Rindfleisch Preis: In USA so teuer wie 1987 / In Deutschland 6 Mal teurer

Die Grillsaison beginnt und die USA beklagen 2014 das teuerste Beef, also Rindfleisch, wie seit 1987 - also fast seit 30 Jahren. Die Amerikaner beklagen derzeit, dass Beef in den USA so teuer sei, wie seit Jahrzehnten nicht mehr. So kostet derzeit ein Pfund Beef (entspricht 453.59 g), also Rindfleisch, in den USA 5,28 US-Dollar.

Foto: cc
Die ersten Sonnenstrahlen machen Hunger auf gutes Grillfleisch. Doch bei Rind werden die Deutschen kräftig abgezockt. Die Amerikaner bezahlen 6 Mal weniger für das Pfund.

Das ist der höchste Preis sei dem Januar 1987. Die Gründe für die hohen Beefpreise sehen Fachleute in den USA in den relativ hohen Exporten von Rindfleisch - beispielsweise nach China, Europa oder Japan. Dass die Rancher lieber in solche Regionen exportieren ist klar: So bezahlen Deutsche derzeit im Schnitt 6 Mal so viel für ein Pfund Rindfleisch wie die Amerikaner. Die Gewinnmargen sind entsprechend höher für die Rancher.

Deshalb sind die angeblich hohen Preise für Rindfleisch in den USA eher eine Fata Morgana der Amerikaner, die schlicht die Weltmarktpreise für Beef scheinbar nicht kennen. So beklagen zahlreiche Medien derzeit - von der Washington Post bis zum Fernseh-Network ABS - wonach Amerikaner viel zu viel für Rind derzeit bezahlen müssten im Vergleich zu den vergangenen bald 30 Jahren.

Derzeit sei die Situation so, dass faktisch alles Rindfleisch, welches in den Handel in den USA komme, schon nach kürzester Zeit wieder aus den Regalen verschwunden sei - also aufgekauft worden sei. Das knappe Angebot hat entsprechend normaler marktwirtschaftlicher Spielregeln Auswirkungen auf den Preis - sie steigen, aber eben im Verhältnis zu Deutschland immer noch sehr moderat. Derzeit geht die landwirtschaftliche Fachwelt nicht davon aus, dass die Preise für Rindfleisch in den nächsten Jahren in den USA wieder sinken könnten - vor allem deshalb, da die Preise für Beef sowieso schon am Boden sind.

Die höheren Beef-Preise in den USA als gewohnt, haben auch Auswirkungen auf des Amerikaners liebstes Essen: Hamburger und sonstiges Fast Food. Entsprechend sind derzeit die Preise für Hamburger & Co in den Restaurants in den USA etwas höher. Musste man bislang für einen großen Hamburger mit Salat in New York City zwischen 7,50 und 12 Dollar bezahlen, liegt der Preis derzeit im Schnitt um gut einen bis zwei Dollar höher.

Ein weiterer Grund für die höheren Preise für Rindfleisch in den USA könnte sein, dass auch dort immer weniger junge Leute Lust haben, einen Bauernhof also eine Ranch, zu übernehmen. Dennoch: Im Vergleich zu Deutschland wird Beef, also Rindfleisch, in den USA geradezu zu Dumpingpreisen verschleudert. So kostet in Deutschland derzeit beispielsweise nach Angaben des Webseite gourmondo.de rund 500 g Argentinisches Rind (Steakhüfte) 25,28 Euro oder umgerechnet 35,10 US-Dollar. Etwas günstiger ist Rindfleisch Hüftsteak ("argentinische Rinder-Hüftsteaks der Gourmet-Klasse"). Hier kostet ein Pfund nach Angaben von gourmondo.de derzeit rund 22,30 Euro (30,97 Dollar). Doch auch in Deutschland gibt es günstigeres Rindfleisch - das Kilo für 20 Euro, das bedeutet, das Pfund läge bei circa 10 Euro.

Doch wie man es auch dreht und wendet, so kommt man zu dem Ergebnis: Die Amerikaner jammern auf einem sehr hohen Niveau - denn im Verhältnis zu Deutschland ist Rindfleisch in den USA gut 6 Mal günstiger oder eben hierzulande 6 x teurer. Da bleibt einem zur Eröffnung der Grillsaison nur zu sagen: Vielleicht ab und an mal in Deutschland auf das günstigere Schwein umsteigen. Doch Achtung: Wer in seiner Familie erblich bedingt anfällig für Gicht ist, der sollte doch lieber Rind essen. Dieses Fleisch hat weniger Gicht auslösende Inhalte, als Schweinefleisch.

Gefällt mir
 
5 5
1