Russland verbietet Bitcoins

Zudem hatte bereits der russische Generalstaatsanwalt vorsorglich darauf hingewiesen, wonach "Geheimwährungen" in Russland illegal seien. Deshalb wolle man gemeinsam mit der russischen Zentralbank nun "strengere Regeln für den Gebrauch von Bitcoins entwickeln", schreibt "Die Welt". Das dürfte aber eher in eine Richtung deuten: So schreibt wiederum die russische Zeitung vedomosti.ru folgendes: "Die Russische Zentralbank und die russische Generalstaatsanwaltschaft werden Maßnahmen zur Bekämpfung der Bitcoins und anderer virtueller Währungen entwickeln".

Quelle: vip.btcchina.com
Der Bitcoin-Kurs geht derzeit bergab.

Nach diversen Strafverfolgungen in den USA droht nun Russland Bitcoin-Nutzern mit Strafverfolgung. Die russische Zentralbank hatte - ähnlich der US-Vorwürfe - die Gefahren der Geldwäsche angeführt, auch die Finanzierung von Terror. Außerdem sehe sie ein sehr hohes Verlustrisiko für die Anleger.

An anderer Stelle heißt es aber noch deutlicher: "Die Einführung virtueller Währungen in unserem Land, die sich als Geld- und Geld-Ersatz ausgeben, sind strengstens verboten", habe die russische Generalstaatsanwaltschaft nun mitgeteilt, heißt es in einem am 7. Februar 2014 veröffentlichten Artikel auf dem russischen Portal dni.ru.

Bitcoins werden in Russland als Geldersatz angesehen und könnten deshalb nicht durch natürliche oder juristische Personen verwendet werden. Ende Januar hatte die russische Zentralbank bereis Organisationen und Einzelpersonen, welche Bitcoins nutzen, gewarnt - auch vor möglichen Strafverfolgungen.

Besonders scheint man sich in Russland auch an der Anonymität des Bitcoins-Handels zu stören. So schreibt die russische Zeitung vedomosti.ru, wonach die russische Nationalbank auch mitgeteilt habe, sie sei "verwirrt" über die anonyme Registrierung für die virtuelle Währung Bitcoins.

Geburtsfehler des Internet scheint niemand wiederholen zu wollen

Unterm Strich bleibt bislang festzuhalten: Die Staaten scheinen ihr Geldmonopol auch im Internetzeitalter nicht aus der Hand geben zu wollen - und wahrscheinlich erst Recht nicht an ein System, welches in einem Land entwickelt wurde - eben den USA - das eine solche Institution wie die NSA hervorgebracht hat, die im Verruf steht, mit kriminellen Machenschaften hunderte Millionen Menschen weltweit, darunter auch Spitzenpolitiker wie die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel oder die brasilianische Präsidentin, auch den idonesischen Präsidenten, von morgens bis abends auf ihren Handys und Computer auszuspionieren.

Den Geburtsfehler des Internet, nämlich das System zentral um ein Land, die USA, aufzubauen, möchten die Nationen auch im Bereich möglicher virtueller Währungen scheinbar nicht mehr wiederholen.

Auf die weltweiten Diskussionen und damit Unsicherheiten rund um Bitcoin hat das US-Unternehmen Apple nun reagiert. Apple hat die beliebte Anwendung für die Bitcoin Brieftasche aus dem App-Store entfernt.

Weitere Hintergründe im Artikel "USA, New York: Verhaftung Bitcoin Evangelist Charles Shrem von Bitinstant wegen Vorwurf angeblicher Geldwäsche".