Deutsche Wirtschaft bricht ein: EU-Sanktionen gegen Russland schuld?

Diese nicht guten Zeichen strahlen nun weltweit ab. Denn bekannt ist: Wenn die deutsche Wirtschaft hustet, bekommen die anderen EU-Länder Grippe. Entsprechend prominent werden diese wenig guten Nachrichten derzeit weltweit verbreitet. So schreibt das "The Wall Street Journal", wonach "German industrial output declined sharply in August":

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Deutschlands Wirtschaft leidet unter den Wirtschaftssanktionen gegen Russland.

Es war abzusehen, so sicher wie das Amen: Isis-Verbrecher, EU-Sanktionen gegen Russland, Ebola - all das musste deutliche Spuren in der Wirtschaft hinterlassen. So ist nun der industrielle Output der deutschen Wirtschaft alleine im August 2014 um 4% gesunken.

Basis für die nun bekannt gewordenen Wirtschaftszahlen sind Veröffentlichungen des deutschen Bundeswirtschaftsministers. Deutschland ist in Europa die größte Wirtschaftsmacht, weltweit rangiert die BRD auf Platz vier (nach den USA, China, Japan).

Der Rückgang der deutschen Industrieproduktion, wozu die Bereiche Industrie, Baubranche und Energie-Erzeuger gehören, liegt bei 4%. Dieses Niveau ist deutlich unter jenem, welches Analysten entsprechend einer Untersuchung des "The Wall Street Journal" erwartet hatten - nämlich lediglich -1,5%.

Da bekanntlich eine schlechte Nachricht selten allein kommt, schob der deutsche Wirtschaftsminister Sigmund Gabriel (SPD) gleich noch eine weitere negative hinterher. Demnach habe das Wirtschaftswachstum der deutschen Wirtschaft im Juli 2014 nicht, wie ursprünglich ausgewiesen, bei 1,9% gelegen, sondern lediglich bei 1,6%.

Bereits vor wenigen Tagen schockierte die Wirtschaftswelt die Nachricht, wonach die Auftragseingänge in der deutschen Wirtschaft um dramatische 5,7% zurückgegangen seien. Das ist der schlimmste Einbruch seit 2009 - also dem Höhepunkt der Weltwirtschaftskrise.

In Folge der Weltwirtschaftskrise wurden weltweit, auch in der Europäischen Union, Rettungsschirme aufgelegt. Gefüllt worden waren sie mit Hunderten Milliarden Euro Steuergeldern. Damit wollte man vom bankrott bedrohte Key-Industriezweige - wie Banken und Versicherungen - zu stützen.

Kommentar zum Wirtschaftseinbruch in Deutschland:

Besonders dass die umfangreichen und recht willkürlichen Wirtschaftssanktionen Deutschlands gegen Russland (beschlossen auch von der deutschen Bundesregierung aus CDU/CSU & SPD) die deutsche Wirtschaft und damit Arbeitsplätze treffen würden, war bekannt. Wochenlang hatten Industrieverbände und Wirtschaftsführer genau dieses Szenario vorausgesagt:

Im politischen Lager waren es in Deutschland lediglich Parteien wie die AfD (Alternative für Deutschland) oder DIE LINKE, welche vor den negative Auswirkungen auf den Standort Deutschland gewarnt hatten, beschleunige man eine Sanktions-Spirale und einen Rückfall in Zeiten des Eisernen Vorhangs.

Doch scheint die deutsche Bundesregierung aus CDU/CSU & SPD unter Führung von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) einen Schaden des Wirtschaftsstandorts Deutschlands beim Beschluss der Sanktionen einkalkuliert zu haben. Über die Motive kann nach wie vor nur spekuliert werden: Ging es Merkel wirklich nur darum, den Friedensprozess in der Ukraine zu beschleunigen, oder treibt auch sie, wie die USA, schlicht Großmannssucht und die Sehnsucht, das EU-Reich auf die Ukraine auszudehnen und nebenher die NATO direkt an Russlands Grenze einmarschieren zu lassen?