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18.01.2017

Kunstkraftwerk Leipzig Die Illusion geht weiter

Teil 2 der Kult-Ausstellung im Kunstkraftwerk Leipzig spielt mit unseren Vorstellungen von Raum und Räumlichkeit. Credits: WISP_Stranger

Seit seiner Eröffnung im Juni 2016 hat sich das Kunstkraftwerk im Leipziger Szeneviertel Plagwitz zu einem viel beachteten Ort der Begegnung mit zeitgenössischer Kunst entwickelt. Allein die erste Jahresausstellung „Illusion - Nothing is as it seems“ lockte 2016 über 30.000 Besucher aus dem In- und Ausland nach Leipzig. Nach diesem überragenden Start soll nun mit der 2017er Jahresausstellung „Illusion - Moving Space“ (21. Januar bis 12. November 2017) diese Erfolgsgeschichte fortgeschrieben werden.

Teil 2 der Kult-Ausstellung im Kunstkraftwerk Leipzig spielt mit unseren Vorstellungen von Raum und Räumlichkeit

Coole Medienkunst und Hitec-Art von Künstlern aus Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Kanada, Neuseeland, Polen und Südkorea stellen unsere Wahrnehmung der Welt und unsere hergebrachten Vorstellungen von Raum und Räumlichkeit auf die Probe. Der Sternenspiegelraum (star-universcope) des Leipziger Künstlers Holger Schultze beispielsweise erzeugt durch die spezielle Anordnung von Spiegeln mit einem verblüffend kleinen, realen Raum eine unendliche räumliche Wirkung - ein Universum.

Das Wisp Collective - ebenfalls aus Leipzig - schafft mittels 360°-Projektion die Illusion einer endlosen digitalen Landschaft. Die Besucher sind eingeladen, in diese virtuelle Umgebung zu treten und sie durch Gesten und Körperbewegungen zu verändern. Quasi-halluzinatorische Bilderlebnisse verspricht die Installation Seeing with Eyes Closed der Künstlerin Ivana Franke. Die südkoreanische Künstlerin Jeongmoon Choi spannt UV-Licht reflektierende Fäden zu komplexen geometrischen Gittern im dunklen Raum, das zurückstrahlende Licht der Fäden bewirkt, dass der Raum zu vibrieren beginnt.

LAB212 lässt die Besucher leuchtende Fäden anfassen und damit Melodien auslösen. Deutlich sichtbar wird auch in dieser Ausstellung der Anspruch der Kunstkraftwerksmacher, die enge Verknüpfung von Kunst und Wissenschaft in den Fokus zu rücken. Die gezeigten Werke basieren auf mathematischen Prinzipien, nutzen physikalische Gesetzmäßigkeiten oder sind in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern entstanden.

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