Taxis bleiben gelb New York bekommt jetzt neue komische Taxis von Nissan / Bezahlen mit Smartphone möglich

Neue Taxis in New York - In New York kennt man als Tourist oder Geschäftsreisender die typischen Ford Taxis, auch Cabs, gesagt. Nun konnte sich in einer städtischen Ausschreibung der japanische Autohersteller Nissan Motor Co. mit seinem Transporter "NV200 van" offiziell gegen den alt-amerikanischen Hersteller Ford Motor Co. durchsetzen. Allerdings sieht der neue Taxi-Transporter in seiner etwas spitz zulaufenden Kombi-Transporter-Form etwas seltsam aus. Ganz unamerikanisch.

Nissan
Die Taxikommission von New York setzt ab sofort auf Nissans neues Taxi. Ford ist aus dem Rennen.

Trotz des auch für Amerikaner eher untypischen und ungewöhnlichen Auto-Designs hatte sich die New Yorker "Taxi and Limousine Commission" (kurz: TLC) für den japanischen Massenhersteller von Automobilen entschieden.

Die neuen Nissan-Taxis werden ab Oktober 2013 das Stadtbild rund um 5th Avenue und Brooklyn prägen. Der NV200 verfügt über einen 2.0 Liter 4 Zylinder-Motor. Die New Yorker "Taxi and Limousine Commission" vergab in Nissan für ganze zehn Jahre die Lizenz, mit den Autos Taxiservices in New York anbieten zu dürfen. Derzeit sind in New York rund 13.000 Taxis auf der Straße. So viele wie in keiner anderen US-Stadt.

Doch nicht alle sind glücklich mit den neuen Taxis, für die sich die Taxi-Kommission entschieden hat. Besonders deutliche Kritik wird laut, da die General-Lizenz an die Japaner zu einer mangelnden Vielfalt unter New Yorks Taxis führen könne. So macht sich denn auch Hoffnung breit, dass ja auch die bisherigen Ford-Taxis teils noch länger als zehn Jahre technisch haltbar seien und damit auch noch in einigen Jahren entsprechend den Fahrgästen zur Verfügung stünden.

Doch hatte es sich die New Yorker Taxi-Kommission mit der Entscheidung für einen Autohersteller es sich nicht einfach gemacht. Mehrere Jahre dauerte der Auswahlprozess. Alleine Nissan gab an, man habe ein Jahr benötigt, um das perfekte Gelb für die neuen New Yorker Taxis herauszusuchen. Dabei habe man auch einmal andere Farben versucht zu berücksichtigen - wie Grün. Sei aber sehr schnell wieder zum "frischen Gelb" gekommen.

Jeder Bürger konnte sich in den Entscheidungsprozess rund um ein neues New Yorker Taxi einbringen. Es ist in den USA üblich, dass Bürger-Anhörungen zu allen wichtigen kommunalen Fragen durchgeführt werden müssen. Folgende Kriterien mussten Autokonzerne, die sich um eine Taxi-Lizenz bewarben, berücksichtigen:

- Höchste Sicherheitsstandards
- Nachweislich hervorragende Erfahrungen im Transport von Fahrgästen
- Hervorragenden Sitzkomfort und Auto-Ausstattungs-Komfort für den Fahrer
- Annehmbare Anschaffungs-Kosten des Autos, entsprechend auch akzeptable Reparaturkosten
- Große Umweltfreundlichkeit
- Größerer Innenräum für die Fahrgäste und das Gepäck
- Gute Zugänglichkeit für alle Fahrgäste - also auch ältere Personen oder Behinderte
- Ein besonderes Design, das den New Yorker Taxis wieder weltweit eine gewisse Einmaligkeit verleiht.

New Yorks Taxis sind trotzt ihres Traditions-Statuses für enorme Modernität bekannt. So gibt es in der Stadt seit Jahren ein qualitativ hochwertiges Taxi-Fernsehprogramm. Zudem gab die Taxi-Kommission jetzt auch als eine der ersten weltweit bekannt, dass Taxigäste künftig in den "Cabs" mit dem Smartphone bezahlen können.

Die Rechnungen würden die Fahrgäste dann per email zugeschickt bekommen. Dies würde auch helfen, die Umwelt zu schonen und würde den Taxi-Fahrgästen helfen, wichtige Rechnungen nicht während der Reise zu verlieren. In Deutschland akzeptieren viele Taxis immer noch nicht einmal EC-Kartenzahlungen. Häufig gehört das nervige Geldzählen und Cash-Bezahlen in deutschen Taxis noch zum altmodischen Standard.