Der ADAC meldet für Deutschland 2,110 Euro je Liter Super E10 und 2,255 Euro für Diesel – die Kraftstoffe entwickeln sich gegenläufig

Das Wichtigste in Kürze

  • Super E10 verbilligt sich im neuen ADAC-Wochenvergleich um 4,1 Cent je Liter; Diesel verteuert sich um 0,8 Cent.
  • Bei angenommenen 50 Litern ergibt das rechnerisch 2,05 Euro weniger für E10 und 40 Cent mehr für Diesel als in der Vorwoche.
  • Der Bundesdurchschnitt ersetzt keinen örtlichen Preisvergleich. Für die Tankentscheidung zählen Kraftstoffsorte, Menge und gegebenenfalls der Umweg.

Für eine Tankfüllung Super E10 fällt die Rechnung in Deutschland rechnerisch niedriger aus als vor einer Woche. Beim Diesel geht es dagegen leicht nach oben. Der ADAC beziffert den Bundesdurchschnitt am 21. Oktober 2026 auf 2,110 Euro je Liter E10 und 2,255 Euro je Liter Diesel.

Die heute um 14 Uhr datierte ADAC-Veröffentlichung nennt einen Rückgang um 4,1 Cent bei Super E10 und einen Anstieg um 0,8 Cent bei Diesel. Für die eigene Haushaltsrechnung kommt es neben dieser Veränderung darauf an, wie viel tatsächlich getankt wird. Deshalb rechnet NETZ-TRENDS die neuen Werte auf eine beispielhafte Menge von 50 Litern um.

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50 Liter E10 kosten im Beispiel 105,50 Euro

Aus dem neuen Literpreis ergeben sich für 50 Liter Super E10 genau 105,50 Euro. Eine gleich große Dieselmenge würde mit dem gemeldeten Durchschnitt 112,75 Euro kosten. Das sind Modellbeträge aus den veröffentlichten Mittelwerten, keine Preiszusage einer bestimmten Tankstelle.

Eigene Rechnung: die Wochenänderung bei 50 Litern

  • Super E10: 50 × 0,041 Euro = 2,05 Euro weniger.
  • Diesel: 50 × 0,008 Euro = 0,40 Euro mehr.
  • Neue Beispielrechnung: 50 × 2,110 Euro = 105,50 Euro für E10; 50 × 2,255 Euro = 112,75 Euro für Diesel.

Grundlage sind die ADAC-Bundesdurchschnittswerte und deren Wochenänderung vom 21. Oktober 2026. Die angenommene Tankmenge ist frei gewählt.

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Bei derselben Literzahl liegt die Dieselrechnung damit 7,25 Euro über der E10-Rechnung. Daraus lässt sich jedoch nicht ableiten, welcher Fahrzeugantrieb pro Kilometer günstiger fährt. Dafür müssten unter anderem die unterschiedlichen Verbräuche der verglichenen Autos berücksichtigt werden. Ein Literpreisvergleich ist keine vollständige Betriebskostenrechnung.

Die neue Entwicklung folgt auf den NETZ-TRENDS-Wochenbericht vom 14. Oktober. Dieser beschrieb noch steigende Preise bei beiden Kraftstoffen. Der heutige Anlass sind die neu veröffentlichten Werte und die unterschiedliche Richtung bei Benzin und Diesel; die damalige Auswertung zum Tankrabatt wird hier nicht erneut aufgerollt.

Der Preis vor Ort bleibt die entscheidende Zahl

Der nationale Wochenwert hilft beim Einordnen. Für einen konkreten Tankstopp braucht es dagegen aktuelle Daten der erreichbaren Stationen. Eine Meldung über günstigeres Benzin bedeutet nicht, dass jede einzelne Tankstelle ihren Preis gegenüber der Vorwoche gesenkt hat. Ebenso wenig verpflichtet der Bundesdurchschnitt eine Station dazu, Kraftstoff genau zu diesem Betrag anzubieten.

Für die Daten hinter vielen Vergleichsdiensten gibt es in Deutschland einen geregelten Meldeweg. Nach § 4 der MTS-Kraftstoff-Verordnung müssen die meldepflichtigen Stellen jede Änderung der Verkaufspreise für Super E5, Super E10 und Diesel innerhalb von fünf Minuten an die Markttransparenzstelle übermitteln. Mitgeteilt wird auch, wann der neue Preis an der Zapfsäule wirksam wird.

Die Markttransparenzstelle stellt zugelassenen Informationsdiensten die Daten nach § 5 derselben Verordnung in Abrufintervallen von höchstens einer Minute bereit. Das erklärt die Grundlage solcher Dienste. Es ist keine Garantie, dass jede Anzeige einer beliebigen App in jeder Sekunde mit der Zapfsäule übereinstimmt. Vor dem Tanken sollte deshalb der angezeigte Preis der passenden Sorte kontrolliert werden.

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Drei Cent Unterschied ergeben bei 50 Litern 1,50 Euro

Auch der Weg zur günstigeren Station gehört in die Rechnung. Ein frei gewähltes Beispiel: Liegt der Preisunterschied bei drei Cent je Liter, spart eine Tankmenge von 50 Litern zunächst 1,50 Euro. Kostet der Umweg zusätzliches Geld, verringert sich dieser Vorteil. Bereits ohne einen Kilometerpreis festzulegen, lässt sich damit die Obergrenze der möglichen Ersparnis erkennen.

Für einen Vergleich reichen zunächst drei Angaben: der Preisunterschied je Liter, die geplante Tankmenge und die zusätzliche Strecke. Die Ersparnis vor Fahrtkosten lautet Preisunterschied mal Literzahl. Wer ohnehin an der günstigeren Station vorbeifährt, muss keinen eigenen Umweg dafür einplanen. Aus dem Beispiel folgt dagegen keine allgemeine Entfernung, bis zu der sich eine Fahrt für alle Autos lohnt.

Ein Wechsel der Kraftstoffsorte ist eine andere Entscheidung. Wer über Super E10 statt E5 nachdenkt, sollte die Eignung des konkreten Fahrzeugs prüfen. Der ADAC erläutert die E10-Verträglichkeit und verweist auf die Herstellerfreigaben beziehungsweise die Übersicht der Deutschen Automobil Treuhand. Der günstigere Literpreis allein ersetzt diese Prüfung nicht.

Häufige Fragen

Spare ich mit 50 Litern E10 überall 2,05 Euro?

Nein. Der Betrag übersetzt die bundesweite Wochenänderung rechnerisch auf 50 Liter. Die tatsächliche Ersparnis hängt von den Preisen der jeweils verglichenen Tankstopps ab.

Ist Diesel damit im Betrieb grundsätzlich teurer?

Die aktuelle Durchschnittsangabe ist ein Preis je Liter. Für Kosten je Kilometer braucht es zusätzlich den Verbrauch des konkreten Fahrzeugs; weitere Betriebskosten kommen hinzu.

Vergleichen Sie vor dem Tanken mehrere Stationen oder bleiben Sie bei einer festen Tankstelle? Schreiben Sie uns Ihre Meinung gerne in die Kommentare.

Quellen und Stand

Preis- und Recherchestand: 21. Oktober 2026. Die Tankfüllungs-, Differenz- und Umwegrechnungen stammen von NETZ-TRENDS und sind ausdrücklich Beispiele.

Transparenz: KI-Unterstützung

Transparenzhinweis: Bei Recherche, Strukturierung und Erstellung dieses Beitrags kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die verwendeten Quellen sind im Artikel aufgeführt. Die Veröffentlichung erfolgt erst nach manueller redaktioneller Freigabe.

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