherheit ebenfalls vom Laden über normale Haushaltssteckdosen ab. Die vorhandene Hausinstallation sei nicht für hohe Ströme über lange Ladezeiten ausgelegt. Eine Dauerlösung sollte deshalb nicht allein nach dem Strompreis entschieden werden.

Was 10 Prozent Verlust bedeuten

Ein Prozentwert lässt sich leicht falsch in Euro übersetzen. Für einen fairen Vergleich muss die gleiche Energiemenge im Akku ankommen. Wir rechnen deshalb mit angenommenen Verlustanteilen und einem frei gewählten Strompreis – ausdrücklich ohne ein Tarifangebot zu behaupten.

Modellrechnung: 50 kWh im Akku

  • Annahme: Verlustanteil jeweils bezogen auf die aus dem Netz entnommene Energie.
  • Bei 10 Prozent Verlust: 50 ÷ 0,90 = 55,56 kWh aus dem Netz.
  • Bei 20 Prozent Verlust: 50 ÷ 0,80 = 62,50 kWh aus dem Netz.
  • Bei angenommenen 0,35 Euro/kWh: rund 19,44 Euro gegenüber 21,88 Euro.

Rechenweg: 50 ÷ (1 − Verlustanteil) × Strompreis. Kostenabstand: rund 2,4 Euro je Ladevorgang.

Eigene Modellrechnung, keine Messung eines bestimmten Autos. Ohne Grundgebühren, Installation, Standby-Verbrauch oder zusätzliche Kosten.

Das Beispiel isoliert den Einfluss der Ladeverluste bei gleichem Strompreis. Wer den Effekt für ein Jahr abschätzen möchte, braucht zusätzlich die eigene Zahl vergleichbarer Ladevorgänge. Eine pauschale Jahresersparnis wäre ohne diese Angabe irreführend.

Ebenso wenig lässt sich daraus eine feste Amortisationszeit für eine Wallbox ableiten. Dafür müssten Anschaffung und Einbau sowie das tatsächliche Ladeverhalten in dieselbe Rechnung eingehen. Die Einsparung beim Strom ist nur ein Teil dieser Entscheidung.

Weniger Verlust ist nicht immer billiger

Beim Vergleich von Ladeorten reicht die technische Effizienz nicht. Angenommen, eine Ladeoption kostet je Kilowattstunde deutlich mehr: Dann kann ihr Endpreis trotz geringeren Verlusts höher liegen. Entscheidend ist die Kombination aus bezogener Energie, Arbeitspreis und weiteren Entgelten.

Die Bundesnetzagentur erläutert die Preisanzeige für öffentliches Laden: Ad-hoc-Preise müssen vor Beginn bekannt sein; auch an älteren Säulen sind Kilowattstundenpreis und gegebenenfalls Grundpreis sichtbar anzugeben. Prüfen Sie deshalb den für Ihren konkreten Zugang geltenden Preis, bevor Sie laden.

Vier Fragen vor der Ladeentscheidung

Ladeplatz und Rechnung gemeinsam prüfen

  • Welcher Anschluss ist vorhanden, und was sagt der Fachbetrieb zur Installation?
  • Welche Ladeleistung unterstützen Auto und Ladeeinrichtung tatsächlich?
  • Wie viel Energie wird abgerechnet, und welcher Preis gilt für genau diesen Ladeweg?
  • Welche zusätzlichen Kosten entstehen durch Einbau, Grundgebühren und Betrieb?

Die ADAC-Zahlen liefern einen belastbaren Vergleich unter dokumentierten Bedingungen. Für Ihre Entscheidung kommen die örtliche Installation und der eigene Vertrag hinzu. Das ist besonders wichtig, wenn ein einzelner günstiger Kilowattstundenpreis die übrigen Kosten verdeckt.

Häufige Fragen

Sind 24,2 Prozent bei jedem E-Auto zu erwarten?

Nein. Das ist der ausgewiesene Steckdosenwert eines bestimmten Testmodells unter den genannten Bedingungen, keine allgemeine Quote.

Sind die dargestellten Werte Winterwerte?

Nein. Die Batterie war zu Beginn der ausgewerteten Wechselstrom-Messungen 20 bis 30 Grad Celsius warm.

Ist die Wallbox damit automatisch bezahlt?

Nein. Eine vollständige Wirtschaftlichkeitsrechnung braucht auch Gerätepreis, Einbau, Betrieb und persönliches Ladevolumen.

Welche Kosten werden an Ihrem Ladeplatz tatsächlich abgerechnet? Teilen Sie Ihre Erfahrungen in den Kommentaren – bitte ohne Vertrags- oder Kontodaten.

Quellen und Stand

Recherche- und Abrufstand: 20. Oktober 2026. Der saisonale Anlass ist die Ladeplanung vor dem Winter 2026/27. Preise und Verlustanteile der Modellrechnung sind Annahmen; sie bilden weder einen aktuellen Tarif noch ein konkretes Fahrzeug ab.

Transparenz: Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz recherchiert und formuliert und ist zur menschlichen redaktionellen Prüfung vorgesehen.

Diskussion

2 Kommentare

  1. Ein weiterer entscheidender Faktor ist natürlich die Frage ob, wenn ja wieviel (kWh) und wieviel gleichzeitig (A) an Strom von einer eigenen PV Anlage bereitgestellt werden kann.

  2. Der Fiat500E wurde auch schon getestet, deutlich unter 10% Ladeverlust bei ca 1,8 kW Ladeleistung. Daher ist die ADAC Auswertung unerwartet schwach….

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