Bestellbar seit dem 26. Oktober 2026: Der Vollhybrid kostet 2.230 Euro mehr als der 116-PS-Benziner derselben Ausstattungslinie
Das Wichtigste in Kürze
- Škoda nimmt in Deutschland seit dem 26. Oktober 2026 Bestellungen an: Der Octavia als Vollhybrid kostet ab 37.120 Euro, der Kodiaq RS als Plug-in-Hybrid ab 62.800 Euro.
- In der Ausstattungslinie Selection kostet der Octavia Hybrid mit 136 PS 2.230 Euro mehr als der 116-PS-Benziner und verbraucht laut WLTP 0,3 Liter weniger je 100 Kilometer.
- Nach einer Modellrechnung von NETZ-TRENDS gleicht der Spritvorteil allein den Aufpreis erst nach rund 23 Jahren aus.
- Eine staatliche Kaufprämie gibt es für den Vollhybrid nicht: Die Bundesregierung nennt als förderfähig nur Fahrzeuge, die sich von außen laden lassen.
Škoda nimmt seit dem 26. Oktober 2026 Bestellungen für den Octavia als Vollhybrid und den Kodiaq RS als Plug-in-Hybrid an. Der Aufpreis zum Benziner fällt dabei deutlich höher aus als der Spritvorteil.
Der tschechische Hersteller Škoda, eine Tochter des deutschen Volkswagen-Konzerns, erweitert drei seiner Baureihen. Das geht aus einer Pressemitteilung der Škoda Auto Deutschland GmbH mit Sitz in Weiterstadt vom 26. Oktober 2026 hervor.
Für Kundschaft in Deutschland sind vor allem zwei Zahlen wichtig: der Einstiegspreis der neuen Varianten und das, was sie gegenüber den bisherigen Motoren an Kraftstoff sparen. Beides nennt der Hersteller selbst.
Was die neuen Hybride kosten
Nach Angaben des Herstellers sind seit dem 26. Oktober 2026 drei Dinge neu bestellbar: der Octavia mit Vollhybrid-Antrieb, der Kodiaq RS mit Plug-in-Hybrid-Antrieb und eine stärkere Einstiegsmotorisierung für Kodiaq und Superb.
Die folgende Übersicht fasst die Einstiegspreise und die vom Hersteller genannten Verbrauchswerte zusammen. Alle Werte stammen aus der Pressemitteilung vom 26. Oktober 2026.
| Variante | Systemleistung | Preis ab | Verbrauch laut WLTP |
|---|---|---|---|
| Octavia Limousine Hybrid | 100 kW (136 PS) | 37.120 Euro | 4,6–5,0 l/100 km |
| Octavia Combi Hybrid | 100 kW (136 PS) | 37.820 Euro | 4,7–5,2 l/100 km |
| Octavia Limousine Hybrid | 125 kW (170 PS) | 40.420 Euro | 4,6–5,0 l/100 km |
| Octavia Combi Hybrid | 125 kW (170 PS) | 41.120 Euro | 4,8–5,3 l/100 km |
| Kodiaq RS Plug-in-Hybrid | 200 kW (272 PS) | 62.800 Euro | 1,8 l/100 km und 13,8–14,0 kWh/100 km (gewichtet) |
| Kodiaq 1,5 TSI mit Mild-Hybrid | 118 kW (160 PS) | 44.710 Euro | 6,3–6,8 l/100 km |
| Superb 1,5 TSI mit Mild-Hybrid | 118 kW (160 PS) | 41.540 Euro | 5,4–5,9 l/100 km (Limousine) |
Der Verbrauch beim Plug-in-Hybrid ist dabei nur eingeschränkt mit den übrigen Werten vergleichbar: Er wird gewichtet berechnet und unterstellt, dass die Batterie regelmäßig geladen wird. Mit leerer Batterie nennt Škoda für den Kodiaq RS Plug-in-Hybrid 5,9 bis 6,0 Liter je 100 Kilometer.
Octavia Hybrid: 2.230 Euro Aufpreis
Der Octavia ist das Volumenmodell der Marke, und hier lässt sich der Aufpreis genau beziffern. Dafür hilft die Preis- und Ausstattungsübersicht, die Škoda auf der deutschen Verkaufsseite veröffentlicht, Stand 22. Oktober 2026.
In der Linie Selection kostet die Octavia Limousine mit dem 1,5-TSI-Benziner und Mild-Hybrid-Technik, 85 kW (116 PS), dort 34.890 Euro. Der neue Vollhybrid mit 100 kW (136 PS) steht in derselben Linie bei 37.120 Euro. Das sind 2.230 Euro mehr.
Dafür gibt es 20 PS mehr und einen um 0,3 Liter je 100 Kilometer niedrigeren WLTP-Verbrauch: 4,6 bis 5,0 statt 4,9 bis 5,3 Liter. Beide Varianten haben ein Automatikgetriebe, der Vergleich ist insofern sauber.
Bemerkenswert ist ein zweiter Vergleich: Der stärkere Benziner mit 110 kW (150 PS) kostet laut derselben Übersicht in der Linie Selection 37.560 Euro – also 440 Euro mehr als der Vollhybrid mit 136 PS, bei höherem Verbrauch. Wer ohnehin über diese Benzinervariante nachdenkt, zahlt für den Hybrid in der Anschaffung weniger.
Rechnet sich der Aufpreis?
Die entscheidende Frage für den Geldbeutel ist, wie lange es dauert, bis der gesparte Kraftstoff die 2.230 Euro wieder einspielt. Diese Rechnung lässt sich mit den Herstellerwerten und dem aktuellen deutschen Spritpreis aufmachen.
Modellrechnung: Wann der Aufpreis zurückkommt
- Aufpreis: 2.230 Euro (37.120 statt 34.890 Euro, Octavia Limousine Selection)
- Verbrauchsvorteil: 0,3 Liter je 100 Kilometer laut WLTP
- Fahrleistung: 15.000 Kilometer im Jahr, also 45 Liter weniger
- Spritpreis: 2,110 Euro je Liter Super E10 (ADAC, 21. Oktober 2026)
- Rechenweg: 45 Liter × 2,110 Euro = 94,95 Euro im Jahr; 2.230 Euro ÷ 94,95 Euro = rund 23 Jahre oder rund 350.000 Kilometer
Das ist eine Modellrechnung der Redaktion und keine Prognose. Sie rechnet nur mit Kraftstoffkosten und nur mit den Normwerten des Herstellers. Wer viel in der Stadt fährt, kann mit einem Vollhybrid deutlich mehr sparen, als der Normwert nahelegt, weil das Auto dort häufiger rein elektrisch fährt.
Umgekehrt gibt es Gründe, warum die Rechnung günstiger ausfallen kann. Der deutsche Tankrabatt läuft zum 31. Dezember 2026 aus, dadurch können bis zu 17 Cent je Liter hinzukommen. Selbst mit 2,28 Euro je Liter bliebe die Rechnung aber bei gut 21 Jahren.
Die Einordnung lautet deshalb: Über den Kraftstoffverbrauch allein trägt sich der Aufpreis in dieser Rechnung nicht. Als Kaufargument taugt der niedrigere Verbrauch vor allem dann, wenn die Alternative der stärkere Benziner gewesen wäre – oder wenn der Stadtanteil hoch ist.
Kodiaq RS: 272 PS für 62.800 Euro
Die zweite Neuheit zielt auf eine andere Kundschaft. Der Kodiaq RS Plug-in-Hybrid kombiniert laut Hersteller einen 1,5-TSI-Benziner mit 130 kW (177 PS), einen 85-kW-Elektromotor und eine Batterie mit 25,7 Kilowattstunden brutto.
Die Systemleistung beträgt 200 kW (272 PS). Damit ist nach Angaben von Škoda kein Fahrzeug der Marke mit Verbrennungsmotor stärker. Der Hersteller nennt 400 Newtonmeter Drehmoment, 215 km/h Höchstgeschwindigkeit, 7,5 Sekunden von null auf 100 km/h und eine Anhängelast von bis zu 1.800 Kilogramm.
Für den Alltag relevanter ist die elektrische Reichweite: Škoda gibt 109 Kilometer an. Das ist der Wert, an dem auch das deutsche Steuerrecht ansetzt – dazu unten mehr.
Zur Einordnung des Preises: Der bisherige Kodiaq RS mit 2,0-TSI-Benziner und 195 kW (265 PS) steht auf der deutschen Modellseite bei 59.490 Euro, der Kodiaq Plug-in-Hybrid mit 150 kW (204 PS) bei 49.740 Euro. Die neue Spitzenvariante liegt also 3.310 Euro über dem bisherigen RS.
Kaufprämie nur mit Stecker
Seit 2026 gibt es in Deutschland wieder eine staatliche Kaufförderung für Elektroautos. Für die beiden Neuheiten gilt sie sehr unterschiedlich.
Die Bundesregierung nennt als förderfähig rein batterieelektrische Fahrzeuge, Fahrzeuge mit Range Extender, Brennstoffzellenfahrzeuge und Plug-in-Hybride. Vollhybride wie der neue Octavia Hybrid tauchen in dieser Aufzählung nicht auf – sie lassen sich nicht von außen laden. Für diese Variante gibt es nach der Darstellung der Bundesregierung also keinen Zuschuss.
Für Plug-in-Hybride nennt die Bundesregierung eine Basisförderung von 1.500 Euro und einen Höchstbetrag von 4.500 Euro, gebunden an klimaschutzrelevante Anforderungen, die sie auf ihrer Informationsseite nicht im Einzelnen aufschlüsselt. Anträge sind bis zu einem zu versteuernden Haushaltsjahreseinkommen von 80.000 Euro möglich, mit Kindern bis 90.000 Euro. Ob der Kodiaq RS Plug-in-Hybrid die Bedingungen erfüllt, lässt sich daraus nicht ableiten; das sollte vor der Bestellung geklärt werden. Wie die Förderung grundsätzlich funktioniert, hat NETZ-TRENDS hier zusammengefasst.
Dienstwagen: 0,5 statt 1 Prozent
Für Beschäftigte mit Firmenwagen ist eine andere Zahl wichtiger als der Listenpreis. Nach § 6 Absatz 1 Nummer 4 des deutschen Einkommensteuergesetzes wird die private Nutzung grundsätzlich mit einem Prozent des inländischen Listenpreises je Monat angesetzt.
Für von außen aufladbare Hybridfahrzeuge halbiert sich dieser Ansatz, wenn das Fahrzeug höchstens 50 Gramm Kohlendioxid je Kilometer ausstößt oder die elektrische Reichweite mindestens 80 Kilometer beträgt. Der Kodiaq RS Plug-in-Hybrid erfüllt nach den Herstellerangaben beide Bedingungen: 40 bis 41 Gramm und 109 Kilometer.
Der Octavia Vollhybrid fällt nicht darunter, weil er sich nicht extern laden lässt. Für ihn bleibt es beim vollen Prozent: Bei einem Listenpreis von 37.120 Euro sind das rechnerisch rund 371 Euro im Monat als geldwerter Vorteil, bei halbem Ansatz wären es rund 186 Euro. Sonderausstattung erhöht die Bemessungsgrundlage zusätzlich.
Mehr Leistung trotz Euro 7
Die dritte Änderung betrifft die Einstiegsmotoren von Kodiaq und Superb. Beide bekommen den 1,5-TSI-Benziner mit Mild-Hybrid-Technik in einer auf die Abgasnorm Euro 7 angepassten Fassung.
„Beim Škoda Kodiaq 1,5 TSI und beim Škoda Superb 1,5 TSI – jeweils mit Mild-Hybrid-Technologie – steigt die Leistung im Vergleich zum Vorgänger-Aggregat trotz Anpassung an die neue strengere Euro-7-Abgasnorm um 8 kW (10 PS) auf jetzt 118 kW (160 PS).“
Škoda Auto Deutschland GmbH, Pressemitteilung vom 26. Oktober 2026
Für bereits im Markt befindliche Modelle wird Euro 7 nach Angaben des Herstellers am 29. November 2027 Pflicht. Škoda zieht die Umstellung bei diesen beiden Baureihen also vor. Was die Norm im Einzelnen verlangt, hat NETZ-TRENDS hier aufgeschrieben.
Was offen bleibt
Die Pressemitteilung nennt keinen Liefertermin. Wann die ersten Fahrzeuge bei den Händlern in Deutschland stehen und mit welchen Wartezeiten zu rechnen ist, bleibt damit offen.
Offen ist außerdem, wie sich die Vollhybride im Alltag schlagen. Unabhängige Verbrauchsmessungen liegen zum Bestellstart nicht vor; alle genannten Verbrauchs- und Reichweitenwerte sind Herstellerangaben nach dem Prüfverfahren WLTP. Auch Rabatte und Aktionspreise der Händler sind in den genannten Preisen nicht berücksichtigt.
Zur Frage, ob der Kodiaq RS Plug-in-Hybrid die Bedingungen der staatlichen Kaufprämie erfüllt, hat Škoda sich in der Mitteilung nicht geäußert.
Checkliste vor der Bestellung
Was sich vorher klären lässt
- Eigene Fahrleistung und Stadtanteil abschätzen: Je mehr Kurzstrecke, desto eher trägt sich der Vollhybrid.
- Den Aufpreis gegen die Alternative rechnen, die tatsächlich in Frage kommt – gegenüber dem 150-PS-Benziner ist der Hybrid günstiger.
- Beim Plug-in-Hybrid vorher prüfen, ob eine Lademöglichkeit zu Hause oder am Arbeitsplatz vorhanden ist; ohne regelmäßiges Laden gelten die höheren Verbrauchswerte bei leerer Batterie.
- Vor der Bestellung beim Händler oder bei der Förderstelle klären lassen, ob für das konkrete Fahrzeug eine Kaufprämie in Betracht kommt.
- Bei einem Firmenwagen die Versteuerung durchrechnen: ein halber oder ein voller Prozentsatz macht über die Laufzeit einen erheblichen Unterschied.
Die Punkte ersetzen keine Beratung im Einzelfall. Sie fassen zusammen, welche Angaben in den geprüften Unterlagen stehen und an welchen Stellen eigene Zahlen nötig sind, bevor eine Entscheidung fällt.
Häufige Fragen
Was kostet der Škoda Octavia als Vollhybrid?
Die Limousine beginnt laut Hersteller bei 37.120 Euro mit 100 kW (136 PS) und bei 40.420 Euro mit 125 kW (170 PS). Der Combi kostet 37.820 beziehungsweise 41.120 Euro.
Wie viel teurer ist der Hybrid als der Benziner?
In der Ausstattungslinie Selection kostet die Octavia Limousine als Vollhybrid mit 136 PS 2.230 Euro mehr als der Benziner mit 116 PS. Gegenüber dem Benziner mit 150 PS ist der Hybrid dagegen 440 Euro günstiger.
Gibt es eine staatliche Kaufprämie für den Vollhybrid?
Nein. Die Bundesregierung nennt als förderfähig nur Fahrzeuge, die sich von außen laden lassen, also reine Elektroautos, Brennstoffzellenfahrzeuge, Range-Extender und Plug-in-Hybride.
Was kostet der Kodiaq RS als Plug-in-Hybrid?
Der Einstiegspreis liegt bei 62.800 Euro. Das Fahrzeug leistet 200 kW (272 PS) und fährt laut Hersteller bis zu 109 Kilometer rein elektrisch.
Würden Sie für einen Vollhybrid einen Aufpreis von gut 2.000 Euro zahlen, auch wenn er sich über den Spritverbrauch allein nicht rechnet? Schreiben Sie uns Ihre Einschätzung gerne in die Kommentare.
Quellen
- Škoda Auto Deutschland GmbH: „Bestellstart für neue Hybrid-Varianten von Škoda Kodiaq RS, Škoda Octavia und Škoda Superb“, Pressemitteilung vom 26. Oktober 2026 (Darstellung des Herausgebers), abgerufen am 27. Oktober 2026
- Škoda Auto Deutschland GmbH: Preis- und Ausstattungsübersicht Octavia, Stand 22. Oktober 2026, abgerufen am 27. Oktober 2026
- Škoda Auto Deutschland GmbH: Modellseite Kodiaq mit Preisen je Ausstattungslinie, abgerufen am 27. Oktober 2026
- Allgemeiner Deutscher Automobil-Club (ADAC): „Wochenvergleich: Benzinpreis gibt nach“, veröffentlicht am 21. Oktober 2026, abgerufen am 27. Oktober 2026
- Bundesregierung: „Bis zu 6000 Euro Prämie mit der E-Auto-Förderung“, Stand 8. Oktober 2026, abgerufen am 27. Oktober 2026
- § 6 Einkommensteuergesetz (EStG), Absatz 1 Nummer 4, abgerufen am 27. Oktober 2026
Recherchestand: 27. Oktober 2026. Preise und technische Daten sind Herstellerangaben für Deutschland; eine unabhängige Überprüfung der Verbrauchswerte durch NETZ-TRENDS hat nicht stattgefunden.
Transparenz: KI-Unterstützung
Transparenzhinweis: Bei Recherche, Strukturierung und Erstellung dieses Beitrags kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die verwendeten Quellen sind im Artikel aufgeführt. Die Veröffentlichung erfolgt erst nach manueller redaktioneller Freigabe.