Internetkonzern muss weiter sparen Internetkonzern Yahoo streicht angeblich 2000 Jobs

Nach einem Bericht soll der neue Yahoo-Chef Scott Thompson rund 2.000 Jobs in der berühmten Internetfirma Yahoo streichen. Nach dieser erneuten Sparrunde würde Yahoo noch rund 12.000 Personen beschäftigen. Insgesamt wolle Yahoo, heißt es, in der näheren Zukunft 375 Mio. US-Dollar einsparen. Seit Jahren kämpft der Internetgigant Yahoo gegen zurückgehende Marktanteile und verlorene Umsätze. Während zwar in Ländern wie Kanada oder den USA Yahoo noch relativ häufig beispielsweise als Suchmaschine genutzt wird, spielt Yahoo in Europa eine untergeordnete Rolle. Yahoo musste zuletzt immer stärker an seine Rivalen Facebook, Google, aber auch die Suchmaschine bing.com, Marktanteile abtreten. Trotz der ewigen Krisenberichte präsentiert sich Yahoo beispielsweise auf der Kölner Internetmesse Dmexco immer noch mit einem der größten Aussteller-Bereiche.

©istockphoto/Jason Doiy
Headquarters of Yahoo INC! located at 701 First Avenue in Sunnyvale, CA photo by Jason Doiy all rights reserved

Dennoch gehen die Veränderungen weiter: Nachdem erst vor wenigen Monaten Konzernchefin Carol Bartz gehen musste, will nun Ex-Ebay-Manager Scott Thompson beweisen, dass Yahoo immer noch, wenn schon nicht ganz vorne, so jedoch zumindest sehr weit vorne, mitspiele. Immerhin: Während zahlreiche Firmen ohne Abfindungen ihre Mitarbeiter entlassen, ist bei Yahoo eine Summe von 125 bis 145 Mio. Dollar im Gespräch, welche für Abfindungen der Mitarbeiter aufgewendet werden könnte.

Trotz Sparmaßnahmen immer noch 1,4 Mrd. Dollar Gewinn

Yahoo wolle "kleiner, flinker, profitabler und besser für Innovation gerüstet" sein, wird Thompson zitiert. Zudem heißt e, yahoo wolle mal wieder den Fokus auf "Kernbereiche" legen, Kunden und Werbetreibende sollten wieder im Zentrum stehen.
Ungeachtet der guten Vorsätze: Vergangenes Jahr ging der Yahoo-Umsatz schmerzlich um 21,2 Prozent auf 6,32 Mrd. Dollar zurück. Das sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Internetkonzern immer noch hochprofitabel ist. So schlug ein Gewinn von 1,36 Mrd. Dollar zu Buche, wenngleich, wird vorgerechnet, dieses einen Rückgang von rund 14 Prozent bedeute.

Einst hatte der Software-Konzern Microsoft dem kränkelnden Internetriesen Yahoo eine Kaufofferte über mehr als 40 Mrd. US-Dollar angeboten. Das Angebot wurde damals abgelehnt. Ob Yahoo heute immer noch so hoch bewertet würde, darf zumindest kritisch hinterfragt werden.

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