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E-Commerce 22.11.2012

Apple iTunes Store Groß angelegter Kreditkartenbetrug über den ITunes-Store in Luxemburg - LU ITUNES.COM

Kreditkartenbetrug mit VISA und dem iTunes-Store von Apple istockpoto.com

In letzter Zeit häufen sich die Fälle von Kreditkarten-Missbräuchen massiv. Betroffen ist auch der iTunes-Store von Apple. Dort werden mit gestohlenen Kreditkarten-Daten Kundenkonten unter falschem Namen eröffnet.

So eine Abbuchung auf der VISA-Karte ist nicht so einfach zu erkennen. Es sind nur zwei Buchtaben - LU - die den Unterschied ausmachen. Normalerweise steht auf der Abbuchung "APPLE ITUNES STORE-EUR ITUNES.COM" , aufmerksam sein sollte man, wenn dort "APPLE ITUNES STORE-EUR LU ITUNES.COM" steht. Dann wurde eine Account über den Apple-iTunes-Store Luxemburg eröffnet und abgerechnet.

In solch einem Fall hilft es nur, die eigene Karte so schnell wir möglich über das eigene Kreditinstitut oder die zentrale Sperr-Hotline für EC- und Kreditkarten (+49 - 116 116) zu sperren. Die Kreditkarten-Daten sind in falsche Hände geraten.

Es ist unwahrscheinlich, dass diese Daten bei Apple gestohlen wurden. Wahrscheinlicher wurden die Kreditkarten-Daten auch in anderen Shops benutzt. Ein Favorit ist dabei ClickandBuy, eine Plattform, die eigentlich für das sichere Bezahlen gedacht ist. Schon seit 2011 sind die Probleme bekannt, und in zahlreichen Foren beschweren sich geschädigte Kunden über die Verschweigungstaktik.

Wie Daten in falsche Hände geraten, darüber wird geschwiegen. Möglich sind sogenannte Pishing-Seiten, die dem Kunden einen ClickandBuy Zugang vortäuschen. Für ClickandBuy kann das Problem das Aus bedeuten, denn Kunden die einmal geschädigt wurden, werden diese Plattform verständlicherweise meiden, vom Image-Schaden ganz zu schweigen.

Es stellt sich aber auch die Frage, warum Apple diese Problem nicht ernst nimmt. Es ist immerhin seit 2011 bekannt und die Fälle nehmen seit dem auch nicht ab, wenn man die Einträge in den Internet-Foren verfolgt. Frägwürdig ist zum Beispiel, warum das Eröffnen einen Accounts nicht besser geprüft wird, und warum man überhaupt Deutsche Kreditkarten in einen iTunes-Sore in Luxemburg zulässt.

Auch an der Hotline von Apple wird aus den Fällen ein Geheimnis gemacht. Man gibt quasi jedem geschädigten Kunden das Gefühl, das er der Erste ist, dem das passiert. Man lässt ihn dann erstmal ein paar Daten sammeln und stellt den Fall natürlich in Frage.

Apple gehört auch zu den wenigen Anbietern, die Ihre Kunden zwingen, eine Kreditkarte zu benutzen, denn das einfache Lastschriftverfahren, wie es in in Deutschland eher üblich ist, wird von Apple nicht unterstützt. Bei Lastschriften kann der Kunde jederzeit und ohne Begründung 6 Wochen lange widerrufen. Das ist ein echter Vorteil für den Kunden, scheinbar sieht das Apple nicht so.



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