TrendForce erwartet im vierten Quartal weitere Preissprünge bei DRAM und NAND-Flash – mit Folgen für den PC- und Handykauf in Deutschland.

Das Wichtigste in Kürze

  • DRAM-Vertragspreise sollen im vierten Quartal 2026 laut TrendForce um 10 bis 15 Prozent steigen, NAND-Flash um 15 bis 20 Prozent – jeweils gegenüber dem Vorquartal.
  • Grund ist die hohe Nachfrage von Cloud-Anbietern nach Server- und KI-Speicher, die normale Bauteile für PCs, Laptops und Smartphones knapper und teurer macht.
  • Ein 32-Gigabyte-DDR5-Arbeitsspeicher-Kit kostet bei deutschen Preisvergleichsportalen bereits jetzt rund 400 Euro – wer einen Kauf plant, sollte Preise genau vergleichen.

Arbeitsspeicher und Flash-Speicher werden in den kommenden Monaten noch teurer. Das Marktforschungsunternehmen TrendForce rechnet für das vierte Quartal 2026 mit Preisaufschlägen von bis zu 20 Prozent gegenüber dem Vorquartal.

Betroffen sind nicht nur einzelne Bauteile für Selbstbau-PCs. Weil Arbeitsspeicher und Flash-Speicher in praktisch jedem Laptop, Desktop-PC und Smartphone stecken, wirkt sich die Entwicklung mittelbar auf die gesamten Gerätepreise aus – auch für Käuferinnen und Käufer in Deutschland, die in diesem Winter einen neuen Rechner oder ein neues Handy brauchen.

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Warum Speicherchips gerade knapp sind

Der Auslöser liegt nicht bei den Herstellern von PCs oder Smartphones, sondern bei den großen Cloud-Konzernen. Sie bauen seit Monaten in hohem Tempo neue Rechenzentren für KI-Anwendungen aus und kaufen dafür enorme Mengen an Server-Arbeitsspeicher und spezialisiertem KI-Speicher wie HBM (High Bandwidth Memory) auf.

TrendForce beschreibt die Folge in seiner aktuellen Marktanalyse als klare Verschiebung: Speicherhersteller richten ihre Fertigungskapazitäten zunehmend auf margenstarke Server- und KI-Produkte aus. Für gewöhnliche Consumer-Bauteile – also die RAM-Riegel und SSDs, die in Laptops, Desktop-PCs und Smartphones verbaut werden – bleibt dadurch weniger Fertigungskapazität übrig.

TrendForces Prognose für das 4. Quartal

Nach Angaben von TrendForce sollen die Vertragspreise für herkömmlichen DRAM-Arbeitsspeicher im vierten Quartal 2026 gegenüber dem dritten Quartal um 10 bis 15 Prozent steigen. Bei NAND-Flash-Speicher, der in SSDs und im internen Speicher von Smartphones steckt, rechnet das Marktforschungsunternehmen sogar mit einem Plus von 15 bis 20 Prozent – dem stärksten Anstieg unter den untersuchten Speicherarten.

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Besonders deutlich soll der Preisanstieg laut TrendForce bei Enterprise-SSDs für Rechenzentren ausfallen, wo die Nachfrage nach Angaben des Unternehmens 2026 um mehr als 80 Prozent gegenüber dem Vorjahr wachsen soll. Die PC-Hersteller selbst kaufen TrendForce zufolge derzeit trotz steigender Preise aggressiv ein, weil sie für 2027 eine noch knappere Versorgung befürchten.

Was das für den Kauf in Deutschland heißt

Für Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland zeigen sich die Folgen zuerst bei Arbeitsspeicher-Riegeln für die eigene Aufrüstung. Bei deutschen Preisvergleichsportalen kostet ein 32-Gigabyte-DDR5-6000-Kit derzeit rund 400 Euro, ein 64-Gigabyte-Kit etwa 810 Euro – deutlich mehr, als für vergleichbare Kits noch vor der aktuellen Knappheit üblich war.

Auch bei Komplettgeräten wirkt sich die Entwicklung aus, auch wenn sie dort weniger offensichtlich ist: TrendForce zufolge geben Notebook-Hersteller die höheren Bauteilkosten teils weiter und reduzieren teils die Speicherausstattung in Einsteiger- und Mittelklasse-Modellen, um die Endpreise stabil zu halten. Bei Smartphones kaufen Hersteller laut der Analyse derzeit nur die nötigsten Mengen an Flash-Speicher ein und greifen auf vorhandene Lagerbestände zurück.

Modellrechnung: Was die Prognose für ein RAM-Kit bedeuten würde

  • Aktueller Preis: Ein 32-Gigabyte-DDR5-6000-Kit kostet bei deutschen Preisvergleichsportalen derzeit rund 400 Euro.
  • TrendForce-Prognose: plus 10 bis 15 Prozent bei DRAM-Vertragspreisen im vierten Quartal 2026 gegenüber dem Vorquartal.
  • Rechenweg: 400 Euro mal 1,10 bis 1,15 ergibt rund 440 bis 460 Euro bis Jahresende – ein Aufschlag von 40 bis 60 Euro für ein einzelnes Bauteil.

Die Rechnung ist eine Modellannahme auf Basis der TrendForce-Prognose für Vertragspreise zwischen Herstellern und Großhändlern, keine Garantie für den Ladenpreis eines bestimmten Produkts. Einzelhandelspreise hängen zusätzlich von Lagerbeständen und Händlermargen ab und können abweichen.

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Wie lange die Entwicklung anhält, ist offen. TrendForce geht in seiner Analyse davon aus, dass eine weitere Verschiebung der Fertigungskapazitäten in Richtung Server- und KI-Speicher die Lage bei gewöhnlichen Bauteilen 2027 sogar noch verschärfen könnte, statt sich zu entspannen.

Jetzt kaufen oder noch warten?

Eine pauschale Kaufempfehlung lässt sich aus der Prognose nicht ableiten – wer ohnehin kurzfristig einen neuen Rechner oder ein neues Handy braucht, zahlt nach aktuellem Stand aber eher früher als später weniger.

Checkliste für den PC- oder Handykauf in der Speicherkrise

  • Wer einen Kauf ohnehin plant, sollte eher früher als später zuschlagen – TrendForce rechnet frühestens 2027 mit einer Entspannung.
  • Bei Laptops lohnt ein Blick auf die Arbeitsspeicher-Ausstattung: Modelle mit fest verlötetem RAM lassen sich später nicht mehr aufrüsten.
  • Auslaufende Vorjahresmodelle sind im Handel teils noch zu älteren Preisen erhältlich – ein Vergleich über mehrere Händler lohnt sich gerade jetzt besonders.
  • Wer nicht dringend aufrüsten muss, kann mit einzelnen Komponenten wie reinem Arbeitsspeicher auch abwarten und die Preisentwicklung bei Vergleichsportalen weiter beobachten.

Unabhängig von der Kaufentscheidung gilt: Angaben zu Lieferzeiten und Rabattaktionen einzelner Händler sollten vor dem Kauf geprüft werden, da sich die Angebotslage je nach Komponente und Händler kurzfristig ändern kann.

Häufige Fragen

Warum werden Arbeitsspeicher und Flash-Speicher 2026 teurer?

Große Cloud-Konzerne kaufen für den Ausbau ihrer KI-Rechenzentren enorme Mengen an Server- und KI-Speicher auf. Speicherhersteller richten ihre Fertigung zunehmend auf diese margenstarken Produkte aus, wodurch für gewöhnliche Bauteile in PCs, Laptops und Smartphones weniger Kapazität übrig bleibt.

Wie stark sollen die Preise im vierten Quartal 2026 steigen?

Laut TrendForce sollen die DRAM-Vertragspreise gegenüber dem dritten Quartal um 10 bis 15 Prozent steigen, NAND-Flash-Speicher um 15 bis 20 Prozent. Bei Enterprise-SSDs für Rechenzentren wird der stärkste Anstieg erwartet.

Was kostet Arbeitsspeicher aktuell konkret?

Bei deutschen Preisvergleichsportalen kostet ein 32-Gigabyte-DDR5-6000-Kit derzeit rund 400 Euro, ein 64-Gigabyte-Kit etwa 810 Euro.

Wann könnte sich die Lage wieder entspannen?

TrendForce geht in seiner aktuellen Analyse davon aus, dass sich die Knappheit bei gewöhnlichen Bauteilen durch die fortgesetzte Verschiebung der Fertigungskapazitäten zu Server- und KI-Speicher 2027 eher noch verschärfen als entspannen könnte.

Ihre Meinung ist gefragt: Planen Sie trotz der steigenden Preise noch in diesem Jahr den Kauf eines neuen PCs, Laptops oder Smartphones – oder warten Sie lieber ab?

Schreiben Sie uns Ihre Meinung gerne in die Kommentare.

Quellen und Stand

Recherche- und Datenstand: 31. Oktober 2026.

Transparenz: Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz recherchiert und formuliert und ist zur menschlichen redaktionellen Prüfung vorgesehen.

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