Konzernumsatz wächst um 7,5 Prozent auf 31,1 Milliarden Euro, Mobilfunk gewinnt 284.000 neue Vertragskunden in Deutschland hinzu.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Deutsche Telekom meldet für das dritte Quartal 2026 einen Konzernumsatz von 31,1 Milliarden Euro (plus 7,5 Prozent) und hebt ihre Jahresprognose für das bereinigte EBITDA und den Free Cashflow erneut an.
- In Deutschland gewann das Unternehmen im Quartal 190.000 neue reine Glasfaserkunden – laut eigenen Angaben ein Rekordwert – sowie 284.000 neue Mobilfunk-Vertragskunden.
- Der Vorstand plant für das Geschäftsjahr 2026 eine Dividende von 1,10 Euro je Aktie, rund 10 Prozent mehr als für 2025, dazu Aktienrückkäufe von bis zu 2 Milliarden Euro im Jahr 2027.
Die Deutsche Telekom hat im dritten Quartal 2026 den Umsatz auf 31,1 Milliarden Euro gesteigert und die Jahresprognose erneut angehoben. In Deutschland kamen 190.000 neue Glasfaserkunden hinzu – ein Rekordwert.
Das teilte der Bonner Konzern am 5. November 2026 in seiner Quartalsmitteilung mit. Vorstandsvorsitzender Tim Höttges und Finanzvorstand Christian P. Illek stellten die Zahlen vor; der Aufsichtsrat muss der geplanten Dividende noch zustimmen.
Für Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland sind vor allem die Netzzahlen interessant: Sie zeigen, wie schnell der Glasfaserausbau tatsächlich bei neuen Kundinnen und Kunden ankommt – und wo sich beim Festnetz etwas verschiebt.

Umsatz, Gewinn und Prognose im Überblick
Der Konzernumsatz der Deutschen Telekom stieg im dritten Quartal 2026 um 7,5 Prozent auf 31,1 Milliarden Euro, organisch – also ohne Wechselkurs- und Portfolioeffekte – um 5,5 Prozent. Das bereinigte EBITDA nach Leasing (AL) legte um 9,9 Prozent auf 12,2 Milliarden Euro zu, organisch um 8,0 Prozent.
Der Free Cashflow nach Leasing stieg um 1,4 Prozent auf 5,7 Milliarden Euro. Der Konzernüberschuss nach Minderheiten erreichte 2,76 Milliarden Euro (plus 13,8 Prozent), bereinigt 3,0 Milliarden Euro (plus 12,7 Prozent). Das Ergebnis je Aktie lag bei 0,58 Euro nach 0,50 Euro im Vorjahresquartal.
Die Investitionen (Cash Capex) sanken im Quartal um 20,4 Prozent auf 4,28 Milliarden Euro, für die ersten neun Monate 2026 um 13,3 Prozent auf 12,64 Milliarden Euro – nach Angaben des Konzerns auch Folge eines im Vorjahresvergleich veränderten Investitionsverlaufs bei T-Mobile US.
Wegen der guten Entwicklung hob der Vorstand die Jahresprognose 2026 zum wiederholten Mal an: Das bereinigte EBITDA AL soll nun bei rund 47,6 Milliarden Euro liegen (zuvor rund 47,5 Milliarden Euro), der Free Cashflow AL bei rund 20,1 Milliarden Euro (zuvor rund 20,0 Milliarden Euro). Das nachhaltige bereinigte Ergebnis je Aktie bleibt bei 2,20 Euro.
„Wir setzen mit unseren starken Zahlen Maßstäbe in unserer Branche.“
Tim Höttges, Vorstandsvorsitzender der Deutsche Telekom AG
Rekord bei Glasfaser und Mobilfunk in Deutschland
Im deutschen Heimatmarkt stieg der Umsatz im dritten Quartal um 3,9 Prozent auf 6,60 Milliarden Euro, das bereinigte EBITDA AL um 1,5 Prozent auf 2,77 Milliarden Euro. In den ersten drei Quartalen 2026 summierte sich der Umsatz auf 19,44 Milliarden Euro (plus 3,1 Prozent).
Beim Glasfaserausbau meldet die Telekom für Deutschland 190.000 neue reine FTTH-Kundinnen und -Kunden im Quartal – nach eigenen Angaben der höchste Wert, den das Unternehmen bislang in einem Quartal erzielt hat. Der Bestand an Glasfaseranschlüssen (FTTx) liegt damit bei 13,48 Millionen.
Beim Mobilfunk gewann die Telekom 284.000 neue Vertragskundinnen und -kunden unter den eigenen Marken hinzu. Der Mobilfunk-Kundenbestand in Deutschland wuchs auf 78,75 Millionen, davon 28,47 Millionen Vertragskundinnen und -kunden – ein Plus von 8,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Gegenläufig entwickelte sich das klassische Festnetz: Die Zahl der Festnetzanschlüsse sank um 2,1 Prozent auf 16,53 Millionen. Bei den Breitbandanschlüssen insgesamt – DSL und Glasfaser zusammengerechnet – kamen netto 11.000 Kundinnen und Kunden hinzu, nach einem Minus von 25.000 im Vorjahresquartal.
Die Mitarbeiterzahl im Konzern sank zum Quartalsstichtag um 6,0 Prozent auf 189.348, in Deutschland um 5,6 Prozent auf 68.442. Zu den Gründen für den Personalabbau äußert sich die Quartalsmitteilung nicht näher.
Was die Telekom-Zahlen für Kundinnen und Kunden in Deutschland bedeuten
- Der Glasfaserausbau kommt in diesem Quartal so schnell wie noch nie bei neuen Kundinnen und Kunden an – ein Hinweis darauf, dass Glasfaseranschlüsse in mehr Haushalten tatsächlich gebucht werden, nicht nur verfügbar sind.
- Der Mobilfunk-Vertragskundenbestand wächst deutlich stärker als die klassischen Festnetzanschlüsse schrumpfen.
- Zu Tarifen oder möglichen Preisänderungen für Bestandskundinnen und -kunden äußert sich die Mitteilung vom 5. November 2026 nicht.
Dividende und Aktienrückkauf für 2026/27
Der Vorstand plant für das Geschäftsjahr 2026 eine Dividende von 1,10 Euro je Aktie – rund 10 Prozent mehr als die für 2025 vorgesehene Ausschüttung. Über die Dividende muss die Hauptversammlung noch abstimmen, einen Termin nennt die Mitteilung nicht.
Zusätzlich kündigte der Konzern für 2027 Aktienrückkäufe von bis zu 2 Milliarden Euro an. Die Nettofinanzverbindlichkeiten einschließlich Leasingverbindlichkeiten lagen nach neun Monaten 2026 bei 134,2 Milliarden Euro, ein Plus von 1,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
T-Mobile US treibt die Konzernzahlen
Ein wesentlicher Teil des Konzernwachstums kommt laut Mitteilung aus den USA: Bei der Tochter T-Mobile US stieg die Zahl der Postpaid-Kundenkonten im Quartal um 274.000 auf knapp 35 Millionen. Die Service-Umsätze legten um 6,3 Prozent auf 19,4 Milliarden US-Dollar zu, das bereinigte EBITDA AL um 11,4 Prozent auf 9,4 Milliarden US-Dollar.
Die Deutsche Telekom begründet die Anhebung ihrer Konzernprognose ausdrücklich auch mit den höheren Erwartungen an T-Mobile US für das Gesamtjahr.
Was die Zahlen für Kunden bedeuten
Die Mitteilung ist in erster Linie ein Finanzbericht für Aktionärinnen und Aktionäre, keine Verbraucherinformation. Trotzdem liefern die Netzzahlen eine nachprüfbare Momentaufnahme: Wer in diesem Jahr einen Glasfaseranschluss der Telekom gebucht hat, war Teil der größten Welle an Neukundinnen und -kunden, die das Unternehmen für ein einzelnes Quartal bislang gemeldet hat.
Gleichzeitig zeigt der Rückgang bei klassischen Festnetzanschlüssen, dass der Wechsel weg von alten DSL- und Telefonanschlüssen hin zu Glasfaser und Mobilfunk weitergeht. Wer noch einen älteren Anschluss hat, sollte die Ankündigungen des eigenen Anbieters zu Abschaltterminen im Blick behalten – die Quartalsmitteilung selbst nennt dazu allerdings keine neuen Termine.
Häufige Fragen
Wie hoch ist die Dividende, die der Telekom-Vorstand für 2026 vorschlägt?
Der Vorstand plant 1,10 Euro je Aktie, rund 10 Prozent mehr als für das Geschäftsjahr 2025. Die Hauptversammlung muss noch zustimmen. Zusätzlich sind für 2027 Aktienrückkäufe von bis zu 2 Milliarden Euro vorgesehen.
Wie viele neue Glasfaserkunden gewann die Telekom im dritten Quartal 2026 in Deutschland?
190.000 Kundinnen und Kunden mit einem reinen Glasfaseranschluss (FTTH) – nach Angaben des Unternehmens der höchste Wert für ein einzelnes Quartal bisher. Insgesamt zählt die Telekom in Deutschland 13,48 Millionen Glasfaseranschlüsse (FTTx).
Wurde die Jahresprognose 2026 angehoben?
Ja. Das bereinigte EBITDA AL soll nun bei rund 47,6 statt zuvor rund 47,5 Milliarden Euro liegen, der Free Cashflow AL bei rund 20,1 statt zuvor rund 20,0 Milliarden Euro. Das nachhaltige bereinigte Ergebnis je Aktie bleibt unverändert bei 2,20 Euro.
Kündigt die Telekom in dieser Mitteilung Preiserhöhungen für Bestandskundinnen und -kunden an?
Nein. Die Quartalsmitteilung vom 5. November 2026 äußert sich nicht zu Tarifen oder möglichen Preisänderungen. Dazu liegen aus dieser Quelle keine Angaben vor.
Quellen und Stand
- Deutsche Telekom AG: Quartalsmitteilung „Mehr Wachstum, erhöhte Prognose, Rekorddividende: Deutsche Telekom bleibt im dritten Quartal auf Kurs“, 5. November 2026, telekom.com/de/newsroom.
Recherche- und Datenstand: 7. November 2026.
Transparenzhinweis: Bei Recherche, Strukturierung und Erstellung dieses Beitrags kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die verwendeten Quellen sind im Artikel aufgeführt. Die Veröffentlichung erfolgt erst nach manueller redaktioneller Freigabe.
Artikel teilen