4300 Gäste an Bord zittern Kreuzfahrt-Anbieter Carnival Cruise mit Panne in Karibik

Auch wenn derzeit zahlreiche US-Medien über die erneute Panne bei einem großen Kreuzfahrtschiff berichten, lässt sich die Rederei dennoch mit den Worten zitieren, wonach das Schiff trotz der aufgetauchten Probleme in den Backup-Motoren zu keiner Zeit in eine Situation gekommen sei, die für die Gäste bedrohlich gewesen wäre. Vielmehr habe das Schiff trotz der aufgetauchten technischen Probleme in den Ersatzmotoren nach wie vor im gewohnten Tempo manövriert werden können. Derzeit befindet sich das Schiff in einem Hafen auf der französisch-niederländischen Inselgruppe St. Maarten. Allen Kreuzfahrt-Gästen gehe es gut und sie seien komfortable untergebracht.

netztrends
Grundsätzlich sind Kreuzfahrten sicher. Große Aufregung gibt es jedoch, läuft etwas schief. Wie jetzt in der Karibik bei Carnival Cruises. Das Bild zeigt die deutsche Reederei AIDA im Hafen von Singapore.

Beim amerikanischen Kreuzfahrtriesen Carnival Cruise Lines ist es vor der Karibik-Insel St. Maarten zu einer Panne gekommen. Es wird berichtet, wonach beim 130.000 Tonnen Kreuzfahrt-Giganten Carnival Dream technische Probleme mit dem "backup emergency diesel generator" aufgetaucht seien. Derzeit arbeitete ein Ingenieur-Team daran, diese Probleme möglichst schnell wieder zu beheben. Auf dem amerikanischen Kreuzfahrtriesen Carnival Dream befinden sich 4.300 Passagiere, welche von 1.100 Crew-Mitgliedern betreut werden.

Auch wenn das Schiff zwar manövrierfähig geblieben ist, so scheint dennoch nicht alles komplett einwandfrei an Bord abgelaufen zu sein. So gibt es Berichte, wonach beispielsweise die Aufzüge sowie Sanitäranlagen für einige Stunden immer mal wieder ausgefallen seien. Jedoch verweist die Reederei darauf, dass mittlerweile alle Hotelanlagen wieder einwandfrei funktionierten -und zwar bereits seit 12.30 Uhr. Außerdem wird darauf verwiesen, wonach die Ausfälle nichts mit den sonstigen technischen Problemen zu tun gehabt hätten. Beispielsweise sei lediglich eine öffentliche Passagier-WC-Anlage geschlossen worden, da sie wie üblich gereinigt worden sei. In einem weiteren Fall habe man angeblich lediglich eine übliche Kabine auf Wunsch hin gereinigt.

Unklar ist auch, ob nun Berichte stimmen, wonach Gäste, die das wünschen, mit mehreren privat gecharterten Flugzeugen von St. Maarten zurück in die Heimat USA geflogen werden oder nicht. Noch nicht verifizieren lassen sich auch Medienreports, wonach Passagieren des Schiffs drei Tage an Kosten zurückerstattet würden. Das gilt auch für Berichte, wonach die Kreuzfahrt-Gesellschaft 50 Prozent einer künftigen Kreuzfahrt mit Carnival Dream übernehmen würde - gewissermaßen als kleine Urlaubs-Wiedergutmachung.

Wie verworren die Nachrichtenlage noch ist, zeigt sich auch daran, dass es in einem US-Medienbericht heißt, wonach derzeit die Kreuzfahrt-Gäste nicht einmal das Schiff verlassen dürften und die Passagiere auch nur sehr dünn mit Informationen rund um die technischen Probleme informiert würden. Dafür gebe es aber "Tonnen an leeren Versprechungen". Ursprünglich habe man, wird berichtet, den Passagieren versprochen, wonach die technischen Probleme in einer Stunde behoben seien. Doch mittlerweile sei das Problem bereits auch nach über 7 Stunden immer noch nicht gelöst. Es ist nicht die einzige größere Panne bei Carnical Cruises in den vergangenen Monaten. Auf Grund der erneuten Panne prüfen mehrere Rechtsanwälte bereits Schadenersatzansprüchge gegen den US-Kreuzfahrtanbieter.

Nach eigenen Angaben verfüge Carnival über 24 Kreuzfahrt-Schiffe. Sie böten Reisen zwischen 3 und 18 Tagen an (voyages) und zwar zu folgenden Zielen: Bahamas, Karibik, Mexikanische Riviera, Alaska, Hawaii, Canada, New England, Europa, Bermuda, Südamerika, Panama Kanal, Tahiti und den Fiji Inseln.