Die Metro-Gruppe (verstorbener Otto Beisheim, Haniel-Familie) muss sich zumindest vom Umsatzvolumen her nun dem Discounter Lidl (Schwarz-Gruppe) aus dem schwäbischen Neckarsulm geschlagen geben.
Erstmals scheint mit Abschluss des Geschäftsjahrs 2012/2013 der Umsatz der Schwarz-Gruppe rund um Lidl mit 67,7 Milliarden Euro größer zu sein, als jener der Metro-Gruppe. Vom dem Gesamtumsatz entfallen 48,9 Milliarden Euro auf Lidl und 18,7 Milliarden Euro auf Kaufland. Doch es wird mit harten Bandagen im Handel gekämpft, die Margen sind oft knapp kalkuliert (2 bis maximal 3 %) und was nachhaltig ist, zeigt die Zukunft. Ein kritischer Netz-Trends-Blick auf die Branche:
Auch wenn die Schwarz-Gruppe rund um Lidl sicherlich stolz sein kann auf das enorme Handelsvolumen von knapp 68 Milliarden Euro, so gilt: Der Abstand zur Metro-Gruppe ist marginal und liegt derzeit im Handel bei überschaubaren 3 Milliarden Euro Umsatz. So verzeichnet der weltweit aktive Konzern Metro mit seinen Töchtern Real, Kaufhof, Media Markt oder Saturn einen bilanzierten Umsatz im Kalenderjahr 2013 in Höhe von 65 Milliarden Euro. Allerdings unterzieht sich Metro teils aus eigenem Willen einer Schrumpfkur beim Umsatz, andererseits zwangsweise. Einen freiwilligen Umsatzrückgang nimmt Metro-CEO Olaf Koch beispielsweise in Osteuropa hin, in dem Teile der dort aktiven Supermarktkette Real verkauft wurden. Unfreiwillig auf Umsatz verzichten muss Metro auf Grund der Insolvenz der Praktiker-Baumarktkette.
Den Discounterketten wie Lidl oder Aldi (in den USA oder Asien heißt das Pendant 7eleven) in die Hände spielt die Tatsache, dass zumindest derzeit die Deutschen, Österreicher oder Schweizer im Bereich des Lebensmittel-Einzelhandels auf die Option verzichten, sich per Internet Nutella, Brot, Apfelsinen, Kartoffeln, Müsli, Milch oder Eier zu bestellen. Allerdings gewinnt auch hier die Tendenz zu Internetbestellungen an Fahrt: Je älter die Deutschen werden und je stärker die Digitalisierung des Lebens zunimmt, desto größer wird die Wahrscheinlichkeit, dass in 10 oder 20 Jahren ein signifikanter Anteil der Verbraucher über Apps sich Lebensmittel ins Haus bestellt.
Doch noch können die Discounter auf Wachstum verweisen, welcher auch von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) aus Nürnberg bestätigt wird. Demnach hätten die Discounter in Deutschland im Jahr 2013 ihren Marktanteil im Lebensmittel-Einzelhandel auf 44 % ausbauen können.
Edeka und Rewe fahren ein anderes Konzept
Doch trotz der starken Stellung der Billig-Discounter ist die Stärke der klassischen Supermarkt-Ketten wie Edeka oder Rewe nicht zu unterschätzen. In Leipzig im neuen Einkaufszentrum Am Brühl zeigt Edeka beispielsweise ein neues Geschäftskonzept. Hier können die Verbraucher bis 21 Uhr in einem recht luxuriösen Umfeld Delikatessen an den ausladend bestückten Fischtheken, Wurst- oder Käsetheken kaufen, ähnlich sieht es am Weinregal aus.
Hinzu kommt bei Edekas Luxusshop am Brühl in Leipzig: Nirgends gibt es die klassische Discounter-Enge zwischen den Regalen und Produkten – alles wird in üppigen und freistehenden Regalen präsentiert. Großer Wert wird auch auf gedämpftes und nicht zu grelles Licht gelegt. Die Lidl- und Aldi-Aquariums-Beleuchtung findet man bei Edekas neuem Super-Shop in Leipzigs Einkaufspassage am Brühl nicht.
Nicht ganz so formidabel wie bei Edeka in Leipzig geht es zwar bei Rewe zu, dafür aber steht auch hier das gerne als „Einkaufserlebnis“ umschriebene Einkaufen für viele Bürger noch im Zentrum.
Das heißt auch: Viele gehen zu Edeka, Rewe, den türkischen, asiatischen oder griechischen Gemüsehändlern nicht nur um einzukaufen, sondern, um ein soziales Event zu haben – flirten zu können, zu sehen und gesehen zu werden. Das steht bei Aldi und Lidl weniger im Fokus, auch nicht bei Metro.
GfK-Handelsfachmann Wolfgang Adlwarth wird zudem mit den Worten zitiert: „Es gibt eine starke Wanderungsbewegung vom Fachhandel zum Discounter – auf Kosten von Bäckereien, aber auch von Metzgern oder Gemüsehändlern.“
Tchibo und die Suche nach dem Schnäppchen im Supermarkt-Regal
Nach Ansicht vieler Beobachter könnte aber Metros Real-Supermarkt-Gruppe weiter unter Druck geraten. Einige machen mangelnde Attraktivität als Grund aus, andere sehen das Sortiment als Problem. Dabei gilt nach wie vor sowohl für die Discounter wie die klassischen Supermarkt-Ketten: Die Konsumenten möchten sowohl Frischware, als auch Fast-Moving-Consumer-Goods und Non-Fast-Moving-Consumer-Goods (CDs, Elektronik, Schals, Mützen etc.) in den Märkten finden.
Vor allem die Tatsache, dass viele Verbraucher nicht nur zum Lebensmittelkauf in den Supermarkt oder Discounter gehen, dürfte dabei das Konzept von Tchibo nach wie vor beflügeln: So gehören beispielsweise bei Rewe in Berlin oder bei Konsum in Leipzig die klassischen Tchibo-Ecken als fester Bestandteil ins Konzept und wird entsprechend von Schnäppchen-Liebhabern nach wie vor gerne besucht. Das heißt: In der Winterzeit finden die Konsumenten hier Schals, Mützen, Kerzenständer oder Töpfe. In der Sommerzeit gibt es Picknickdecken, Badehosen, Haarglätter oder andere neueste Elektronik-Angebote.
Dass Lidl an Umsatz zulegen kann, dürfte aber auch einem massiven Investment in die Werbung geschuldet sein. Sowohl in den klassischen Regionalen Abo-Tageszeitungen, als auch in Deutschlands rund 700 wöchentlich ein- bis zwei Mal erscheinenden Anzeigenzeitungen sind Anzeigen oder Beilagen von Aldi zwar noch zu finden, doch „ist es jedes Mal ein Kampf mit den Discountern, diese von einer kontinuierlichen Markenstrategie auch in Print zu überzeugen“, erklärt ein Zeitungsverleger gegenüber Netz-Trends.
Lidls Marketingstrategie weicht jener von Aldi ab. Während Aldi, ebenso wie die mittlerweile insolvent geratene Schlecker-Gruppe, im Laufe der Jahrzehnte mehrere Milliarden Euro an Werbung (Anzeigen oder Beilagen) in die Tageszeitungen und lokalen Anzeigenblätter gesteckt haben dürfte, hatte Lidl erstmals umfangreicher auch Radio- und TV-Werbung in seine Marketingstrategie eingebaut. Doch wissen Kenner: Das ist teuer und dient vor allem der Imagewerbung. Als Unschlagbar gilt nach wie vor die klassische Schweinebauch-Anzeige: Gelbe oder rote Preisknaller-Sternchen weisen hier auf die besten Lebensmittelschnäppchen oder sonstigen Produkte hin.
Wie hoch der Werbeetat von Lidl im Jahr ist, darüber gibt es nur Schätzungen. Sie gehen davon aus, dass Lidl im Jahr weit über 200 Millionen Euro für Werbung ausgeben könnte. Deshalb wird erst die Zukunft zeigen, ob Lidls aggressive Expansionspolitik nur teuer erkauft ist, oder sich auch als nachhaltig profitabel zeigt.
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+Überblick Geschäftsbereiche Metro
Die Metro-Gruppe ist längst ein weltweit agierender Handelsriese, der nicht nur als Großhandels-Anlaufstelle für Fleisch, Kartoffeln oder Elektronik erfolgreich agiert, sondern in zahlreichen weiteren Geschäftsfeldern agiert.
Hierzu gehört beispielsweise der Gesundheitsmarkt. Um nur einen kleinen Einblick in die Breite der Palette der Handelsprodukte des Metro-Konzerns zu geben, gibt Netz-Trends einen kurzen Überblick.
So bietet Metro beispielsweise im Bereich „Clinical Products“ in der Kategorie „SHELVING (Regale)“ folgende Produkte an: Polymer (MetroMax iQ), Polymer Accessoires (MetroMax iQ), Polymer Wall Mounted, Wire/Solid, Wire Shelving Accessories, Wire Wall Mounted, Dunnage, High Density, Wall Storage / Productivity System. Den Bereich „WORKSTATIONS & TABLES“ deckt Metro ab mit: Stainless Steel Process Table, Polymer Worktable, Central Sterile Workstation. Im Bereich „PRODUCT FAMILIES“ ist Metro present mit: Basix, Flexline, Lifeline, myCart Series™, Starsys, Lionville Series, Clinical Products. Auch den Bereich „CARTS“ deckt Metro ab und zwar mit: Procedure, Supply, Case, Medication, Linen oder Utility.
In der Gesundheits-Kategorie „WORKCENTERS, CABINETS & FIXTURES“ ist Metro zudem präsent mit folgenden Angeboten: Mobile WorkCenter, Stationary WorkCenter, Supply Cabinets, Wall Cabinets & Overheads, Lionville Pharmacy Fixtures. Den Bereich „SECURITY UNITS“ im Gesundheitsbereich deckt Metro unter anderem ab mit: Wire oder Polymer.
Ähnlich breit ist das Sortiment im Gesundheitsbereich der Metro-Gruppe im Bereich „GENERAL ACCESSORIES“. Hier bietet der Handelsgigant alles rund um Bins, Cart Covers, Tote Boxes & Slides, Caster Guide oder Point-of-Care Computing an.
Ebenfalls ein breites Warensortiment bietet Metro im Bereich der „COMPUTERIZED WORKSTATIONS“. Hier werden folgende Produkte verkauft: AccessPoint™ Mobile Computing oder Flo 1770 Workstation. Breit ist auch das Angebot von Metro in der Produktgruppe „COMPUTERIZED MEDICATION WORKSTATIONS“: Flo 1770Rx / SecureRx™ Med Module, Lionville iPoint oder Lionville iMed.
Ähnlich umfangreich agiert Metro im Bereich „ADVANCED WORKSTATIONS“. Hier stehen zur Verfügung Produkte aus: Flo 1870 Advanced Workstation. Unter „APPLICATIONS“ bietet Metro alles rund um Telehealth, PACS/Imaging oder VITALS Integration.
Ausladend ist auch der Bereich „METRO POWER SYSTEMS“ (MetroMonitor Dashboard System, WALL SYSTEMS, MetroMount Wall Arm, Lionville Wall Cabinet), beziehungsweise der Bereich „LAPTOP CARTS“ (Flo 1570 Power/Non-Powered, MEDICATION CARTS, Lionville 800, 600, 400 Series) oder der Bereich von „TRANSFER & EXCHANGE CARTS“ (Lionville Pharmacy Transfer, SERVICE & SUPPORT, Metro ESP Enhanced Service, Customer Support), ebenso der Bereich „PRODUCT FAMILIES“ (Flo Series, Lionville Series).
Commercials bei Metro
Neben Produkten aus dem Gesundheitsprodukt bietet Metro hunderte Produkte in der Haupt-Kategorie „Commercials“. Hier ist der Handelsgigant mit folgenden Gruppen an der Verkaufsfront:
„Shelving“: Polymer (MetroMax iQ), Solid, Wire, Wire/Polymer (Super Erecta Pro), Dunnage Racks, High Density Movable Aisle, Security Units, Wall Mounted Shelving, Wall Storage / Productivity System.
Im Bereich „SHELVING ACCESSORIES“ bietet Metro: Cart Covers, Casters Guide, Wire Shelving Accessories, Polymer Accessories – MetroMax iQ, Carts, Benchside Tote Cart, Enclosed Polymer Cart – Flexline, Enclosed Polymer Cart – Starsys, Tote Box Cart, Security Units, Janitorial Carts, Metal Enclosed.
Im Bereich „UTILITY CARTS“ verkauft Metro alles rund um: Polymer, Solid, Wire, Work Tables/Work Stations, Clean Table Perf Top (Stainless), Polymer (MetroMax i), Stainless Steel Solid, Enclosed Work Centers (Starsys), Totes/Bins, Tote Box Cart, Totes / Bins / Slides.
Im Bereich „SPECIALTY PRODUCTS“ handelt Metro mit: Cleanrooms, Carts, Cleanroom Casters, ESD Control, Gowning Room Furnishings, Perf Top Clean Tables.
Unter „SPECIALTY PRODUCTS“ bietet Metro zudem: Supermarkets, Grocery Solutions, Retail Display, Retail Solutions, Janitorial Maintenance, Bulk Truck, Janitorial Carts, Electronics Production, Electronic Specialty Carts.
Im Bereich „ESD PRODUCTS“ bietet Metro alles rund um Accessories und Cart Covers. Im Bereich „SPECIALTY PRODUCTS“ finden Händler außerdem alles rund Electronics Production und unter „OTHER, PCB“ können Kaufleute alles rund um Handling & Accessories, Laboratory Furniture, Lab Specialty Carts, Lab Work Tables, Mobile, Modular Lab WorkCenters, Stationary WorkCenters kaufen.
Den „Commercial“-Bereich „OTHER“ deckt Metro mit Produkten rund Autoclave Cage Rack, Municipal Services, CARTS, Equipment Maintenance, Inhalation Therapy, OTHER, Evidence and Property Storage, Dressing Bench, Gear Rack oder Surplus Gear Rack ab.
Foodservice bei Metro
Im Bereich Food, also Lebensmittel bietet Metro in der Gruppe „Shelving (Regale)“: Polymer, Solid, Wire, Wire/Polymer (Super Erecta Pro). Im Bereich „SHELVING ACCESSORIES“ steht Metro bereit mit: Cart Covers, Casters Guide, Wire Shelving Accessories, Polymer Accessories (MetroMax iQ).
Den Bereich „DUNNAGE RACKS“ deckt Metro ab mit allem rund um Wire, Polymer und im Bereich „HIGH DENSITY MOVABLE AISLE“ bietet Metro Polymer / Max Q with Microban, Wire, Shelving. Auch im Bereich der „SECURITY UNITS“ können Händler bei Metro sich eindecken und zwar mit: Polymer (Max Q w/Microban) sowie Wire.
In der Rubrik „SPECIALTY SHELVING“ bietet Metro: Beer Keg Handling Rack, Wine Shelving (Bulk/Cradle), WALL MOUNTED SHELVING, Wire, Wall Storage / Productivity System, Carts, Ice Cart, Mini Bar Restocking Cart, Carts.
Im Bereich „UTILITY“ ist Metro present mit: Polymer, Solid, Wire, Housekeeping, Amenity Pick Station, Housekeeping Carts -(Lodgix), Houserunner Carts – (Lodgix), Mini Bar Restocking Cart, Valet / Laundry Cart, LINEN TRUCKS AND CARTS, Polymer, Wire, Heated/Holding/Transport Cabinets, C5 Heated & MBQ Banquet, TC90 Transport, C190 Under Counter, Non-Heated Delivery & Storage, Warehandling, Drying Rack, Poker Chip Dish Dollies, Rack Dollies, Pan/Tray Racks, Mobile Tray Racks, Work Tables/Work Stations, HD Work Table and Accessories, Specialty, Beer Keg Handling Rack, Slanted Shelf Merchandisers sowie Totes / Bins.
Consumer-Products bei Metro
Zusätzlich ist Metro auch im Bereich der „Consumer“ aktiv. Hier können Händler sich eindecken mit allem möglichen rund um Möbel & Co und zwar aus den Bereichen: Family Room, Entertainment, Accessory Tables, Bookcases, Closets/Free-Standing, Walk-Ins, Garment Racks, Shoe Storage, Bathroom, Organizers, Kitchen, Kitchen Storage, Pantry, Baker’s Racks, Pot Racks, Kitchen Desks, Bedroom, Headboards, Entertainment Units, Study and Storage, Study Center/Home Office, Desks, Office Storage, General Storage, Laundry Area, Garage Storage, Utility Area, Wine Storage oder Dorm Room.